sonntag nachmittag. wiedermal ein vier-tage-wochenende rumgebracht, ohne auch nur irgendwas erledigt zu haben. wann immer ich bei der schmutzwäsche vorbei gelaufen bin, hat mich eine art wachkoma überfallen und sachen in die waschmaschine stopfen, ging dann leider gar nicht.
gestern hätte ich den simplen auftrag ausführen sollen, einem freund "8 millimeter" auf video aufzuzeichnen. und ich hatte es auch wirklich vor. aber bei filmbegin riss der recorder eine so unüberbrückbare distanz auf, dass ich beschloss, ihn mir anzusehen um dem freund bei der nächsten gelegenheit einfach zu erzählen, was passiert ist.
wenn ich mich noch mehr entspanne, werde ich wohl flüssig....
gestern hätte ich den simplen auftrag ausführen sollen, einem freund "8 millimeter" auf video aufzuzeichnen. und ich hatte es auch wirklich vor. aber bei filmbegin riss der recorder eine so unüberbrückbare distanz auf, dass ich beschloss, ihn mir anzusehen um dem freund bei der nächsten gelegenheit einfach zu erzählen, was passiert ist.
wenn ich mich noch mehr entspanne, werde ich wohl flüssig....
04. Mai 2003, Rubrik: just
hoppla .... ich sass hier gerade auf meinem balkon und schaute ein wenig spazieren, als ich auf einem der gegenüberliegenden balkonen plötzlich eine kniende frau sah, die hände vorne abgestützt, so dass sie eigentlich gut als tisch zu gebrauchen wäre. ich war etwas verwundert über diese seltsame stellung - fürs herumlungern am balkon nämlich - und sah genauer hin. die augen zusammen gekniffen und den kopf ein wenig in richtung der frau gestreckt, fragte ich mich: "was zum teufel macht die da??"
ich starrte und starrte und irgendwann wurde das bild klarer. da war gar keine frau, bloss ein mann in badehose, der sich ein ganz offensichtlich wunderte, warum ich ihm hier so unverhohlen zwischen die beine starre.
jetzt ist er zurück in seine wohnung geflüchtet. naja, kann passieren.
ich starrte und starrte und irgendwann wurde das bild klarer. da war gar keine frau, bloss ein mann in badehose, der sich ein ganz offensichtlich wunderte, warum ich ihm hier so unverhohlen zwischen die beine starre.
jetzt ist er zurück in seine wohnung geflüchtet. naja, kann passieren.
04. Mai 2003, Rubrik: just
OH MEIN GOTT. auf pro 7 wird zur zeit der datingday beworben. das ganze funktioniert so:
man legt ein profil an ("gerne auch mit foto") und am datingday selbst, wird ein persönlichkeitstest durchgeführt, an dem man per sms teilnehmen kann. die antworten werden gematched und am nächsten tag erfährt man dann die nicknames der leute, die in den kategorien persönlichkeit, ort und alter gut zu einem passen würden.
gleich der erste satz auf der homepage lautet: "16 millionen singles in deutschland suchen einen partner" und weiter heisst es "keiner bleibt allein".
ich krieg bei sowas zuerst eine gänsehaut und danach ausschlag in den kniekehlen. ich möchte nicht wissen, wieviele menschen auf den zug aufspringen und mitmachen.
ist es nur nicht meine art von humor oder bin ich zu spiessig um den spass daran zu erkennen? kennt irgendjemand, ir-gend-je-mand!!, einen fall, in dem das system funktioniert hat ?
ich kenne bloss drei gegenteilige beispiele.
fall 1. eine ehemalige arbeitskollegin lernte über so eine flirt-site einen kerl kennen. er war gutaussehend, witzig, klug, hatte einen interessanten job und dadurch auch geld ...
ja, ich bin ein miesepeter. gäbe es olympische spiele in miesepetrigkeit - ich würde sie gewinnen. und deshalb sagte ich auch in dem fall von anfang an: da ist doch was faul und bekam die übliche rede mit dem titel "du bist doch bloss eifersüchtig" zu hören. ja klar, als ob ich nicht selbst oft genug auf die schnauze gefallen wäre und nun alle um mich herum um diese erfahrungen beneiden würde....
auf jeden fall stellte sich sehr schnell herau, dass der kerl sich seiner vorzüge sehr wohl bewusst war und offensichtlich auf fand, dass es zu viele vorzüge wären, um von nur einer einzigen frau verkraftet werden zu können.
