vorhin in der u-bahn summte ich ein lied. zuerst fiel es mir gar nicht wirklich auf. aber dann dachte ich mir: "hey, was summst du denn da ?" und ich hörte mir selbst einfach genauer zu. ich summte ein lied, das ich schon lange nicht mehr gesungen oder gehört hatte.
i know a place
where i can go
when im alone
into your arms
into your arms
i can go
dann fiel mir auf, dass ich an niemanden bestimmten dachte, während ich summte. und das macht mich traurig. ich sollte schlafen gehen. ich bin müde, wirklich müde.
i know a place
where i can go
when im alone
into your arms
into your arms
i can go
dann fiel mir auf, dass ich an niemanden bestimmten dachte, während ich summte. und das macht mich traurig. ich sollte schlafen gehen. ich bin müde, wirklich müde.
03. Juli 2003, Rubrik: mein hoch und mein tief
i. telefoniert zum zweiten mal in dieser woche mit jemanden und macht sich ein treffen heute nachmittag aus. nach dem gespräch legt sie den hörer auf und sagt:
"hey, der konnte sich noch an mich erinnern. hoffentlich ist der fesch, wenn er hässlich ist, ist es auch egal. aber fesche menschen sind schöner als hässliche."
"hey, der konnte sich noch an mich erinnern. hoffentlich ist der fesch, wenn er hässlich ist, ist es auch egal. aber fesche menschen sind schöner als hässliche."
03. Juli 2003, Rubrik: conversations haeppchen
heute morgen war ich auf dem weg ins büro und würde ich nun sagen, dass ich schlecht gelaunt war, wäre das gelogen. ich war nicht schlecht gelaunt. ich war auch nicht gut gelaunt. ich war eigentlich gar nicht gelaunt. ich hatte ein seltsames gefühl. es fühlte sich an, als würde eine grosse ausgewachsene dogge hinter mir stehen und mich mit ihrer grossen schnauze immerzu ein wenig nach vorne schubsen. nicht richtig stossen, sondern nur zart und vorsichtig ein kleines bisschen drängen.
aber ich wollte nicht geschubst werden und das versuchte ich der dogge auch zu sagen. und sie schien mich zu verstehen, schien mich mit ihren grossen, feuchten augen anzusehen, den kopf in meinen schoss zu legen - nur ganz kurz, für den bruchteil eines moment. gerade lang genug um mir zu zeigen, dass sie auf meiner seite war. und dann stiess sich mich weiter an. eine nicht reale dogge wird man nur schwer los und so dachte ich: "was ich brauche ist die nummer eines zuverlässigen nicht realen hundefängers."
im laufe des tages dürfte sich die dogge irgendwo in den schatten gelegt haben um ein kleines nickerchen zu machen. und dann hat sie mich wohl verpasst. jetzt bin ich schon zu hause und die dogge weiss sicher nicht, wo ich wohne. wahrscheinlich irrt sie durch die stadt und schubst jemand anderen. gut so, soll sie.
hoffentlich laufe ich ihr morgen auf dem weg ins büro nicht wieder über den weg.
aber ich wollte nicht geschubst werden und das versuchte ich der dogge auch zu sagen. und sie schien mich zu verstehen, schien mich mit ihren grossen, feuchten augen anzusehen, den kopf in meinen schoss zu legen - nur ganz kurz, für den bruchteil eines moment. gerade lang genug um mir zu zeigen, dass sie auf meiner seite war. und dann stiess sich mich weiter an. eine nicht reale dogge wird man nur schwer los und so dachte ich: "was ich brauche ist die nummer eines zuverlässigen nicht realen hundefängers."
im laufe des tages dürfte sich die dogge irgendwo in den schatten gelegt haben um ein kleines nickerchen zu machen. und dann hat sie mich wohl verpasst. jetzt bin ich schon zu hause und die dogge weiss sicher nicht, wo ich wohne. wahrscheinlich irrt sie durch die stadt und schubst jemand anderen. gut so, soll sie.
hoffentlich laufe ich ihr morgen auf dem weg ins büro nicht wieder über den weg.
02. Juli 2003, Rubrik: mein hoch und mein tief
letzte woche ging ich mit u. nach der arbeit durch die stadt. eigentlich wollten wir bloss ihr rad in ihre wohnung bringen und dann zu einem fest gehen. aber sobald wir beide gemeinsam unterwegs sind, kaufen wir immer irgendetwas ein. es besteht keine chance ohne ein stück neues eigentum nach hause zu gehen.
wir schlenderten also durch den ersten bezirk und vor einem dieser geschäfte mit den vielen unheimlich schönen espresso tassen war ein tisch aufgebaut und auf dem wurden waren verkauft. schön gemein. wir hatten beschlossen in kein geschäft hinein zu gehen und jetzt kam doch glatt das geschäft zu uns raus.
auf dem tisch standen grosse, dicke gläser - die art, die ich long-island-ice-tea-gläser nenne. wir bestätigten uns gegenseitig, wie schön die waren und wie lang wir genau sowas schon haben wollten, beschlossen aber sofort, dass wir jetzt hier nicht einkaufen und als nächstes sagten wir beide dem verkäufer, wieviel stück wir nehmen. sich über eine sache vollkommen klar zu sein und dann sofort ganz selbstverständlich das gegenteil zu tun, ist eine spezialität von mir. missismus.
