wien ist die stadt der überschriften. das jahr 2003 ist das jahr der "menschen mit behinderungen". hochsensibilisiert nennt es sich "menschen mit besonderen bedürfnissen". mir gefällt die erste version besser, denn wenn wir schon vor dem wort behinderung angst haben, können wir mit der integration erstmal pause machen und sollten sehr viel weiter vorne im programm ansetzen. zumal ich mich mit "mensch mit besonderen bedürfnissen" persönlich angesprochen fühle. besondere bedürfnisse haben wir alle, auch die menschen mit behinderungen.
ich hätte einen vorschlag für das motto des kommenden jahres. 2oo4 - das jahr der befindlichkeiten. wenn wir doch ohnehin tagtäglich von tausend befindlichkeiten genervt, gelenkt und beeinflusst werden, warum dann nicht gleich offiziell ?
das heisst ja nicht, dass man ganz ohne befindlichkeiten auskommt. das heisst auch nicht, dass alle befindlichkeiten abgeschafft werden sollten. das heisst nur, dass es gut wäre an einen punkt zu kommen, an dem man mit einem schulterzucken sagen kann "aja, befindlichkeiten" und sich nicht weiter ärgert. ob nun über jemand anderen oder auch über sich selbst. so ehrlich muss man dann schon auch sein. vielleicht ist diese befindlichkeit gegenüber befindlichkeiten aber auch nur ein besonderes bedürfnis.
ich hätte einen vorschlag für das motto des kommenden jahres. 2oo4 - das jahr der befindlichkeiten. wenn wir doch ohnehin tagtäglich von tausend befindlichkeiten genervt, gelenkt und beeinflusst werden, warum dann nicht gleich offiziell ?
das heisst ja nicht, dass man ganz ohne befindlichkeiten auskommt. das heisst auch nicht, dass alle befindlichkeiten abgeschafft werden sollten. das heisst nur, dass es gut wäre an einen punkt zu kommen, an dem man mit einem schulterzucken sagen kann "aja, befindlichkeiten" und sich nicht weiter ärgert. ob nun über jemand anderen oder auch über sich selbst. so ehrlich muss man dann schon auch sein. vielleicht ist diese befindlichkeit gegenüber befindlichkeiten aber auch nur ein besonderes bedürfnis.
26. September 2003, Rubrik: something about me
auf dem heimweg kam ich bei einem mc donalds vorbei. vor der tür trieben sich vier kids herum, alle im alter zwischen 4 und 6 jahren. sie gingen langsam auf und ab, unterhielten sich, besahen sich ihre happy meal geschenke und langweilten sich. zwei mütter sassen im restaurant an einem tisch, in der nähe der tür. eine der mütter kam zur tür, streckte ihren kopf raus und rief "markus, nicht von der tür weggehen, wir müssen euch sehen können. kommt zurück zur tür."
drei der kinder sahen auf und bewegten sich ganz selbstverständlich und ohne auch nur mit einer wimper zu zucken in bewegung in richtung der tür. markus nicht. markus blieb stehen, besah sich wieder das spielzeug in seiner hand und rief im selben freundlich ton der mutter zurück: "nein."
ich grinste und dachte "ach markus, das erkennen und trennen von red-ma-drüber und mach-was-ich-dir-sage situationen hast du noch nicht so drauf."
und dann stellte ich sehr schnell fest, warum markus das so macht. die mutter nahm sein "nein" nämlich gar nicht richtig wahr und war schon wieder auf dem rückweg zu ihren pommes. ihre anweisung galt war wohl nur eine tribut an mutterinstinkt und aufsichtspflicht.
und einmal mehr dachte ich, dass ich eine erziehungsbibel schreiben sollte. die ist klein, in leder gebunden und kostet an die 1000 euro. es gibt darin nur eine einzige seite und auf der steht geschrieben:
liebe eltern. ihr sagt was gemacht wird, aber der boss ist das kind. toi toi toi.
drei der kinder sahen auf und bewegten sich ganz selbstverständlich und ohne auch nur mit einer wimper zu zucken in bewegung in richtung der tür. markus nicht. markus blieb stehen, besah sich wieder das spielzeug in seiner hand und rief im selben freundlich ton der mutter zurück: "nein."
