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    <title>miss.understood (Rubrik:beobachtet)</title>
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    <title>miss.understood</title>
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  <item rdf:about="http://missunderstood.twoday.net/stories/238441/">
    <title>aerodrom</title> 
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    <description>auf dem fussweg vom auto bis zum gel&amp;auml;nde des aerodrom rock festivals kommt einem zum ersten mal die idee, dass es vielleicht keine so gute idee war, hier ohne security beistand anzutreten. am gel&amp;auml;nde selbst dann, m&amp;ouml;chte man am liebsten ein megafon zur hand nehmen und ein &quot;ladies and gents, please act like you got some sense&quot; in den offenen raum stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bei den, bei solchen gelenheiten immer sehr gern aufgestellten mobilen toiletten, w&amp;auml;ren die m&amp;auml;nner klar im vorteil. das w&amp;auml;re aber unfair, deshalb wird der joker von sehr vielen m&amp;auml;nnern nicht ausgespielt und sie pinkeln einfach &amp;uuml;berall hin. bauz&amp;auml;une, wiese und mein besonderer liebling: strom-aggregate. ich finde ganz grunds&amp;auml;tzlich, dass m&amp;auml;nnliche geschlechtsteile h&amp;uuml;bsch anzusehen sind. f&amp;uuml;r die n&amp;auml;chste zeit hab ich gestern dann aber doch genug davon gesehen. zumindest kann ich nun aber sagen: tats&amp;auml;chlich ist keiner wie der andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dort war ich, zusammen mit herrn smi, wegen, f&amp;uuml;r und aus liebe zu den chili peppers, die ein lupenreines konzert abgeliefert haben, das muss man schon sagen. du hast als band nur leider keine chance dein publikum zu erreichen, wenn dieses gegen dich arbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mein spezieller liebling sind die leute, die erst dann ihren platz in der menge anfangen zu suchen, wenn das konzert tats&amp;auml;chlich anf&amp;auml;ngt und ihr platz, da sind sie sich ganz sicher, ist irgendwo ganz weit vorne. dritte reihe, mitte. genau diese leute scheinen ein kleines problem mit ihrer r&amp;auml;umlichen wahrnehmung zu haben. wenn irgendwo dichtgedr&amp;auml;ngt viele leute stehen, dann passt da niemand mehr hin. nicht einer und auch nicht zwei und auch keine gruppe aus f&amp;uuml;nf personen. man kann nat&amp;uuml;rlich davon ausgehen, dass die menschen, die auf dem platz stehen, auf den man selbst gerne stehen w&amp;uuml;rde, dann einfach wegr&amp;uuml;cken ... und ihrerseits damit wieder menschen wegdr&amp;auml;ngen. tats&amp;auml;chlich bleibt diesen menschen auch nicht anders &amp;uuml;brig. aber wie r&amp;uuml;cksichtslos und egoistisch muss man sich den verhalten, nur weil man in einer grossen menge steht und diskussionen gerade ohnehin sinnlos sind ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedauerlicherweise, und da kann die band auf der b&amp;uuml;hne eine top show abliefern, viel pr&amp;auml;senter und n&amp;auml;her dran, sind immer die leute rund um einen. und menschen sind nun mal - ganau wie alkohol - in grossen mengen, zum kotzen. ein paar leutchen ganz in unserer n&amp;auml;he befanden, dass die musik zu leise ist. die h&amp;auml;tten sich nun einfach in die n&amp;auml;he der lautsprecher stellen k&amp;ouml;nnen oder aber im vorfeld, bei der auswahl ihres platzes, sich gedanken zum thema akkustik machen k&amp;ouml;nnen. statt dessen riefen sie aber im chor, immer dann, wenn ein song seinem ende zu ging aber noch nicht aus war, lauthalt &quot;LAUTER !&quot; in richtung b&amp;uuml;hne. ja dachten die denn, herr kiedis h&amp;auml;tte ein kleines rad an seinem mikro, an dem er dann den ton einfach mal lauter machen kann ? oder dachten die, flea k&amp;ouml;nne einfach mal lauter spielen ? und wenn man schon denkt, dass man solche bitten der band zurufen muss, warum ruft man dann auf deutsch und nicht in einer sprache, die die herrschaften auf der b&amp;uuml;hne auch verstehen k&amp;ouml;nnen ? diese &quot;lauter!&quot; gebr&amp;uuml;lle war  hochgradig irritieren und st&amp;ouml;rend und zum gl&amp;uuml;ck sorgte f&amp;uuml;r optische ablenkung das frischverliebte p&amp;auml;&amp;auml;rschen genau vor uns. s&amp;uuml;ss war das, wie sich sich st&amp;auml;ndig anl&amp;auml;chelten und streichelten und liebkosten und herzten. wenn nicht dazwischen diese tats&amp;auml;chlich abstrakte k&amp;uuml;sserei gewesen w&amp;auml;re. da hat man eine handbreite vor sich zwei gesichter, die aufeinander zusteueren, sie reisst dabei den mund auf, als w&amp;auml;re sie ein babyvogel, der gleich gef&amp;uuml;ttert wird und als n&amp;auml;chstes hat man diese schmatzenden zungen fast im gesicht und hofft bloss noch, dass jetzt keiner von beiden ausrutscht und einem mit der zunge ins auge f&amp;auml;hrt. ich mag verliebte p&amp;auml;&amp;auml;rchen und schmusen ist eine schicke sache, aber ich m&amp;ouml;chte eigentlich, in so einem fall, nicht daran beteiligt sein. wirklich nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
viel lieber w&amp;auml;re ich an den einnahmen vor ort beteiligt gewesen. die tickets waren nicht gerade billig und wurden einem tats&amp;auml;chlich am eingang abgenommen, im tausch gegen ein band, welches fix am arm montiert wurde. h&amp;auml;tte man also die absicht gehabt, das festival einen tag lang zu besuchen und die karte am n&amp;auml;chsten tag jemanden zu geben, der sich metallia ansehen will, h&amp;auml;tte man ein problem gehabt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
