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gestern hatte ich frei und hatte einen tag, so wie ich es mag. am vormittag war ich mit littleguy in der schule und das war ein wenig traurig, weil alle ab september in eine neue schule gehen. abschied nehmen ist so eine sache und kids haben ganz einfach nicht ausreichend übung darin. mein problem war wiedermal, dass ich sofort weinen muss, wenn andere weinen. vollends in die knie gezwungen hat mich paulchen, der kleine bruder einer klassenkollegin von littleguy. die viertklassler standen alle in der mitte der klasse und verabschiedeten sich sozusagen von der schule, paulchen sass da, sah sie mit ganz furchtbar traurigen augen an, hatte den ellenbogen der rechten hand auf die tischplatte gestützt und winkte ganz langsam und durchgehend. er winkte niemandem bestimmten, er nahm von der situation abschied. das sah so traurig aus, dass es mir die tränen in die augen trieb.

danach sassen wir alle bis mittag in einem cafe zusammen und plauderten. die coolste mama behalten wir aber, denn ihre tochter wird mit littleguy in die neue schule gehen. insgeheim hoffe ich ja, dass sich die beiden in acht jahren hals über kopf ineinander verlieben, denn sie ist so eine süsse. die idee ist natürlich total krank, ich erwische mich dennoch ständig dabei.

littleguy wollte dann noch mit einem freund von ihm nach hause gehen und meinte, er ruft mich an, wenn er sich auf den heimweg macht. gut, somit war der nachmittag ganz mein. ich hatte bloss den auftrag, comicbücher tauschen zu gehen. ich sollte "conan" kaufen und hatte "dragonball" angeschleppt. schlimmer fehler und ich fühlte mich sehr out und weit weg vom puls der zeit.

so schlenderte ich also durch die innenstadt und kam beim rathausplatz vorbei. dort liegt der aufbau des film festivals sozusagen in den presswehen und ich verbrachte gestern zwei sehr sehr relaxte stunden dort. dazu muss ich vielleicht sagen, dass ich den aufbau von veranstaltungen ganz besonders liebe. ich glaube, dass man das herz und den geist einer veranstaltung erst dann richtig mitbekommt, wenn man den aufbau gesehen hat. ausserdem war das film festival immer der inbegriff des "sommers in wien" für mich. ich mag es, nach der arbeit beim rathausplatz vorbei zu gehen, mir einen drink und einen teller leckeres zu organisieren, mich in den park zu setzten und erstmal keinen auftrag zu haben. nein, ich mag es nicht - ich liebe es.
und gestern lief ich über den platz und in mir sprudelte die vorfreude. die vorfreude auf den sommer, die vorfreude auf die eröffnung heute abend, die vorfreude auf alles was noch kommt. eigentlich wollte ich nach zwanzig minuten wieder gehen. aber weiter als bestenfalls zwei bis drei gastrohütten kam ich nie, weil ich dann dort schon wieder ein bekanntes gesicht sah und erstmal plaudern musste.

genau so müssen freie tage sein. man hat nur eine sache auf der to-do-list und auf dem weg dorthin und nach hause, lässt man sich treiben und verbringt den ganzen tag damit, einfach einzubiegen, wo es einem gerade spass macht und an nichts zu denken.

am späten nachmittag schaute ich zu hause ein paar sitcoms und schlief dabei grinsend auf dem sofa ein.

später marschierte ich zur pizzarei, wie littleguy sie immer nannte, als er noch klein war und erjagte dort abendessen.

dass ich maximal relaxt bin, erkenne ich immer daran, dass ich abends beim fernsehen sitzte und während der werbepause einfach nicht mehr draufkomme, welchen film ich eigentlich gerade schaue. zappen kommt in der situation ganz blöd, weil ich dann ohnehin nie mehr weiss, woher ich sendermässig gerade kam. das gehirn agiert dann, wie der körper schon den ganzen tag. biegt einfach irgendwo ab, ganz egal wohin der weg führt und auch nicht darauf achtend, wohin man eigentlich wollte.