ich grinste und dachte "ach markus, das erkennen und trennen von red-ma-drüber und mach-was-ich-dir-sage situationen hast du noch nicht so drauf."
und dann stellte ich sehr schnell fest, warum markus das so macht. die mutter nahm sein "nein" nämlich gar nicht richtig wahr und war schon wieder auf dem rückweg zu ihren pommes. ihre anweisung galt war wohl nur eine tribut an mutterinstinkt und aufsichtspflicht.
und einmal mehr dachte ich, dass ich eine erziehungsbibel schreiben sollte. die ist klein, in leder gebunden und kostet an die 1000 euro. es gibt darin nur eine einzige seite und auf der steht geschrieben:
liebe eltern. ihr sagt was gemacht wird, aber der boss ist das kind. toi toi toi.
26. September 2003, Rubrik: just
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zwei kolleginnen unterhalten sich über ihre pläne fürs wochenende.
l: und da kommen freundinnen zu mir und schauen sich mein meerschweinchen an, denn das haben sie noch gar nicht gesehen.
b: aha. schweinwarmingparty.
nur dasitzen und zuhören. manchmal ist das echt wie fernsehen.
l: und da kommen freundinnen zu mir und schauen sich mein meerschweinchen an, denn das haben sie noch gar nicht gesehen.
b: aha. schweinwarmingparty.
nur dasitzen und zuhören. manchmal ist das echt wie fernsehen.
26. September 2003, Rubrik: conversations haeppchen
ich rauche wirklich gern. aber personen wie mich sollte man nicht mit feuer hantieren lassen. pausenlos verbrenne ich mir die finger oder den handrücken, anderer leute handrücken, streue mir selbst asche in die augen oder aber fahre mir mit nikotinfingern ins auge.
vor kurzem schaffte ich es sogar, mir selbst eine gerade angesteckte zigarette in den ausschnitt zu schmeissen. zum glück trug ich unter meinem hemd noch ein shirt, auf dessen rand ich die zigarette abfing und balancierte. die glut war zwar nah genug dran um der haut zu zeigen, was "heiss" bedeutet, verbrennung trug ich aber keine davon.
ich könnte aber auch ab jetzt mit rollkragenpulli und handschuhen rauchen...
vor kurzem schaffte ich es sogar, mir selbst eine gerade angesteckte zigarette in den ausschnitt zu schmeissen. zum glück trug ich unter meinem hemd noch ein shirt, auf dessen rand ich die zigarette abfing und balancierte. die glut war zwar nah genug dran um der haut zu zeigen, was "heiss" bedeutet, verbrennung trug ich aber keine davon.
ich könnte aber auch ab jetzt mit rollkragenpulli und handschuhen rauchen...
26. September 2003, Rubrik: dislikes
eben fragte eine kollegin durch, ob jemand was vom mc d. will, eine andere kollegin wäre unterwegs und könnte was mitbringen. ich beschloss, heute mal keine böcke auf burger zu haben und lehnte dankend ab. worauf die kollegin sagt: "ok, dann haben wir jetzt ein problem. der chef hat eben burger bestellt und auf meine frage, ob er nichts dazu will, sagte er: nein danke, die pommes ess ich eh von der miss."
das macht er nämlich immer. im normalfall frage ich ihn aber "willst du auch pommes dazu oder isst du meine?" sein ansatz ist irgendwie neu und auch ein kleines bisschen dreist.
und was mach ich ? sag ohne überlegen "ja ok, dann halt pommes."
aber irgendwie muss sich mein dasein im büro ja auch erklären lassen...
das macht er nämlich immer. im normalfall frage ich ihn aber "willst du auch pommes dazu oder isst du meine?" sein ansatz ist irgendwie neu und auch ein kleines bisschen dreist.
und was mach ich ? sag ohne überlegen "ja ok, dann halt pommes."
aber irgendwie muss sich mein dasein im büro ja auch erklären lassen...
