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heute war ein stressiger tag. am nachmittag lief ich gerade mit einem furchtbar wichtigen zettel den gang entlang in richtung chef-büro, als ich auf p. traf. er schaute mich an, beugte sich ein wenig vor und sagte sehr leise und in einem fast verschwörerisch klingenden ton: "verwendest du make up?"
bei p. sollte man besser immer mit allem rechnen. die frage überraschte mich dennoch und ich sah ihn wohl etwas überfordert an. als mann sollte man in gesprächen mit frauen immer darauf gefasst sein, dass man gerade etwas ganz furchbar beleidigendes, familienfehden heraufbeschwörendes gesagt hat, weshalb er gleich ein "oh, nicht heute. ich meine ganz allgemein." hinterher schickte.
ich nickte vorsichtig. inzwischen hatte ich mich gefangen und war wieder auf alles gefasst.
er aber drückte mir freudig strahlend eine probepackung von "nivea like skin make up" in die hand. ich bedankte mich artig und er sagte: "da steht nivea drauf, deshalb dachte ich, es ist eine normale creme. ich wollte es gerade aufreissen und mir das gesicht einschmieren... gott sei dank hat mir die v. noch gesagt, dass das make up ist."
sein geschenk war nicht überragend grosszügig, aber sehr nett gemeint. die geschichte dazu hingegen fand ich ganz hinreissend. deshalb beschloss ich auch, das make up als give-away zu betrachten und die geschichte dazu als das geschenk.



am freitag jährt sich der beste tag meines lebens zum inzwischen zehnten mal. selten hat es mich soviel mühe gekostet etwas hervorzubringen und überhaupt nie wieder hat es sich in diesem ausmass bezahlt gemacht. littleguy hat geburtstag und am samstag steht die grosse party ins haus.

am sonntag habe ich ihn gefragt, was er sich denn wünscht und er strahlte mich an und sagte: "ich weiss nicht. ich hab alles." das ist für dieses alter erstaunlich bescheiden und auch ein bisschen dumm. aber wenn ich in meinem bauch babies wachsen lassen kann, werde ich wohl auch das mit den geschenken auf die reihe kriegen.

der 16. mai ist auf jeden fall schon mal als künftiger feiertag vorzumerken. spätestens eure enkelkinder werden an diesem tag nicht zur schule müssen und eure kinder nicht zur arbeit. denn irgendwann wird sein geburtstag in österreich wohl zum nationalen feiertag erklärt werden. da bin ich mir fast sicher.



mit einem fast transparenten shirt ins büro gehen, dort beim fenster zu stehen und sich selbst sagen: "och, es tröpfelt bloss ein bisschen, da brauch ich keinen schirm" und draussen innerhalb von zehn minuten so auszusehen, als wäre man auf dem weg zum nächsten wet-t-shirt-contest.

irgendwann werde ich mir wohl eingestehen müssen, dass man sich die realität nicht schön-denken kann und man manche dinge - und da kann man regen getrost dazuzählen - eben so nehmen muss, wie sie sind.



vor kurzem hab ich hier irgendwo geschrieben, dass ich "grosse point blank" geschaut habe und john cusack die selbe synchronstimme wie ethan hawke in reality bites hat.

jetzt schaue ich "glaube ist alles" und da ist die stimme schon wieder. diesmal hat sie edward norton. und wie im internet zu erfahren war, ist es die stimme von andreas fröhlich. der lieh früher seine stimme auch bob andrews von den drei ???. die habe ich als kind immer auf kassette gehört und bob war schon damals mein liebling. na bitte, irgendwo schliesst sich der kreis immer.



vorhin kam irgendetwas sehr schmutziges in meine wohnung und ich schickte es in die badewanne in der hoffnung, dass unter dem dreck mein sohn zum vorschein kommt. puuh, glück gehabt, er war tatsächlich drunter.

als er badete setze ich mich an den rand um ihm die haare zu waschen. und er erzählte mir, was er am nachmittag mit seinen freunden gespielt hatte, nämlich das spiel "mord um mitternacht".
ich fragte, woher sie das spiel kannten und er erzählte, dass sie es sich selbst ausgedacht hatten. ich war sehr beeindruckt und wollte sofort wissen, wie das spiel geht. vielleicht konnte man da ja das trinken von alkohol einbauen und morgen schon im büro spielen ?

er erläuterte: "alle bleiben im zimmer und einer geht raus. von denen im zimmer legt sich einer auf den boden und stellt sich tot. die anderen laufen durchs zimmer. dann kommt der von draussen rein und muss herausfinden, wer der mörder ist."
ich fragte: "und macht ihr euch vorher aus, wer der mörder ist?"
und er sagte: "ja."
und ich fragte: "und wie findet der von draussen das dann heraus? stellt der fragen oder erzählt ihr ihm auch irgendwas?"
und er sagte: "nein. er erschiesst einfach irgendwen und der muss dann sehr qualvoll und laut sterben."

das brachte mich auf den gedanken, dass es vielleicht genau falsch ist, unsere kinder keine krimis schauen zu lassen. woher sollen die denn auch wissen, dass erst einmal ermittelt wird, viele fragen gestellt werden und erst dann wird irgendwer erschossen.



