littleguy erzählte mir vorhin etwas und sagte dabei: " ... und die richtige antwort war.... ahhhh....wie heisst schnell der bruder von louie amstrong ??? ääääähmmmm.... aja, neil armstrong."
ich sagte: "son, louie war nicht der bruder von neil."
er sah mich ganz ruhig an, kniff seine augen ein wenig zusammen, kratze sich am hinterkopf und fragte schliesslich: "wer dann?"
nicht "waren sie nicht?", sondern "wer dann".
NEWSBREAK NEWSBREAK NEWSBREAK NEWSBREAK
soeben wurde ich hier auf meinem balkon angegriffen. irgendetwas fiel mir aus der wand hinter mir bösartig in den rücken. vor lauter schreck habe ich aufs schreien vergessen und wusste in der sekunde auch gar nicht, wo ich meine zigarette hinschmeissen sollte. während sich in meine kopf die immer selbe frage überschlug, ob ich denn wissen möchte, was sich da hinter meinem rücken abspielt oder lieber doch nicht, flog der nachtfalter auch schon wieder weiter. solche situationen darf man nicht unterschätzen. schliesslich hätte es auch eine killerfledermaus sein können.
ich sagte: "son, louie war nicht der bruder von neil."
er sah mich ganz ruhig an, kniff seine augen ein wenig zusammen, kratze sich am hinterkopf und fragte schliesslich: "wer dann?"
nicht "waren sie nicht?", sondern "wer dann".
NEWSBREAK NEWSBREAK NEWSBREAK NEWSBREAK
soeben wurde ich hier auf meinem balkon angegriffen. irgendetwas fiel mir aus der wand hinter mir bösartig in den rücken. vor lauter schreck habe ich aufs schreien vergessen und wusste in der sekunde auch gar nicht, wo ich meine zigarette hinschmeissen sollte. während sich in meine kopf die immer selbe frage überschlug, ob ich denn wissen möchte, was sich da hinter meinem rücken abspielt oder lieber doch nicht, flog der nachtfalter auch schon wieder weiter. solche situationen darf man nicht unterschätzen. schliesslich hätte es auch eine killerfledermaus sein können.
30. Juni 2003, Rubrik: likes
mein heutiges hoch sass heute morgen an meinem platz. ich hatte ganz darauf vergessen. ich kam heute morgen ins büro und da sass meine lieblingspraktikantin an meinem platz und vertrieb sich die zeit mit rauchen. sie war letztes jahr schon bei uns. sie ist mein böser freund fred. mit ihr macht man die dinge, die man sonst nie macht. also, sie macht sie immer, ich mache sie sonst nicht. von ihr habe ich gelernt, wie man nach kinopremieren schnell aus dem saal rauskommt, wenn die menschenmasse bis zur letzten sitzreihe stau steht. dann klettert man nämlich einfach über die sitze.
von ihr lernt man die weltbesten kindergedichte und auch den badewannen song.
niemand - absolut niemand - rollt das r so wie sie. wenn sie etwas erzählt, wiederhole ich immer alle wort, in denen ein rrrrrrrrrollendes rrrrr vorkommt und wenn ich in ihrer nähe bin, fange ich selbst an, das r zu rrrrollen wie verrrrrrückt.
im juli gehört sie uns, danach zieht sie zu ihrem freund nach london. ich verrrmisse sie jetzt schon.
nach der arbeit waren wir noch beim film festival am rathausplatz auf einen after-work-drink. das fing schon mal gut an, den aufgrund eine glücklichen fügung des schicksals, zahle ich dort für einen sechs euro drink nur drei. ich bestellte also und zahlte, nahm meinen bon und überreichte diesen drei schritte weiter dem barkeeper. der ist wohl ein bisschen legastheniker, deshalb machte er zwei drinks und weil die lady an der kassa so schnippisch zu mir war, machte ich ihn nicht auf seinen fehler aufmerksam. nein, eigentlich rief ich ihm schon "ähm, entschuldige...!" zu, als mein böser freund fred neben mir sagte: "sei rrrruhig." wie auch immer. zwei cuba libre zum preis von einem halben ist niemals ein dealbreaker.
auf dem heimweg verabschiedete ich mich von meiner chefpraktikantin, sagte fröhlich strahlend "bis morgen!" und ging. nach ein paar schritten drehte ich mich nochmal um und rief "schönen abend!!" in ihrer richtung. worauf sich ein mann zu mir umdreht, der sozusagen zwischen uns stand, mich hocherfreut anlächelt und "danke. auch einen schönen abend!!" ruft.
warum nur, fühlen sich immer die männer angesprochen, die ich gar nicht gesehen hatte und niemals die, für die ich gern madonna ("you are the best thing i}ve seen") oder moses pelham ("ich will dein badewasser saufen") zitieren würde ??
von ihr lernt man die weltbesten kindergedichte und auch den badewannen song.
niemand - absolut niemand - rollt das r so wie sie. wenn sie etwas erzählt, wiederhole ich immer alle wort, in denen ein rrrrrrrrrollendes rrrrr vorkommt und wenn ich in ihrer nähe bin, fange ich selbst an, das r zu rrrrollen wie verrrrrrückt.
im juli gehört sie uns, danach zieht sie zu ihrem freund nach london. ich verrrmisse sie jetzt schon.
nach der arbeit waren wir noch beim film festival am rathausplatz auf einen after-work-drink. das fing schon mal gut an, den aufgrund eine glücklichen fügung des schicksals, zahle ich dort für einen sechs euro drink nur drei. ich bestellte also und zahlte, nahm meinen bon und überreichte diesen drei schritte weiter dem barkeeper. der ist wohl ein bisschen legastheniker, deshalb machte er zwei drinks und weil die lady an der kassa so schnippisch zu mir war, machte ich ihn nicht auf seinen fehler aufmerksam. nein, eigentlich rief ich ihm schon "ähm, entschuldige...!" zu, als mein böser freund fred neben mir sagte: "sei rrrruhig." wie auch immer. zwei cuba libre zum preis von einem halben ist niemals ein dealbreaker.
auf dem heimweg verabschiedete ich mich von meiner chefpraktikantin, sagte fröhlich strahlend "bis morgen!" und ging. nach ein paar schritten drehte ich mich nochmal um und rief "schönen abend!!" in ihrer richtung. worauf sich ein mann zu mir umdreht, der sozusagen zwischen uns stand, mich hocherfreut anlächelt und "danke. auch einen schönen abend!!" ruft.
warum nur, fühlen sich immer die männer angesprochen, die ich gar nicht gesehen hatte und niemals die, für die ich gern madonna ("you are the best thing i}ve seen") oder moses pelham ("ich will dein badewasser saufen") zitieren würde ??