was auch immer so eine sache bei diesen divesen seiten ist. man sollte dort eingeben können, ob man bloss an einem flirt interessiert ist, einem eine-nacht-ständer oder aber haus, pferd, auto und boot ansteuert. ich sag mal ganz pauschal: männer sind immer gern für punkt 1 und 2 zu haben, frauen hingegen versuchen genau diese zwei punkte zu überspringen um möglichst schnell bei punkt 3 zu landen.
fall 2: eine andere kollegin hat zu einem späteren zeitpunkt die selbe taktik probiert und sich über eine ähnliche seite mit einem mann verabredet. per computer klang er sehr nett und lustig und, was für sie sehr wichtig war, er klang auch sehr klug. das war er auch alles. bloss: er trug die falschen socken und liess beim kaffee trinken den löffel in der tasse.
für sie waren diese beiden dinge absolute deal-breaker. man kann das natürlich als sehr oberflächlich empfinden - aber in wahrheit kommen wir alle um solche dinge nicht herum.
ich glaube, man sollte sich - BEVOR MAN SO EIN DATE ANZETTELT - gedanken machen, wie wichtig einem bestimmte dinge sind und was ganz einfach gar nicht geht. man sollte vorher seine prioritäten überdenken und verstehen.
fall 3: ein freund erzählte mir vor kurzem, dass er mal bei so einer party gelandet war, auf der man eine handy in die hand bekommt und die nummer aufs t-shirt geklebt und dann können die leute kontakt per handy aufnehmen, obwohl sie sich eigentlich gegenüber stehen. er wurde angesmst und plauderte also eine weile hin und her. als er auf die toilette ging, begegnete er dort einem kerl, der ihm aufs t-shirt starrte und dann sagte: "herrgott, mit dir schreibe ich die ganze zeit! ich hab mir schon gedacht, dass da was nicht stimmt."
war wohl ein klassischer zahlendreher, was uns zeigt: oft happerts auch einfach an der technik. diese weisheit gilt übrigens auch für andere bereiche.
all diese systeme sind darauf aufgebaut, dass menschen angaben über die dinge machen, sie sie wollen. aber gerade bei beziehungen kommt es viel mehr auf die dinge auf, die wir nicht wollen. denn die können nun mal alles andere ausser kraft setzen.
zudem ist es äusserst schwierig aus dem steigreif zu erkennen, was einem wirklich wichtig ist. oft erkennt man das doch erst, wenn man es schon hat. meistens allerdings erst, wenn es weg ist.
so übernehme ich also die schlussworte des benedict aus shakespears "viel lärm um nichts", der da sagt:
...der mensch ist ein schwindliches geschöpf, und damit ists gut.
man legt ein profil an ("gerne auch mit foto") und am datingday selbst, wird ein persönlichkeitstest durchgeführt, an dem man per sms teilnehmen kann. die antworten werden gematched und am nächsten tag erfährt man dann die nicknames der leute, die in den kategorien persönlichkeit, ort und alter gut zu einem passen würden.
gleich der erste satz auf der homepage lautet: "16 millionen singles in deutschland suchen einen partner" und weiter heisst es "keiner bleibt allein".
ich krieg bei sowas zuerst eine gänsehaut und danach ausschlag in den kniekehlen. ich möchte nicht wissen, wieviele menschen auf den zug aufspringen und mitmachen.
ist es nur nicht meine art von humor oder bin ich zu spiessig um den spass daran zu erkennen? kennt irgendjemand, ir-gend-je-mand!!, einen fall, in dem das system funktioniert hat ?
ich kenne bloss drei gegenteilige beispiele.
fall 1. eine ehemalige arbeitskollegin lernte über so eine flirt-site einen kerl kennen. er war gutaussehend, witzig, klug, hatte einen interessanten job und dadurch auch geld ...
ja, ich bin ein miesepeter. gäbe es olympische spiele in miesepetrigkeit - ich würde sie gewinnen. und deshalb sagte ich auch in dem fall von anfang an: da ist doch was faul und bekam die übliche rede mit dem titel "du bist doch bloss eifersüchtig" zu hören. ja klar, als ob ich nicht selbst oft genug auf die schnauze gefallen wäre und nun alle um mich herum um diese erfahrungen beneiden würde....
auf jeden fall stellte sich sehr schnell herau, dass der kerl sich seiner vorzüge sehr wohl bewusst war und offensichtlich auf fand, dass es zu viele vorzüge wären, um von nur einer einzigen frau verkraftet werden zu können.
was auch immer so eine sache bei diesen divesen seiten ist. man sollte dort eingeben können, ob man bloss an einem flirt interessiert ist, einem eine-nacht-ständer oder aber haus, pferd, auto und boot ansteuert. ich sag mal ganz pauschal: männer sind immer gern für punkt 1 und 2 zu haben, frauen hingegen versuchen genau diese zwei punkte zu überspringen um möglichst schnell bei punkt 3 zu landen.