an dem abend liess ich meine gläser bei u., denn zu dem fest wollte ich sie nicht mitnehmen. und am dienstag morgen bekam ich sie dann von u. dankenswerterweise ins büro geliefert.
heute sass ich dann an meinem tisch und trank virgin-ice-tea aus dem long-island-ice-tea-glas. es war schon fast leer und ich bemühte mich gerade um den rest, als es mir ganz plötzlich einschoss. und es war ein gefühl, wie warme suppe im bauch, wenn man zwei stunden durch den schnee gestapft ist.
der untere rand des glases lag auf meiner unterlippe und der obere rand berührte meine stirn. mit offenen augen konnte ich direkt in das glas schauen. genau so, wie es kleinen kindern mit gläsern oft ergeht. für erwachsene ein normales glas, für kinder ein verdammt grosses trinkgefäss.
das war ein schönes gefühl. damals vielleicht nicht, aber heute umso mehr. in der letzten zeit wünsche ich mir manchmal, dass die dinge rund um mich grösser werden würden. nicht für lange, nur für kurze zeit. ich könnte dann bleiben wer ich bin und was ich bin, aber ich wäre kleiner und hätte gut damit zu tun, alleine den kühlschrank aufzubekommen, an eine tür anzuläuten, aus einem glas zu trinken, auf einen sessel zu klettern, im supermarkt ein einkaufswagerl zu schieben. ich hätte dann gar keine zeit mehr, mir den kopf über sinnlose dinge zu zerbrechen.
ausserdem könnten dann im büro die üblichen verdächtigen nicht immer mich fragen, bevor sie selbst nachdenken, nachsehen oder nachlesen. "miss, zeigst du mir wie man den toner wechselt?"
"das hab ich dir schon dreimal gezeigt, es ist babyleicht und ausserdem gibt es zeichnungen dazu auf der schachtel."
"ich weiss. kannst du es mir trotzdem nochmal zeigen??"
"würde ich ja gerne, aber ich kann leider den toner alleine gar nicht hochheben."
wir schlenderten also durch den ersten bezirk und vor einem dieser geschäfte mit den vielen unheimlich schönen espresso tassen war ein tisch aufgebaut und auf dem wurden waren verkauft. schön gemein. wir hatten beschlossen in kein geschäft hinein zu gehen und jetzt kam doch glatt das geschäft zu uns raus.
auf dem tisch standen grosse, dicke gläser - die art, die ich long-island-ice-tea-gläser nenne. wir bestätigten uns gegenseitig, wie schön die waren und wie lang wir genau sowas schon haben wollten, beschlossen aber sofort, dass wir jetzt hier nicht einkaufen und als nächstes sagten wir beide dem verkäufer, wieviel stück wir nehmen. sich über eine sache vollkommen klar zu sein und dann sofort ganz selbstverständlich das gegenteil zu tun, ist eine spezialität von mir. missismus.
an dem abend liess ich meine gläser bei u., denn zu dem fest wollte ich sie nicht mitnehmen. und am dienstag morgen bekam ich sie dann von u. dankenswerterweise ins büro geliefert.
heute sass ich dann an meinem tisch und trank virgin-ice-tea aus dem long-island-ice-tea-glas. es war schon fast leer und ich bemühte mich gerade um den rest, als es mir ganz plötzlich einschoss. und es war ein gefühl, wie warme suppe im bauch, wenn man zwei stunden durch den schnee gestapft ist.
der untere rand des glases lag auf meiner unterlippe und der obere rand berührte meine stirn. mit offenen augen konnte ich direkt in das glas schauen. genau so, wie es kleinen kindern mit gläsern oft ergeht. für erwachsene ein normales glas, für kinder ein verdammt grosses trinkgefäss.
das war ein schönes gefühl. damals vielleicht nicht, aber heute umso mehr. in der letzten zeit wünsche ich mir manchmal, dass die dinge rund um mich grösser werden würden. nicht für lange, nur für kurze zeit. ich könnte dann bleiben wer ich bin und was ich bin, aber ich wäre kleiner und hätte gut damit zu tun, alleine den kühlschrank aufzubekommen, an eine tür anzuläuten, aus einem glas zu trinken, auf einen sessel zu klettern, im supermarkt ein einkaufswagerl zu schieben. ich hätte dann gar keine zeit mehr, mir den kopf über sinnlose dinge zu zerbrechen.
ausserdem könnten dann im büro die üblichen verdächtigen nicht immer mich fragen, bevor sie selbst nachdenken, nachsehen oder nachlesen. "miss, zeigst du mir wie man den toner wechselt?"
"das hab ich dir schon dreimal gezeigt, es ist babyleicht und ausserdem gibt es zeichnungen dazu auf der schachtel."
"ich weiss. kannst du es mir trotzdem nochmal zeigen??"
"würde ich ja gerne, aber ich kann leider den toner alleine gar nicht hochheben."
02. Juli 2003, Rubrik: mein hoch und mein tief
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unser aller lieblingspraktikantin hat den auftrag, eine liste aller museen in wien, inklusive öffnungszeiten, telefonnummer, adresse, usw. zu erstellen. sie sitzt also vor ihrem computer und liest sich selbst laut die museen vor.
praktikantin: ankeruhr.
miss: die ankeruhr ist doch kein museum.
praktikantin: is ma wuascht.
meine weibliche intuition sagt mir, dass der auftrag sie nicht gerade begeistert.
praktikantin: ankeruhr.
miss: die ankeruhr ist doch kein museum.
praktikantin: is ma wuascht.
meine weibliche intuition sagt mir, dass der auftrag sie nicht gerade begeistert.