30. Juni 2003, Rubrik: mein hoch und mein tief
(1. anfang)
heute wurde es mir das erste mal bewusst. so richtig. handfest. ein kleines gefühl beschleicht mich schon länger. doch heute war es ganz plötzlich da - keine vermutung mehr, keine idee, keine ahnung oder befürchtung, sonder einfach nur die wahrheit. dinge ändern sich. und ändern bedeutet nicht zwangsläufig verbessern, sonst gäbe es ja bloss ein wort dafür.
(2. anfang)
vor einigen jahren arbeitete ich in einem hotel und sowohl mir als auch dem management war nach einem jahr klar: wir sind nicht die besten freunde. als siedelte ich nach us vorbild meine habseligkeiten aus der schreibtischlade in einen schuhkarton um und zog von danen.
ich überlegt eine weile, was ich weiter machen wollte und dann besuchte ich meinen ex-chef den direktor und sagte: "sie haben mir doch vor einem halben jahr einen job in dieser neuen firma angeboten. jetzt will ich ihn." und er sagte: "soviel ich weiss, brauchen die im moment niemanden. aber ich frag mal." und dann nahm er sein telefon und rief den geschäftsführer an. der bestätigte ihm seine vermutung, nämlich dass sie keine mitarbeiter suchen, aber der anruf sagte auch ein bisschen "macht euch gedanken, wie ihr sie doch noch einsetzen könnt." und kurz später riefen die mich an und sagten: "bei uns geht eine drei wochen auf urlaub und wir brauchen eine aushilfe."
nach diesen drei wochen kam der geschäftsführer zu mir und fragte, ob ich nicht lust hätte, noch ein monat anzuhänge, sie hätte im moment sehr viel zu tun. klar wollte ich und anschliessend hingen wir nochmal vier wochen an. in der zeit rief mich eine alte kollegin an und bot mir in dem hotel, in dem sie arbeitete, einen job an. lieber wäre ich bei den anderen geblieben. aber dieses von-monat-zu-monat hangeln hatte einfach keinen lack und deshalb nahm ich den anderen job an. als ich dem geschäftsführer sagte, dass ich für weitere aushilfsmonate nicht zur verfügung stehe, stütze er seine hände auf den tisch, liess den kopf hängen, sah mich dann mit gesenktem kopf an und sagte: "ach miss, warum tust du mir das an?" das machte er ganz absichtlich, weil er weiss, dass er sehr angenehm fürs auge ist und man einen flehentlich schauenden, gut aussehenden mann fast nichts abschlagen kann. ich aber blieb hart - fixe jobs haben für alleinerziehenden mamis einfach mehr sexappeal.
während ich dann in dem hotel arbeitete blieb der kontakt aber bestehen - wir telefonierten und mailten und wenn die herrschaften als firma irgendwo eingeladen war, nahmen sie mich immer mit.
nach einem halben jahr hatte ich das hotelleben wieder satt. die leute gingen mir auf die nerven, der job ging mir auf die nerven. früher hielt ich es nie lange in firmen aus - zwölf monate waren mein maximum, danach wurden mit die tätigkeit und die leute einfach langweilig. ich wusste zwar nie, was ich weiter machen wollte, dafür wusste ich aber umso besser, was ich nicht mehr machen will. in dem hotel war es anders. ich wusste, was ich nicht mehr machen will und ich wusste, wohin ich will. nach hause, ich wollte nach hause.
also schrieb ich dem geschäftsführer ein mail und fragte, ob er mal zeit für mich hat. ich sagte nicht, worum es ging, dürfte aber schriftlich etwas nervös geklungen haben, denn er antwortete: "hör auf zu schwitzen und komm einfach vorbei."
das machte ich dann auch. ich fuhr hin, plauderte ein wenig mit den ex-kollegen, setzte mich dann beim boss in den grossen schwarzen ledersessel und überlegte, wie ich ihm beibringen sollte, dass sich die geschichte wiederholte: sie waren im moment nicht auf der suche nach weiteren mitarbeitern, aber ich wollte wieder zurück. da sass ich also und formulierte geistig vor mich hin. und er nahm gegenüber von mir platz, lehnte sich zurück, lächelte mich an und fragte: "wann kommst du nach hause?" und ich sagte: "so schnell wie möglich."
damals waren wir sechs leute. dann kam ein grosser aufgabenbereich dazu und wir wurden zwei leute mehr. was wir machten, machten wir mit ganzem herzen. es war mehr als ein job. es war eine lebenseinstellung. wir waren kollegen, wir waren freunde. wir feierten miteinander und wir gaben uns in unserem job mühe. von anderen firmen hörten wir oft: "es geht nicht überall so familiär und relaxt zu wie bei euch." scherzhalber nannten wir uns "die waltons" und speicherten unsere namen mit anne- und bobendungen ins telefon.
inzwischen haben sich die dinge ein wenig verändert. es gibt immer noch ein paar waltons, darunter auch neue mitarbeiter. es hat also nichts mit der stammbesetzung zu tun. manche waren nicht von anfang an dabei und sind dennoch marketeers of the heart. aber der glitzerlack ist ab. es gibt kollegen und es gibt kollegenfreundebezugspersonen. ich weiss, dass das normal ist. ich weiss auch, dass ich nach wie vor in der coolsten firma der welt arbeite. dennoch.
(1. ende)
traurig macht es mich trotzdem.
(2. ende)
heute wurde es mir das erste mal bewusst. so richtig. handfest. so ein kleines gefühl beschleicht mich schon länger. doch heute war es ganz plötzlich da - keine vermutung mehr, keine idee, keine ahnung oder befürchtung, sonder einfach nur die wahrheit. dinge ändern sich. und ändern bedeutet nicht zwangsläufig verbessern, sonst gäbe es ja bloss ein wort dafür.
heute wurde es mir das erste mal bewusst. so richtig. handfest. ein kleines gefühl beschleicht mich schon länger. doch heute war es ganz plötzlich da - keine vermutung mehr, keine idee, keine ahnung oder befürchtung, sonder einfach nur die wahrheit. dinge ändern sich. und ändern bedeutet nicht zwangsläufig verbessern, sonst gäbe es ja bloss ein wort dafür.
