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die worte des tages kamen ja wohl zweifellos von michael moore. da kann man sich nur anschliessen, möchte es nur ein kleinwenig umstellen. bei mir klingt es so: "shame, shame, shame - shame on you, mr. bush!"



samstag und ich sitze hier im büro herum. gut, ich bin selbst schuld. ich habe eine aufstellung versprochen und in der sekunde mein versprechen wieder vergessen. blöd von mir. macht aber nichts, weil ich eigentlich sehr gern im büro bin, wenn sonst niemand da ist. zudem sieht es heute so schön draussen aus, ist aber ein fake, denn es ist in wahrheit saukalt. und das büro ist einfach am feinsten, wenn von draussen die sonne herein lacht. deshalb macht es mir eigentlich gar nichts aus. ich bastle hier an meiner aufstellung herum, beschalle die heiligen hallen mit n.e.r.d., zwischendurch steh ich auf und tänzle zum wasserspender.
vielleicht sollte ich die cd wechseln? ich erwische mit immer wieder beim eben nicht zahlen in den comp flippern, sondern mit stiften auf den tisch trommeln. ausserdem flipperts sich schwer, wenn die schultern dauernd in bewegung sind.



am freitag nachmittag machte sich bei mir partystimmung breit. ich habe es doch tatsächlich geschafft! ich habe die ganze (arbeits)woche gefastet und auch nicht geraucht und ich war dabei weder zickig, noch grantig, ich hab niemanden beleidigt der es nicht wirklich verdient hatte - ich bin doch wirklich eine person, die ich bewundern würde, wenn ich mich nicht besser kennen würde ; )
am nachmittag bekam ich dann auch reichlich die schulter geklopft von den kollegen und kolleginnen, alle waren ganz furchtbar stolz auf mich. und - ich werde da sicher auf viel verständnis stossen, nein, es kann gar nicht ander sein - ich MUSSTE einfach nochmal jeden einzeln aufsuchen und mit grossen kuhaugen, james dean blick (kopf leicht gesenkt, blick von unten) und angedeuteten schmollmund fragen: "duuhhuuu, machst du mir nächste woche dieses leckere ...... ??" ersten waren ich ja so tapfer gewesen, deshalb war jeder sofort bereit mir eine belohnung zukommen zu lassen. zweitens fühlt sich jeder geehrt, denn, wenn ein anderer fastet und dann ausgerechnet! zu dir kommt und essen bestellt - wow, das sagt doch eine menge über die kochkünste des gefragten aus.
somit hätte ich also meinen menüplan für nächste woche fertig und werde ab dienstag jeden tag im büro gekocht. mein auftrag ist es nun, bis dahin meinen magen beizubringen, dass der urlaub vorbei ist und es nicht schlecht ankommen würde, wenn er dann doch irgendwann wieder zu arbeiten beginnt.



ich habe gestern etwas extrem sensationelles entdeckt. vorweg sollte ich sagen: die erste die hier kommentiert, dass sie das schon lange kennt, fliegt in der sekunde wieder raus. tut mir leid, hier muss dann zensiert werden. wenn ich was nicht leiden kann, dann doch wohl, wenn meine begeisterung für etwas zu brei gestampft wird. zurück zum thema: ich habe gestern shampoo entedeckt, dass ganz glatte haare macht. und ladies, wir reden hier nicht von doch ziemlich glatt, sondern von ANISTON GLATT.
kommt natürlich aufs ausgangshaar an. auf jeden fall halte ich das, im bereich all der dinge die man in wahrheit gar nicht braucht, für die grösste erfindung seit dem schnittbrot.



A: wie, du isst jetzt gar nichts mehr ?
U: nein, das nennt sich fasten. sie trinkt nur noch.
A: aber was gesundes könntest du doch essen. nasses gemüse
vielleicht.
I: was ist denn bitte nasses gemüse?
A: hmm, wie heisst das nochmal ?? ach ja: gedünstet.