fall 2: eine andere kollegin hat zu einem späteren zeitpunkt die selbe taktik probiert und sich über eine ähnliche seite mit einem mann verabredet. per computer klang er sehr nett und lustig und, was für sie sehr wichtig war, er klang auch sehr klug. das war er auch alles. bloss: er trug die falschen socken und liess beim kaffee trinken den löffel in der tasse.
für sie waren diese beiden dinge absolute deal-breaker. man kann das natürlich als sehr oberflächlich empfinden - aber in wahrheit kommen wir alle um solche dinge nicht herum.
ich glaube, man sollte sich - BEVOR MAN SO EIN DATE ANZETTELT - gedanken machen, wie wichtig einem bestimmte dinge sind und was ganz einfach gar nicht geht. man sollte vorher seine prioritäten überdenken und verstehen.
fall 3: ein freund erzählte mir vor kurzem, dass er mal bei so einer party gelandet war, auf der man eine handy in die hand bekommt und die nummer aufs t-shirt geklebt und dann können die leute kontakt per handy aufnehmen, obwohl sie sich eigentlich gegenüber stehen. er wurde angesmst und plauderte also eine weile hin und her. als er auf die toilette ging, begegnete er dort einem kerl, der ihm aufs t-shirt starrte und dann sagte: "herrgott, mit dir schreibe ich die ganze zeit! ich hab mir schon gedacht, dass da was nicht stimmt."
war wohl ein klassischer zahlendreher, was uns zeigt: oft happerts auch einfach an der technik. diese weisheit gilt übrigens auch für andere bereiche.
all diese systeme sind darauf aufgebaut, dass menschen angaben über die dinge machen, sie sie wollen. aber gerade bei beziehungen kommt es viel mehr auf die dinge auf, die wir nicht wollen. denn die können nun mal alles andere ausser kraft setzen.
zudem ist es äusserst schwierig aus dem steigreif zu erkennen, was einem wirklich wichtig ist. oft erkennt man das doch erst, wenn man es schon hat. meistens allerdings erst, wenn es weg ist.
so übernehme ich also die schlussworte des benedict aus shakespears "viel lärm um nichts", der da sagt:
...der mensch ist ein schwindliches geschöpf, und damit ists gut.
03. Mai 2003, Rubrik: just
vor einigen jahren hatte ich einen freund, c ist sein buchstabe. die ganze geschichte ging seifenopernverdächtig zu ende. gut, es war auch nicht die längste beziehung seit shakespeare gewesen, aber immerhin war der wellengang verdammt hoch.
was mich damals irgendwie rettete, war bloss ein einziger gedanke. und der lautete: "eines tages wird dir das ganz unheimlich leid tun. es wird dir leid tun, dass du in deinem wahnsinn nicht taktvoller vorgegangen bist. und du wirst deine entscheidung bereuen und in all ihrer falschheit erkennen."
diese gedanken fühlten sich gut an und ich hatte absolut keinen zweifel daran, dass es so kommen würde. ir-gend-wann. ich hatte damit absolut keinen stress und ich dachte auch nicht mehr aktiv daran. allein, das gute gefühl blieb.
es herrschte dann einige jahre funkstille und zu silvester 2000/01 lief ich dann mitten in der innenstadt, wo sich an diesem tag kaum menschen aufhalten, ausgerechnet in ihn hinein.
wenn ich es recht bedenke, war der zufall so gross nicht. ich bin an dem abend wohl in einige hundert leute gelaufen. warum sollte da nicht jemand bekannter dabei sein?
nichtsdestotrotz, tauschten wir nummern und das versprechen, uns bald mal auf einen kaffee zu treffen.
schon am nächsten tag rief er an um mir zu sagen, dass er nach unserem treffen daran denken musste, wie unfair er damals gehandelt hatte. und er entschuldigte sich. ich wunderte mich damals sehr über den gedankengang und versicherte ihm, dass ich nicht weiter nachtragend sei und es - ganz offensichtlich - auch unbeschadet überstanden hätte.
seitdem hören wir uns manchmal und sehen uns noch seltener, aber der kontakt bestht nach wie vor.
vor kurzem dann verbrachte ich den sonnigen sonntag nachmittag in der gesellschaft von eben c. und ein paar campari soda. wir plauderten recht nett und er entschuldigte sich wieder. das hatte er seit unserem silvester-crash öfter gemacht und ich versicherte ihm wieder einmal, dass es in ordnung sei und er sich nun endlich auch selbst verzeihen könne. und er sagte, dass er damals einen fehler gemacht hatte und die falsche entscheidung getroffen hatte.