"Die Jahre lehren viele Dinge, die man von den Tagen nicht lernen kann."


oh, der spruch ist hübsch. als mein sohn mich eben fragte, was er bedeutet, übersetzte ich witzigerweise spontan mit:
"das heisst, dass man geduld haben muss".

da muss ich mir jetzt selbst ganz ehrlich sagen: "liebe miss, da hast du aber schon sehr frei übersetzt."



im supermarkt habe ich heute glückskekse entdeckt. und die rückseite der schachtel erzählt folgendes:

die geschichte der glückskekse geht bis ins 13. jahrhundert zurück, als die mongolen china besetzt hielten. um sich von der fremdherrschaft zu befreien, wurde ein aufstand geplant. doch wie informiert man ein ganzes volk ohne aufsehen zu erregen?
das war die geburtsstunde des glückskekses!
in diesem gebäck konnte man sowohl den zeitpunkt als auch die befreiungsstrategie verstecken und verbreiten. seitdem sind glückskekse eine typische chinesische spezialität.


na dann.....cookie no. 1

"Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert."



wenn ich früher in hotels kam, war ich oft von der halle regelrecht überwältig. alles war so gross, so rein, so fein, so perfekt und das alles erweckte in mir das gefühl nur noch im ehrfurchtsvollen flüsterton sprechen zu wollen. als ich anfing in hotels zu arbeiten ging dieses gefühl vorbei.

heute abend aber war es wieder da. bei der eröffnung der festwochen am rathausplatz.

alleine beim betrachten der bühne wurde einem klar, dass diese veranstaltung sehr gut werden könnte. die transparente leinwand auf der bühne warf mich schlichtweg um. und als der countdown hinuntergezählt war und die spots erloschen um den rathausplatz zu verdunkeln, wollte ich nur noch flüstern.

das programm war unglaublich gut zusammengestellt und niemals - niemals! - langatmig. ich hatte bis heute keine idee, dass ein blasinstrumente orchester so klingen kann.

das absolte highlight war für mich das zusammenspiel von Brotherhood of Brass und Bauchklang.

es ist ganz unfassbar, wenn man inmitten von - ich weiss nicht - vielleicht 12.000? leuten steht und sich selbst dabei überrascht, bis über beide ohren zu grinsen vor begeisterung.

und während man noch da stand und sich wünschte, man hätte mehr hände um bauchklang zu applaudieren, stürmten auch schon "wir sind helden" die bühne, die allein schon wegen ihrer begrüssung "guten abend, wir sind helden" gut waren.

die ganze veranstaltung heute abend war schlichtweg atemberaubend. wir verliessen den rathausplatz und waren total aufgewühlt.

die auftritte auf der bühne wurden unterlegt von bildeinspielungen auf den leinwänden. und die arbeit und mühe die es gekostet haben muss, diese veranstaltung in dieser form auf die beine zu stellen, beeindruckt mich enorm.

und noch etwas war da heute abend. nämlich das gefühl, froh zu sein, in dieser stadt leben zu dürfen. froh zu sein, zu dieser stadt zu gehören. wien ist geil.



mich. unfassbar. da war eine überaus freundliche firma gestern so grosszügig, uns die neue madonna cd zu schicken und was muss ich da bei track 5 "nobody knows me" hören ??

"its no good when youŽre miss.understood"

ok madonna, du darfst das. aber nur ausnahmsweise. und auch nur, weil die cd echt gut geworden ist.



die ganze geschichte passierte im sommer vor zwei jahren. littleguy bat mich eines nachmittag um ein butterbrot und das bekam er natürlich auch. ich ging einkaufen und als ich zurück kam, entdeckte ich eben jenes angebissene butterbrot in unserem klo.

ich fing mir also den racker und fragte, wie denn das brot ins klo kam. er sah mich mit unschuldsmiene an und beteuerte, dass er keine ahnung habe und sein brot wäre es sowieso nicht.

ich sagte ihm, dass nur wir beide hier wohnten und ich mit an sicherheit grenzeder wahrscheinlichkeit ausschliessen konnte, dass ich das brot hineingeworfen hätte.

da fiel es ihm wieder ein. tatsächlich trug es sich nämlich so zu, dass er gerade in sein brot biss, als er ganz plötzlich aufs klo musste. deshalb machte er sich MIT DEM BROT auf den weg, stolperte kurz vor der toilette, das brot entglitt ihm und landete direkt in der schüssel.

das wollte ich nun genauer wissen. "seit wann nehmen wir hier denn essen mit aufs klo??"

da stellte sich heraus, dass er das brot doch NICHT mitgenommen hatte. er legte es auf den teller und ging aufs klo und als er wieder zurück war, war das brot verschwunden.

ich fragte ihn, wer den nun der übeltäter war und er sagte, er wisse es nicht. deshalb sagte ich ihm, er solle platz nehmen und darüber nachdenken.

schon nach kurzer zeit fiel es ihm ein. "der fernseher hat das brot ins klo geschmissen!"
"der fernseher hat das brot ins klo geschmissen??"
"ja."
"bist du sicher?"
"ja."
"unser fern-seh-er hat das brot ins klo geschmissen??"
"ja."