02. Juli 2003, Rubrik: conversations haeppchen
heute gingen mir auf dem heimweg sehr viele gedanken durch den kopf. ich denke gerade sehr viel über die situation im büro nach, verstehe jetzt erst immer mehr, welche funktion ich dort eigentlich inne habe. in der u-bahn wollte ich weiter in meinen buch lesen, aber meine gedanken schweiften ständig ab, also packte ich es wieder in meine girlie-bag und hing meinen gedanken nach.
auf der rolltreppe hatte ich dann immer noch gut damit zu tun, als plötzlich ein ami neben mir stand und sagte: "hi. you are so sweet, really pretty. whats your name?" ich sagte ihm meinen namen und fragte sehr deutlich nicht nach seinem. er grinste mich an und sagte: "you look like an angel girl." und ich sagte: "thank you." und dann erzählte er mir, dass es ihm ein grosses bedürfnis wäre, mehr zeit mit mir zu verbringen. ich lächelte ein wenig amüsiert und entschied mich für die handelsübliche typ-ich-will-es-nicht-mit-dir-ausdiskutieren-lüge und sagte, dass das meinen freund wohl nicht gerade happy machen würde. darauf erklärte er gleich mal, dass ich ihn falsch verstanden hatte. er wollte doch bloss "friendship". weil ich doch aussehe, wie ein engel und somit wohl über die ideal friendship ausstrahlung verfüge. ich lächelte wiederum müde und fragte: "you choose your friends by the way they look?" er setzte gleich zur nächsten erklärung an und ich hörte schon gar nicht mehr hin. dabei lief er die ganze zeit neben mir her. er redete davon, dass er wirklich happy wäre, wenn ich ihm die chance geben würde, ihn besser kennenzulernen. und ich dankte ihm für das interesse und das angebot, "but i really don}t wanna".
er brachte darauf einen remix und erzählte einfach die ganze leier nochmal von vorn. beim supermarkt schliesslich gab ich ihm die hand, schaute ihm in die augen, setzte mein tausend-dollar-grinsen auf und sagte nochmal, dass das ja alles sehr süss ist und ich dennoch kein interesse habe.
er sagte, dass es ihm leid tut, wenn er mich in verlegenheit gebracht hat.
aber das war es gar nicht. er hat mich nicht in verlegenheit gebracht. vielmehr wollte ich von ihm wissen:
1. hat diese masche den schon jemals funktioniert ?
2. glaubt ihr jung echt, dass keiner vor euch genau diese rede schon von sich gegeben hat ?
früher fand ich sowas ja ganz witzig. manchmal war es einfach ermüdend. heute hat es mich nur noch gelangweilt.
"you look like an angel, girl" ... scheisse, ich bin mir ziemlich sicher, dass engel blond sind.
auf der rolltreppe hatte ich dann immer noch gut damit zu tun, als plötzlich ein ami neben mir stand und sagte: "hi. you are so sweet, really pretty. whats your name?" ich sagte ihm meinen namen und fragte sehr deutlich nicht nach seinem. er grinste mich an und sagte: "you look like an angel girl." und ich sagte: "thank you." und dann erzählte er mir, dass es ihm ein grosses bedürfnis wäre, mehr zeit mit mir zu verbringen. ich lächelte ein wenig amüsiert und entschied mich für die handelsübliche typ-ich-will-es-nicht-mit-dir-ausdiskutieren-lüge und sagte, dass das meinen freund wohl nicht gerade happy machen würde. darauf erklärte er gleich mal, dass ich ihn falsch verstanden hatte. er wollte doch bloss "friendship". weil ich doch aussehe, wie ein engel und somit wohl über die ideal friendship ausstrahlung verfüge. ich lächelte wiederum müde und fragte: "you choose your friends by the way they look?" er setzte gleich zur nächsten erklärung an und ich hörte schon gar nicht mehr hin. dabei lief er die ganze zeit neben mir her. er redete davon, dass er wirklich happy wäre, wenn ich ihm die chance geben würde, ihn besser kennenzulernen. und ich dankte ihm für das interesse und das angebot, "but i really don}t wanna".
er brachte darauf einen remix und erzählte einfach die ganze leier nochmal von vorn. beim supermarkt schliesslich gab ich ihm die hand, schaute ihm in die augen, setzte mein tausend-dollar-grinsen auf und sagte nochmal, dass das ja alles sehr süss ist und ich dennoch kein interesse habe.
er sagte, dass es ihm leid tut, wenn er mich in verlegenheit gebracht hat.
aber das war es gar nicht. er hat mich nicht in verlegenheit gebracht. vielmehr wollte ich von ihm wissen:
1. hat diese masche den schon jemals funktioniert ?
2. glaubt ihr jung echt, dass keiner vor euch genau diese rede schon von sich gegeben hat ?
früher fand ich sowas ja ganz witzig. manchmal war es einfach ermüdend. heute hat es mich nur noch gelangweilt.
"you look like an angel, girl" ... scheisse, ich bin mir ziemlich sicher, dass engel blond sind.