wham, da war es. und ich stellte fest, dass es sich nicht annähernd so gut anfühlte, wie ich erwartet hatte. ich hatte erwartete, dass ich innerlich fast unerhört überschwenglich grinsen würde oder ich wenigstens aufspringen würde, um die anderen gäste des cafes zu einer kleinen ahola-welle zu animieren. aber nichts von dem war der fall. tatsächlich fühlte es sich gar nicht an. vorerst.
zu hause veränderte sich das gefühl. hatte es vorher noch nach nichts geschmeckt, bekam das ganze im abgang einen bittere nachgeschmack. ich wurde fast sauer. und aus dem "das wirst du nochmal bereuen gedanken" wurde ein schlichtes "du dummer, dummer, kleiner wicht".
inzwischen weiss ich, dass ich wohl auch ein dummer wicht bin. ich hatte einfach niemals meine gefühle und gedanken über die ganze geschichte upgedatet. nicht komplett. mein fehler.
was mich damals irgendwie rettete, war bloss ein einziger gedanke. und der lautete: "eines tages wird dir das ganz unheimlich leid tun. es wird dir leid tun, dass du in deinem wahnsinn nicht taktvoller vorgegangen bist. und du wirst deine entscheidung bereuen und in all ihrer falschheit erkennen."
diese gedanken fühlten sich gut an und ich hatte absolut keinen zweifel daran, dass es so kommen würde. ir-gend-wann. ich hatte damit absolut keinen stress und ich dachte auch nicht mehr aktiv daran. allein, das gute gefühl blieb.
es herrschte dann einige jahre funkstille und zu silvester 2000/01 lief ich dann mitten in der innenstadt, wo sich an diesem tag kaum menschen aufhalten, ausgerechnet in ihn hinein.
wenn ich es recht bedenke, war der zufall so gross nicht. ich bin an dem abend wohl in einige hundert leute gelaufen. warum sollte da nicht jemand bekannter dabei sein?
nichtsdestotrotz, tauschten wir nummern und das versprechen, uns bald mal auf einen kaffee zu treffen.
schon am nächsten tag rief er an um mir zu sagen, dass er nach unserem treffen daran denken musste, wie unfair er damals gehandelt hatte. und er entschuldigte sich. ich wunderte mich damals sehr über den gedankengang und versicherte ihm, dass ich nicht weiter nachtragend sei und es - ganz offensichtlich - auch unbeschadet überstanden hätte.
seitdem hören wir uns manchmal und sehen uns noch seltener, aber der kontakt bestht nach wie vor.
vor kurzem dann verbrachte ich den sonnigen sonntag nachmittag in der gesellschaft von eben c. und ein paar campari soda. wir plauderten recht nett und er entschuldigte sich wieder. das hatte er seit unserem silvester-crash öfter gemacht und ich versicherte ihm wieder einmal, dass es in ordnung sei und er sich nun endlich auch selbst verzeihen könne. und er sagte, dass er damals einen fehler gemacht hatte und die falsche entscheidung getroffen hatte.
wham, da war es. und ich stellte fest, dass es sich nicht annähernd so gut anfühlte, wie ich erwartet hatte. ich hatte erwartete, dass ich innerlich fast unerhört überschwenglich grinsen würde oder ich wenigstens aufspringen würde, um die anderen gäste des cafes zu einer kleinen ahola-welle zu animieren. aber nichts von dem war der fall. tatsächlich fühlte es sich gar nicht an. vorerst.
zu hause veränderte sich das gefühl. hatte es vorher noch nach nichts geschmeckt, bekam das ganze im abgang einen bittere nachgeschmack. ich wurde fast sauer. und aus dem "das wirst du nochmal bereuen gedanken" wurde ein schlichtes "du dummer, dummer, kleiner wicht".
inzwischen weiss ich, dass ich wohl auch ein dummer wicht bin. ich hatte einfach niemals meine gefühle und gedanken über die ganze geschichte upgedatet. nicht komplett. mein fehler.