der gestrige tag tat mir ungemein gut. in der letzten woche hatte ich viel über mich selbst nachgedacht und irgendwann beschlossen, dass es keinen sinn macht. manchmal verändert sich das leben oder manchmal verändert man sich auch selbst oder aber auch, man begreift etwas über sich selbst und das verändert viel - ganz egal welche variante nun zutrifft, ist es dann ganz gut, einfach mal den stillstand zu proben. der staub, den man aufgewirbelt hat, legt sich und man kann langsam erkenne, wo man eigentlich ist.

gestern hatte sich der staub soweit gelegt, dass ich endlich erkennen konnte, wo ich bin und was ich sah, hat mir gut gefallen.
kurz vor dem einschlafen dachte ich mir noch, dass ich höchst zufrieden damit bin, ich zu sein und nicht jemand anderer.



letzte woche rief ich meine mutter an um zu erfragen, wie sie am 4. und 5. juli dienst hat. ich habe an beiden abenden was vor und suchte einen littleguysitter. sie meinte, sie hätte frei, wäre aber im burgenland - ist aber kein problem, denn es sind ja ferien und sie freut sich, wenn littleguy einfach mitkommt. klasse, gebongt.

heute mittag rief sich mich an und erzählte mir, dass littleguy ihr vorgestern eine nachricht geschickt hat, diese lautete ungefähr so: "vielen dank für die einladung. bitte nicht böse sein, aber ins burgenland will ich nicht, bleibe lieber hier. lass h. bitte lieb von mir grüssen."

ich muss zugeben, dass ich vergessen hatte ihm von meiner planung zu erzählen. normalerweise rede ich vorab mit ihm, klären gemeinsam, bei wem er bleiben will und dann versuche ich das klar zu machen. langsam fangen wir hier an, uns gegenseitig zu umgehen. der informaionsfluss funktioniert hier gerade gar nicht.

dennoch: starke aktion, littleguy.

fast noch besser gefiel mir aber, dass meine mutter ihn seit einem halben jahr fragt, ob er in den sommerferien mit ihr in urlaub fahren will und er meinte immer, er würde lieber in wien bleiben.
gestern abend rief er sich an und meinte, er hätte jetzt frei und doch böcke auf urlaub. sie solle doch mal im reisebüro vorbei schauen. das ganze wieder ohne mein wissen.

einerseits cool, dass er weiss was er will alles mit den leuten ausmacht, die es betrifft. aber mich aus der geschichte komplett raus zu halten, ist nicht sehr schick von ihm.



ich schaffe es doch immer wieder. sitze am vormittag mit eltern und kindern in einem cafe zusammen und mir gehen die zigaretten aus. also entschuldige ich mich für eine moment und laufe die strasse ein wenig runter zur nächsten trafik. gleich daneben eines dieser grenzgenialen geschäfte mit diesem himmelschreienden kitsch. bevor man solche läden betritt, verwuschelt man sich nochmal die haare und sagt sich selbst "im just a girl".
heute musste ich aber nur daran vorbeilaufen, als ich sie in der auslage sah. bisher habe ich mich standhaft gegen den erwerb von flip-flops gewehrt. habe zwar hin und wieder mal ganz nette gesehen - aber ganz nett ist noch nicht überzeugend genug. aber die, die da in der auslage lagen, liessen mich sofort meine zigaretten vergessen. flip-flops sind meiner meinung nach ziemlicher girlie-stuff und wenn schon, dann bitte richtig. soll heissen: wenn schon flip-flops, dann muss es schon der grösste girlie-kitsch-ever sein.
bei der kassa habe ich dann auch noch plastikeiswürfel gefunden, die bunt leuchten, wenn man sie in flüssigkeit taucht. hab ich auch gekauft. man weiss schliesslich nie, wann man sowas braucht.



