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das badezimmer hat gestern wieder einmal bewiesen, dass es als einziger raum in der ganzen wohnung die bezeichnung "chill out zone" für sich beanspruchen darf. a lot of hot water, some candels, zigarettes and music by maxwell. cause: maxwell makes well.

zudem die erkenntnis, dass das leben wie badeschaum ist. hell und viel, weich, schwierig zu dosieren, verdeckt den blick aufs wesentliche, man kann damit spielen, aber im endeffekt einfach ungreifbar - oder besser: unfassbar.



abends, ein club, laute musik, amüsante menschen - eine lustige nacht und man hat viel spass. irgendwann, meistens wenn der dj nach hause geht und der club zusperrt, fährt man nach hause. man ist oftmals betrunken und immer müde. müde vom tanzen, müde vom lachen, müde vom feiern. gerade noch hatte man viele menschen um sich und schon steht man alleine in seiner wohnung.

ich gehe dann nicht ins bett, sondern schleppe meine decke und mein kissen aufs sofa, dreh den fernseher an und schlafe ein. was läuft ist vollkommen egal. wichtig ist nur, dass ich stimmen höre. das gefühle habe, dass jemand da ist. das dies ein ganz billiger trick ist, um mich über das allein sein hinwegzutricksen, ist mir dabei klar.

in der letzten zeit musste ich mir eingestehen, dass ich sehr oft absichtlich vor dem fernseher einschlafe. ich weiss, dass ich müde bin, kuschle mich in mein sofa und schlafe friedlich ein. rund um mich die stimmen aus dem fernseher. lieber wache ich in den frühen morgenstunden auf, tappse in mein schlafzimmer und schlafe dort weiter.

es ist wirklich übel, wie ich mich da selbst bescheisse. und deshalb habe ich mir selbst jetzt eine bedingung gestellt. wenn ich am abend absichtlich vor dem fernseher einschlafe, muss ich, sobald ich aufwache und mich auf den weg ins bett mache, vor dem fernseher stehen bleiben, ihm einen kuss auf den bildschirm hauchen und sagen: "schlaf gut, liebling." dabei komme ich mir hoffentlich so richtig blöd und vor und schlafe schon bald wieder nur noch in meinem bett. manchmal muss man sich selbst wirklich wie ein kleines kind behandeln.



mein kollege s. hatte es anfangs nicht ganz leicht mit mir. neue kollegen müssen erstmal zeigen, was sie können, um von mir ernst genommen zu werden. wie sie arbeiten ist dabei nicht so wichtig. der entertainment faktor ist ausschlaggebend. und s. ist inzwischen zum fixstarter in der täglich neu sortierten liste meiner lieblingskollegen geworden.

als vorhin in den nachrichten wieder über arnolds triumpf berichtet wurde - ganz so, als hätten wir österreich was dazu beigetragen - meinte die kollegin:

"die geschichte wird sicher einmal verfilmt werden. "

darauf s. im vorbeigehen:

"die arnie geröllheimer erfolgsstory."



gestern war ich bei ein veranstaltung mit sehr vielen kindern. unter anderem verteilte ich dort auch eine menge gratis getränke. gegen ende des tages hatten wir immer noch was übrig, weshalb ich anfing die dosen ein wenig heftiger zu verteilen. sowas spricht sich unter kindern immer schnell herum und wir wurden gestürmt.

bescheidenheit wird einem nicht in die wiege gelegt und in der schule wird es auch nicht gelehrt, deshalb stehen die kids dann auch gerne mal mit drei dosen in der hand vor einem und fragen kulleräugig: "kann ich auch ein getränke haben ?"
"mensch, du hast doch schon so viele. die kannst du doch gar nicht alle tragen !! die anderen wollen doch auch noch was."
und das kind antwortet dann vollkommen unbeeindruckt: "kann ich ?"

irgendwann hatten dann ohnehin alle anwesenden kids bereits ausreichend cola für drei leberschäden und das ist immer der zeitpunkt, etwas fürs entertainment zu tun. da kriegt dann der noch was, der mit den ohren wackeln oder zehn liegestütze oder andere tolle sachen machen kann. irgendwann rief ich überschwenglich: "ok, wer kann den moonwalk?"

die kids beugten ihren kopf ein wenig nach vorne, runzelten die stirn und fragten: "entschuldigung, was sollen wir können ??"
"den moonwalk!"

verständnisloses kopfschütteln und einander fragend ansehen griff um sich.