02. Mai 2003, Rubrik: something about me
da laufe ich seit wochen herum und fordere den sommer ein, indem ich stur zu wenig anhabe und fest daran glaube, dass das wetter sich nach mir richten muss, bevor ich mich verkühle... und jetzt das. um sozusagen offiziell festzuhalten, dass der sommer nun unweigerlich mehr als nur einen fuss in der tür hat, zieren nun gelsenstiche meinen luxuskörper. drei an der zahl - stiche, nicht körper.
schon als kind behielt mich meine oma immer gern in ihrer nähe. weniger, weil sie mich im auge behalten wollte - unnötig, ich war ja als kind schon braver als der papst - nein, solang ich in der nähe war, waren die gelsen definitiv nicht interessiert an ihr. verliebten sich alle auf den ersten blick oder spätestens stich, in mich.
letzten sommer habe ich in wels einen kamillestift entdeckt. leider bloss im supermarkt, eingefallen ist die grüne in lippenstiftform gepresste fettcreme leider jemand anderem. eigentlich sollte man sich damit schwellungen und rötungen rund um die augen wegdoktoren. aber ich wusste gleich: die haben den sinn ihres stiftes selbst nicht erkannt! deshalb wurde er von mir gekauft und gleich geremixt, indem ich ihn feierlich in anti-gelsen-stich-stift umtaufte.
und es funktioniert in der tat hervorragend. man streicht zweimal über diese insektenverursachten sommerlichen ärgernisse und schon ist diese lästige kleine beule verschwunden. und was erst mal verschwunden ist, kann einem auch nicht mehr jucken.
der letzte satz gilt übrigens wohl für so einiges, nicht aber für männer.
schon als kind behielt mich meine oma immer gern in ihrer nähe. weniger, weil sie mich im auge behalten wollte - unnötig, ich war ja als kind schon braver als der papst - nein, solang ich in der nähe war, waren die gelsen definitiv nicht interessiert an ihr. verliebten sich alle auf den ersten blick oder spätestens stich, in mich.
letzten sommer habe ich in wels einen kamillestift entdeckt. leider bloss im supermarkt, eingefallen ist die grüne in lippenstiftform gepresste fettcreme leider jemand anderem. eigentlich sollte man sich damit schwellungen und rötungen rund um die augen wegdoktoren. aber ich wusste gleich: die haben den sinn ihres stiftes selbst nicht erkannt! deshalb wurde er von mir gekauft und gleich geremixt, indem ich ihn feierlich in anti-gelsen-stich-stift umtaufte.
und es funktioniert in der tat hervorragend. man streicht zweimal über diese insektenverursachten sommerlichen ärgernisse und schon ist diese lästige kleine beule verschwunden. und was erst mal verschwunden ist, kann einem auch nicht mehr jucken.
der letzte satz gilt übrigens wohl für so einiges, nicht aber für männer.
02. Mai 2003, Rubrik: dislikes
läuft gerade im fernsehen. mein gott, diesen film habe ich wahrscheinlich hundertmal gesehen, als ich noch kleiner war. bis er auf video zu uns kam, war ich sicher so um die 12 jahre alt. und damals wollte ich später unbedingt einen freund haben, der so gewitzt und smart ist, wie ferris. ist mir bis heute nicht gelungen, wie ich gerade feststellen muss.
inzwischen ist matthew broderick mit satc-carrie darstellerin sarah jessica parker verheiratet. na bitte, so eine parade-kult-rolle in frühen jahren macht sich später auf jeden fall noch bezahlt.
inzwischen ist matthew broderick mit satc-carrie darstellerin sarah jessica parker verheiratet. na bitte, so eine parade-kult-rolle in frühen jahren macht sich später auf jeden fall noch bezahlt.
01. Mai 2003, Rubrik: likes
habe ich vorhin gesehen. nett gemacht, wirklich nett. sehr unterhaltsam. und besser als der erste teil, weil auch viel mehr mutanten mitspielen. meine favorites sind ja mystique und nightcrawler.
mystique kennt man ja schon aus dem ersten teil und ich fand sie dann schon cool, weil die frau einfach so wahnsinnig viel kann. ein allroundmutant, sozusagen. und zudem sehr aufmerksam und smart. und nackt.
nightcrawler hingegen ist neu. ein teletubbie, nee ... teleporter. das ist eine spitzenbegabung und wurde im film auch sehr gut umgesetzt. überhaupt haben sie den sehr gut hingekriegt. ich dachte während des films "nightcrawler ist der xavier naidoo unter den x-men."
am liebsten hätte ich aber die tricks von iceman drauf. der kann tee einfrieren, wenn er nur mit der fingerspitze die tasse berührt, kann cola durch anhauchen kühlen und lustige eiswände aufbauen. klingt im vergleich zu den kunststücken der anderen natürlich nicht sehr spekatulär. dennoch, ich wäre sehr gern eine icemiss.
obwohl teleporting auch nicht schlecht ist. dann müsste ich nicht mehr mit der u-bahn fahren. andererseits könnte das sehr lustig sein. ich könnte mich von einen sitz auf den anderen teleportieren. das wäre bei einer fahrscheinkontrolle sehr praktisch.
alles in allem: netter film, gute unterhaltung, fein gemacht.