26. September 2003, Rubrik: just
manchmal haben männer eine sehr seltsame art frauen, die ihnen optisch in irgendeiner fort zusagen, zu begegnen.
da will man dann spontan nur kelly mc gillis aus dem film fick mich zitieren und sagen: "steht etwa top gun auf meiner stirn?
oder war das umgekehrt ?
da will man dann spontan nur kelly mc gillis aus dem film fick mich zitieren und sagen: "steht etwa top gun auf meiner stirn?
oder war das umgekehrt ?
25. September 2003, Rubrik: just
eben kam der anruf des tages. eine frau war dran. sie hatte einen brief bekommen mit einer einladung. "wozu is gut?" erstmal erforderte es ein paar sherlock holmes gene, um herauszufinden, worum es überhaupt geht. das dann doch erkannt, hab ichs gern erklärt und hörte ein bestätigendes:
"ah, ach so, weiss schon. wegen aussterben."
hä ?
"ähm, aussterben ? ich fürchte, dass hab ich jetzt nicht ganz verstanden."
"kann man aussterben, oder ?"
"naja kann man, wenn man will... äh...."
"ah nein, nicht aussterben. an-str-eben."
ja genau. geh einfach mal hin, die kollegin wirds vor ort schon erklären...
"ah, ach so, weiss schon. wegen aussterben."
hä ?
"ähm, aussterben ? ich fürchte, dass hab ich jetzt nicht ganz verstanden."
"kann man aussterben, oder ?"
"naja kann man, wenn man will... äh...."
"ah nein, nicht aussterben. an-str-eben."
ja genau. geh einfach mal hin, die kollegin wirds vor ort schon erklären...
25. September 2003, Rubrik: conversations haeppchen
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habe vorhin mit einer kollegin beschlossen heute spaghetti zu essen. sie sagte, sie holt noch was wir brauchen im supermarkt, drückte mir eine packung nudeln in die hand und sagte: "koch du inzwischen die da." worauf meine andere kollegin kurz zu uns rübersieht und sagt "die musst du aus dem sackerl nehmen."
haha. ja, meine anit-kochkünste sind legendär. aber wenn ich mich verarscht wissen will, mach ich das selbst. ich kann das ohnehin besser.
zudem glauben die kollegen hier auch, sie müssen unbedingt in der küche vorbeischauen, wenn ich dort gerade herumdoktere und mir sagen: "so macht man das nicht." meine standardantwort ist dann: "jamie oliver macht das auch so."
das beendet die diskussion dann immer. wenn sie ein wenig nachdenken würden, wüssten sie, dass es null sinn macht, wenn ich mir eine kochsendung ansehen würde. genausogut könnte ich mir eine hörspiel auf arabisch reinziehen.
und sie kommen auch nur und reden schlau, weil ich es bin. den anderen "chefköchen" geben sie keine tipps.
und weil ich gerade in der stimmung dazu bin, sag ich jetzt mal die wahrheit: wenn ich muss, kann ich kochen. ich bin nicht sonderlich kreativ dabei, aber ich kriegs hin. ich hab es sogar gelernt. ok, ich hab mir immer die küchenpartner gesucht, die es wirklich gut konnten. aber ich kann es. ich will bloss nicht. absolut null interesse. ich will bloss essen, nicht kochen.
essen wird bei mir auch nur selten zelebriert. ich mag keinen wein und meistens mach ich irgendwas nebenbei. da steht der ganze aufwand rund ums kochen einfach nicht für. essen muss man nun mal, um zu überleben. aber das gilt nicht fürs kochen.
ich finde aber leute toll, die mit leidenschaft kochen. weil ich alle menschen toll finden, die irgendwas mit leidenschaft machen.
haha. ja, meine anit-kochkünste sind legendär. aber wenn ich mich verarscht wissen will, mach ich das selbst. ich kann das ohnehin besser.
zudem glauben die kollegen hier auch, sie müssen unbedingt in der küche vorbeischauen, wenn ich dort gerade herumdoktere und mir sagen: "so macht man das nicht." meine standardantwort ist dann: "jamie oliver macht das auch so."
das beendet die diskussion dann immer. wenn sie ein wenig nachdenken würden, wüssten sie, dass es null sinn macht, wenn ich mir eine kochsendung ansehen würde. genausogut könnte ich mir eine hörspiel auf arabisch reinziehen.