heute abend war ich beim fest der farben. die firma canon hat viele viele leute ins palmenhaus eingeladen, mich allerdings nicht. ich hatte ein einladung von einem lieben freund von mir. er war die letzten drei monate für canon im einsatz und machte bodypaintings.

ich hatte eine freundin und kollegin mit und der abend war ganz nett. das palmenhaus ist eine wirklich coole location, die organisation hätte sich durchaus besser abwickeln lassen. es gab absolut zu wenig stehtische, von barhockern ganz zu schweigen. dafür war das buffet grosse klasse, das servierpersonal wirkte etwas unbeholfen, dafür aber sehr bemüht. obwohl das ganze über gästeliste funktionierte, wurde der einlass nicht wirklich kontrolliert.

gegen dreiviertel zehn began dann doch endlich der showpart und wurde von eine rede eines canon marketingmitarbeiters eingeleitet. in seiner nervosität war er fast süss. aber nur fast.
er erzählte etwas von einer königin der farben, ihr name war coloria, von helfern und color agents und bedankte sich recht herzlich bei einem mann, dessen namen ich vergessen habe, für die schöne geschichte, die dieser sich ausgedacht hat. diese wurde dann von sechs viel zu übertrieben darstellenden schauspielern auf der bühne gespielt und wir schwankten permanen zwischen "soll ich wirklich aus langeweile schon wieder eine rauchen?" und kopfschüttelndem lachen. die geschichte war so grottenschlecht, einfallslos und nicht nachzuvollziehen, dass ich sie hier gar nicht wiedergeben möchte.

aber dann kam mike shane mit seiner show und die war genial. er hatte diese königin der farben dabei, die sehr bunt gebodypainted war und dann noch ein gelb bemaltes mädel und einen blau angemalten kerl. die beiden wurden auf der bühne von ihm mit farben übergossen, überbeschüttet, beschüttet. klingt schriftlich nicht sehr spektakulär, war aber wirklich gut. beim zusehen wurde einem dann klar, was die geschichte vorher nicht rübergebracht hat. ganz ohne darüber nachzudenken, hatte man nur noch das gefühl: farben sind geil. farben sind schön. farben sind das allergrösste. ich will auch farben haben.
dazu muss an dieser stelle gesagt werden, dass dieser ursprünglich blau bemalte kerl einen körper hatte, der absolut nicht normal war.
ich hatte mike vorab beim painten der models besucht und schaffte es kaum, meine augen von diesem körper loszueisen. mit der blauen farbe darauf, wirkte er dann noch sehr plastisch - dieser mann sah aus wie ein sehr aufregender x-men.
dann steht man da, schaut beim painten zu, wird gefragt: "siehst du noch eine stelle, die nochmal übermalt gehört?" und muss leider nochmal ganz furchtbar genau hinsehen.

auf dem nach hause weg las ich in der u-bahn dann die kurzgeschichte "der bäckereiüberfall" von haruki murakami und habe mich spontan verliebt. ich empfinde grossen respekt für leute, die eine geschichte über fünf seiten schreiben können und fast jeder einzelne satz ist absolut gelungen und ein treffer.

zudem ging meine arbeitswoche heute schon zu ende, denn morgen habe ich einen day-off. am sonntag bin ich zwar nochmal im einsatz, doch das dürfte ganz witzig werden.