mystique kennt man ja schon aus dem ersten teil und ich fand sie dann schon cool, weil die frau einfach so wahnsinnig viel kann. ein allroundmutant, sozusagen. und zudem sehr aufmerksam und smart. und nackt.
nightcrawler hingegen ist neu. ein teletubbie, nee ... teleporter. das ist eine spitzenbegabung und wurde im film auch sehr gut umgesetzt. überhaupt haben sie den sehr gut hingekriegt. ich dachte während des films "nightcrawler ist der xavier naidoo unter den x-men."
am liebsten hätte ich aber die tricks von iceman drauf. der kann tee einfrieren, wenn er nur mit der fingerspitze die tasse berührt, kann cola durch anhauchen kühlen und lustige eiswände aufbauen. klingt im vergleich zu den kunststücken der anderen natürlich nicht sehr spekatulär. dennoch, ich wäre sehr gern eine icemiss.
obwohl teleporting auch nicht schlecht ist. dann müsste ich nicht mehr mit der u-bahn fahren. andererseits könnte das sehr lustig sein. ich könnte mich von einen sitz auf den anderen teleportieren. das wäre bei einer fahrscheinkontrolle sehr praktisch.
alles in allem: netter film, gute unterhaltung, fein gemacht.
01. Mai 2003, Rubrik: likes
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
nach meinen gestrigen bröseln in der u-bahn, gab es heute gleich einen zuschlag. nicht so schön wie gestern, aber auch nett.
ich stieg in die u-bahn ein und steuerte einen vierer-bob an. während ich noch elegant den gang entlang schreite, setzt sich eine frau mit einer weissen bluse, einem hellblauen minirock, flachen schwarzen schuhen hin, den dazugehörigen hellblauen blazer hatte sie sich über den schoss gelegt. als ich mich hinsetzte, zupft sie drei- bis viermal rasch an ihrer bluse und sagt: "moa, da herin hats eine hitz wie in an backofen."
ich lächle freundlich, nicke und sage: "ja wirklich."
worauf sie mich ansieht und ganz ernst erwidert: "ich habe nicht mit ihnen gesprochen."
die frau sass da ganz alleine. ich meine - was geht denn bitte in der stadt ab ??
ich schaute also kurz auf den leeren sitzplatz neben ihr, sah dann wieder zu ihr auf und sagte höflich: "entschuldigen sie, ich wollte mich natürlich nicht in ihr selbstgespräch einmischen."
boah...und ich dachte, mir macht das wetter zu schaffen.
ich stieg in die u-bahn ein und steuerte einen vierer-bob an. während ich noch elegant den gang entlang schreite, setzt sich eine frau mit einer weissen bluse, einem hellblauen minirock, flachen schwarzen schuhen hin, den dazugehörigen hellblauen blazer hatte sie sich über den schoss gelegt. als ich mich hinsetzte, zupft sie drei- bis viermal rasch an ihrer bluse und sagt: "moa, da herin hats eine hitz wie in an backofen."
ich lächle freundlich, nicke und sage: "ja wirklich."
worauf sie mich ansieht und ganz ernst erwidert: "ich habe nicht mit ihnen gesprochen."
die frau sass da ganz alleine. ich meine - was geht denn bitte in der stadt ab ??
ich schaute also kurz auf den leeren sitzplatz neben ihr, sah dann wieder zu ihr auf und sagte höflich: "entschuldigen sie, ich wollte mich natürlich nicht in ihr selbstgespräch einmischen."
boah...und ich dachte, mir macht das wetter zu schaffen.
30. April 2003, Rubrik: just
littleguys freunde spielen in hof mit einer 1m langen latte und einem miniball baseball. geworfen wird abwechselnd. das spiel gestaltet sich sehr schwierig.
s: "leck mich, ich bin ja auch ein besserer werfer als schiesser."
s: "leck mich, ich bin ja auch ein besserer werfer als schiesser."
30. April 2003, Rubrik: conversations haeppchen
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
ich halte mich selbst zu dieser jahreszeit ja ganz wenig aus. ich erledige absolut nichts und bin den ganzen tag nur mit schauen beschäftigt.
gleich am vormittag hatte ein bunter fahrradbote seinen auftritt und diese genial proportionierten oberarme hauten mich schlichtweg um.
am nachmittag kam dann ein netter junger mann vorbei, um für eine neue kollegin ein bankprogramm zu installieren. der knabe ist so hübsch, dass ich mir am liebsten sein gesicht mit schokocreme auf den bauch malen würde.
woran man schon erkennen kann, dass ich eine grosse schwäche für oberarme und gesichter habe. oh mann, ich halte mich selbst ganz wenig aus.
gleich am vormittag hatte ein bunter fahrradbote seinen auftritt und diese genial proportionierten oberarme hauten mich schlichtweg um.
am nachmittag kam dann ein netter junger mann vorbei, um für eine neue kollegin ein bankprogramm zu installieren. der knabe ist so hübsch, dass ich mir am liebsten sein gesicht mit schokocreme auf den bauch malen würde.
woran man schon erkennen kann, dass ich eine grosse schwäche für oberarme und gesichter habe. oh mann, ich halte mich selbst ganz wenig aus.