am festivalgel&amp;auml;nde gab es unfassbar viel gastronomie. menschen torkeln bereits nachmittags komplett betrunken an einem vorbei, alles dort riecht nach schweiss und urin, der l&amp;auml;rmpegel - zus&amp;auml;tzlich zu dem, was die toten hosen so von sich geben - ist extrem hoch, &amp;uuml;berall liegt m&amp;uuml;ll am boden und ja, genau da bekommt man nat&amp;uuml;rlich lust auf &quot;essen aus dem wok&quot;. und danach kann man sich noch kostenlos das ohrl&amp;auml;ppchen oder den nasenfl&amp;uuml;gel oder auch beides durchstechen lassen. an viel zu vielen st&amp;auml;nden kann man shirt und brillen und auch aus holz gefertigte cd st&amp;auml;nder kaufen. ich gehe nicht davon aus, dass jemand denkt, dass ein festival besucher tats&amp;auml;chlich ein cd regal kauft und es dann den ganzen tag mit sich herum schleppt. viel eher soll den campern vor ort wohl die m&amp;ouml;glichkeit geboten werden, ihr zelt schnuckelig einzurichten. na dann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
alles in allem aber ein sch&amp;ouml;nes konzert mit guter musik, wobei ich bei konzerten immer &amp;ouml;fter feststelle, dass sehr viele menschen nicht wegen der musik dort sein k&amp;ouml;nnen. zu viele h&amp;ouml;ren einfach nicht zu. entweder sie unterhalten sich lautstark mit ihrem stehnachbarn oder sie klatschen zu dem, was sie im kopf h&amp;ouml;ren. im besten fall handelt es sich um die cd version des songs, der auf der b&amp;uuml;hne gerade performt wird. ich war bass erstaunt, wie tausende von menschen zusammen in die h&amp;auml;nde klatschen k&amp;ouml;nnen und zwar kollektiv neben dem takt. ein ph&amp;auml;nemon, das man auch in clubs immer wieder beobachten kann. wenn ein song vom dj schneller oder eine spur langsamer abgespielt wird, tanzen die leute dennoch in der geschwindigkeit, in der sie den song kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
konzerte w&amp;uuml;rden ohne publikum zwar keinen sinn ergeben, aber trotzdem mehr spass machen.</description>
    <dc:creator>miss.understood</dc:creator>
    <dc:subject>beobachtet</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 miss.understood</dc:rights>
    <dc:date>2004-06-11T11:50:45Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://missunderstood.twoday.net/stories/170240/">
    <title>das m&amp;auml;dchen in der u-bahn</title> 
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    <description>vorhin sah ich in der u-bahn ein junges m&amp;auml;dchen. ich sch&amp;auml;tze, sie war anfang zwanzig oder knapp darunter. ihre haare trug sie auf der rechten seite kurz und auf der linken seite fiel ihr ein etwas zu lang geratener pony ins gesicht, aber das sollte wohl so sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihre gelbe weste mit gr&amp;uuml;nem muster auf den &amp;auml;rmeln passte farblich nicht zu ihrem t-shirt, aber auch das sollte wohl so sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf der tasche die sie so trug, dass der tr&amp;auml;ger quer &amp;uuml;ber ihre brust verlief, hatte sie mit einem stift viele spr&amp;uuml;che gekritzelt. und auch ihre hose war von oben bis unten mit solchen beschriftet. sie hatte sie nicht in blockschrift geschrieben, doch die auf der tasche waren trotzdem einigermassen lesbar. die auf ihrer hose hatte sie jedoch so geschrieben, dass sie sie lesen konnte, wenn sie an sich hinunter sah. ihr gegen&amp;uuml;ber musste also auf dem kopf stehen oder sich schon ein wenig verbiegen, um auch von ihrer hose unterhalten zu werden. gleichzeitig hiess das wohl aber auch, dass sie die spr&amp;uuml;che f&amp;uuml;r sich selbst notiert hatte und die nicht als message an andere gedacht waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sie sass da, hatte ihren kopf an die scheibe gelehnt und sah aus dem fenster. sie hatte m&amp;uuml;he die augen offen zu halten und wirkte m&amp;uuml;de. sehr m&amp;uuml;de. es war nicht diese angenehme m&amp;uuml;digkeit, die man f&amp;uuml;hlt, wenn man einen sch&amp;ouml;nen und erlebnisreichen tag gehabt hatte. es war nicht diese zufriedene m&amp;uuml;digkeit. man konnte fast meinen, sie war gerade im begriff, die m&amp;uuml;digkeit neu zu definieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in ihren augen war kein gl&amp;auml;nzen und auf ihrer hose stand der janis joplin spruch &quot;freedom is just another word for nothing left to lose&quot;. auf ihrer hose war &quot;eigentlich weiss keiner genau, warum wir leben&quot; zu lesen und das alles zusammen umgab sie mit einer traurigkeit die mich ber&amp;uuml;hrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
h&amp;auml;tte ich einen stift bei mir gehabt, h&amp;auml;tte ich ihr auch was auf die hose geschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;hey verdammt, ich bin am leben und das ist f&amp;uuml;r mich grund genug jede menge gas zu geben. thomas d.&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>miss.understood</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 miss.understood</dc:rights>
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