heute wachte ich so gegen drei uhr morgens auf und war reichlich verwirrt. ich hatte schlecht geträumt. in meinem traum war littleguy wieder ein baby und da war eine schlange in dem raum, in dem wir uns befanden.
das verwunderliche an träumen ist immer, dass man direkt in die geschehnisse einsteigt. keine dezente einleitung, kein romantisches vorspiel - nein, zack, man fällt gleich direkt in den ausbrechenden vulkan. und die denkweise im traum erinnert an trash horrorfilme. die wunderschöne blondine mit dem körper eines supermodels ist mutterseelen alleine in ihrem grossen glashaus, sperrt aber erst panisch alle türen (mit einem 1,5 cm drehriegel) zu, wenn der mörder bereits vom hausinternen telefon anruft.
ähnlich unrealistisch setzte ich in meine traum meinen sohn auf einen tisch und lief weg um meine mutter zu holen. als ich zurück kam, weinte er, weil ihn die schlange gebissen hatte. ich wollte die rettung rufen und wurde von den inzwischen schon zwei schlangen ebenfalls gebissen. dann wachte ich auf.
beim aufstehen erzähle ich littleguy von meinem traum und er wollte wissen, was passiert ist, nachdem ich gebissen wurde. ich antwortete ihm, dass ich es nicht wisse, weil ich aufgewacht war. und er lächelte und sagte: "zum glück, ich will nicht sterben im traum."
das erinnerte mich an etwas, was ich mal als kind gelesen hatte. die leute dachten früher, dass sie, wenn sie ihren tot träumten, tatsächlich in dem moment sterben würden. man könne sich also, mit ein bisschen pech, selbst tot träumen. ich habe dann eine zeitlang alle gefragt, ob sie denn schon mal ihren eigenen tot geträumt hätten. also, nicht nur den fall, sondern eben auch den aufprall. ich konnte aber nie jemanden ausfindig machen.
das verwunderliche an träumen ist immer, dass man direkt in die geschehnisse einsteigt. keine dezente einleitung, kein romantisches vorspiel - nein, zack, man fällt gleich direkt in den ausbrechenden vulkan. und die denkweise im traum erinnert an trash horrorfilme. die wunderschöne blondine mit dem körper eines supermodels ist mutterseelen alleine in ihrem grossen glashaus, sperrt aber erst panisch alle türen (mit einem 1,5 cm drehriegel) zu, wenn der mörder bereits vom hausinternen telefon anruft.
ähnlich unrealistisch setzte ich in meine traum meinen sohn auf einen tisch und lief weg um meine mutter zu holen. als ich zurück kam, weinte er, weil ihn die schlange gebissen hatte. ich wollte die rettung rufen und wurde von den inzwischen schon zwei schlangen ebenfalls gebissen. dann wachte ich auf.
beim aufstehen erzähle ich littleguy von meinem traum und er wollte wissen, was passiert ist, nachdem ich gebissen wurde. ich antwortete ihm, dass ich es nicht wisse, weil ich aufgewacht war. und er lächelte und sagte: "zum glück, ich will nicht sterben im traum."
das erinnerte mich an etwas, was ich mal als kind gelesen hatte. die leute dachten früher, dass sie, wenn sie ihren tot träumten, tatsächlich in dem moment sterben würden. man könne sich also, mit ein bisschen pech, selbst tot träumen. ich habe dann eine zeitlang alle gefragt, ob sie denn schon mal ihren eigenen tot geträumt hätten. also, nicht nur den fall, sondern eben auch den aufprall. ich konnte aber nie jemanden ausfindig machen.
14. März 2003, Rubrik: i wanna know...
ich habe gestern im italienischen supermarkt unabsichtlich instant tee gekauft. der ist vollkommen fürn arsch, wird aber trotzdem oral eingenommen.