01. Juli 2003, Rubrik: dislikes
meine lieblingspraktikantin hat anfang august geburtstag und geht zudem zu dieser zeit nach london - ganz klar, da steht eine party an. es ist wohlgemerkt ein runder geburtstag, weil sie erst schlanke zwanzig wird.
eine kollegin von mir feierte vor einigen monaten gemeinsam mit einer freundin ihren geburtstag und hatten dabei den hinterraum eines lokales angemietet. diesen raum legte sie heute unsere praktikantin für ihre party ans herz.
sie rief also dort an, stellte sich vor und sagte: "ich habe gehört, dass man ihr lokal für geburtstagsfeiern mieten kann."
und der mann am telefon sagte ihr: "nein, eigentlich nur für sponsionsfeiern."
sie sagte: "gut, ihr lokal kann man also für private feiern mieten?"
und er fragte: "darf ich erfahren wir als sie sind?"
sie antwortete: "ich werde jetzt zwanzig" und er sagte: "nein, so junge leute nehmen wir hier nicht."
versteh ich was nicht richtig ?? erstens ist das ihr zwanzigster geburtstag und nicht der dreizehnte, zweitens ist das eine absolute frechheit. drittens hätte er an diesem abend sicher verdammt gut umgesetzt. schade für ihn. es werden sich in wien sicher noch andere lokale für private partys finden.
tzz. pack ich das ? nein!
eine kollegin von mir feierte vor einigen monaten gemeinsam mit einer freundin ihren geburtstag und hatten dabei den hinterraum eines lokales angemietet. diesen raum legte sie heute unsere praktikantin für ihre party ans herz.
sie rief also dort an, stellte sich vor und sagte: "ich habe gehört, dass man ihr lokal für geburtstagsfeiern mieten kann."
und der mann am telefon sagte ihr: "nein, eigentlich nur für sponsionsfeiern."
sie sagte: "gut, ihr lokal kann man also für private feiern mieten?"
und er fragte: "darf ich erfahren wir als sie sind?"
sie antwortete: "ich werde jetzt zwanzig" und er sagte: "nein, so junge leute nehmen wir hier nicht."
versteh ich was nicht richtig ?? erstens ist das ihr zwanzigster geburtstag und nicht der dreizehnte, zweitens ist das eine absolute frechheit. drittens hätte er an diesem abend sicher verdammt gut umgesetzt. schade für ihn. es werden sich in wien sicher noch andere lokale für private partys finden.
tzz. pack ich das ? nein!
01. Juli 2003, Rubrik: just
bei mir zu hause gibt es keine pflanzen. früher gab es schon welche, als mein exfreund noch bei mir wohnte. er goss und pflegte und als er auszog, nahm er teilweise pflanzen mit und die anderen gab ich zur adoption frei. und jetzt weiss ich auch wieder warum.
am donnerstag schenkte mir eine kolleginfreundinbezugsperson eine sonnenblume in einem kleinen topf. ich habe sie ganz liebevoll auf meinen schreibtsich gestellt. am freitag morgen sah die aber gar nicht mehr gut aus. seitdem giesse ich und rede ihr gut zu. vor einer halben stunde bestätigte meine kollegin und chefin über die büropflanzen meine vermutung: "die ist tot"
ich habe ein sehr grosses talent, pflanzen die eigentlich deppensicher pflegeleicht sind in rekordgeschwindigkeit in die ewigen jagdgründe zu schicken. i am voodoo. flower voodoo.
beim nächsten mal sollte man mir besser schokolade schenken. da kann ich nichts falsch machen.
am donnerstag schenkte mir eine kolleginfreundinbezugsperson eine sonnenblume in einem kleinen topf. ich habe sie ganz liebevoll auf meinen schreibtsich gestellt. am freitag morgen sah die aber gar nicht mehr gut aus. seitdem giesse ich und rede ihr gut zu. vor einer halben stunde bestätigte meine kollegin und chefin über die büropflanzen meine vermutung: "die ist tot"
ich habe ein sehr grosses talent, pflanzen die eigentlich deppensicher pflegeleicht sind in rekordgeschwindigkeit in die ewigen jagdgründe zu schicken. i am voodoo. flower voodoo.
beim nächsten mal sollte man mir besser schokolade schenken. da kann ich nichts falsch machen.
01. Juli 2003, Rubrik: just
littleguy erzählte mir vorhin etwas und sagte dabei: " ... und die richtige antwort war.... ahhhh....wie heisst schnell der bruder von louie amstrong ??? ääääähmmmm.... aja, neil armstrong."
ich sagte: "son, louie war nicht der bruder von neil."
er sah mich ganz ruhig an, kniff seine augen ein wenig zusammen, kratze sich am hinterkopf und fragte schliesslich: "wer dann?"
nicht "waren sie nicht?", sondern "wer dann".
NEWSBREAK NEWSBREAK NEWSBREAK NEWSBREAK
soeben wurde ich hier auf meinem balkon angegriffen. irgendetwas fiel mir aus der wand hinter mir bösartig in den rücken. vor lauter schreck habe ich aufs schreien vergessen und wusste in der sekunde auch gar nicht, wo ich meine zigarette hinschmeissen sollte. während sich in meine kopf die immer selbe frage überschlug, ob ich denn wissen möchte, was sich da hinter meinem rücken abspielt oder lieber doch nicht, flog der nachtfalter auch schon wieder weiter. solche situationen darf man nicht unterschätzen. schliesslich hätte es auch eine killerfledermaus sein können.
ich sagte: "son, louie war nicht der bruder von neil."
er sah mich ganz ruhig an, kniff seine augen ein wenig zusammen, kratze sich am hinterkopf und fragte schliesslich: "wer dann?"
nicht "waren sie nicht?", sondern "wer dann".