heute ist der letzte fastentag im büro. ab montag ess ich auch schon wieder. die letzte woche ist elendig langsam vergangen. morgen fange ich an den körper wieder ans essen zu gewöhnen. das heisst: äpfel, joghurt, reis, usw.. im grossen und ganzen kann ich aber sagen: ich habe es überstanden. gestern wurde irgendwie merkbar, wieviele menschen rund um mich gedacht haben, dass ich es nicht durchhalte. zuerst war ich sauer, doch dann hatte ich einen ehrlichen moment und musste mir eingestehen, dass ich selbst wohl am meisten überrascht bin. ich bin ja viel tougher als ich dachte. congratulations to myself. good girl !
ach ja: die letzten beiden abende waren ein wenig hart, weil littleguy bei meiner mutter war und den gameboy mitgenommen hat. es ist nicht zu glauben, wie sehr einem tetris ablenken kann. mein tipp an alle: egal wohin er geht, egal was euch dort erwartet - habt euren gameboy mit und tetris.



heute morgen fönte ich gerade meine haare und hörte die nachrichten, als sich die sprecherin selbst unterbrach um zu sagen, dass gerade jetzt wieder die sirenen losgehen würden. sowas zu hören ist schon seltsam. an stelle von musik und neuigkeiten die alle schon kennen, wird hier quasi live ein krieg übertragen. man geht seiner arbeit nach und hört krieg. man isst zu abend und schaut krieg. man singt bei robbie williams mit und danach bei john mayer und dazwischen singt man nicht, sondern hört krieg. das ganze kriegt so einen touch von nicht real. man muss sich keine zeit nehmen, um sich zu informieren. man kann alles "nebenbei" mitbekommen. das vermittelt einem ein gefühl von alltäglicher gleichgültigkeit, die man eigentlich gar nicht empfindet. zumindest geht es mir so. und ich kann das absolut nicht leiden.



ok, noch so ein traum und ich höre in der sekunde auf zu fasten!! letzte nacht träumte mir, ich hätte ein date mit dem tschuggnal. er sah im traum zwar anders aus und er hat auch nicht gesungen (praise the lord!), aber er war}s. tzzz. unfassbar.
zudem fällt es mir immer schwerer, in gesprächen aufmerksam zuzuhören. ich will auch nicht wirklich plaudern oder reden, gebe - wenn}s leicht geht - bloss "hmmm" laute von mir.
abgesehen davon, fehlt mir jegliches zeitgefühl. ich trage ohnehin nie eine uhr, sondern orientiere mich zeittechnisch an bestimmten fixpunkten. wenn man eine zeitlang ohne uhr unterwegs ist, weiss man, an welchen orten man die zeit checken kann. und man hat auch ein ganz gutes gefühl dafür, wie lange man schon unterwegs ist. das ist im moment allerdings nicht so. ich kann einfach überhaupt nicht realistisch einschätzen, wie spät es ist oder wie lange ich schon unterwegs bin, arbeite, usw...
ooops, das hätte ich beinahe vergessen: meinen saft habe ich gestern abend brav getrunken. fühle mich körperlich immer noch sehr gut. ich habe keinen hunger. und eigentlich ist das gefühl viel mehr als das, ich habe nicht nur keinen hunger, vielmehr fühlt es sich so an, als hätte ich nie hunger gehabt und werde auch nie wieder hungrig sein. wie beschreibe ich das gefühl am besten? es fühlt sich an, als wäre das zentrum von kopf in den bauch gerutscht und dort liegt es nun ganz gemütlich und fühlt sich gut.



na bitte, ich habe mich gerade bei der überlegung ertappt, dass ich ja eigentlich etwas kauen und vor allem SCHMECKEN dürfte, ich darf es bloss nicht runterschlucken. OH MY GOD, what a fucking idea!
ich hatte mir vorab überlegt, welche kollegin wohl als erste kommen würde, um zu fragen, wieviel ich abgenommen habe. hab auch mit mir intern auf die richtige kollegin gesetzt, aber ich dachte, sie lässt sich mehr zeit dafür. heute mittag schon war es soweit. ich habe gerade in der küche tee gemacht, als sie möglichst beiläufig fragte: "und wieviel hast du bis jetzt abgenommen." tja, da musste ich leider passen. ich weiss es nämlich nicht. ich weiss nicht, wieviel ich jetzt wiege, ich habe keine ahnung, wieviel ich vor vier tagen gewogen habe - ich besitze ja noch nicht einmal eine waage. schlimmer noch, wenn mir jemand sein gewicht sagt, weiss ich nie, ob ich nun gratulieren oder doch lieber diesen mitleidig/mutmachenden blick aufsetzen soll, weil ich ganz einfach nicht weiss, was viel, wenig oder durchschnittlich ist.
gestern abend habe ich vergessen meinen saft zu trinken. das darf mir heute nicht wieder passieren. ich brauche bloss zweimal am tag daran denken saft zu trinken. das krieg ich doch hoffentlich gerade noch hin....