14. März 2003, Rubrik: dislikes
herrgott, den ganzen tag über brüllt einem ö3 ins ohr, wie fabelhaft es ist, dass - wir können es kaum fassen, was für ein glück, nie hätten wir auch nur zu hoffen gewagt - die pandas nach wien kommen. ja meine damen und herren, sie hören und lesen richtig. pandas - und nicht nur einer. nein, auch nicht einenthalb, nicht eindreiviertel, sondern ZWEI GANZE PANDAS !! inzwischen müsste es nun wirklich jeder wissen: der schönbrunner zoo bekommt zwei pandas. meine kollegen hier schimpfen mich alle, weil ich die grossartigkeit der geschehnisse nicht mitzelebriere. und falls es nicht klar und deutlich zu verstehen war, ist es mir wirklich ein herzenswunsch es noch einmal zu betonen: ich halte das alles gar nicht aus. der zoo hat zwei pandas eingekauft, prima sache, hurra hurra - aber das kann doch wirklich nicht sein, dass die ganze stadt wien mit dieser info zwei tage lang in euphorie versetzt werden soll....noch dazu haben diese tiere schon namen und dennoch wird die bevölkerung aufgerufen, sich lustige und liebe namen für die pandas auszudenken. na prima, die heissen dann vermutlich sepp und hans - die üblichen pandanamen sotosay.
soweit ich nicht umher kam es mitzubekommen, haben wir die pandas in china gekauft. ich hätte dann als namensvorschlag also:
M21 und M42. so.
nachtrag, 13.03.2003 / 16.43: zufällig flatter hier gerade eine rechnung auf meinen tisch. als veranstaltungsort ist darauf vermerkt: "schönbrunner tierpack". soweit wäre ich zwar nicht gegangen, gefällt mir aber zu dem thema auch sehr gut.
soweit ich nicht umher kam es mitzubekommen, haben wir die pandas in china gekauft. ich hätte dann als namensvorschlag also:
M21 und M42. so.
nachtrag, 13.03.2003 / 16.43: zufällig flatter hier gerade eine rechnung auf meinen tisch. als veranstaltungsort ist darauf vermerkt: "schönbrunner tierpack". soweit wäre ich zwar nicht gegangen, gefällt mir aber zu dem thema auch sehr gut.
13. März 2003, Rubrik: dislikes
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
ich hätte furchtbar gern mal ein eigenes kino. es gibt nur einen grooooossen raum, in dem filme gezeigt werden. überall stehen sehr massive und sehr bequeme sofalandschaften. und kleine tische, darauf gibt es gratis popcorn. in einer ecke gibt es eine bar, damit man einen oder auch mehrere drinks haben kann. und ich habe natürlich eine so herausragenden lüftung einbauen lassen, dass man drinnen rauche kann, ohne jemanden damit zu belästigen. dennoch ist es immer schön warm, man kann also immer kurze ärmeln tragen - auch im winter. der barkeeper ist ein ganz netter und wenn man schon einmal dort war, weiss er beim nächsten mal garantiert, was du gerne trinkst.
es werden absolut keine aktuellen filme gezeigt, sondern nur filme, dich ich gerne mag. die leute sollen sich auf ihre lieblingsszenen freuen und laut mitsprechen, wenn sie das gerne möchten. es gibt dort keine kriegsfilme oder filme mit wirklich furchtbaren szenen. vampire dürfen aber schon aufgeschlitzt werden, das geht in ordnung. nach ende des filmes gibt es weiter drinks und gute musik und die leute bleiben einfach sitzen und beplaudern den film, wie ihr tag war und von mir aus auch, was der herbst im modebusiness wohl so bringen wird. mein kino wird mein absolutes lieblingskino sein. auf den kleinen tischen liegen übrigens auch post-it blöcke und bleistifte. damit kann man aufschreiben, welchen film man gerne mal hier sehen möchte und seine e-mail adresse. dann klebt man die message an die wand und wenn ich den film tatsächlich zeige, sage ich dem besteller vorher bescheid.
yeah, das wird cool.