NEWSBREAK NEWSBREAK NEWSBREAK NEWSBREAK
soeben wurde ich hier auf meinem balkon angegriffen. irgendetwas fiel mir aus der wand hinter mir bösartig in den rücken. vor lauter schreck habe ich aufs schreien vergessen und wusste in der sekunde auch gar nicht, wo ich meine zigarette hinschmeissen sollte. während sich in meine kopf die immer selbe frage überschlug, ob ich denn wissen möchte, was sich da hinter meinem rücken abspielt oder lieber doch nicht, flog der nachtfalter auch schon wieder weiter. solche situationen darf man nicht unterschätzen. schliesslich hätte es auch eine killerfledermaus sein können.
30. Juni 2003, Rubrik: likes
mein heutiges hoch sass heute morgen an meinem platz. ich hatte ganz darauf vergessen. ich kam heute morgen ins büro und da sass meine lieblingspraktikantin an meinem platz und vertrieb sich die zeit mit rauchen. sie war letztes jahr schon bei uns. sie ist mein böser freund fred. mit ihr macht man die dinge, die man sonst nie macht. also, sie macht sie immer, ich mache sie sonst nicht. von ihr habe ich gelernt, wie man nach kinopremieren schnell aus dem saal rauskommt, wenn die menschenmasse bis zur letzten sitzreihe stau steht. dann klettert man nämlich einfach über die sitze.
von ihr lernt man die weltbesten kindergedichte und auch den badewannen song.
niemand - absolut niemand - rollt das r so wie sie. wenn sie etwas erzählt, wiederhole ich immer alle wort, in denen ein rrrrrrrrrollendes rrrrr vorkommt und wenn ich in ihrer nähe bin, fange ich selbst an, das r zu rrrrollen wie verrrrrrückt.
im juli gehört sie uns, danach zieht sie zu ihrem freund nach london. ich verrrmisse sie jetzt schon.
nach der arbeit waren wir noch beim film festival am rathausplatz auf einen after-work-drink. das fing schon mal gut an, den aufgrund eine glücklichen fügung des schicksals, zahle ich dort für einen sechs euro drink nur drei. ich bestellte also und zahlte, nahm meinen bon und überreichte diesen drei schritte weiter dem barkeeper. der ist wohl ein bisschen legastheniker, deshalb machte er zwei drinks und weil die lady an der kassa so schnippisch zu mir war, machte ich ihn nicht auf seinen fehler aufmerksam. nein, eigentlich rief ich ihm schon "ähm, entschuldige...!" zu, als mein böser freund fred neben mir sagte: "sei rrrruhig." wie auch immer. zwei cuba libre zum preis von einem halben ist niemals ein dealbreaker.
auf dem heimweg verabschiedete ich mich von meiner chefpraktikantin, sagte fröhlich strahlend "bis morgen!" und ging. nach ein paar schritten drehte ich mich nochmal um und rief "schönen abend!!" in ihrer richtung. worauf sich ein mann zu mir umdreht, der sozusagen zwischen uns stand, mich hocherfreut anlächelt und "danke. auch einen schönen abend!!" ruft.
warum nur, fühlen sich immer die männer angesprochen, die ich gar nicht gesehen hatte und niemals die, für die ich gern madonna ("you are the best thing i}ve seen") oder moses pelham ("ich will dein badewasser saufen") zitieren würde ??
von ihr lernt man die weltbesten kindergedichte und auch den badewannen song.
niemand - absolut niemand - rollt das r so wie sie. wenn sie etwas erzählt, wiederhole ich immer alle wort, in denen ein rrrrrrrrrollendes rrrrr vorkommt und wenn ich in ihrer nähe bin, fange ich selbst an, das r zu rrrrollen wie verrrrrrückt.
im juli gehört sie uns, danach zieht sie zu ihrem freund nach london. ich verrrmisse sie jetzt schon.
nach der arbeit waren wir noch beim film festival am rathausplatz auf einen after-work-drink. das fing schon mal gut an, den aufgrund eine glücklichen fügung des schicksals, zahle ich dort für einen sechs euro drink nur drei. ich bestellte also und zahlte, nahm meinen bon und überreichte diesen drei schritte weiter dem barkeeper. der ist wohl ein bisschen legastheniker, deshalb machte er zwei drinks und weil die lady an der kassa so schnippisch zu mir war, machte ich ihn nicht auf seinen fehler aufmerksam. nein, eigentlich rief ich ihm schon "ähm, entschuldige...!" zu, als mein böser freund fred neben mir sagte: "sei rrrruhig." wie auch immer. zwei cuba libre zum preis von einem halben ist niemals ein dealbreaker.
auf dem heimweg verabschiedete ich mich von meiner chefpraktikantin, sagte fröhlich strahlend "bis morgen!" und ging. nach ein paar schritten drehte ich mich nochmal um und rief "schönen abend!!" in ihrer richtung. worauf sich ein mann zu mir umdreht, der sozusagen zwischen uns stand, mich hocherfreut anlächelt und "danke. auch einen schönen abend!!" ruft.
warum nur, fühlen sich immer die männer angesprochen, die ich gar nicht gesehen hatte und niemals die, für die ich gern madonna ("you are the best thing i}ve seen") oder moses pelham ("ich will dein badewasser saufen") zitieren würde ??
