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ich bin eine frau. das heisst: ich rede viel, fasse mich nie kurz, rede unaufgefordert, ohne unterbrechung und auch auch die gefahr hin, ganz österreich, die schweiz und halb deutschland zu tode zu langweilen.

ich stelle jedoch in letzter zeit vermehrt fest, dass ich anderen - in gewissen situationen - nicht mehr zuhören will. in der arbeit zum beispiel. das hier ist job, kein sex. ich brauch kein vorspiel und auch kein nachspiel. einfach kurz und bündig sagen, was sache ist und fertig.

wenn zu viel ausgeschmückt und herumgeredet wird, dann das ganze auch noch mit reichlich aaaaah's und ääääh's künstlich in die länge gezogen wird, schaffe ich es kaum noch zu verbergen, wie sehr mich das nervt. nein, das war gelogen. in wahrheit versuch ich erst gar nicht irgendetwas zu verbergen, sondern fall anderen gleich mals ins wort. "zehn worte oder weniger."

noch mehr nervt es mich, auf meine fragen keine antworten zu bekommen. man stellt eine klare frage und bekommt erstmal aufgetischt, wie es dazu kommen konnte und wer, was und vor allem wann gesagt und wie es jemand anderer verstanden hat. und für mein verhalten in solchen situationen werde ich wohl leider auch nicht für den friedensnobelpreis nominiert werden. macht aber nichts, denn bei der verleihung wird ohnehin zu viel geredet.



auf meinem schreibtisch stehen zwei kleine fläschchen mit bachblüten. die einen sind upper, die anderen sollen mich ein wenig runterbringen,wenn zu überdreht und nervös bin. eine der flaschen ist um eine spur kleiner als die andere, weshalb ich schlauberger auch dachte, ich könnte mir merken, welche nun welche ist. und wäre ich wirklich so schlau, würde ich doch wissen, dass ich mir sowas ganz sicher nicht merke.

warum hab ich sie nicht beschriftet ? warum habe ich nicht irgendwelche buchstaben auf den deckel gemalt ?

manchmal empfinde ich mich selbst als ein echtes ärgernis.



gestern abend, auf dem heimweg, durch den regen laufen, stellte ich fest, dass sich meine gedanken selbstständig zu weblogbeiträgen forumulierten. drei verschiedene beiträge zu drei verschiedenen themen bereits fertig im kopf, während die haare nass wurden und anfingen, sich lustig zu kringeln.

doch als ich es mir später auf meiner couch gemütlich machte, meinen laptop aufnahmebereit auf den oberschenkeln liegend .... da war alles, was ich zu sagen hatte, zwar noch im kopf, aber dort blieb es auch. ging einfach nicht.

der tag war stressig gewesen. nein, anders: der tag war ohnehin stressig gewesen. aber ich habe mich auch auch noch dazu hinreissen lassen, im blogtigerentenclub mitzuspielen. komplett sinnleer, zeitaufwendig und es macht noch nicht einmal wirklich spass. zudem ist das, was ich auf meinem schreibtisch so liegen habe, extrem mühsam, weil sehr umständlich. eine dieser arbeiten, die nie fertig wird, weil sich ständig wieder was ändert.

und am ende eines solchen tages, hätte man so einiges zu sagen, ist aber zu nicht mehr fähig, als sich vor den fernseher zu setzen und zu sagen: "kann ich bitte bulle-von-tölz-stonded werden?"

schade, eigentlich.



sonntag nachmittag gehen immer die zigaretten aus. das ist so. da kann man auch nichts daran ändern. da spielt irgendeine unbestimmte höhere macht mit und jeder versuch dagegen anzukämpfen, ist im vorhinein schon zum scheiter verurteilt. speziell dann, wenn man schon freitag abend keine mehr hatte und sich seitdem immer nur bei anderen welche geborgt hat.

als ich mich vorhin auf dem weg zu automaten machte, war ich überrascht, wie mild und fast warm es heute draussen ist. also öffnete ich den zippverschluss meiner jacke, lockerte meinen schal und ging in die entgegengesetzte richtung. hin zu meinen stufen. dort an einem meiner lieblingsplätze.

im sommer sitze ich gern dort, kaue an an einem strohalm, dessen anderes ende in einen mc donalds becher voller cola hängt, rauche und schaue ein bisschen spazieren. hänge meinen gedanken nach, rauche und bin mit mir selbst allein.

dass es heute warm genug dafür war, kam überraschen und war erfreulich. an stelle der koffeinhaltigen limonade trank ich kakao, den ich mir bei dem jungen mann hinter dem dem gelb-roten tresen hart erkämpfen musste.