"hey leute, das kann doch nicht sein. der moonwalk. moon- walk.
m-o-o-n-w-a-l-k."

da war bei den kids aber nichts zu holen. die hatten absolut keine ahnung wovon wir sprachen und ich war ehrlich erschüttert.

heute morgen musste ich es dann genauer wissen und fragte littleguy auf dem weg zur u-bahn, ob er wisse, was der moonwalk ist.
und er sagte, nachdem er kurz überlegt hatte: "ja, den kann der eine... wie heisst er noch ?? hmmm. nicht elvis. sondern der lieblingssänger vom paul."
ich musste ein wenig helfen: "meinst du vielleicht den michael ?"
darauf er: "ja genau. michael jackson !!"

braver littleguy, guter junge. allgemeinwissen pop: eine glatte eins. und ein sonderlob an die lehrerin !!
viel zu siegessicher hakte ich noch nach: "und machte michael jackson früher musik oder gibt es den heute noch ??"
ganz klare antwort: "früher."

in solchen momenten fühlt man sich steinalt. und das alles nur, weil michael jackson zu blöd ist, heute noch die charts zu rocken und sich vernünftig vermarket. so ein idiot.



heute war es soweit. ich sass am morgen in der u-bahn und las in meinem buch. zwischendurch sah ich kurz auf und mein blick fiel auf den mann, der gegenüber von mir sass. er hatte den kopf gesenkt und liess seine augen über die zeilen seines buches gleiten. wie immer sah ich mir den titel des buches an und musste grinsen.
er las doch tatsächlich das gleiche buch wie ich ! und er war auch ungefähr so weit vorgeschritten wie ich selbst. eigentlich hätte ich gern gefragt: "ist herr lehmanm bei dir auch gerade im schwimmbad ??" ab ich dann aber doch nicht gemacht.



ist so ein moment, in dem ich mich selbst dabei ertappe, rundum zufrieden zu sein, schon fast glücklich. ganz ohne grund.

man sitzt einfach still da, denkt über nichts nach und ganz plötzlich ist dieses gefühl da und man denkt sich "hey, warum bin ich denn auf einmal so komplett rund."

in dem moment ist alles gut und man ist felsenfest davon überzeugt, dass es immer so bleiben wird.

im liquid center ist es nicht ganz still. es ist mehr wie der schongang der waschmaschine. wenn das wasser langsam herumgedreht wird und ganz gleichmässig hin und auch wieder her schwappt. oben drauf dieser schaum, den man nicht anfassen muss um zu wissen, dass er ganz weich ist. weicher als rasierschaum und auch weicher als das fell einen baby kaninchens. nicht so weich wie die haut am bauch eines menschen, den man liebt - aber fast.



fragen die black eyed peas und erwarten sich da hoffentlich nicht ausgerechnet von mir eine antwort. was weiss denn ich, wo diese blöde liebe hängen geblieben ist. sollte ich sie aber unerwarteter-weise irgendwo antreffen, richte ich ihr gerne was aus...



justin timberlake hat es übrigens geschafft. man muss ihn nicht mal mehr dazuschreiben und hört ihn dennoch ganz deutlich heraus.



littleguy hat ja beschlossen, den gitarren unterricht an seiner schule zu besuchen. am freitag brachte mir eine kollegin das von ihr besorgte instrument mit und ich hatte total vergessen, wie schön so eine schlichte gitarre aussieht. einfach wunderschön.

schlagartig tat es mir leid, dass ich den gitarrenunterricht damals nicht ernsthafter betrieben habe. weshalb ich sie auch sofort auspackte, die finger der linken hand planlos irgendwo plazierte und mit der rechten hand wild über die seiten fuhr. das klang nicht so berauschend wie erwartete, also übertönte ich das desaster mit lautem "lala lalalalala".

meine kollegin meinte, wenn es einen gott gibt, hat littleguy mein talent nicht geerbt. ein anderer kollege fühlte sich bemüssigt, mich an das von oberster stelle vorordnete singverbot für mich zu erinnern. dabei gilt das ja nur für fussball-schlachtenbummler-rufe und nicht für lalalalala. denke ich. vielleicht sollte ich am montag aber sicherheitshalber nochmal nachfragen. ich will ja nichts falsch machen.



vor kurzem stolperte ich beim herumzappen auf jason mraz' video zu the remedy. netter song, lustiges video.

die cd waiting for my rocket to come erscheint bei uns am 24. november. klingt beim ersten querhören nach winterabenden am sofa mit kerzen und tee und buch. und auch nach badewanne und viel schaum und mitsingen.

noch ein grund also, für den oktober, endlich zu vergehen.



 
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