30. Juni 2003, Rubrik: mein hoch und mein tief
(1. anfang)
heute wurde es mir das erste mal bewusst. so richtig. handfest. ein kleines gefühl beschleicht mich schon länger. doch heute war es ganz plötzlich da - keine vermutung mehr, keine idee, keine ahnung oder befürchtung, sonder einfach nur die wahrheit. dinge ändern sich. und ändern bedeutet nicht zwangsläufig verbessern, sonst gäbe es ja bloss ein wort dafür.
(2. anfang)
vor einigen jahren arbeitete ich in einem hotel und sowohl mir als auch dem management war nach einem jahr klar: wir sind nicht die besten freunde. als siedelte ich nach us vorbild meine habseligkeiten aus der schreibtischlade in einen schuhkarton um und zog von danen.
ich überlegt eine weile, was ich weiter machen wollte und dann besuchte ich meinen ex-chef den direktor und sagte: "sie haben mir doch vor einem halben jahr einen job in dieser neuen firma angeboten. jetzt will ich ihn." und er sagte: "soviel ich weiss, brauchen die im moment niemanden. aber ich frag mal." und dann nahm er sein telefon und rief den geschäftsführer an. der bestätigte ihm seine vermutung, nämlich dass sie keine mitarbeiter suchen, aber der anruf sagte auch ein bisschen "macht euch gedanken, wie ihr sie doch noch einsetzen könnt." und kurz später riefen die mich an und sagten: "bei uns geht eine drei wochen auf urlaub und wir brauchen eine aushilfe."
nach diesen drei wochen kam der geschäftsführer zu mir und fragte, ob ich nicht lust hätte, noch ein monat anzuhänge, sie hätte im moment sehr viel zu tun. klar wollte ich und anschliessend hingen wir nochmal vier wochen an. in der zeit rief mich eine alte kollegin an und bot mir in dem hotel, in dem sie arbeitete, einen job an. lieber wäre ich bei den anderen geblieben. aber dieses von-monat-zu-monat hangeln hatte einfach keinen lack und deshalb nahm ich den anderen job an. als ich dem geschäftsführer sagte, dass ich für weitere aushilfsmonate nicht zur verfügung stehe, stütze er seine hände auf den tisch, liess den kopf hängen, sah mich dann mit gesenktem kopf an und sagte: "ach miss, warum tust du mir das an?" das machte er ganz absichtlich, weil er weiss, dass er sehr angenehm fürs auge ist und man einen flehentlich schauenden, gut aussehenden mann fast nichts abschlagen kann. ich aber blieb hart - fixe jobs haben für alleinerziehenden mamis einfach mehr sexappeal.
während ich dann in dem hotel arbeitete blieb der kontakt aber bestehen - wir telefonierten und mailten und wenn die herrschaften als firma irgendwo eingeladen war, nahmen sie mich immer mit.
nach einem halben jahr hatte ich das hotelleben wieder satt. die leute gingen mir auf die nerven, der job ging mir auf die nerven. früher hielt ich es nie lange in firmen aus - zwölf monate waren mein maximum, danach wurden mit die tätigkeit und die leute einfach langweilig. ich wusste zwar nie, was ich weiter machen wollte, dafür wusste ich aber umso besser, was ich nicht mehr machen will. in dem hotel war es anders. ich wusste, was ich nicht mehr machen will und ich wusste, wohin ich will. nach hause, ich wollte nach hause.
also schrieb ich dem geschäftsführer ein mail und fragte, ob er mal zeit für mich hat. ich sagte nicht, worum es ging, dürfte aber schriftlich etwas nervös geklungen haben, denn er antwortete: "hör auf zu schwitzen und komm einfach vorbei."
das machte ich dann auch. ich fuhr hin, plauderte ein wenig mit den ex-kollegen, setzte mich dann beim boss in den grossen schwarzen ledersessel und überlegte, wie ich ihm beibringen sollte, dass sich die geschichte wiederholte: sie waren im moment nicht auf der suche nach weiteren mitarbeitern, aber ich wollte wieder zurück. da sass ich also und formulierte geistig vor mich hin. und er nahm gegenüber von mir platz, lehnte sich zurück, lächelte mich an und fragte: "wann kommst du nach hause?" und ich sagte: "so schnell wie möglich."
damals waren wir sechs leute. dann kam ein grosser aufgabenbereich dazu und wir wurden zwei leute mehr. was wir machten, machten wir mit ganzem herzen. es war mehr als ein job. es war eine lebenseinstellung. wir waren kollegen, wir waren freunde. wir feierten miteinander und wir gaben uns in unserem job mühe. von anderen firmen hörten wir oft: "es geht nicht überall so familiär und relaxt zu wie bei euch." scherzhalber nannten wir uns "die waltons" und speicherten unsere namen mit anne- und bobendungen ins telefon.
inzwischen haben sich die dinge ein wenig verändert. es gibt immer noch ein paar waltons, darunter auch neue mitarbeiter. es hat also nichts mit der stammbesetzung zu tun. manche waren nicht von anfang an dabei und sind dennoch marketeers of the heart. aber der glitzerlack ist ab. es gibt kollegen und es gibt kollegenfreundebezugspersonen. ich weiss, dass das normal ist. ich weiss auch, dass ich nach wie vor in der coolsten firma der welt arbeite. dennoch.