wir hatten im büro mal drei nette kleine milchkännchen, die waren aber leider nicht unkaputtbar. eines hat die putzfrau zerschlagen, ein anderes hat u. auf dem gewissen, das dritte ist verschwunden.
und da ich heute sowieso unterwegs war, besorgte ich gleich neue kännchen.
das war nicht ganz leicht, denn erst musste ich das richtige design aussuchen und dann wurde mir immer gesagt, dass davon nicht drei stück lagernd wären. irgendwann fanden wir dann doch welche, die nett aussahen und wenigstens im doppelpack erwerbbar waren.
ich sage also: "dann nehm ich die" und die verkäuferin sagt mit diesem bitterschokolade lächeln: "soll ich ihnen ein drittes nachbestellen?" und ich sagte: "das ist nett, aber nicht nötig. wir werden erst die zwei zerstören und dann neue kaufen." seltsamerweise fragte sie mich an der stelle, ob wir die kännchen fotografieren würden. der zusammenhang verbarg sich meiner erkenntnis, aber ich nahm vorsichthalber mal die sonnenbrille ab.
die frau fragte weiter: "ich kann ganz problemlos noch welche nachbestellen" und ich versicherte ihr nocheinmal, ganz ruhig und höflich "nein danke, das geht schon so. zwei reichen erstmal." wir standen da, lächelten uns fast schon zu freundlich zu und sie fragte: "soll ich sie anrufen, wenn die lieferung da ist ?"
und ich setzte meine brille wieder auf, sagte: "ich bin dann schon mal an der kassa", drehte mich um und liess sie mit ihren blöden kännchen stehen.



ich kenne nichts, das so schön ist wie du" - wenn xavier das singt, man sich zurücklehnt, die augen schliesst und an gar nichts denkt - statt dessen nur zuhört - sieht man überraschende bilder vor sich. erstaunliche sache, das.



mein erstes hoch heute morgen war, als ich ins büro kam und da eine sonnenblume auf meinem tisch stand. darauf klebte ein post-it auf dem stand "für dich, nur so. damit in deinem büro immer die sonne scheint". war von meiner kollegin und ich habe mich ehrlich darüber gefreut. vielleicht mehr über das zetterl, aber das tut eigentlich gar nichts zur sache.

mein zweites hoch war, als eine andere kollegin zu mittag kochte und ich durfte umrühren. als köchin bin ich echt eine niete, aber ich rühre gerne um. nur rühren. rühren ist fein. rühren hat mit warten zu tun. ich mag es gern, auf dinge zu warten, die absehbar sind und ich liebe countdowns. beim downloaden sitze ich gern da, starre auf den balken und die prozentangabe und warte einfach.
dann sassen wir zu fünft im grossen konferenzzimmer zusammen, plauderten, genossen unser essen und lachten viel. das war schick.

mein tief war aber ebenfalls bei diesem zusammensitzen. eine sehr junge kollegin war dabei, die sich als zuhörerin hervor tat, aber nichts zur unterhaltung bei trug. fast nichts.
wir anderen kamen auf zuckerlgeschäfte und unsere schulzeit zu sprechen und ich erzählte von einer klassenkameradin, die immer sehr sehr viel taschengeld bekam. wir redeten ihr immer die neuesten platten ein und borgten uns diese, kaum dass sich aus geschäft wieder draussen war, erstmal für ein paar wochen aus. und an der stelle fragt mich diese junge kollegin doch glatt: "damals gab es noch schallplatten?"

ich leide nicht grossartig ob meines alters. aber in der letzten zeit werden mir auffällig oft bemerkungen dieser art unter die nase gerieben und bitte schön, ich bin 27 jahre alt. ja, ich kannte twix noch als raider und ich habe auch noch burger gegessen, die in styropor verpackt waren - aber dieses "in deiner jugend" getue ist schon sehr dreist.

dafür hatte ich einen sehr netten abend mit meinem besten freund, an dem endlich auch mal besprochen wurde, was wir bisher immer ausgelassen hatten. ich musste für mich selbst aber feststellen: die liste der männer, denen ich gern mal was fucksen würde, ist erstaunlich geschrumpft. egal, sex wird ohnehin überbewertet.



auf dem heimweg kam ich eben an einem plakat vorbei. darauf wurde ein club genannt, von dem ich überhaupt noch nie gehört hatte und gut die hälfte der informationen auf dem plakat waren in türkisch gehalten. rechts standen klein von/bis uhrzeiten geschrieben und darunter, etwas grösser und schon gut lesbar "tequilla 90 cent". als erstes viel mir auf, dass ich das wort cent bei uns eigentlich sehr selten ausgeschrieben sehe.
auf der linken seite wurden, zu einer ganz anderen uhrzeit, auch 90 cent drinks angeboten. die heissen dann aber "schr. getränke".
schr. getränke ?? wofür steht denn bei getränken ein schr. ?? mir fällt dazu nur schrecklich ein. schreckliche getränke ? ja aber, tequilla steht doch schon auf der anderen seite.