ich war fassungslos ob der dreistigkeit mit der mir der wicht hier ins gesicht log. und noch fassungsloser war ich über die tatsache, dass er mich ganz offensichtlich für einen überlebenden gehirnspender hielt.

ich rauchte mir eine an und überlegte, was zu hier nun zu tun war. einerseits musste ich lachen. aber das ist schlecht. wenn du erstmal gelacht hast, hast du verloren. andererseits war das die
bodenloseste frechheit, die mir seit langem untergekommen war.

schliesslich pfiff ich ihn wieder zu mir uns sprach: "ich habe mir das gut überlegt. weisst du, ich muss hart arbeiten um uns all die sachen zu kaufen. und ich kann es mir von unserem unterhaltungs-
equipment sicherlich nicht bieten lassen, dass es so mit meinen lebensmitteln umgeht. deshalb werde ich den fernseher zurück ins geschäft bringen. so kann er sich hier wirklich nicht benehmen."

littleguy zuckte nicht mal mit der wimper. er hörte mir ganz ruhig zu und sagte, ohne auch nur überlegen zu müssen: "hab ich gesagt der fernseher wars? nein, das stimmt nicht. es war das bügeleisen."


ich erzählte eine woche später dem vater eines schulfreundes von littleguy davon. er ist psychologe und lachte sich fast kaputt.

ich sagte, dass ich die geschichte natürlich witzig fand - gleichzeitig muss ich mich aber schon fragen: für wie blöd hält mein kind mich.

er aber sagte mir folgendes: kinder glauben, dass sie durchsichtig sind. nicht unsichtbar, sondern durchsichtig. sie glauben, dass erwachsene sie "durchschauen" und ihre gedanken, gefühle und vorhaben sehen können. so ungefähr ab begin der schule hegen sie langsam den verdacht, dass das eventuell gar nicht stimmt. deshalb fangen sie an, es auszuprobieren. und weil sie keine erfahrung im lügen haben, denken sie sich solchen schwachsinn aus.

fazit: wenn dir dein kind in diesem alter ein gschichtl druckt, dass noch nicht einmal der dümmste und leichtgläubigste mensch glauben würde, dann kannst du dir gratulieren, denn es ist vollauf und gesund.



jeder mensch sollte wenigstens ein gedicht auswendig können. so ein gedicht kann einem oftmals weiterhelfen, in vielerlei situationen.

deshalb hier nun mein lieblingsgedicht:

Ein Wichtel namens Purzel fiel über eine Wurzel,
verlor dabei sein U und seinen linken Schuh.

Den Schuh fand er wieder, setzte sich nieder und band ihn zu.
Aber das U fand er nicht: Przel, der Wicht.

Er suchte und fluchte

"Was ist los?" fragte das Moos "Hab dich nicht so, ich schenk dir ein O."

PORZEL?

"Fatal" sagte der Aal "Ich schenk dir ein A, denn mir ists egal."

PARZEL?

"Oder willst du ein E?" fragte der See.

Przel verneinte, schluchzte und weinte
"Uuuuuuuuuuuuuuu........."

Nanu?

Er weinte ja lauter U ins Gras, die waren alle tränen- nass.
Przel suchte sich das trockenste aus, war wieder ein Purzel und lief nach Haus.



anmerkung: nach dem "tränen-nass" sage ich immer gern dazu, dass es sich hier um ein versmass handelt.



gerade plauderten wir mädels über den bevorstehenden muttertag. meine kollegin hat drei kinder. zwei davon gehen inzwischen in die ahs, der kleine darf das leben noch in der volkschule geniessen. aus der zeit, in der der älteste noch allein in die ahs ging, erzählte sie folgende geschichte:

die zwei kleineren hatten in der schule ein geschenk für den muttertag gebastelt und als er samstag mittags nach hause kam, fiel im siedendheiss ein: "die zwei haben ein geschenk und ich nicht."

also stürmte er in sein zimmer, sperrte sich dort zwei stunden ein und bastelte. eine schachtel nämlich und ich gebe hier die beschreibung meiner kollegin im o-ton wieder: "hässlich!"

in die schachtel legte er, was er entbehren konnte und für gut befand. und das waren vier einzelne schillinge. vielen dank.

mein sohn hingegen machte letztes jahr in der schule einen buntbemalten pappteller und darauf lagen dann gutscheine für müll runtertragen, zimmer aufräumen, usw... zumindest schrieben das die anderen kinder. littleguy war schlau genug um zu wissen, dass er das ohnehin machen muss - mit oder ohne gutschein. also schrieb er grosszügig wie er nun mal ist, dass ich in einem streitfall aussuchen dürfe, was im fernsehen geschaut wird.

die lehrerinnen verteilten ausserdem ferrero rocher und jedes kind sollte eine kugel auf den teller legen. als littleguy mit meinen teller überreichte, sagte er: "hier, für dich. aah - kann ich die schokolade haben?"

später erzählte er, dass er sie schon in der schule essen wollte. dieses vorhaben aber wurde von der lehrerin vereitelt.



 
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