(1. ende)
traurig macht es mich trotzdem.
(2. ende)
heute wurde es mir das erste mal bewusst. so richtig. handfest. so ein kleines gefühl beschleicht mich schon länger. doch heute war es ganz plötzlich da - keine vermutung mehr, keine idee, keine ahnung oder befürchtung, sonder einfach nur die wahrheit. dinge ändern sich. und ändern bedeutet nicht zwangsläufig verbessern, sonst gäbe es ja bloss ein wort dafür.
heute wurde es mir das erste mal bewusst. so richtig. handfest. ein kleines gefühl beschleicht mich schon länger. doch heute war es ganz plötzlich da - keine vermutung mehr, keine idee, keine ahnung oder befürchtung, sonder einfach nur die wahrheit. dinge ändern sich. und ändern bedeutet nicht zwangsläufig verbessern, sonst gäbe es ja bloss ein wort dafür.
(2. anfang)
vor einigen jahren arbeitete ich in einem hotel und sowohl mir als auch dem management war nach einem jahr klar: wir sind nicht die besten freunde. als siedelte ich nach us vorbild meine habseligkeiten aus der schreibtischlade in einen schuhkarton um und zog von danen.
ich überlegt eine weile, was ich weiter machen wollte und dann besuchte ich meinen ex-chef den direktor und sagte: "sie haben mir doch vor einem halben jahr einen job in dieser neuen firma angeboten. jetzt will ich ihn." und er sagte: "soviel ich weiss, brauchen die im moment niemanden. aber ich frag mal." und dann nahm er sein telefon und rief den geschäftsführer an. der bestätigte ihm seine vermutung, nämlich dass sie keine mitarbeiter suchen, aber der anruf sagte auch ein bisschen "macht euch gedanken, wie ihr sie doch noch einsetzen könnt." und kurz später riefen die mich an und sagten: "bei uns geht eine drei wochen auf urlaub und wir brauchen eine aushilfe."
nach diesen drei wochen kam der geschäftsführer zu mir und fragte, ob ich nicht lust hätte, noch ein monat anzuhänge, sie hätte im moment sehr viel zu tun. klar wollte ich und anschliessend hingen wir nochmal vier wochen an. in der zeit rief mich eine alte kollegin an und bot mir in dem hotel, in dem sie arbeitete, einen job an. lieber wäre ich bei den anderen geblieben. aber dieses von-monat-zu-monat hangeln hatte einfach keinen lack und deshalb nahm ich den anderen job an. als ich dem geschäftsführer sagte, dass ich für weitere aushilfsmonate nicht zur verfügung stehe, stütze er seine hände auf den tisch, liess den kopf hängen, sah mich dann mit gesenktem kopf an und sagte: "ach miss, warum tust du mir das an?" das machte er ganz absichtlich, weil er weiss, dass er sehr angenehm fürs auge ist und man einen flehentlich schauenden, gut aussehenden mann fast nichts abschlagen kann. ich aber blieb hart - fixe jobs haben für alleinerziehenden mamis einfach mehr sexappeal.
während ich dann in dem hotel arbeitete blieb der kontakt aber bestehen - wir telefonierten und mailten und wenn die herrschaften als firma irgendwo eingeladen war, nahmen sie mich immer mit.
nach einem halben jahr hatte ich das hotelleben wieder satt. die leute gingen mir auf die nerven, der job ging mir auf die nerven. früher hielt ich es nie lange in firmen aus - zwölf monate waren mein maximum, danach wurden mit die tätigkeit und die leute einfach langweilig. ich wusste zwar nie, was ich weiter machen wollte, dafür wusste ich aber umso besser, was ich nicht mehr machen will. in dem hotel war es anders. ich wusste, was ich nicht mehr machen will und ich wusste, wohin ich will. nach hause, ich wollte nach hause.
also schrieb ich dem geschäftsführer ein mail und fragte, ob er mal zeit für mich hat. ich sagte nicht, worum es ging, dürfte aber schriftlich etwas nervös geklungen haben, denn er antwortete: "hör auf zu schwitzen und komm einfach vorbei."
das machte ich dann auch. ich fuhr hin, plauderte ein wenig mit den ex-kollegen, setzte mich dann beim boss in den grossen schwarzen ledersessel und überlegte, wie ich ihm beibringen sollte, dass sich die geschichte wiederholte: sie waren im moment nicht auf der suche nach weiteren mitarbeitern, aber ich wollte wieder zurück. da sass ich also und formulierte geistig vor mich hin. und er nahm gegenüber von mir platz, lehnte sich zurück, lächelte mich an und fragte: "wann kommst du nach hause?" und ich sagte: "so schnell wie möglich."
damals waren wir sechs leute. dann kam ein grosser aufgabenbereich dazu und wir wurden zwei leute mehr. was wir machten, machten wir mit ganzem herzen. es war mehr als ein job. es war eine lebenseinstellung. wir waren kollegen, wir waren freunde. wir feierten miteinander und wir gaben uns in unserem job mühe. von anderen firmen hörten wir oft: "es geht nicht überall so familiär und relaxt zu wie bei euch." scherzhalber nannten wir uns "die waltons" und speicherten unsere namen mit anne- und bobendungen ins telefon.
inzwischen haben sich die dinge ein wenig verändert. es gibt immer noch ein paar waltons, darunter auch neue mitarbeiter. es hat also nichts mit der stammbesetzung zu tun. manche waren nicht von anfang an dabei und sind dennoch marketeers of the heart. aber der glitzerlack ist ab. es gibt kollegen und es gibt kollegenfreundebezugspersonen. ich weiss, dass das normal ist. ich weiss auch, dass ich nach wie vor in der coolsten firma der welt arbeite. dennoch.