es werden absolut keine aktuellen filme gezeigt, sondern nur filme, dich ich gerne mag. die leute sollen sich auf ihre lieblingsszenen freuen und laut mitsprechen, wenn sie das gerne möchten. es gibt dort keine kriegsfilme oder filme mit wirklich furchtbaren szenen. vampire dürfen aber schon aufgeschlitzt werden, das geht in ordnung. nach ende des filmes gibt es weiter drinks und gute musik und die leute bleiben einfach sitzen und beplaudern den film, wie ihr tag war und von mir aus auch, was der herbst im modebusiness wohl so bringen wird. mein kino wird mein absolutes lieblingskino sein. auf den kleinen tischen liegen übrigens auch post-it blöcke und bleistifte. damit kann man aufschreiben, welchen film man gerne mal hier sehen möchte und seine e-mail adresse. dann klebt man die message an die wand und wenn ich den film tatsächlich zeige, sage ich dem besteller vorher bescheid.
yeah, das wird cool.
12. März 2003, Rubrik: likes
ich habe vor gut sechs wochen beschlossen gemeinsam mit einer kollegin zu fasten. zehn tage insgesamt: ein eingewöhnungstag, drei aufbau tage und dazwischen sechs tage lang richtig fasten. heute in einer woche ist der erste echte fastentag. und die sechs wochen, um mich darauf einzustellen, haben mir gut getan. zuerst war der kopf irrsinnig aufgeregt und hat es jedem erzählt - egal, ob er es hören wollte oder auch nicht. nach einer zeit wurde der kopf leiser, weil er ja immerhin doch ständig am plappern ist und ihm schnell langweilig wird. sechs wochen sind eine lange zeit. für den kopf war es also schon beschlossen und fertig und so wurde der gedanke zu einem gefühl und ging langsam auf den körper über. zuerst stellte ich fest, dass ich ganz automatisch anfing, immer weniger zu essen, ca. drei wochen lang. seit letzter woche esse ich wie ein bauarbeiter - mit einem wahnsinn appetit und es schmeckt alles ganz hervorragend. ausserdem habe ich mich selbst dabei überrascht gemüse zu essen und vitaminsäfte zu trinken. sehr ungewöhnliches verhalten. salat ess ich aber nach wie vor nur in einem burger.
ich finde es sehr spannend und ich freue mich auf die zehn tage. vor allem sollte man in der zeit natürlich auch nicht rauchen. pff, schwierig. weit aus schwieriger, als nicht zu essen. fasten war ja ein entschluss, den ich bewusst fasste. rauchen geht damit einher. aber ich rauche wirklich gern. zuerst dachte ich, ich schrenke es einfach nur ein. aber das ist quatsch. wenn schon, denn schon. ich stelle mich jetzt also einfach mal darauf ein, in der zeit auch nicht zu rauchen. der kopf hat sich an den gedanken schon gewöhnt. ich hoffe, er gibt die info bei zeiten an den rest des körpers weiter.
ich finde es sehr spannend und ich freue mich auf die zehn tage. vor allem sollte man in der zeit natürlich auch nicht rauchen. pff, schwierig. weit aus schwieriger, als nicht zu essen. fasten war ja ein entschluss, den ich bewusst fasste. rauchen geht damit einher. aber ich rauche wirklich gern. zuerst dachte ich, ich schrenke es einfach nur ein. aber das ist quatsch. wenn schon, denn schon. ich stelle mich jetzt also einfach mal darauf ein, in der zeit auch nicht zu rauchen. der kopf hat sich an den gedanken schon gewöhnt. ich hoffe, er gibt die info bei zeiten an den rest des körpers weiter.
11. März 2003, Rubrik: die fasten diaries
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
zeigt uns alex vor. kaum wurde er von 70,1% der deutschen zum neuen superstar erklärt, schnappte er sich sein handy und servierte seine freundin ab. gut, wenn die nur einen funken verstand hat, wird sie das nicht sehr überrascht haben. ich wollte gestern mit meinen kollegen schon wetten abschliessen, wie lange er wohl braucht, um sie los zu werden. viel spannender allerdings ist die frage: wird unser höchstpersönlicher superstar michi tschuggnal ähnlich agieren? die parallelen zwischen starmania und dsds sind natürlich sehr auffällig. sowohl als auch, standen ein junge und ein mädchen im finale, sowohl als auch gewann der kerl, sowohl als auch punkteten beide - sehr irritierend, wie ich finde - mit fester freundin und schwiegersohn image, alex möchte der "neue robbie williams" sein und michi der "neue elton john". (hier gibt es keine diskussion: robbie ist defnitiv und noch lange nicht aufgebraucht!!) ein unterschied zwischen den beiden shows war allerdings: bei uns waren die letzten drei zwei kerle und ein mädel, in deutschland war}s ein mädel, ein kerl und ein kermit auf speed.