ich frage mich ja immer wieder: warum machen sich die leute die mühe und drucken flyer und plakate, auf denen dinge stehen, die keiner versteht ??

vielleicht steht schr. aber auch für schriftlich ?? getränke die schriftlich bestellt werden, kosten nur 90 cent ? vielleicht per sms ?? powerd by t-mobile ??



ich hatte heute einer unterredung mit dem boss, um ihn zu überreden, sowohl mir als auch der kollegin die ebenfalls mama ist, frei zu geben am zeugnistag. vorhin erzähle ich dann littleguy, dass ich am freitag frei habe und er fragt mich daraufhin ganz ernsthaft: "hey, holst du mich dann von der schule ab ?" und ich sagte: "naja, eigentlich wollte ich ausschlafen. aber ich kann dich auch von der schule abholen." und er sagte: "cool." und ich sagte: "du bist ein spinner. klar komm ich mit zur schule. du holst den blöden wisch und ich geh mit den mamas was trinken und dann kommt ihr kids nach und wir feiern ein bisschen. deshalb hab ich mir doch frei genommen."

er grinste bloss und ich habe keine ahnung, ob der zwerg mich verarscht hat oder mich tatsächlich für so eine rabenmutter hält.



heute nachmittag besuchte ich meine kollegin in ihrem büro. wie immer sass ich auf ihrem rollwagen von ikea und auf ihren unterlagen, die auf dem wagen liegen. ich rauchte nicht, weil ich doch meinen nikotionkonsum einschränken will und erst vor kurzer zeit eine geraucht hatte. wir plauderten ein wenig und sie sagte:
"na, der prinz von dem wir vor kurzem gesprochen haben, lässt ganz schön auf sich warten." und ich lachte und sagte: "vielleicht weiss er nicht, dass er erwartet wird und lässt sich deshalb zeit."
und sie erzählte mir, von einer freundin, die sie gestern abend getroffen hatte. diese wiederum hat eine kollegin, die beziehungen hat die gut funktionieren, irgendwann ist es nicht mehr ganz das was sie will, sie beendet das ganze, hat kurz drauf wieder eine beziehung und die läuft dann wieder für einige zeit sehr gut. der punkt dabei ist, dass diese frau niemals schlimme trennungen oder heartbreaks hat. irgendwann hat man sich auseinander gelebt oder stellt einfach fest, dass man sich zwar sehr gut versteht, es aber nicht die grosse liebe ist und trennt sich in frieden und in freundschaft. die frau sagt, wenn eine beziehung zu ende geht, weiss sie, dass etwas nachkommen wird, das auch gut sein wird.
meine kollegin sagte weiter: "das ist das selbe, wie die mutter meiner freundin sagt. wenn sie schon mit der einstellung, dass sie ohnehin nicht genommen wird, zu einem vorstellungsgespräch geht, wie sollen die sie denn nehmen ??"
um der wahrheit die ehre zu geben, liess mich die geschichte der frau mit den tausend guten beziehungen ziemlich kalt. aber der rest tat weh, ganz plötzlich. und mir schoss ein gedanke durch den kopf. "wenn du selbst nicht denkst, dass du es dir verdient hast und es wert bist, wie soll das denn dann funktionieren?"

ich rede viel von selbstwert und das man den richtig einschätzen muss. heute habe ich begriffen, dass ich bisher nichts begriffen hatte. ich hatte seit dem letzten sommer an meinem selbstwert gearbeitet, ihn hochgeschraubt. auf dem heimweg sah ich mir selbst in einer auslage in die augen und dachte mir: "so, und jetzt sag mir, wohin hast du deinen selbstwert geschraubt?" und die traurige antwort lautet wohl: von -5 auf 0. und null ist nicht viel, gar nicht viel.