und sie kommen auch nur und reden schlau, weil ich es bin. den anderen "chefköchen" geben sie keine tipps.
und weil ich gerade in der stimmung dazu bin, sag ich jetzt mal die wahrheit: wenn ich muss, kann ich kochen. ich bin nicht sonderlich kreativ dabei, aber ich kriegs hin. ich hab es sogar gelernt. ok, ich hab mir immer die küchenpartner gesucht, die es wirklich gut konnten. aber ich kann es. ich will bloss nicht. absolut null interesse. ich will bloss essen, nicht kochen.
essen wird bei mir auch nur selten zelebriert. ich mag keinen wein und meistens mach ich irgendwas nebenbei. da steht der ganze aufwand rund ums kochen einfach nicht für. essen muss man nun mal, um zu überleben. aber das gilt nicht fürs kochen.
ich finde aber leute toll, die mit leidenschaft kochen. weil ich alle menschen toll finden, die irgendwas mit leidenschaft machen.
25. September 2003, Rubrik: dislikes
eben eine szene aus dem film "irgendwann in mexiko" gehört, der heute bei uns anläuft. johnny depp über seine vorliebe für mexikanisches fleisch:
"...schmeckt so gut, wenn ich damit fertig bin, bezahle ich meine rechnung, gehe in die küche und erschiesse den koch. und genau das selbe erwarte ich von ihnen."
"ich soll den koch erschiessen ?"
"nein, das mache ich. ich muss sowieso durch die küche raus."
und weil es noch nicht reicht, mich frühmorgens zum lachen zu bringen, überzeugen dann auch noch antonio banderas, salma hayek und alle unter der regie von robert rodriguez.
will. ich. sehen.
"...schmeckt so gut, wenn ich damit fertig bin, bezahle ich meine rechnung, gehe in die küche und erschiesse den koch. und genau das selbe erwarte ich von ihnen."
"ich soll den koch erschiessen ?"
"nein, das mache ich. ich muss sowieso durch die küche raus."
und weil es noch nicht reicht, mich frühmorgens zum lachen zu bringen, überzeugen dann auch noch antonio banderas, salma hayek und alle unter der regie von robert rodriguez.
will. ich. sehen.
25. September 2003, Rubrik: likes
gestern morgen machte ich mir, wie in der letzten zeit jeden morgen, einen moccachino. dazu stellte ich erstmal milch in die microwelle, stellte die zeit ein, plauderte angeregt mit einer kollegin und die milch, auch nicht träge, ging er der zeit. nämlich über. deshalb also tasse raus, glasdings raus, abwaschen, abtrocknen und wieder rein ins gerät. die milch war ja nun deutlich weniger, weshalb ich die tasse nochmal auffüllte, in die microwelle stellte um dann die uhr auf die exakt selbe zeit einzustellen wie zuvor. ging natürlich wieder über. für die glasplatte im gerät war es ein guter tag, weil sie innerhalb von fünf minuten gleich zweimal gewaschen wurde.
heute morgen war dann mein grosses glas, aus dem ich üblicherweise trinke, im geschirrspüler und flexibel wie ich nun mal bin griff ich deshalb auf meine grosse starbucks tasse zurück. weil ich doch aus den gestrigen geschehnissen gelernt habe, schraubte ich die zeit ein wenig zurück und liess nebenbei die kaffeemaschine espresso ein eine extra tasse schütten. als die milch heiss war, stellte ich die tasse vor der mikrowelle ab, holte die tasse mit dem kaffee, schaute beides an und dachte: "oh, zuviel milch, das geht sich nicht aus." den kaffee hab ich trotzdem reingeschüttet. und es ging sich natürlich nicht aus.
mit der realität steh ich teilweise auf kriegsfuss. und davon aus fehlern zu lernen, bin ich ganz offensichtlich ganz weit weg.
heute morgen war dann mein grosses glas, aus dem ich üblicherweise trinke, im geschirrspüler und flexibel wie ich nun mal bin griff ich deshalb auf meine grosse starbucks tasse zurück. weil ich doch aus den gestrigen geschehnissen gelernt habe, schraubte ich die zeit ein wenig zurück und liess nebenbei die kaffeemaschine espresso ein eine extra tasse schütten. als die milch heiss war, stellte ich die tasse vor der mikrowelle ab, holte die tasse mit dem kaffee, schaute beides an und dachte: "oh, zuviel milch, das geht sich nicht aus." den kaffee hab ich trotzdem reingeschüttet. und es ging sich natürlich nicht aus.
mit der realität steh ich teilweise auf kriegsfuss. und davon aus fehlern zu lernen, bin ich ganz offensichtlich ganz weit weg.