11. März 2003, Rubrik: just
unfassbar, das wetter ist genial, fast schon zu geil. ich war vorhin draussen um ein paar videos zurück zu bringen. am graben sitzen die leute schon in den cafes draussen und alle haben grosse sonnenbrillen auf. die leute grinsen alle, sind gut drauf und dass alles wegen dem bisschen sonne. ich kann den sommer kaum noch erwarten - den richtig grossen, heissen, laaaaangen sommer. ohmannohmannohmann. ich werde immer ganz übermütig bei diesem wetter, plappere alles und jeden in grund und boden und bin total überdreht. und das beste ist: mein kollege hat mir versprochen, dass es jetzt nicht wieder viel schlechter wird. er hat mir sein pfadfinderehrenwort darauf gegeben. und sowas gilt!
10. März 2003, Rubrik: likes
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
manchmal, wenn mir danach ist oder auch wenn ich denke, dass es jemanden gerade weiterhilft, erzähle ich, wie ich früher war. extrem schüchtern nämlich. ich der schule redete ich maximal mit drei bis vier mir bekannten leuten gleichzeitig - niemals vor der ganzen klasse. das hatte einen gewissen negativen einfluss auf meine noten. in der zweiten klasse unterstufe erzählte meine englisch professorin meiner mutter beim elternsprechtag, dass sie mich ein paar tage zuvor am gang reden gehört hatte und sehr erstaunt war, weil sie zum ersten mal meine stimme hörte. is} wahr, ich denke mir da nicht aus. wenn ich die strasse entlang ging, hatte ich den blick immer hochzentriert zu boden gerichtet um ja nicht irgendjemanden unverhofft ins gesicht schauen zu müssen. ich hätte damals bei "wetten, dass..." auftreten können: wetten, dass ich die strassen wiens an ihrer pflasterung erkennen kann?
ich erzähle das nicht oft - aber jedesmal, wenn ich es doch tue, schaut mich wieder nur jemand sehr ungläubig an und hält mich für eine lügnerin. ich kann auch nicht sagen, wann oder wie sich das geändert hat. tatsächlich bin ich heute kein bisschen schüchtern mehr. beibehalten hatte ich allerdings, dass ich lieber klein beigab, wenn ich irgendwo nicht nett behandelt wurde. also, wenn der kellner im cafe mich ignorierte, stand ich bestenfalls auf und ging wieder. danach ärgerte ich mich, weil vermutlich nicht einmal jemand bemerkt hatte, dass ich überhaupt da war. oder wenn die wurstverkäuferin den grant auf ihr leben an mir ausliess. dann kaufte ich halt stillschweigend meine wurst und ging wieder. und wieder ärgerte ich mich im nachhinein, weil ich nämlich im grossen und ganzen ein sehr netter mensch bin und wirklich nicht finde, dass ich für den niedrigen lohn für wurstverkäufer verantwortlich zu machen bin. aber man trifft ja nicht nur im dienstleistungs-bereich auf solche menschen. auch in der u-bahn, in clubs, auf der strasse, sie warten im supermarkt vor dir in der schlange oder sie unterrichten deine kinder in der schule. und eines abends sass ich dann auf meine balkon und dachte mir, dass ich doch bitte eigentlich meinen mund aufmachen könnte. ich war doch sonst schon lange nicht mehr schüchtern - warum also liess ich mich von lauten menschen, die im unrecht waren dann so einschüchtern? ich hatte doch jedesmal mindestens ein dutzend antworten im kopf - warum fanden die denn nicht den weg hinaus ??