(2. anfang)
vor einigen jahren arbeitete ich in einem hotel und sowohl mir als auch dem management war nach einem jahr klar: wir sind nicht die besten freunde. als siedelte ich nach us vorbild meine habseligkeiten aus der schreibtischlade in einen schuhkarton um und zog von danen.
ich überlegt eine weile, was ich weiter machen wollte und dann besuchte ich meinen ex-chef den direktor und sagte: "sie haben mir doch vor einem halben jahr einen job in dieser neuen firma angeboten. jetzt will ich ihn." und er sagte: "soviel ich weiss, brauchen die im moment niemanden. aber ich frag mal." und dann nahm er sein telefon und rief den geschäftsführer an. der bestätigte ihm seine vermutung, nämlich dass sie keine mitarbeiter suchen, aber der anruf sagte auch ein bisschen "macht euch gedanken, wie ihr sie doch noch einsetzen könnt." und kurz später riefen die mich an und sagten: "bei uns geht eine drei wochen auf urlaub und wir brauchen eine aushilfe."
nach diesen drei wochen kam der geschäftsführer zu mir und fragte, ob ich nicht lust hätte, noch ein monat anzuhänge, sie hätte im moment sehr viel zu tun. klar wollte ich und anschliessend hingen wir nochmal vier wochen an. in der zeit rief mich eine alte kollegin an und bot mir in dem hotel, in dem sie arbeitete, einen job an. lieber wäre ich bei den anderen geblieben. aber dieses von-monat-zu-monat hangeln hatte einfach keinen lack und deshalb nahm ich den anderen job an. als ich dem geschäftsführer sagte, dass ich für weitere aushilfsmonate nicht zur verfügung stehe, stütze er seine hände auf den tisch, liess den kopf hängen, sah mich dann mit gesenktem kopf an und sagte: "ach miss, warum tust du mir das an?" das machte er ganz absichtlich, weil er weiss, dass er sehr angenehm fürs auge ist und man einen flehentlich schauenden, gut aussehenden mann fast nichts abschlagen kann. ich aber blieb hart - fixe jobs haben für alleinerziehenden mamis einfach mehr sexappeal.
während ich dann in dem hotel arbeitete blieb der kontakt aber bestehen - wir telefonierten und mailten und wenn die herrschaften als firma irgendwo eingeladen war, nahmen sie mich immer mit.
nach einem halben jahr hatte ich das hotelleben wieder satt. die leute gingen mir auf die nerven, der job ging mir auf die nerven. früher hielt ich es nie lange in firmen aus - zwölf monate waren mein maximum, danach wurden mit die tätigkeit und die leute einfach langweilig. ich wusste zwar nie, was ich weiter machen wollte, dafür wusste ich aber umso besser, was ich nicht mehr machen will. in dem hotel war es anders. ich wusste, was ich nicht mehr machen will und ich wusste, wohin ich will. nach hause, ich wollte nach hause.
also schrieb ich dem geschäftsführer ein mail und fragte, ob er mal zeit für mich hat. ich sagte nicht, worum es ging, dürfte aber schriftlich etwas nervös geklungen haben, denn er antwortete: "hör auf zu schwitzen und komm einfach vorbei."
das machte ich dann auch. ich fuhr hin, plauderte ein wenig mit den ex-kollegen, setzte mich dann beim boss in den grossen schwarzen ledersessel und überlegte, wie ich ihm beibringen sollte, dass sich die geschichte wiederholte: sie waren im moment nicht auf der suche nach weiteren mitarbeitern, aber ich wollte wieder zurück. da sass ich also und formulierte geistig vor mich hin. und er nahm gegenüber von mir platz, lehnte sich zurück, lächelte mich an und fragte: "wann kommst du nach hause?" und ich sagte: "so schnell wie möglich."
damals waren wir sechs leute. dann kam ein grosser aufgabenbereich dazu und wir wurden zwei leute mehr. was wir machten, machten wir mit ganzem herzen. es war mehr als ein job. es war eine lebenseinstellung. wir waren kollegen, wir waren freunde. wir feierten miteinander und wir gaben uns in unserem job mühe. von anderen firmen hörten wir oft: "es geht nicht überall so familiär und relaxt zu wie bei euch." scherzhalber nannten wir uns "die waltons" und speicherten unsere namen mit anne- und bobendungen ins telefon.
inzwischen haben sich die dinge ein wenig verändert. es gibt immer noch ein paar waltons, darunter auch neue mitarbeiter. es hat also nichts mit der stammbesetzung zu tun. manche waren nicht von anfang an dabei und sind dennoch marketeers of the heart. aber der glitzerlack ist ab. es gibt kollegen und es gibt kollegenfreundebezugspersonen. ich weiss, dass das normal ist. ich weiss auch, dass ich nach wie vor in der coolsten firma der welt arbeite. dennoch.
(1. ende)
traurig macht es mich trotzdem.
(2. ende)
heute wurde es mir das erste mal bewusst. so richtig. handfest. so ein kleines gefühl beschleicht mich schon länger. doch heute war es ganz plötzlich da - keine vermutung mehr, keine idee, keine ahnung oder befürchtung, sonder einfach nur die wahrheit. dinge ändern sich. und ändern bedeutet nicht zwangsläufig verbessern, sonst gäbe es ja bloss ein wort dafür.
30. Juni 2003, Rubrik: mein hoch und mein tief
hoppla, da hab ich wohl was missverstanden. ich schicke hier fröhlich unseren praktikanten stev-o um essen von mc d. zu holen und bin überhaupt sehr lippig, so unter dem motto "praktikanten sind sklaven und ausserdem sowieso wieder weg, bevor sie überzuckern, wie sie zurückschiessen können", da erzählt mir doch gestern jemand, dass der gute stev-o gar kein praktikant ist. den behalten wir. der wohnt jetzt hier. der gehört jetzt zu uns. vielleicht sollte ich bei der vorstellung neuer mitarbeiter genauer hinhören ? diese frage sollte ich gehörig überdenken und kommt deshalb auf die to-do-list.