30. April 2003, Rubrik: just
vorhin kam eine meiner kolleginnen ins büro und nuschelte uns im vorbeigehen zu: "da steckt einer im lift". eine andere kollegin - v. - und ich, sahen uns an und machten uns auf dem weg zum steckengebliebenen. und tatsächlich: der lift hing fest - und zwar genau so, dass die oberen zwei drittel der kabine noch zu sehen waren. vielleicht sollte ich an der stelle dazusagen, dass es sich um einen sehr alten lift handelt und man die kabine vom stiegenhaus aus beim empor und wieder danieder fahren beobachten kann.
auf jeden fall lehnte da lässig ein mann an der kabinenwand und wartete.
v. und ich nahmen erstmal kontakt mit ihm auf. er rief uns zu, dass er schon die alarmglocke betätigt hatte, aber es tat sich nichts. weshalb wir noch ein paar stufen weiter runter kletterten und uns über das geländer beugten, um die tür des hausmeisters sehen zu können. dort stand gerade ein anderer mann vor der offenen tür - die tür des hausmeisters ist fast immer offen - und wartete. wir riefen runter: "hallo, sind sie wegen dem lift da?" und er antwortete freundlich: "hallo. ich bin nicht im lift."
für diese info waren wir extrem dankbar. nun wussten wir: der mann vor dem lift war NICHT der mann im lift.....
als der hausmeister sich blicken liess, informierten wir ihn flugs über den steckengebliebenen lift und er rief uns die frage zu, die in so einem moment also doch wirklich als erstes geklärt werden sollte: "warum macht er denn das?"
v. und ich bezogen wieder stellung vor dem lift, um dem gefangenen moralischen beistand zu leisten. das muss durch dieses geraspelte fensterglas der tür etwas seltsam ausgesehen haben. denn ich bin heute ganz in weiss gekleidet und v. trägt heute ausschliesslich schwarz. er stand da also schon eine ganze weile im lift, allen war es egal und dann tauchen diese weisse und diese schwarze gestalt auf und retten ihn.
während wir also warteten, kam eine junge frau aus einer wohnung, grüsste freundlich und wollte gerade an uns vorbei huschen, als sie abrupt stehen blies, sich suchend umsah und mit deutschem akzent fragte: "ist irgendwas passiert?" wir erstatten bericht indem wir aufgeregt erzählten "da ist einer im lift steckengeblieben" und sie lächtelte unverbindlich, zuckte mit den schultern, sagte "ach so" und ging weiter. wir schauten hinter ihr her und papageiten "ach so??" und sie drehte sich nochmal zu uns um und sagte: "ich dachte schon, hier unten liegt irgendwo eine leiche. auf den anblick wollte ich besser vorbereitet sein." ich antwortete noch, dass wir das mit den leichen im stiegenhaus immer erst am nachmittag machen.
nach ein paar minuten kam dann auch schon der dicke hausmeister die stufen hinaufgekeucht und hatte den imbus schlüssel mit, mit dem man den lift öffnen kann. während er an der tür herumdoktorte, sagte v. "ich bewundere ja die ruhe von dem mann. ich würde herumschreien und voll die krise kriegen." und der hausmeister sagte: "da braucht man doch nicht schreien. passiert ja nichts. am besten ist, man bewahrt ruhe." darüber mussten wir sehr lachen, weil ja tatsächlich nichts passiert war. und in diesem fall bezeichnet das nichts die masseinheit für die angebotene hilfestellung.
als die tür dann endlich offen war, kletterte der mann heraus, lächelte uns an, bedankte sich und fuhr fort, seinen müll runterzubringen.
wir hatten vorher schon überlegt, warum er nicht per handy um hilfe funkte. spätestens an der stelle war es klar. der mann brachte bloss seinen müll zu den grossen eimern im hof. zur erledigung dieses auftrags benötigt kein mensch ein handy.
was mich enorm überraschte war, dass sich ganz offensichtlich niemand verantwortlich fühlte, dem mann zu helfen. gut, wir leben in einer grossstadt und ich weiss auch nicht, wieviele bewohner tatsächlich schon an ihm vorbeigelaufen sind.
