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vorhin sah ich in der u-bahn ein junges mädchen. ich schätze, sie war anfang zwanzig oder knapp darunter. ihre haare trug sie auf der rechten seite kurz und auf der linken seite fiel ihr ein etwas zu lang geratener pony ins gesicht, aber das sollte wohl so sein.

ihre gelbe weste mit grünem muster auf den ärmeln passte farblich nicht zu ihrem t-shirt, aber auch das sollte wohl so sein.

auf der tasche die sie so trug, dass der träger quer über ihre brust verlief, hatte sie mit einem stift viele sprüche gekritzelt. und auch ihre hose war von oben bis unten mit solchen beschriftet. sie hatte sie nicht in blockschrift geschrieben, doch die auf der tasche waren trotzdem einigermassen lesbar. die auf ihrer hose hatte sie jedoch so geschrieben, dass sie sie lesen konnte, wenn sie an sich hinunter sah. ihr gegenüber musste also auf dem kopf stehen oder sich schon ein wenig verbiegen, um auch von ihrer hose unterhalten zu werden. gleichzeitig hiess das wohl aber auch, dass sie die sprüche für sich selbst notiert hatte und die nicht als message an andere gedacht waren.

sie sass da, hatte ihren kopf an die scheibe gelehnt und sah aus dem fenster. sie hatte mühe die augen offen zu halten und wirkte müde. sehr müde. es war nicht diese angenehme müdigkeit, die man fühlt, wenn man einen schönen und erlebnisreichen tag gehabt hatte. es war nicht diese zufriedene müdigkeit. man konnte fast meinen, sie war gerade im begriff, die müdigkeit neu zu definieren.

in ihren augen war kein glänzen und auf ihrer hose stand der janis joplin spruch "freedom is just another word for nothing left to lose". auf ihrer hose war "eigentlich weiss keiner genau, warum wir leben" zu lesen und das alles zusammen umgab sie mit einer traurigkeit die mich berührte.

hätte ich einen stift bei mir gehabt, hätte ich ihr auch was auf die hose geschrieben:

hey verdammt, ich bin am leben und das ist für mich grund genug jede menge gas zu geben. thomas d.
questionmark meinte am 22. Mrz, 11:31:
der Typ in der U-Bahn
Vor ein paar Monaten stieg ein Typ in die U-Bahn, der vom Styling her eher ein harter Kerl sein wollte. Nieten, Lederjacke, hohe Stiefel, usw..
Allerdings hatte er nur ein paar Bartstoppeln und ein Bubigesicht, was irgendwie nicht zum Image passte. Auf seinem T-Shirt stand in Großbuchstaben: "DA GIBT'S JETZT SICHER NIX ZUM LACHEN" - was ich auch tat, aber schmunzeln musste ich schon :-) 
miss.understood antwortete am 22. Mrz, 11:35:
oh, das gefällt mir auch immer sehr gut.
boots, lederhose, biker lederjacke ... und fährt mit der u-bahn. harte sau, die. 
 
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