30. Juni 2003, Rubrik: just
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warum arbeitet man manchmal den ganzen tag über mit jemanden zusammen und redet aber kaum wirklich miteinander, weil man einfach gar nicht an die möglichkeit denkt, ist sich am ende des tages ziemlich sicher, dass man sich auch nicht viel zu sagen hat, setzt sich an einen tisch und denkt sich "was für ein kleiner arrogantling" und kommt in der folgenden stunde drauf, dass der mensch eigentlich nicht nur sehr sympathisch ist, sondern auch noch sehr vieles verdammt ähnlich sieht. keine grossen dinge, bloss kleinigkeiten. sowas beeindruckt mich am meisten. wenn man auf menschen trifft und sich details teilt, wie zb eine abneigung gegen nougat- und früchteeis, ausgenommen melone und banane.
ich bin gestern erst nach zwei ins bett gekommen und war heute bereits ab viertel sieben uhr morgens unterwegs. um es mir nicht ganz leicht zu machen, habe ich gestern abend dann noch unbedingt einen erbeer-bowle-pool am rathausplatz trinken müssen. die eröffnung des film festivals war sehr sehr nett. viele bekannte gesichter gesehen, viel geplaudert und um mitternacht den geburtstag eines kollegen gefeiert. ich kann es gar nicht oft genug wiederholen: das film festival ist für mich der inbegriff des sommers in wien. und gestern abend über den wiedermal restlos gefüllten platz zu schlendern, war grandios. da sind sie wieder -endlich! die beleuchteten gastrostände, die tische, die blumen, die do&co abräum jungs, kein einziger freier stuhl, die relaxte stimmung - fein. feinfein. feinfeinfein. weiss schon, wo ich in den nächsten zwei monaten meine mittagspause verbringen werde.
dennoch fiel mir das aufstehen heute morgen alles andere als leicht und soviel ist schon mal sicher: ich brauche einen weckrufbeantworter.
ausgezahlt hat sich das aufstehen dennoch. habe heute viele kinder lachen gesehen und gehört und wiedermal massenhaft komplimente für littleguy einheimsen dürfen. der kleine kerl schleppt heurigenbänke alleine durch die gegend und tritt dabei meinen kollegen gegenüber lippig auf. respekt.
ich bin gestern erst nach zwei ins bett gekommen und war heute bereits ab viertel sieben uhr morgens unterwegs. um es mir nicht ganz leicht zu machen, habe ich gestern abend dann noch unbedingt einen erbeer-bowle-pool am rathausplatz trinken müssen. die eröffnung des film festivals war sehr sehr nett. viele bekannte gesichter gesehen, viel geplaudert und um mitternacht den geburtstag eines kollegen gefeiert. ich kann es gar nicht oft genug wiederholen: das film festival ist für mich der inbegriff des sommers in wien. und gestern abend über den wiedermal restlos gefüllten platz zu schlendern, war grandios. da sind sie wieder -endlich! die beleuchteten gastrostände, die tische, die blumen, die do&co abräum jungs, kein einziger freier stuhl, die relaxte stimmung - fein. feinfein. feinfeinfein. weiss schon, wo ich in den nächsten zwei monaten meine mittagspause verbringen werde.
dennoch fiel mir das aufstehen heute morgen alles andere als leicht und soviel ist schon mal sicher: ich brauche einen weckrufbeantworter.
ausgezahlt hat sich das aufstehen dennoch. habe heute viele kinder lachen gesehen und gehört und wiedermal massenhaft komplimente für littleguy einheimsen dürfen. der kleine kerl schleppt heurigenbänke alleine durch die gegend und tritt dabei meinen kollegen gegenüber lippig auf. respekt.
29. Juni 2003
gestern hatte ich frei und hatte einen tag, so wie ich es mag. am vormittag war ich mit littleguy in der schule und das war ein wenig traurig, weil alle ab september in eine neue schule gehen. abschied nehmen ist so eine sache und kids haben ganz einfach nicht ausreichend übung darin. mein problem war wiedermal, dass ich sofort weinen muss, wenn andere weinen. vollends in die knie gezwungen hat mich paulchen, der kleine bruder einer klassenkollegin von littleguy. die viertklassler standen alle in der mitte der klasse und verabschiedeten sich sozusagen von der schule, paulchen sass da, sah sie mit ganz furchtbar traurigen augen an, hatte den ellenbogen der rechten hand auf die tischplatte gestützt und winkte ganz langsam und durchgehend. er winkte niemandem bestimmten, er nahm von der situation abschied. das sah so traurig aus, dass es mir die tränen in die augen trieb.
danach sassen wir alle bis mittag in einem cafe zusammen und plauderten. die coolste mama behalten wir aber, denn ihre tochter wird mit littleguy in die neue schule gehen. insgeheim hoffe ich ja, dass sich die beiden in acht jahren hals über kopf ineinander verlieben, denn sie ist so eine süsse. die idee ist natürlich total krank, ich erwische mich dennoch ständig dabei.
littleguy wollte dann noch mit einem freund von ihm nach hause gehen und meinte, er ruft mich an, wenn er sich auf den heimweg macht. gut, somit war der nachmittag ganz mein. ich hatte bloss den auftrag, comicbücher tauschen zu gehen. ich sollte "conan" kaufen und hatte "dragonball" angeschleppt. schlimmer fehler und ich fühlte mich sehr out und weit weg vom puls der zeit.
so schlenderte ich also durch die innenstadt und kam beim rathausplatz vorbei. dort liegt der aufbau des film festivals sozusagen in den presswehen und ich verbrachte gestern zwei sehr sehr relaxte stunden dort. dazu muss ich vielleicht sagen, dass ich den aufbau von veranstaltungen ganz besonders liebe. ich glaube, dass man das herz und den geist einer veranstaltung erst dann richtig mitbekommt, wenn man den aufbau gesehen hat. ausserdem war das film festival immer der inbegriff des "sommers in wien" für mich. ich mag es, nach der arbeit beim rathausplatz vorbei zu gehen, mir einen drink und einen teller leckeres zu organisieren, mich in den park zu setzten und erstmal keinen auftrag zu haben. nein, ich mag es nicht - ich liebe es.
und gestern lief ich über den platz und in mir sprudelte die vorfreude. die vorfreude auf den sommer, die vorfreude auf die eröffnung heute abend, die vorfreude auf alles was noch kommt. eigentlich wollte ich nach zwanzig minuten wieder gehen. aber weiter als bestenfalls zwei bis drei gastrohütten kam ich nie, weil ich dann dort schon wieder ein bekanntes gesicht sah und erstmal plaudern musste.
genau so müssen freie tage sein. man hat nur eine sache auf der to-do-list und auf dem weg dorthin und nach hause, lässt man sich treiben und verbringt den ganzen tag damit, einfach einzubiegen, wo es einem gerade spass macht und an nichts zu denken.
am späten nachmittag schaute ich zu hause ein paar sitcoms und schlief dabei grinsend auf dem sofa ein.
später marschierte ich zur pizzarei, wie littleguy sie immer nannte, als er noch klein war und erjagte dort abendessen.
