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heute bin ich unrund. und müde. und unhappy. einen grund dafür konnte ich bis dato nicht ausfindig machen. also steuere ich einfach mal blind dagegen.

phase 1: auf dem heimweg beim meinl am graben vorbeischauen und staud marmelade kaufen. und zwar pflaume mit rum.

phase 2: in der u-bahn in meinem buch weiterlesen und damit möglichst grosse distanz zu der welt herstellen, in der ich lebe.

phase 3: im supermarkt weiteres essbares erstehen.

phase 4: zu hause am balkon sitzen, essen, rauchen, lesen und drauf warten, dass littleguy nach hause kommt und mich angrinst.

ein guter plan, ein verdammt guter plan. here i go....



dank des streiks, bin ich heute insgesamt drei stunden zur arbeit und wieder nach hause quer durch die stadt marschiert. war anfangs ganz lustig, weil ich mitten auf der strasse auf den gleisen der strassenbahn laufen durfte - mit der zeit wird aber auch das langweilig. besonders bei der hitze.

zwischen diesen ausgedehnten spaziergängen lag überraschend viel arbeit. blieb gar nicht viel zeit für small talk, aber das war ok. besonders den nachmittag fand ich nett. bin mit einer kollegin in einem besprechungszimmer gesessen, haben magnum gegessen, geraucht, wasser getrunken, die füsse auf den tisch gelegt und uns die gehirne zermartert. waren dabei aber erfolgreich.

auf dem heimweg rief mich littleguy an und orderte das neue mickey maus heft. ich erwiederte, dass die trafiken schon zu hätten und er sagte: "dann bring nur butter, denn die ist aus. wir brauchen butter." das hat mich amüsiert. in einem jahr geb ich den haushalt ganz an ihn ab.

endlich zu hause angekommen, wollte ich die beine schon im lift stehen lassen, weil die dummen dinger sich weigerten, mich noch bis in die wohnung zu tragen. als ich dann mit einem grossen glas wasser auf dem balkon sass und die müden füsse hochlegte, kam ich mir fast vor wie der waldbauernbub.

und als ich mich gerade zurück lehnen wollte, um den tag einfach so stillschweigend seinem verdienten ende zugehen zu lassen, trat littleguy in action und wollte für seinen morgigen test in sachunterricht abgefragt werden. dazu muss man sagen, dass ich lieber mathe oder deutsch mit ihm lerne. bei sachunterricht kommen grösstenteils nur langweilige sachen vor und wenn mal was interessantes dabei ist, muss ich immer feststellen, wie wenig ich weiss.

aber das abprüfen war extrem lustig. littleguy schlug sein heft auf, um mir zu zeigen, welche seiten und themen im moment gefragt sind. dabei sah ich, dass er über eine seite wohl etwas ausgeschüttet hatte, weil die schrift total zerlaufen war. er kommentierte das ganze mit einem erstaunten: "oh, das hats erwischt." so, als wäre er gar nicht dran beteiligt gewesen.

auf die frage, zu welcher jahreszeit die schneeglöckchen blühen würden, klatschte er in die hände und rief begeistert: "das wissen wir ja nicht." ich hab bis jetzt nicht begriffen, was er damit sagen wollte. ich weiss noch nicht einmal, wer "wir" sein soll.

bei den hühnerküken machte er aus nestflüchtern "nestflücher", lehnte sich gemütlich zurück und krähte "scheiss hühnerstall".
die hühner dürften es ihm überhaupt angetan haben. rebhuhn kennt er nicht, denn bei ihm heissen die rap-huhn.

zum schluss ging es noch ums schloss schönbrunn. ich fragte, wer damals das schloss als sommerresidenz benutze und er sah mich an, grinste siegessicher und verkündete stolz: "die habsbörger".
ist aber auch schwierig. bei mc d wird "börger" ausgesprochen und im schloss schönbrunn plötzlich wieder als burger.

während des abfragens, konnte ich ihn kaum ansehen ohne lachen zu müssen. er hatte mich unterwegs angerufen und gesagt, dass er kopfweh habe. ich sagte ihm, er soll sich aufs sofa und einen nassen waschlappen auf die stirn legen. bei mir funktioniert das wunderbar. ich bleibe aber auch ruhig liegen. für littleguy ist da ein ding der unmöglichkeit und so lag der nasse lappen ständig irgendwo, nur nicht auf seinem kopf. deshalb ging er los und holte sich ein halstuch. damit wollte er den lappen am kopf montieren. das funktionierte nicht so, wie er es sich ausgedacht hatte und deshalb organisierte er sich noch ein zweites tuch. als ich nach hause kam, hatte er sich also den waschlappen mit einem blauen und einem roten halstuch um den kopf gebunden. und so sass er mir dann auch beim abprüfen gegenüber und sah wie ein verhindertes gang-mitglied aus.



würde ich ihn in so manchen moment um rat fragen. vielleicht wüsste er, was zu tun ist. es müsste aber dann schon ein vorschlaghammer sein, klar.