ich kann mich selbst gut leiden. ich habe nicht das bedürfnis everybodys darling zu sein. ich denke was ich sage, und sage oft was ich denke. ich komme mit mir selbst klar. aber das bin nur ich in meiner welt. wenn andere mir nette dinge über mich sagen, freut mich das zwar - aber im grunde meines herzens nehme ich es nicht ernst. ich habe dann das gefühl, dass ich den leuten sagen müsste, dass sie sich irren. ich habe das gefühl, sie eingetrickst zu haben. ich verstelle mich nicht - ich denke nur, dass die leute nicht alle aspekte meines ichs mitbekommen haben. und der andere part den teil, den sie mögen, neutralisieren würde.

wenn ich mir meine freund ansehe, dann sehe ich kluge, hilfsbereite, warmherzige und ganz wundervolle menschen. sie sind beautiful, jeder für sich und jeder auf seine ganz eigenen art und weise. doch wenn man mich fragen würde, warum ich diese freunde habe, dann würde ich wohl sagen, dass ich einfach glück gehabt habe. es heisst, jeder mensch hat die freunde, die er sich verdient. so hab ich das nie gesehen. nicht für mich.

die frage die ich mir heute als stellen musste, war: würde ich mich selbst als freundin selbst empfehlen? sowohl einfach nur als freundin, als auch in romantischer hinsicht. ich hätte mich so gern angelogen, mich eingetrickst. aber das funktioniert nicht. du kannst es versuchen. aber im endeffekt steht du zu hause vor dem spiegel, siehst dir selbst in die augen, stellst dir diese frage und während du noch überlegst, wie du es so hindrehen kannst, dass wenigstens etwas halbwegs gutes dabei herauskommt, streichelt dir auch schon die erste träne über die wange.



das hat was. ich schlender durch das büro einer kollegin, lasse mich auf ein wenig small talk nieder, sie erzählt etwas und lässt am rande dieser erzählung eine bemerkung fallen - und dann sitzt man da und mit der heftigkeit und auch der geschwindigkeit, mit der man ein streichholz entzündet, schlägt einem die erkenntnis mit der faust auf die stirn. nur einmal, dafür aber ziemlich kräftig.

und ich bin jetzt schon gespannt, wohin es mich führt, wenn ich den gedanken erstmal hab sickern lassen.

würde ich wohl gern mein freund sein ??



gestern abend lümmelte ich auf meinem sofa herum und ich muss schon sagen, als couch potatoe mache ich eine verdammt gute figur. im fernsehen lief der film "cruel intentions", von dem ich schon wieder einmal den deutschen titel nicht weiss. die ganze geschichte ist ja wenig mitreissend und sehr oberflächlich gespielt und warum muss ryan phillipp am ende auch immer sterben ?
der film hat nur eine wirklich richtig gute szene und die spielt beim indoor pool. da steht dieser kerl vollkommen nackt und trocknet sich ab.
wie gesagt, den film finde ich nicht besonders gut. aber der arsch von herrn phillipp hat sich auf jeden fall den nebenrollenoscar verdient.



als littleguy noch in den kindergarten ging, hatte er einmal gegen ende des winters eine richtige depro-phase. er wollte nicht spielen, er wollte nur herumhängen. damals wohnte mein ex-freund noch bei uns und wenn er frei hatte, durfte littleguy zu hause bleiben und den kindergarten schwänzen.

ich sass in meinem büro und war busy doing something close to nothing, but different than the day before, als das telefon klingelte und der damalige noch-freund sagte: "du miss, dein vater war eben da, weil ich mir werkzeug von ihm ausgeborgt habe. er hat erzählt, dass er diese woche urlaub hat und littleguy hat daraufhin seine sache gepackt und ist mit ihm mitgegangen. er sagt, er kommt am freitag wieder. ich hoffe, dass das ok ist - er ... ähm.... ist nämlich schon weg."

damals musste ich mich kurz erst einmal sammeln. der kleine kerl hatte damals einfach sein zu hause und somit auch mit vorerst satt. er brauchte eine auszeit. er brauchte einen urlaub. und er wagte den break out. ich hab mich bemüht, es nicht persönlich zu nehme und als er am wochenende wieder nach hause kam, war er relaxt und fröhlich und erholt. smarter littleguy.



haben mit "aicha" einen wirklich netten song hingelegt - das muss man schon sagen. hat irgendwie gut getan, ihn vorhin eben im radio zu hören.