"ich hätte gern eine heisse schokolade."
"ein eis mit schokolade. gerne."
"nein, kein eis mit schokolade. eine heisse schokolade."
"sowas haben wir gar nicht."
"sowas habt ihr nicht ? gut, dann nehm ich doch einfach einen kakao."
"den haben wir."

schlussendlich konnte ich mit meinem pappbecher aber doch noch hinter das grosse gebäude laufen, ein paar stufen hochklettern, mich hinsetzen und mir die stadt ansehen. der zeitpunkt war genau richtig. noch war es hell, aber schon in kurzer zeit, würde es schon um einiges dunkler sein. sonnenuntergänge haben auch ohne sonne sexappeal.

da sass ich dann also, nippte an meiner heissen ... an meinem kakao, rauchte eine zigarette und sah mir die lichter der stadt an. in dem moment war ich mir ganz sicher, dass wieder ein sommer kommen wird. das wusste ich natürlich schon vorher. aber in dem moment wusste ich es wirklich, konnte ihn fühlen. er war ganz nah, für ein paar augenblicke war er zum greifen nah.

das schöne an dem platz ist auch, dass es dort keine zeit gibt. ich weiss nie, wann ich auf den stufen platz genommen habe, weiss nie, zu welcher zeit ich wieder gegangen bin und schon gar nicht weiss ich, wieviel zeit ich dort verbracht habe. zeit ist dort aber auch gar nicht wichtig. denn innerhalb von wenigen minuten trifft mein kopf dort entscheidungen, ohne gross nachzudenken. dinge, über die ich mir auf dem hinweg noch den kopf zerbrochen habe, sind dann plötzlich ganz klar und alles ist gut.



freitag abend habe ich mich geärgert. samstag vormittag habe ich mich gleich wieder geärgert. noch viel mehr als freitag abend.

wenn ich sauer werde, wird mein kiefer verspannt. ich presse meine backenzähne aufeinander, bis ich einen muskelkater im kiefer habe. spätestens dann weiss ich, dass ich mich so richtig geärgert habe. ausserdem bekomme ich einen muskelkater in den unterarmen. auch von der anspannung.

zu gern hätte ich hier dampf abgelassen. so, wie ich es sonst auch tue. aber gestern war mein blog die ganz falsche stelle dafür. falscher als falsch. was mich gleich noch mehr sauer machte. das hier ist mein blog und gestern hatte ich das erste mal das gefühl, nich einfach schreiben zu dürfen, was ich denke, weil es sonst ganz sicher rund gegangen wäre. ganz sicher wäre dann ein böses mail gekommen, zusätzlich zu bösen kommentaren. diverse befindlichkeiten hätte eine grosse party gefeiert und vielleicht hätte auch wieder jemand mit schiller zitaten nach anderen geworfen. und sowas wünsche ich wirklich niemanden.

gestern habe ich das erste mal eine reihe von zusammenhängenden comments gelöscht, weil ich diesen mist hier nicht bei mir haben wollte.

dieser ärger und das gefühl in meinem blog nicht mehr hundertprozentig frei zu sein, hat mir nicht gefallen. gar nicht gefallen. das gestern war das erste mal. und gleichzeitig das letzte mal.

denn das hier ist mein blog. wer wert darauf legt, kann es gern lesen. wer mit dem was hier steht nichts anfangen kann und es vielleicht aus gewohnheit liest, soll sich überlegen, ob er nicht vielleicht was besseres mit seiner zeit anzufangen weiss.

denn das hier ist mein blog und hier geht es um meine unzufriedenheit mit dem leben. es geht um meine sichtweise und um meine gefühle, um meinen spass. um dinge, dich ich mag und dinge, die ich nicht mag.

mein leben ist keine casting show. hier wird nicht mitgevotet und darüber abgestimmt, wie ich vorgehen soll, was ich zu sagen oder auf wessen seite ich zu stehen habe. weder per comment, noch per mail.

wenn mir etwas nicht passt, explodiere ich in der sekunde. wenn mir etwas überhaupt nicht passt, wirds machmal grausam. gestern habe ich, ganz gegen meine gewohnheit, meine klappe gehalten als ich eigentlich überhaupt keine lust darauf hatte. das war eine einmalige sache. in zukunft sollten also ein paar leute besser überlegen, was sie sagen und ihren müll in ihren eigenen weblogs abladen.