konnte ich meinen standpunkt klarmachen, ohne unhöflich zu werden ? und wollte ich das ? und wenn ja, wie sollte ich es anstellen ?? ich horchte tief in mich hinein und traf dort auf melanie. sozusagen mein böses ich. sie heisst melanie, weil ich nur melanies kenne, die echte bitches sind. deshalb dachte ich, der name passt ganz gut zu ihr. sie sollte immer dann in den vordergrund treten, wenn es nötig war. wenn jemand gemein zu mir war oder mich ungerecht behandelte, sendete ich ein imaginäres badgirl signal und schon war sie da. und das funktionierte ganz hervorragend und funktioniert noch. wobei sie sich manchmal ganz forsch in den mittelpunkt stellte, wenn es wirklich nicht erforderlich war. in wöchentlichen meeting zb platzte sie einmal mit einer meldung heraus, für dich ich mich nachher bei meiner kollegin wirklich richtig entschuldigen musste. aber eigentlich haben wir uns inzwischen ganz gut im griff, wir haben in den letzten jahren viel voneinander gelernt. und heute sind wir nett und zickig, freundlich und arrogant, sehr lieb und gemein, verständnisvoll und ignorant, ein bisschen bittersweet und vor allem missunderstood.
ich erzähle das nicht oft - aber jedesmal, wenn ich es doch tue, schaut mich wieder nur jemand sehr ungläubig an und hält mich für eine lügnerin. ich kann auch nicht sagen, wann oder wie sich das geändert hat. tatsächlich bin ich heute kein bisschen schüchtern mehr. beibehalten hatte ich allerdings, dass ich lieber klein beigab, wenn ich irgendwo nicht nett behandelt wurde. also, wenn der kellner im cafe mich ignorierte, stand ich bestenfalls auf und ging wieder. danach ärgerte ich mich, weil vermutlich nicht einmal jemand bemerkt hatte, dass ich überhaupt da war. oder wenn die wurstverkäuferin den grant auf ihr leben an mir ausliess. dann kaufte ich halt stillschweigend meine wurst und ging wieder. und wieder ärgerte ich mich im nachhinein, weil ich nämlich im grossen und ganzen ein sehr netter mensch bin und wirklich nicht finde, dass ich für den niedrigen lohn für wurstverkäufer verantwortlich zu machen bin. aber man trifft ja nicht nur im dienstleistungs-bereich auf solche menschen. auch in der u-bahn, in clubs, auf der strasse, sie warten im supermarkt vor dir in der schlange oder sie unterrichten deine kinder in der schule. und eines abends sass ich dann auf meine balkon und dachte mir, dass ich doch bitte eigentlich meinen mund aufmachen könnte. ich war doch sonst schon lange nicht mehr schüchtern - warum also liess ich mich von lauten menschen, die im unrecht waren dann so einschüchtern? ich hatte doch jedesmal mindestens ein dutzend antworten im kopf - warum fanden die denn nicht den weg hinaus ??
konnte ich meinen standpunkt klarmachen, ohne unhöflich zu werden ? und wollte ich das ? und wenn ja, wie sollte ich es anstellen ?? ich horchte tief in mich hinein und traf dort auf melanie. sozusagen mein böses ich. sie heisst melanie, weil ich nur melanies kenne, die echte bitches sind. deshalb dachte ich, der name passt ganz gut zu ihr. sie sollte immer dann in den vordergrund treten, wenn es nötig war. wenn jemand gemein zu mir war oder mich ungerecht behandelte, sendete ich ein imaginäres badgirl signal und schon war sie da. und das funktionierte ganz hervorragend und funktioniert noch. wobei sie sich manchmal ganz forsch in den mittelpunkt stellte, wenn es wirklich nicht erforderlich war. in wöchentlichen meeting zb platzte sie einmal mit einer meldung heraus, für dich ich mich nachher bei meiner kollegin wirklich richtig entschuldigen musste. aber eigentlich haben wir uns inzwischen ganz gut im griff, wir haben in den letzten jahren viel voneinander gelernt. und heute sind wir nett und zickig, freundlich und arrogant, sehr lieb und gemein, verständnisvoll und ignorant, ein bisschen bittersweet und vor allem missunderstood.
10. März 2003, Rubrik: something about me