dass ich maximal relaxt bin, erkenne ich immer daran, dass ich abends beim fernsehen sitzte und während der werbepause einfach nicht mehr draufkomme, welchen film ich eigentlich gerade schaue. zappen kommt in der situation ganz blöd, weil ich dann ohnehin nie mehr weiss, woher ich sendermässig gerade kam. das gehirn agiert dann, wie der körper schon den ganzen tag. biegt einfach irgendwo ab, ganz egal wohin der weg führt und auch nicht darauf achtend, wohin man eigentlich wollte.
der gestrige tag tat mir ungemein gut. in der letzten woche hatte ich viel über mich selbst nachgedacht und irgendwann beschlossen, dass es keinen sinn macht. manchmal verändert sich das leben oder manchmal verändert man sich auch selbst oder aber auch, man begreift etwas über sich selbst und das verändert viel - ganz egal welche variante nun zutrifft, ist es dann ganz gut, einfach mal den stillstand zu proben. der staub, den man aufgewirbelt hat, legt sich und man kann langsam erkenne, wo man eigentlich ist.
gestern hatte sich der staub soweit gelegt, dass ich endlich erkennen konnte, wo ich bin und was ich sah, hat mir gut gefallen.
kurz vor dem einschlafen dachte ich mir noch, dass ich höchst zufrieden damit bin, ich zu sein und nicht jemand anderer.
danach sassen wir alle bis mittag in einem cafe zusammen und plauderten. die coolste mama behalten wir aber, denn ihre tochter wird mit littleguy in die neue schule gehen. insgeheim hoffe ich ja, dass sich die beiden in acht jahren hals über kopf ineinander verlieben, denn sie ist so eine süsse. die idee ist natürlich total krank, ich erwische mich dennoch ständig dabei.
littleguy wollte dann noch mit einem freund von ihm nach hause gehen und meinte, er ruft mich an, wenn er sich auf den heimweg macht. gut, somit war der nachmittag ganz mein. ich hatte bloss den auftrag, comicbücher tauschen zu gehen. ich sollte "conan" kaufen und hatte "dragonball" angeschleppt. schlimmer fehler und ich fühlte mich sehr out und weit weg vom puls der zeit.
so schlenderte ich also durch die innenstadt und kam beim rathausplatz vorbei. dort liegt der aufbau des film festivals sozusagen in den presswehen und ich verbrachte gestern zwei sehr sehr relaxte stunden dort. dazu muss ich vielleicht sagen, dass ich den aufbau von veranstaltungen ganz besonders liebe. ich glaube, dass man das herz und den geist einer veranstaltung erst dann richtig mitbekommt, wenn man den aufbau gesehen hat. ausserdem war das film festival immer der inbegriff des "sommers in wien" für mich. ich mag es, nach der arbeit beim rathausplatz vorbei zu gehen, mir einen drink und einen teller leckeres zu organisieren, mich in den park zu setzten und erstmal keinen auftrag zu haben. nein, ich mag es nicht - ich liebe es.
und gestern lief ich über den platz und in mir sprudelte die vorfreude. die vorfreude auf den sommer, die vorfreude auf die eröffnung heute abend, die vorfreude auf alles was noch kommt. eigentlich wollte ich nach zwanzig minuten wieder gehen. aber weiter als bestenfalls zwei bis drei gastrohütten kam ich nie, weil ich dann dort schon wieder ein bekanntes gesicht sah und erstmal plaudern musste.
genau so müssen freie tage sein. man hat nur eine sache auf der to-do-list und auf dem weg dorthin und nach hause, lässt man sich treiben und verbringt den ganzen tag damit, einfach einzubiegen, wo es einem gerade spass macht und an nichts zu denken.
am späten nachmittag schaute ich zu hause ein paar sitcoms und schlief dabei grinsend auf dem sofa ein.
später marschierte ich zur pizzarei, wie littleguy sie immer nannte, als er noch klein war und erjagte dort abendessen.
dass ich maximal relaxt bin, erkenne ich immer daran, dass ich abends beim fernsehen sitzte und während der werbepause einfach nicht mehr draufkomme, welchen film ich eigentlich gerade schaue. zappen kommt in der situation ganz blöd, weil ich dann ohnehin nie mehr weiss, woher ich sendermässig gerade kam. das gehirn agiert dann, wie der körper schon den ganzen tag. biegt einfach irgendwo ab, ganz egal wohin der weg führt und auch nicht darauf achtend, wohin man eigentlich wollte.
der gestrige tag tat mir ungemein gut. in der letzten woche hatte ich viel über mich selbst nachgedacht und irgendwann beschlossen, dass es keinen sinn macht. manchmal verändert sich das leben oder manchmal verändert man sich auch selbst oder aber auch, man begreift etwas über sich selbst und das verändert viel - ganz egal welche variante nun zutrifft, ist es dann ganz gut, einfach mal den stillstand zu proben. der staub, den man aufgewirbelt hat, legt sich und man kann langsam erkenne, wo man eigentlich ist.
gestern hatte sich der staub soweit gelegt, dass ich endlich erkennen konnte, wo ich bin und was ich sah, hat mir gut gefallen.
kurz vor dem einschlafen dachte ich mir noch, dass ich höchst zufrieden damit bin, ich zu sein und nicht jemand anderer.
28. Juni 2003, Rubrik: mein hoch und mein tief
letzte woche rief ich meine mutter an um zu erfragen, wie sie am 4. und 5. juli dienst hat. ich habe an beiden abenden was vor und suchte einen littleguysitter. sie meinte, sie hätte frei, wäre aber im burgenland - ist aber kein problem, denn es sind ja ferien und sie freut sich, wenn littleguy einfach mitkommt. klasse, gebongt.
heute mittag rief sich mich an und erzählte mir, dass littleguy ihr vorgestern eine nachricht geschickt hat, diese lautete ungefähr so: "vielen dank für die einladung. bitte nicht böse sein, aber ins burgenland will ich nicht, bleibe lieber hier. lass h. bitte lieb von mir grüssen."
ich muss zugeben, dass ich vergessen hatte ihm von meiner planung zu erzählen. normalerweise rede ich vorab mit ihm, klären gemeinsam, bei wem er bleiben will und dann versuche ich das klar zu machen. langsam fangen wir hier an, uns gegenseitig zu umgehen. der informaionsfluss funktioniert hier gerade gar nicht.
dennoch: starke aktion, littleguy.
fast noch besser gefiel mir aber, dass meine mutter ihn seit einem halben jahr fragt, ob er in den sommerferien mit ihr in urlaub fahren will und er meinte immer, er würde lieber in wien bleiben.
gestern abend rief er sich an und meinte, er hätte jetzt frei und doch böcke auf urlaub. sie solle doch mal im reisebüro vorbei schauen. das ganze wieder ohne mein wissen.