24. September 2003, Rubrik: foolish
gestern, später nachmittag.
littleguy: du mama, essen wir heute schinkenfleckerl.
miss (fassungslos): die kann man nicht fertig kaufen, die muss man
richtig kochen.
für eine nominierung für die mutter des jahres wird es wohl wieder nicht reichen...
littleguy: du mama, essen wir heute schinkenfleckerl.
miss (fassungslos): die kann man nicht fertig kaufen, die muss man
richtig kochen.
für eine nominierung für die mutter des jahres wird es wohl wieder nicht reichen...
24. September 2003, Rubrik: conversations haeppchen
ich kenne nicht viel, dass sich so gut anfühlt, wie das gefühl in der brust, wenn dein kind das simple wort "mama" sagt. und ich meine nicht das erste "mama", sonder das tagtägliche "mama".
alles ist gleich viel besser, wenn littleguy aus der schule kommt, mich anruft und überdreht und amüsiert ins telefon ruft "hallo mama!!"
ein simples wort und geschrieben sieht es ausserdem reichlich dumm aus. aber ausgesprochen klingt es wie ein durch den wald springendes babyreh und ein sonnenblumenfeld und ein regenbogen und ein schaumvollbad im winter und extra karamel in meinem moccachino.
und ich frage mich, wie das denn nun ist. sein eigenes kind in dem ausmass zu lieben ist so schwer nicht. geht das aber auch auf "freiwilliger basis" ? wie hoch sind die chancen auf jemanden zu treffen, für dessen lächeln du dein letztes hemd verschenken und im kniehohen schnee niederknien würdest ?
alles ist gleich viel besser, wenn littleguy aus der schule kommt, mich anruft und überdreht und amüsiert ins telefon ruft "hallo mama!!"
ein simples wort und geschrieben sieht es ausserdem reichlich dumm aus. aber ausgesprochen klingt es wie ein durch den wald springendes babyreh und ein sonnenblumenfeld und ein regenbogen und ein schaumvollbad im winter und extra karamel in meinem moccachino.
und ich frage mich, wie das denn nun ist. sein eigenes kind in dem ausmass zu lieben ist so schwer nicht. geht das aber auch auf "freiwilliger basis" ? wie hoch sind die chancen auf jemanden zu treffen, für dessen lächeln du dein letztes hemd verschenken und im kniehohen schnee niederknien würdest ?
23. September 2003, Rubrik: mein hoch und mein tief
gegenüber vom ausgang des apollo kinos gibt es schon seit jahren einen club. zuerst war es der guess club. die guessers hatten sich überlegt, dass sie auf das kinopublikum keinen wert legen. deshalb gab es türsteher und strenge kontrolle und da durfte nun wirklich nicht jeder rein. das war allerdings kein grosses problem, weil man gerade in dem bezirk einmal umfällt und in der nächten bar steht. und so dauerte es nicht lange und der guess club ging pleite.
kurze zeit später war dann eine neue bar drin und nannte sich kaunitz. dort war es durchaus nett, allerdings hatten die vorbesitzer schon ein ganzes stück arbeitet geleistet. einmal vergraulte leute wieder anzulocken ist schwierig. wenn du einmal nicht willkommen warst, ist dir die location unsympathisch. und da ändert auch ein neuer besitzer und ein neues konzept nicht viel daran. die kaunitz bar gab es also auch nicht lange.