(1. ende)
traurig macht es mich trotzdem.
(2. ende)
heute wurde es mir das erste mal bewusst. so richtig. handfest. so ein kleines gefühl beschleicht mich schon länger. doch heute war es ganz plötzlich da - keine vermutung mehr, keine idee, keine ahnung oder befürchtung, sonder einfach nur die wahrheit. dinge ändern sich. und ändern bedeutet nicht zwangsläufig verbessern, sonst gäbe es ja bloss ein wort dafür.
30. Juni 2003, Rubrik: mein hoch und mein tief
hoppla, da hab ich wohl was missverstanden. ich schicke hier fröhlich unseren praktikanten stev-o um essen von mc d. zu holen und bin überhaupt sehr lippig, so unter dem motto "praktikanten sind sklaven und ausserdem sowieso wieder weg, bevor sie überzuckern, wie sie zurückschiessen können", da erzählt mir doch gestern jemand, dass der gute stev-o gar kein praktikant ist. den behalten wir. der wohnt jetzt hier. der gehört jetzt zu uns. vielleicht sollte ich bei der vorstellung neuer mitarbeiter genauer hinhören ? diese frage sollte ich gehörig überdenken und kommt deshalb auf die to-do-list.
30. Juni 2003, Rubrik: just
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warum arbeitet man manchmal den ganzen tag über mit jemanden zusammen und redet aber kaum wirklich miteinander, weil man einfach gar nicht an die möglichkeit denkt, ist sich am ende des tages ziemlich sicher, dass man sich auch nicht viel zu sagen hat, setzt sich an einen tisch und denkt sich "was für ein kleiner arrogantling" und kommt in der folgenden stunde drauf, dass der mensch eigentlich nicht nur sehr sympathisch ist, sondern auch noch sehr vieles verdammt ähnlich sieht. keine grossen dinge, bloss kleinigkeiten. sowas beeindruckt mich am meisten. wenn man auf menschen trifft und sich details teilt, wie zb eine abneigung gegen nougat- und früchteeis, ausgenommen melone und banane.
ich bin gestern erst nach zwei ins bett gekommen und war heute bereits ab viertel sieben uhr morgens unterwegs. um es mir nicht ganz leicht zu machen, habe ich gestern abend dann noch unbedingt einen erbeer-bowle-pool am rathausplatz trinken müssen. die eröffnung des film festivals war sehr sehr nett. viele bekannte gesichter gesehen, viel geplaudert und um mitternacht den geburtstag eines kollegen gefeiert. ich kann es gar nicht oft genug wiederholen: das film festival ist für mich der inbegriff des sommers in wien. und gestern abend über den wiedermal restlos gefüllten platz zu schlendern, war grandios. da sind sie wieder -endlich! die beleuchteten gastrostände, die tische, die blumen, die do&co abräum jungs, kein einziger freier stuhl, die relaxte stimmung - fein. feinfein. feinfeinfein. weiss schon, wo ich in den nächsten zwei monaten meine mittagspause verbringen werde.
dennoch fiel mir das aufstehen heute morgen alles andere als leicht und soviel ist schon mal sicher: ich brauche einen weckrufbeantworter.
ausgezahlt hat sich das aufstehen dennoch. habe heute viele kinder lachen gesehen und gehört und wiedermal massenhaft komplimente für littleguy einheimsen dürfen. der kleine kerl schleppt heurigenbänke alleine durch die gegend und tritt dabei meinen kollegen gegenüber lippig auf. respekt.
ich bin gestern erst nach zwei ins bett gekommen und war heute bereits ab viertel sieben uhr morgens unterwegs. um es mir nicht ganz leicht zu machen, habe ich gestern abend dann noch unbedingt einen erbeer-bowle-pool am rathausplatz trinken müssen. die eröffnung des film festivals war sehr sehr nett. viele bekannte gesichter gesehen, viel geplaudert und um mitternacht den geburtstag eines kollegen gefeiert. ich kann es gar nicht oft genug wiederholen: das film festival ist für mich der inbegriff des sommers in wien. und gestern abend über den wiedermal restlos gefüllten platz zu schlendern, war grandios. da sind sie wieder -endlich! die beleuchteten gastrostände, die tische, die blumen, die do&co abräum jungs, kein einziger freier stuhl, die relaxte stimmung - fein. feinfein. feinfeinfein. weiss schon, wo ich in den nächsten zwei monaten meine mittagspause verbringen werde.
dennoch fiel mir das aufstehen heute morgen alles andere als leicht und soviel ist schon mal sicher: ich brauche einen weckrufbeantworter.
ausgezahlt hat sich das aufstehen dennoch. habe heute viele kinder lachen gesehen und gehört und wiedermal massenhaft komplimente für littleguy einheimsen dürfen. der kleine kerl schleppt heurigenbänke alleine durch die gegend und tritt dabei meinen kollegen gegenüber lippig auf. respekt.
29. Juni 2003