wem das nicht passt, kann einen auf elvis machen und das gebäude verlassen.



nicht einmal annähernd ausgeschlafen und ob der übernachtigkeit - sofern es dieses wort überhaupt gibt - ständig fröstelnd, mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit ausreichend restalkoholisiert oder zumindest unter den nachwirkungen leidend, machte ich mich heute nachmittag auf dem weg zur arbeit.

dort angekommen, krallte ich mir erstmal stev-o, der sich immer mehr zu meinem lieblingskollegen entwickelt und in einer ganz ähnlichen verfassung war. essen hielten wir deshalb für eine gute idee.

kurze zeit später standen wir als an einem tisch und kauten an burgern und spareribs, als meine kollegin grinsend mit dem kopf in die menge deutete und sagte: "der da gerade auf uns zukommt hat vorhin nach dir gefragt." ich drehte mich neugierig um und spähte in die menschenmenge. "wer ?" sie grinste noch mehr und sagte: "der mit der schwarzen haube und dem netten lächeln." und da sah ich ihn. die strahlenden augen, die schönen wimpern, das charmante lächeln und die nicht abstreitbare ähnlichkeit mit einem jüngeren und etwas schlankeren pierce brosnan. etwa zu "remington steele" zeiten.

im ersten moment war ich so überrascht von dem netten anblick, dass ich ein wenig brauchte, um ihn zu erkennen. m. schon wieder ein m.

letzte woche hatte ich festgestellt, dass die meisten männer in meinem umfeld, die wirklich wichtig sind oder einen speziellen stellenwert einnehmen, mit einem m beginnen. oder auch männer, auf die ich im laufe meines lebens immer wieder treffe. so eben auch heute.

vor ein paar jahren hatten wir ein paar nette wochen, seit drei oder vier jahren laufen wir uns immer wieder mal über den weg. ist immer wieder witzig und eine freude, heute aber war es besonders nett. er war auch beruflich da und tatsächlich war der job für beide heute eine sehr ruhige und relaxte angelegenheit. so war dann also auch der abend. ruhig und relaxt und sehr unterhaltsam. und definitiv angenehm fürs auge.

m's. i like the-m.



heute, am späten nachmittag, stand ich an einer - nennen wir es einfachheitshalber mal - bar. ich hatte bereits einen drink und eine zigarette und zudem auch m. an meiner seite. hinter uns stand ein tisch und um den herum standen ein paar leute. jungs und mädels.

einer der kerle kam rüber und bestellte drei getränke. der barkeeper fing an zu mixen. zwischendurch sah er kurz auf und fragte den besteller: "soll ich sie ein bissl stärker machen ?" der mann neben mir antwortete knapp mit "ja" und das war ein fehler. denn eine der ladies an dem tisch grinste ein ich-weiss-alles-lächeln und rief: "hey! das hab ich gehört."

ich habs auch gehört. so läuft das also. alles klar.

während die frauen versuchen, sich gegen die männer durchzusetzen und gleichzeitig noch gegen jede frau antreten, die den kleineren arsch, die besseren beine oder die höheren wangenknochen hat, halten die männer also zusammen.

ziemlich simples konzept. wieso kriegen wir mädels das eigentlich nicht hin ??



der heutige tag war schon gestern abend im eimer, weil ich wusste, dass ich im acht im büro sein muss. viel zu früh, viel zu früh.

magischerweise bekam ich das aber hin und als erstes sah ich ein email, das gestern abend noch gekommen ist, als ich schon weg war.

beginnend mit sehr verehrte miss understood, endend mit verzückten grüssen und dazwischen einem danke für mein charmantes lächeln am telefon und einer einladung auf einen drink.

genau so rettet man mir den tag. so fing er gut an und ging gut weiter und angesichts der uhrzeit kann heute auch nicht mehr so viel schief gehen.

it feels good, to be me. momentan. und ich wünschte wirklich, ich könnte die stimmung, die schon seit einer woche anhält für immer behalten. oder zumindest so lang wie nur irgendwie möglich.



in der aktuellen ausgabe der zeitschrift e-media kann man einen grossen beitrag zum thema weblogs finden. und zu twoday.

zudem ein kästchen mit "blogs aus österreich". zwanzig stück. unter den ersten vier gleich mal zwei, die sogar von mir auf anhieb als nicht-aus-österreich erkannt werden. das kästchen an sich und auch die angeführten weblogs an sich gehen natürlich vollkommen in ordnung. aber in fetten lettern "weblogs aus österreich" darüber zu schreiben ist schon eine kleine niederlage.