und jetzt ist dort der social club. ich war am freitag dort im kino und um 20 minuten zu früh da, deshalb dachte ich mir, ich schau mir mal an, was aus dem laden gemacht wurde. die neuen besitzer haben umgebaut und auf den ersten blick sieht das auch alles ganz nett aus. ich setzte mich also in eine leder couch und dort wurde mir dann gleich mal ganz unwohl, als ich die fotos an der wand sah. vielleicht hab ich ja den trend verpasst, aber eigentlich denke ich, dass ich schon richtig liege mit meiner vermutung, dass es sich bei der freundin des besitzers beim letzten gti treffen handelt. beim betreten des clubs hatte ich das gefühl, die wissen, was sie tun. dann sah ich die fotos und dachte, dass sie wahrscheinlich doch einfach nur bemüht sind. der teufel liegt wie immer im detail.
ich lag aber falsch, denn bemüht ist das falsch worte, wie mich die kellnerin schnell wissen liess. als einziger gast bestellte ich einen martini und ginger ale. dafür wollte sie 7 euro 40, ich gab ihr neun und sagte "acht", sie sagte "danke", steckte die neun euro ein und ging.
der martini war in einem kleinen glas, weshalb ich nur den halben inhalt der kleinen ginger ale flasche in das glass goss. ich las in einer zeitschrift, trank meinen drink, rauchte eine zigarette und dann kam die kellnerin wieder und nahm MEINE flasche mit dem restlichen ginger ale drin mit.
wenn ich glaube einen club führen zu müssen, mitten in einem der bezirke, mit den meisten clubs und lokalen und sich mein club nicht auf der haupststrasse und auch nicht in einer seitengasse und dann noch nicht einmal auf der parallelstrasse, sonder IN EINER SEITENSTRASSE DER PARALLELSTRASSE befindet, dann würde ich mir mit der auswahl meines personals wirklich richtig viel mühe geben. so aber bin ich gespannt, welcher neue club sich in zwölf monaten dort breit macht.
kurze zeit später war dann eine neue bar drin und nannte sich kaunitz. dort war es durchaus nett, allerdings hatten die vorbesitzer schon ein ganzes stück arbeitet geleistet. einmal vergraulte leute wieder anzulocken ist schwierig. wenn du einmal nicht willkommen warst, ist dir die location unsympathisch. und da ändert auch ein neuer besitzer und ein neues konzept nicht viel daran. die kaunitz bar gab es also auch nicht lange.
und jetzt ist dort der social club. ich war am freitag dort im kino und um 20 minuten zu früh da, deshalb dachte ich mir, ich schau mir mal an, was aus dem laden gemacht wurde. die neuen besitzer haben umgebaut und auf den ersten blick sieht das auch alles ganz nett aus. ich setzte mich also in eine leder couch und dort wurde mir dann gleich mal ganz unwohl, als ich die fotos an der wand sah. vielleicht hab ich ja den trend verpasst, aber eigentlich denke ich, dass ich schon richtig liege mit meiner vermutung, dass es sich bei der freundin des besitzers beim letzten gti treffen handelt. beim betreten des clubs hatte ich das gefühl, die wissen, was sie tun. dann sah ich die fotos und dachte, dass sie wahrscheinlich doch einfach nur bemüht sind. der teufel liegt wie immer im detail.
ich lag aber falsch, denn bemüht ist das falsch worte, wie mich die kellnerin schnell wissen liess. als einziger gast bestellte ich einen martini und ginger ale. dafür wollte sie 7 euro 40, ich gab ihr neun und sagte "acht", sie sagte "danke", steckte die neun euro ein und ging.
der martini war in einem kleinen glas, weshalb ich nur den halben inhalt der kleinen ginger ale flasche in das glass goss. ich las in einer zeitschrift, trank meinen drink, rauchte eine zigarette und dann kam die kellnerin wieder und nahm MEINE flasche mit dem restlichen ginger ale drin mit.
wenn ich glaube einen club führen zu müssen, mitten in einem der bezirke, mit den meisten clubs und lokalen und sich mein club nicht auf der haupststrasse und auch nicht in einer seitengasse und dann noch nicht einmal auf der parallelstrasse, sonder IN EINER SEITENSTRASSE DER PARALLELSTRASSE befindet, dann würde ich mir mit der auswahl meines personals wirklich richtig viel mühe geben. so aber bin ich gespannt, welcher neue club sich in zwölf monaten dort breit macht.
22. September 2003, Rubrik: miss.dissed