ärgerlich dafür, dass manche menschen einfach keine rücksicht auf meine ungeduld nehmen können. pharrell williams kündigt - endlich!! - sein soloalbum an und lässt mich jetzt drauf warten.



ich habe ein vorurteil gegen coelho leserinnen, immer schon. doch jetzt habe ich eine neue gruppe entdeckt, über die ich immer nur den kopf schütteln möchte und auch kann: die frauen, die das wort "bezüglich" immer und auch wirklich immer falsch an- und verwenden.

seit gestern ist meine toleranzgrenze im sinken begriffen. eigentlich sollte man ja allen und jedem das beste wünschen. magischerweise finde ich das bei menschen, die einem in der u-bahn anpöbeln einfacher, als bei den menschen, die ich fast ständig um mich habe. während die anderen erzählen, dass sie sich auf ihren urlaub freuen, weil sie dann nicht ans telefon gehen müssen, ihnen termine egal sein können usw..., freue ich mich einfach darauf, meine kollegen nicht sehen zu müssen. sie haben nichts ärgerliches gemacht, nicht wirklich, nicht mehr als sonst.

sowas habe ich manchmal. von einer sekunde auf die andere, nerven mich menschen oder auch einfach die umgebung und dann muss ich weg. gleich und sofort, zum verabschieden bleibt keine zeit. für erklärungen auch nicht.

es geht aber auch gar nicht um alle kollegen, bloss um ein paar. gestern nachmittag musste ich mir selbst auf die finger beissen, um eine davon in der küche nicht anzuschreien und ihr zu sagen, wie sehr mich ihr barbiegetue und prinzesinnenhaftigkeit nervt.
und auch wie unnötig ein "bezüglich" da ist, wo sie es einsetzt.

eine andere könnte sich das wort "extra-wurst" auf die stirn tätowieren, denn ganz offensichtlich glaubt sie ernsthaft, dass für sie immer die ausnahmeregelung zutrifft. sie ist der erste mensch, der es schafft, mit grosskotzigkeit ein dutzend andere zu tode zu langweilen. sie fängt an zu erzählen und als zuhörer zieht man tod umfallen sofort als brauchbare alternative in betracht.

ok miss, so geht das nicht. such die sonne, such die hellen punkte dieser woche. also... da hätten wir den morgigen abend mit meinem buddy. und donnerstag abend hat ein freund von mir eine abschlussveranstaltung - das dürfte auch ganz nett werden. am samstag startet wieder das film festival am rathausplatz. das heisst, ab montag kommt man auf dem nach hause weg wieder bei den jungs vom havana club und ihrem cuba libre vorbei.
na bitte, geht doch. die woche hat noch sechs tage und ich habe hier drei sehr helle lichtpunkte. das muss reichen. das muss wirklich reichen.



wir haben eine praktikanten, den ich heute feierlich mit quellwasser auf stev-o umgetauft habe. der kerl meldet sich zu jedem sportlichen einsatz sofort freiwillig und hat eine sehr apokalyptische art mountain zu biken oder ski zu fahren oder auch zu laufen, etc.... am montag kommt er immer mit aufgeschundenen kinn, gehirnerschütterung, schwer lädierten kniescheiben und ellbogen, usw... aber er hat einen mordspass dabei. dabei sieht er gar nicht so aus. wirkt wie ein verweichlichter 19. bezirk schnösel. das ist aber nur die hülle. innen drin ist aber jackass pur.



 
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