einerseits cool, dass er weiss was er will alles mit den leuten ausmacht, die es betrifft. aber mich aus der geschichte komplett raus zu halten, ist nicht sehr schick von ihm.
heute mittag rief sich mich an und erzählte mir, dass littleguy ihr vorgestern eine nachricht geschickt hat, diese lautete ungefähr so: "vielen dank für die einladung. bitte nicht böse sein, aber ins burgenland will ich nicht, bleibe lieber hier. lass h. bitte lieb von mir grüssen."
ich muss zugeben, dass ich vergessen hatte ihm von meiner planung zu erzählen. normalerweise rede ich vorab mit ihm, klären gemeinsam, bei wem er bleiben will und dann versuche ich das klar zu machen. langsam fangen wir hier an, uns gegenseitig zu umgehen. der informaionsfluss funktioniert hier gerade gar nicht.
dennoch: starke aktion, littleguy.
fast noch besser gefiel mir aber, dass meine mutter ihn seit einem halben jahr fragt, ob er in den sommerferien mit ihr in urlaub fahren will und er meinte immer, er würde lieber in wien bleiben.
gestern abend rief er sich an und meinte, er hätte jetzt frei und doch böcke auf urlaub. sie solle doch mal im reisebüro vorbei schauen. das ganze wieder ohne mein wissen.
einerseits cool, dass er weiss was er will alles mit den leuten ausmacht, die es betrifft. aber mich aus der geschichte komplett raus zu halten, ist nicht sehr schick von ihm.
27. Juni 2003, Rubrik: likes
ich schaffe es doch immer wieder. sitze am vormittag mit eltern und kindern in einem cafe zusammen und mir gehen die zigaretten aus. also entschuldige ich mich für eine moment und laufe die strasse ein wenig runter zur nächsten trafik. gleich daneben eines dieser grenzgenialen geschäfte mit diesem himmelschreienden kitsch. bevor man solche läden betritt, verwuschelt man sich nochmal die haare und sagt sich selbst "im just a girl".
heute musste ich aber nur daran vorbeilaufen, als ich sie in der auslage sah. bisher habe ich mich standhaft gegen den erwerb von flip-flops gewehrt. habe zwar hin und wieder mal ganz nette gesehen - aber ganz nett ist noch nicht überzeugend genug. aber die, die da in der auslage lagen, liessen mich sofort meine zigaretten vergessen. flip-flops sind meiner meinung nach ziemlicher girlie-stuff und wenn schon, dann bitte richtig. soll heissen: wenn schon flip-flops, dann muss es schon der grösste girlie-kitsch-ever sein.
bei der kassa habe ich dann auch noch plastikeiswürfel gefunden, die bunt leuchten, wenn man sie in flüssigkeit taucht. hab ich auch gekauft. man weiss schliesslich nie, wann man sowas braucht.
heute musste ich aber nur daran vorbeilaufen, als ich sie in der auslage sah. bisher habe ich mich standhaft gegen den erwerb von flip-flops gewehrt. habe zwar hin und wieder mal ganz nette gesehen - aber ganz nett ist noch nicht überzeugend genug. aber die, die da in der auslage lagen, liessen mich sofort meine zigaretten vergessen. flip-flops sind meiner meinung nach ziemlicher girlie-stuff und wenn schon, dann bitte richtig. soll heissen: wenn schon flip-flops, dann muss es schon der grösste girlie-kitsch-ever sein.
bei der kassa habe ich dann auch noch plastikeiswürfel gefunden, die bunt leuchten, wenn man sie in flüssigkeit taucht. hab ich auch gekauft. man weiss schliesslich nie, wann man sowas braucht.
27. Juni 2003, Rubrik: mein hoch und mein tief
heute abend war ich beim fest der farben. die firma canon hat viele viele leute ins palmenhaus eingeladen, mich allerdings nicht. ich hatte ein einladung von einem lieben freund von mir. er war die letzten drei monate für canon im einsatz und machte bodypaintings.
ich hatte eine freundin und kollegin mit und der abend war ganz nett. das palmenhaus ist eine wirklich coole location, die organisation hätte sich durchaus besser abwickeln lassen. es gab absolut zu wenig stehtische, von barhockern ganz zu schweigen. dafür war das buffet grosse klasse, das servierpersonal wirkte etwas unbeholfen, dafür aber sehr bemüht. obwohl das ganze über gästeliste funktionierte, wurde der einlass nicht wirklich kontrolliert.
gegen dreiviertel zehn began dann doch endlich der showpart und wurde von eine rede eines canon marketingmitarbeiters eingeleitet. in seiner nervosität war er fast süss. aber nur fast.
er erzählte etwas von einer königin der farben, ihr name war coloria, von helfern und color agents und bedankte sich recht herzlich bei einem mann, dessen namen ich vergessen habe, für die schöne geschichte, die dieser sich ausgedacht hat. diese wurde dann von sechs viel zu übertrieben darstellenden schauspielern auf der bühne gespielt und wir schwankten permanen zwischen "soll ich wirklich aus langeweile schon wieder eine rauchen?" und kopfschüttelndem lachen. die geschichte war so grottenschlecht, einfallslos und nicht nachzuvollziehen, dass ich sie hier gar nicht wiedergeben möchte.
aber dann kam mike shane mit seiner show und die war genial. er hatte diese königin der farben dabei, die sehr bunt gebodypainted war und dann noch ein gelb bemaltes mädel und einen blau angemalten kerl. die beiden wurden auf der bühne von ihm mit farben übergossen, überbeschüttet, beschüttet. klingt schriftlich nicht sehr spektakulär, war aber wirklich gut. beim zusehen wurde einem dann klar, was die geschichte vorher nicht rübergebracht hat. ganz ohne darüber nachzudenken, hatte man nur noch das gefühl: farben sind geil. farben sind schön. farben sind das allergrösste. ich will auch farben haben.
dazu muss an dieser stelle gesagt werden, dass dieser ursprünglich blau bemalte kerl einen körper hatte, der absolut nicht normal war.
ich hatte mike vorab beim painten der models besucht und schaffte es kaum, meine augen von diesem körper loszueisen. mit der blauen farbe darauf, wirkte er dann noch sehr plastisch - dieser mann sah aus wie ein sehr aufregender x-men.
dann steht man da, schaut beim painten zu, wird gefragt: "siehst du noch eine stelle, die nochmal übermalt gehört?" und muss leider nochmal ganz furchtbar genau hinsehen.