am heftigesten aber, finde ich die reaktion meiner kollegin. als wir ins büro zurück kamen, gingen wir zu ihr und sagten: "hey, hilfe-stellung in notfällen ist nicht so dein ding, oder?" und sie sah uns vollkommen gelangweilt an und sagte "ich hab im vorbeigehen eh auf den knop gedrückt. aber der lift hat sich nicht bewegt. was soll ich da machen?" sollte ich selbst oder mein sohn mal in bedrängnis sein, hoffe ich, dass die besagte kollegin gaaaanz weit weg von uns ist.
auf jeden fall lehnte da lässig ein mann an der kabinenwand und wartete.
v. und ich nahmen erstmal kontakt mit ihm auf. er rief uns zu, dass er schon die alarmglocke betätigt hatte, aber es tat sich nichts. weshalb wir noch ein paar stufen weiter runter kletterten und uns über das geländer beugten, um die tür des hausmeisters sehen zu können. dort stand gerade ein anderer mann vor der offenen tür - die tür des hausmeisters ist fast immer offen - und wartete. wir riefen runter: "hallo, sind sie wegen dem lift da?" und er antwortete freundlich: "hallo. ich bin nicht im lift."
für diese info waren wir extrem dankbar. nun wussten wir: der mann vor dem lift war NICHT der mann im lift.....
als der hausmeister sich blicken liess, informierten wir ihn flugs über den steckengebliebenen lift und er rief uns die frage zu, die in so einem moment also doch wirklich als erstes geklärt werden sollte: "warum macht er denn das?"
v. und ich bezogen wieder stellung vor dem lift, um dem gefangenen moralischen beistand zu leisten. das muss durch dieses geraspelte fensterglas der tür etwas seltsam ausgesehen haben. denn ich bin heute ganz in weiss gekleidet und v. trägt heute ausschliesslich schwarz. er stand da also schon eine ganze weile im lift, allen war es egal und dann tauchen diese weisse und diese schwarze gestalt auf und retten ihn.
während wir also warteten, kam eine junge frau aus einer wohnung, grüsste freundlich und wollte gerade an uns vorbei huschen, als sie abrupt stehen blies, sich suchend umsah und mit deutschem akzent fragte: "ist irgendwas passiert?" wir erstatten bericht indem wir aufgeregt erzählten "da ist einer im lift steckengeblieben" und sie lächtelte unverbindlich, zuckte mit den schultern, sagte "ach so" und ging weiter. wir schauten hinter ihr her und papageiten "ach so??" und sie drehte sich nochmal zu uns um und sagte: "ich dachte schon, hier unten liegt irgendwo eine leiche. auf den anblick wollte ich besser vorbereitet sein." ich antwortete noch, dass wir das mit den leichen im stiegenhaus immer erst am nachmittag machen.
nach ein paar minuten kam dann auch schon der dicke hausmeister die stufen hinaufgekeucht und hatte den imbus schlüssel mit, mit dem man den lift öffnen kann. während er an der tür herumdoktorte, sagte v. "ich bewundere ja die ruhe von dem mann. ich würde herumschreien und voll die krise kriegen." und der hausmeister sagte: "da braucht man doch nicht schreien. passiert ja nichts. am besten ist, man bewahrt ruhe." darüber mussten wir sehr lachen, weil ja tatsächlich nichts passiert war. und in diesem fall bezeichnet das nichts die masseinheit für die angebotene hilfestellung.
als die tür dann endlich offen war, kletterte der mann heraus, lächelte uns an, bedankte sich und fuhr fort, seinen müll runterzubringen.
wir hatten vorher schon überlegt, warum er nicht per handy um hilfe funkte. spätestens an der stelle war es klar. der mann brachte bloss seinen müll zu den grossen eimern im hof. zur erledigung dieses auftrags benötigt kein mensch ein handy.
was mich enorm überraschte war, dass sich ganz offensichtlich niemand verantwortlich fühlte, dem mann zu helfen. gut, wir leben in einer grossstadt und ich weiss auch nicht, wieviele bewohner tatsächlich schon an ihm vorbeigelaufen sind.
am heftigesten aber, finde ich die reaktion meiner kollegin. als wir ins büro zurück kamen, gingen wir zu ihr und sagten: "hey, hilfe-stellung in notfällen ist nicht so dein ding, oder?" und sie sah uns vollkommen gelangweilt an und sagte "ich hab im vorbeigehen eh auf den knop gedrückt. aber der lift hat sich nicht bewegt. was soll ich da machen?" sollte ich selbst oder mein sohn mal in bedrängnis sein, hoffe ich, dass die besagte kollegin gaaaanz weit weg von uns ist.
30. April 2003, Rubrik: just