womit wir den sachlichen teil abhakt hätten und zum persönlichen part übergehen können.

steht da doch glatt in dem kästschen: miss understood - beliebtes weblog über männer und liebesirrungen.

bitte ? BITTE ??

als ich das heute morgen in der u-bahn las, war ich erstmal ziemlich erstaunt. über männer ? gehts denn in meinem blog um männer ?? nein. es geht um mich. um mich und um mich und um mich.

dreimal durchatmen später meldete sich eine leise stimme aus dem off. "hey miss, jetzt mal ehrlich. wenn du auf dem weg bist um etwas zu erledigen und läufst dabei einem gutaussehenden kerl über den weg... was passiert dann ?" ja stimmt, dann vergess ich meist auf das was zu erledigen war. "und woran denkst du morgens, mittags und abends und eigentlich immer?" stimmt, an kerle. "und was kommt in der liste deiner favorites mit musik und büchern an erster stelle?" stimmt wieder. kerle. ich mag sie. männer sind grossartig. nicht jeder einzeln, aber alle zusammen dann doch wieder. das mit den männern geht also in ordnung.

aber was soll denn das mit den liebesirrungen bitte heissen ?? liebesirrungen. so ein wort würde ich in tausend jahren nicht verwenden. ja klar, im nachhinein kann ich bei den wenigsten meiner ex-jungs noch sagen, warum ich damals verliebt war. aber das ist in wahrheit nicht die wahrheit. tatsächlich weiss man genau, dass man mal sehr verliebt war und in stillen und leisen und vor allem in unbeobachteten moment, weiss man auch ganz genau, wie das lächeln war, das man mal geliebt hat. oder sein blick frühmorgens, wenn der wecker klingelte und er nicht aufstehen wollte. oder wie er aussah, wenn er in short grünen tee aufgoss. oder der moment, in dem man ihm das erste mal direkt in die augen sah. und das waren keine irrtümer. geirrt haben sich immer bloss die kerle, die von ihrem stornorecht gebraucht machten.

von mir aus hätten die herrschaften von e-media den teil mit "über männer und liebesirrungen" ruhig weglassen können. vielleicht stell ich mich nachher einfach mal mit einem edding an den kiosk und besser das kurz aus.

auch in der aktuellen ausgabe von e-media zu finden ist eine umfassende erklärung, wie man ein weblog auf twoday anlegt. deppensicher. wir können also davon ausgehen, dass sich in der nächsten woche viele neue blogger zu uns gesellen werden. ich persönlich bin ja neuzugängen, sowohl in real life als auch im blog life, immer erstmal ein wenig kritisch eingestellt. aber wenn ich das richtig verstanden habe, werden wohl die da eine grosse freude damit haben.



die donnerstag abend sendung auf orf fand ich bisher stellenweise ganz lustig, vor allem aber bemüht. wenn ich zufällig reinzappte, blieb ich ein wenig hängen. zum absichtlich schauen haben sie mich aber nicht motiviert. bis gestern.

meine herren, was ist denn da passiert ?? durchgehend zum brüllen komisch.

wenn der tod in der u-bahn jemanden aufruft, die fahrgäste alle reichlich irritiert sind, der aufgerufe sich natürlich nicht meldet und der tot darauf motschgert "geh bitte, seids nicht kindisch", dann fall ich vor lachen fast vom sofa.

in der kärtnerstrasse auf einer bank sitzen und dem nebenmann mit "schaukeln's nicht so, ich fall ja runter" anquatschen, amüsiert mich ohne ende.

herr scheurer, herr schmiedl und herr palfrader - gestern war's tatsächlich echt fett. weitermachen.



ich selbst denke von mir, dass ich durchaus charmant sein kann, wenn ich will. und meistens will ich das ja auch, weil ich doch eigentlich und grundsätzlich eine nette person bin. meine kollegin u. hingegen nennt meinen charme gerne den arschloch schmäh.

ich bevorzuge zwar, was mich betrifft, doch eher die bezeichnung charme, aber bei anderen fällt mir dieser arschloch schmäh schon auf. ganz besonders deshalb, weil ich immer sofort darauf anspringe und reinfalle. in der sekunde und ohne auch nur die geringste chance auf widerstand.

edit: noch weniger chance auf widerstand besteht allerdings, wenn ich einen anlass zu einem rückruf habe. und diese gespräche müssen dann einfach mit einem "sagen sie, werden sie denn an dem abend auch vor ort sein?" enden. alles andere würde einfach keinen spass machen.



 
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