auf dem nach hause weg las ich in der u-bahn dann die kurzgeschichte "der bäckereiüberfall" von haruki murakami und habe mich spontan verliebt. ich empfinde grossen respekt für leute, die eine geschichte über fünf seiten schreiben können und fast jeder einzelne satz ist absolut gelungen und ein treffer.
zudem ging meine arbeitswoche heute schon zu ende, denn morgen habe ich einen day-off. am sonntag bin ich zwar nochmal im einsatz, doch das dürfte ganz witzig werden.
ich hatte eine freundin und kollegin mit und der abend war ganz nett. das palmenhaus ist eine wirklich coole location, die organisation hätte sich durchaus besser abwickeln lassen. es gab absolut zu wenig stehtische, von barhockern ganz zu schweigen. dafür war das buffet grosse klasse, das servierpersonal wirkte etwas unbeholfen, dafür aber sehr bemüht. obwohl das ganze über gästeliste funktionierte, wurde der einlass nicht wirklich kontrolliert.
gegen dreiviertel zehn began dann doch endlich der showpart und wurde von eine rede eines canon marketingmitarbeiters eingeleitet. in seiner nervosität war er fast süss. aber nur fast.
er erzählte etwas von einer königin der farben, ihr name war coloria, von helfern und color agents und bedankte sich recht herzlich bei einem mann, dessen namen ich vergessen habe, für die schöne geschichte, die dieser sich ausgedacht hat. diese wurde dann von sechs viel zu übertrieben darstellenden schauspielern auf der bühne gespielt und wir schwankten permanen zwischen "soll ich wirklich aus langeweile schon wieder eine rauchen?" und kopfschüttelndem lachen. die geschichte war so grottenschlecht, einfallslos und nicht nachzuvollziehen, dass ich sie hier gar nicht wiedergeben möchte.
aber dann kam mike shane mit seiner show und die war genial. er hatte diese königin der farben dabei, die sehr bunt gebodypainted war und dann noch ein gelb bemaltes mädel und einen blau angemalten kerl. die beiden wurden auf der bühne von ihm mit farben übergossen, überbeschüttet, beschüttet. klingt schriftlich nicht sehr spektakulär, war aber wirklich gut. beim zusehen wurde einem dann klar, was die geschichte vorher nicht rübergebracht hat. ganz ohne darüber nachzudenken, hatte man nur noch das gefühl: farben sind geil. farben sind schön. farben sind das allergrösste. ich will auch farben haben.
dazu muss an dieser stelle gesagt werden, dass dieser ursprünglich blau bemalte kerl einen körper hatte, der absolut nicht normal war.
ich hatte mike vorab beim painten der models besucht und schaffte es kaum, meine augen von diesem körper loszueisen. mit der blauen farbe darauf, wirkte er dann noch sehr plastisch - dieser mann sah aus wie ein sehr aufregender x-men.
dann steht man da, schaut beim painten zu, wird gefragt: "siehst du noch eine stelle, die nochmal übermalt gehört?" und muss leider nochmal ganz furchtbar genau hinsehen.
auf dem nach hause weg las ich in der u-bahn dann die kurzgeschichte "der bäckereiüberfall" von haruki murakami und habe mich spontan verliebt. ich empfinde grossen respekt für leute, die eine geschichte über fünf seiten schreiben können und fast jeder einzelne satz ist absolut gelungen und ein treffer.
zudem ging meine arbeitswoche heute schon zu ende, denn morgen habe ich einen day-off. am sonntag bin ich zwar nochmal im einsatz, doch das dürfte ganz witzig werden.
27. Juni 2003, Rubrik: mein hoch und mein tief
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wir hatten im büro mal drei nette kleine milchkännchen, die waren aber leider nicht unkaputtbar. eines hat die putzfrau zerschlagen, ein anderes hat u. auf dem gewissen, das dritte ist verschwunden.
und da ich heute sowieso unterwegs war, besorgte ich gleich neue kännchen.
das war nicht ganz leicht, denn erst musste ich das richtige design aussuchen und dann wurde mir immer gesagt, dass davon nicht drei stück lagernd wären. irgendwann fanden wir dann doch welche, die nett aussahen und wenigstens im doppelpack erwerbbar waren.
ich sage also: "dann nehm ich die" und die verkäuferin sagt mit diesem bitterschokolade lächeln: "soll ich ihnen ein drittes nachbestellen?" und ich sagte: "das ist nett, aber nicht nötig. wir werden erst die zwei zerstören und dann neue kaufen." seltsamerweise fragte sie mich an der stelle, ob wir die kännchen fotografieren würden. der zusammenhang verbarg sich meiner erkenntnis, aber ich nahm vorsichthalber mal die sonnenbrille ab.
die frau fragte weiter: "ich kann ganz problemlos noch welche nachbestellen" und ich versicherte ihr nocheinmal, ganz ruhig und höflich "nein danke, das geht schon so. zwei reichen erstmal." wir standen da, lächelten uns fast schon zu freundlich zu und sie fragte: "soll ich sie anrufen, wenn die lieferung da ist ?"
und ich setzte meine brille wieder auf, sagte: "ich bin dann schon mal an der kassa", drehte mich um und liess sie mit ihren blöden kännchen stehen.
und da ich heute sowieso unterwegs war, besorgte ich gleich neue kännchen.
das war nicht ganz leicht, denn erst musste ich das richtige design aussuchen und dann wurde mir immer gesagt, dass davon nicht drei stück lagernd wären. irgendwann fanden wir dann doch welche, die nett aussahen und wenigstens im doppelpack erwerbbar waren.
ich sage also: "dann nehm ich die" und die verkäuferin sagt mit diesem bitterschokolade lächeln: "soll ich ihnen ein drittes nachbestellen?" und ich sagte: "das ist nett, aber nicht nötig. wir werden erst die zwei zerstören und dann neue kaufen." seltsamerweise fragte sie mich an der stelle, ob wir die kännchen fotografieren würden. der zusammenhang verbarg sich meiner erkenntnis, aber ich nahm vorsichthalber mal die sonnenbrille ab.
die frau fragte weiter: "ich kann ganz problemlos noch welche nachbestellen" und ich versicherte ihr nocheinmal, ganz ruhig und höflich "nein danke, das geht schon so. zwei reichen erstmal." wir standen da, lächelten uns fast schon zu freundlich zu und sie fragte: "soll ich sie anrufen, wenn die lieferung da ist ?"
und ich setzte meine brille wieder auf, sagte: "ich bin dann schon mal an der kassa", drehte mich um und liess sie mit ihren blöden kännchen stehen.