Ich geh durchs Tal, besteig Berge, seh Höhen und Tiefen wie Wetterlagen
Oft schwer zu ertragen, härteste Fragen an schwärzesten Tagen
Vorher Momente in denen ich denke, Zweifel an mir selbst
Ich weiß, das Leben als Geschenk, regelt das Meiste meist von selbst
Nach dem Regen wird’s hell, Reden wird schnell
Was steht, fällt und was nicht liegen bleibt steht auf
Die Sonne geht auf – grell
Doch das Licht blendet nicht, klare Sicht schadet nicht
Neuer Tag, nächste Schlacht
Die letzte Nacht zeigt dir die Farben nicht
Was soll ich sagen, ich weiß für mich alles wird gut und besser
Verschaff dir Luft und pump den Dreck weg wie Abwässer
Wie bei Geläster wirken Worte befreiend
Die Zeit wird zeigen was geht
Du kennst den Rest, weißt du was ich mein?
(Bintia - Über den Wolken)

die zeit. ich bin ein grosser fan der zeit. sie setzt mich zwar immer wieder immens unter druck, aber darüber kann ich hinweg sehen. denn die zeit hat sich im laufe der jahre immer mehr als mein freund entpuppt. was ich alleine nicht hinbekomme, regelt meist die zeit. eine grossartige sache, diese zeit.



I'm not religious
But I feel so moved
I'm not religious
Makes me wanna pray


i dont believe in god. i dont believe in jesus christ. but i do believe in madonna.



sowas hasse ich ja wirklich. da fällt einem was ganz furchtbar kluges und wesentliches ein und bis man es aufschreiben will, ist einem der gedanke runtergefallen. verdammt!



klopften sich diverse mobilnetzanbieter furchtbar stolz mit den fäusten auf die brust, ob der errungenschaft, auch im gesamten u-bahn-netz per handy telefonieren zu können, wenn es dort ohnehin immer so laut ist, dass man kein wort versteht ?? es ist also hier wiedermal wie sonst auch überall: technisch hätten wir es ja drauf, es scheitert nur an den umständen.



war ein anstrengender tag heute. lustig, ja schon. aber auch anstrengend. ich bin ganz furchtbar müde und mein kopf tut weh. es hat mich sehr viel mühe gekostet, mit der u-bahn nach hause zu fahren. was denken sich die verkehrsbetriebe dabei, einfach keine liegewagen einzurichten ??

irgendwann war ich dann doch zu hause. erstmal weg mit den blöden klamotten und rein in die dusche. damit auch endlich fertig, laptop angeworfen und auf dem balkon platz genommen.

und dann fiel mir ein: ich hab ja noch gar nichts zu trinken! also nochmal aufgestanden, den unfassbar weiten weg in die küche hinter mich gebracht und mich dabei gefragt, welcher wahnsinnige in meiner abwesenheit meine wohnung umgebaut hat. ich schwöre, heute morgen war die küche noch nicht so weit weg.

schliesslich und endlich sass ich dann endlich hier mit meinem glass limonade - und dann kommt doch da tatsächlich diese vollkommen verblödete kleine fliege und ertrinkt in meinem getränk. ausgerechnet!

für sowas bin ich gerade nicht in der stimmung. ich nehme das persönlich. die fliege versaut mir hier gerade mein chillen am balkon. sie versaut mit meinen abend. ach was: diese arschlochfliege versaut mir hier gerade mein ganzes leben.

hmm, ich glaube, wenn ich müde bin, ist mit mir nicht gut kirschen essen.



hier kommt der plan - missy u. geht jetzt picknicken



ich nenne littleguy nur littleguy, wenn ich über ihn spreche. persönlich spreche ich ihn mit seinem name an. oder mit jackson.
vorhin auf dem heimweg erzählte ich ihm, dass er in meinem handy unter "littelguy" eingespeichert ist. worauf er sofort protestiere und meinte, er wäre viel lieber ein littledevil.
hab ich mir gedacht: "das passt eigentlich auch ganz gut."

aber wenn er dann vor mir steht, mir die neuen stirnfransen schön nebeneinander ordnet, nickt und sagt: "schön. jetzt schaust du aus wie ein engel",funktioniert das mit dem devil gleich nicht mehr.



jeder hat schon einmal seine stimme auf einem anrufbeantworter oder heute vielleicht viel mehr auf einer mailbox gehört. und ganz egal, wie oft man schon das vergnügen hatte, man ist jedesmal wieder sehr verwundert, wie man da klingt. gar nicht so, wie man sich tatsächlich anhört. aber allen anderen scheint das nicht aufzufallen. schlimmer noch. alle andere behaupten doch wirklich, dass man so klingt wie immer. und irgendwann sieht man es dann ein: die eigene stimme klingt in wirklichkeit gar nicht so, wie man sie selbst wahr nimmt.

heute morgen in der u-bahn fiel es mir dann ein. wenn man nicht so klingt, wie man sich selbst hört - dann sieht man wahrscheinlich auch nicht so aus, wie man sich selbst sieht. man sieht sich selbst so, wie einem sonst niemand sieht.

das würde heissen, dass wir nicht so klingen, wie wir es kennen und auch nicht so aussehen, wie wir uns sehen. eine verrückte sache.

aber ob man sich selbst nun hübsch findet oder nicht, schlussendlich liegt schönheit - und wohl auch hübscheit - im inneren und dann natürlich auch im auge des betrachters.



 
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