so, wir haben nun also mittwoch und ich konnte mich bis jetzt noch nicht auf eine einheitliche form bei den überschriften in den fasten diaries entscheiden. sehr bezeichnen für das ganze projekt an sich. alle sagen, der erste richtige fastentag ist der schlimmste und ich kann nur sagen und vielleicht schreie ich es auch: "I HOPE SO !!" gestern nach dem zahnarzt war ich wirklich scheissbeleidigt. normalerweise belohne ich mich für sowas, kaufe mir irgendwo was leckeres. das ging gestern nicht und das war kinda frustrating. so, dann war ich also schon frustriert und was macht man in so einem fall als erstes? richtig, man raucht erstmal eine. das ging aber auch nicht. und da war ich dann wirklich sauer auf mich selbst. ich durfte nicht essen, ich durfte nich rauchen, der rechte untere kiefer war von der blöden spritze betäubt - how much can a single girl take ??
der abend verlief aber ganz gut. ich spielte mit littleguy nintendo und ging - wiedermal - früh schlafen.
ich war immer gespannt auf den energie-kick, den man angeblich kriegt. ich komme immer mehr in eine "so fucking what" phase, zudem merke ich langsam, wie ich ehrfürchtig werde. ich hab kapiert, warum ich unbedingt fasten wollte. ich verspreche, dass ich, wenn das wochenende vorbei ist, auf meine ernährung achten werde. ich werde obst essen, aufhören zu essen wenn ich satt bin, ich werde weniger rauchen und - keine ahnung. auf jeden fall werde ich meinen körper danach besser behandeln. ich fühle mich nämlich körperlich ausgesprochen wohl. und dieses gefühl hat schon appeal to me. das würde ich ganz gern behalten.
was mich allerdings sehr erstaunt, ist, dass es mich weniger stört nicht zu essen und zu rauchen, vielmehr schmerzt der soziale aspekt. natürlich war mir der vorher auch bewusst, bloss nicht in diesem ausmass. an der stelle entschuldige ich mich bei meinem besten freund dafür, dass ich am sonntag beim frühstück nicht kapiert habe, warum es ein problem gewesen wäre, wenn bloss er gegessen hätte. sorry mr. s., du hattes recht. es ist ganz furchtbar, wenn die kollegen zu mittag gemeinsam essen und plaudern. ich darf zwar mitplaudern, aber das ist irgendwie nicht das selbe. dabei essen die sachen, die ich sonst eigentlich gar nicht haben will - und dennoch fühle ich mich wie ein aussenseiter.
zudem stelle ich fest, dass ich unüberlegt vor mich hin plappere. gut, als frau steht diese fähigkeit natürlich in meiner job discribtion und es würde mir weder im traum, noch im halbschlaf einfallen zu behaupten, ich würde das sonst nicht tun. jedoch, es ist mir gelungen das lustige plappern noch zu steigern. besonders am telefon, denn da muss man ja schliesslich was sagen. zu meinem glück halten mich leute - die mich nicht kennen wohlgemerkt - oftmals für süss. insgeheimt denken sie sicher, dass ich ein rad abhabe. aber damit sind sie auf jeden fall näher dran, als mit "süss". bei persönlichen gesprächen mit leuten die ich kenne fällt mir jedoch oft, dass ich in den letzten tagen manchmal einfach gar nicht antworte. ich sitzte bloss da und habe in dem moment gar nichts zu sagen, weil mir zu viele widersprüchliche ansagen dazu einfallen und ich einfach nicht wissen kann, was ich letztendlich als richtig empfinden werde. wenn ich mich dann irgendwann für eine antwort entschieden habe, sag ich sie. das kann minuten dauern, stunden, tage, wochen. das scheint die leute ein wenig zu verwirren. ich führe das aber nicht aufs fasten zurück. es scheint gerade wiedermal eine zeit zu sein, in der nichts passiert, sich aber einiges ändert.



 
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