26. Juni 2003, Rubrik: dislikes
ich kenne nichts, das so schön ist wie du" - wenn xavier das singt, man sich zurücklehnt, die augen schliesst und an gar nichts denkt - statt dessen nur zuhört - sieht man überraschende bilder vor sich. erstaunliche sache, das.
26. Juni 2003, Rubrik: just
mein erstes hoch heute morgen war, als ich ins büro kam und da eine sonnenblume auf meinem tisch stand. darauf klebte ein post-it auf dem stand "für dich, nur so. damit in deinem büro immer die sonne scheint". war von meiner kollegin und ich habe mich ehrlich darüber gefreut. vielleicht mehr über das zetterl, aber das tut eigentlich gar nichts zur sache.
mein zweites hoch war, als eine andere kollegin zu mittag kochte und ich durfte umrühren. als köchin bin ich echt eine niete, aber ich rühre gerne um. nur rühren. rühren ist fein. rühren hat mit warten zu tun. ich mag es gern, auf dinge zu warten, die absehbar sind und ich liebe countdowns. beim downloaden sitze ich gern da, starre auf den balken und die prozentangabe und warte einfach.
dann sassen wir zu fünft im grossen konferenzzimmer zusammen, plauderten, genossen unser essen und lachten viel. das war schick.
mein tief war aber ebenfalls bei diesem zusammensitzen. eine sehr junge kollegin war dabei, die sich als zuhörerin hervor tat, aber nichts zur unterhaltung bei trug. fast nichts.
wir anderen kamen auf zuckerlgeschäfte und unsere schulzeit zu sprechen und ich erzählte von einer klassenkameradin, die immer sehr sehr viel taschengeld bekam. wir redeten ihr immer die neuesten platten ein und borgten uns diese, kaum dass sich aus geschäft wieder draussen war, erstmal für ein paar wochen aus. und an der stelle fragt mich diese junge kollegin doch glatt: "damals gab es noch schallplatten?"
ich leide nicht grossartig ob meines alters. aber in der letzten zeit werden mir auffällig oft bemerkungen dieser art unter die nase gerieben und bitte schön, ich bin 27 jahre alt. ja, ich kannte twix noch als raider und ich habe auch noch burger gegessen, die in styropor verpackt waren - aber dieses "in deiner jugend" getue ist schon sehr dreist.
dafür hatte ich einen sehr netten abend mit meinem besten freund, an dem endlich auch mal besprochen wurde, was wir bisher immer ausgelassen hatten. ich musste für mich selbst aber feststellen: die liste der männer, denen ich gern mal was fucksen würde, ist erstaunlich geschrumpft. egal, sex wird ohnehin überbewertet.
mein zweites hoch war, als eine andere kollegin zu mittag kochte und ich durfte umrühren. als köchin bin ich echt eine niete, aber ich rühre gerne um. nur rühren. rühren ist fein. rühren hat mit warten zu tun. ich mag es gern, auf dinge zu warten, die absehbar sind und ich liebe countdowns. beim downloaden sitze ich gern da, starre auf den balken und die prozentangabe und warte einfach.
dann sassen wir zu fünft im grossen konferenzzimmer zusammen, plauderten, genossen unser essen und lachten viel. das war schick.
mein tief war aber ebenfalls bei diesem zusammensitzen. eine sehr junge kollegin war dabei, die sich als zuhörerin hervor tat, aber nichts zur unterhaltung bei trug. fast nichts.
wir anderen kamen auf zuckerlgeschäfte und unsere schulzeit zu sprechen und ich erzählte von einer klassenkameradin, die immer sehr sehr viel taschengeld bekam. wir redeten ihr immer die neuesten platten ein und borgten uns diese, kaum dass sich aus geschäft wieder draussen war, erstmal für ein paar wochen aus. und an der stelle fragt mich diese junge kollegin doch glatt: "damals gab es noch schallplatten?"
ich leide nicht grossartig ob meines alters. aber in der letzten zeit werden mir auffällig oft bemerkungen dieser art unter die nase gerieben und bitte schön, ich bin 27 jahre alt. ja, ich kannte twix noch als raider und ich habe auch noch burger gegessen, die in styropor verpackt waren - aber dieses "in deiner jugend" getue ist schon sehr dreist.
dafür hatte ich einen sehr netten abend mit meinem besten freund, an dem endlich auch mal besprochen wurde, was wir bisher immer ausgelassen hatten. ich musste für mich selbst aber feststellen: die liste der männer, denen ich gern mal was fucksen würde, ist erstaunlich geschrumpft. egal, sex wird ohnehin überbewertet.
26. Juni 2003, Rubrik: mein hoch und mein tief
auf dem heimweg kam ich eben an einem plakat vorbei. darauf wurde ein club genannt, von dem ich überhaupt noch nie gehört hatte und gut die hälfte der informationen auf dem plakat waren in türkisch gehalten. rechts standen klein von/bis uhrzeiten geschrieben und darunter, etwas grösser und schon gut lesbar "tequilla 90 cent". als erstes viel mir auf, dass ich das wort cent bei uns eigentlich sehr selten ausgeschrieben sehe.
auf der linken seite wurden, zu einer ganz anderen uhrzeit, auch 90 cent drinks angeboten. die heissen dann aber "schr. getränke".
schr. getränke ?? wofür steht denn bei getränken ein schr. ?? mir fällt dazu nur schrecklich ein. schreckliche getränke ? ja aber, tequilla steht doch schon auf der anderen seite.
ich frage mich ja immer wieder: warum machen sich die leute die mühe und drucken flyer und plakate, auf denen dinge stehen, die keiner versteht ??
vielleicht steht schr. aber auch für schriftlich ?? getränke die schriftlich bestellt werden, kosten nur 90 cent ? vielleicht per sms ?? powerd by t-mobile ??
auf der linken seite wurden, zu einer ganz anderen uhrzeit, auch 90 cent drinks angeboten. die heissen dann aber "schr. getränke".
schr. getränke ?? wofür steht denn bei getränken ein schr. ?? mir fällt dazu nur schrecklich ein. schreckliche getränke ? ja aber, tequilla steht doch schon auf der anderen seite.
ich frage mich ja immer wieder: warum machen sich die leute die mühe und drucken flyer und plakate, auf denen dinge stehen, die keiner versteht ??
vielleicht steht schr. aber auch für schriftlich ?? getränke die schriftlich bestellt werden, kosten nur 90 cent ? vielleicht per sms ?? powerd by t-mobile ??
26. Juni 2003, Rubrik: just
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