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als ich noch klein war, brachte mir meine mama das fahrradfahren bei. dabei hielt sie mein kleines blaues fahrrad hinten fest und lief hinter mir her. das ist verdammt anstrengend und macht sozusagen minusspass. aber ich bestand nun mal darauf.

ich trat in meine kleinen pedale, hielt den lenker fest umklammert und freute mich darüber, wie gut ich das konnte. meine kleinen hände wurden langsam lockerer, die knöchel traten nicht mehr weiss hervor, denn ich machte das ganz hervorragend. strahlend fuhr ich vor mich hin, wurde ein bisschen schneller und war absolut siegessicher. wenn ich mich umdrehte, war da meine mama. wenn sie nicht da war, war der ritt auf dem bike allerdings auch schon vorbei. einige böse stürze waren die folge an denen natürlich meine mama und nur sie schuld war. an mir konnte es nicht liegen, denn ich fuhr grossartig. ich konnte mich zwar selbst nicht dabei sehen, aber ich konnte es ganz genau spüren. würde es einen nobelpreis fürs fahrradfahren geben, hätte ich ihn wohl bekommen. und in meiner welt fuhr ich ja auch ganz allein. ganz allein mit ein bisschen unterstützung von meiner mama.

am letzten wochenende wurde es mir ganz stark bewusst. mein fahrrad ist inzwischen schon richtig gross und ich fahre auch nicht mehr immer geradeaus, sondern wage hin und wieder richtig gefährliche stunts. ich mache das gar nicht schlecht. aber wenn ich mich umdrehe, stehen da inzwischen sehr viele leute, die mein fahrrad halten und mich sichern. und sie lächeln mir immer alle aufmunternd zu und haben für notfälle pflaster und süssigkeiten einstecken. deshalb kann ich wie ein lemming ohne helm und knieschützer durch mein leben toben, felsenfest davon überzeugt, dass mir gar nichts passieren kann.



31.10.03 - 17:50 - büro:

freitag abend stimmung. alle sind gut gelaunt, machen witze die nicht besonders gut sind, über die aber dennoch ausgelassen gelacht wird.
"miss, bist du soweit ?"
"ich bin immer soweit."
"gut. dann lass uns fahren."


03.11.03 - 05:30 - zugabteil:

im fenster beobachte ich meine augen dabei, wie sie glasig werden. und meine lippen sehe ich sagen "du heulsuse, hör sofort auf und rauch lieber noch eine."
im abteil ist es viel zu hell. die welt ausserhalb der fensterscheibe ist viel sympathischer, denn da ist es dunkel und ich wäre jetzt auch lieber von schwarzer luft umgeben.

gerade eben war ich doch noch im büro und jetzt bin ich schon wieder auf dem weg dorthin, viel zu früh. und an stelle der nächsten zigarette, hole ich lieber meinen unsichtbaren ball aus der tasche und spiele ein wenig damit.

was ich gelernt habe: nicht überall gibt es bei mc donalds sour cream dip. und superhelden können sogar regen machen.



durchsage heute morgen beim flug nach wien:

"meine damen und herren, wir werden voraussichtlich mit einer verspätung von 35 minuten starten, da es in wien sehr nebelig ist. in der zwischenzeit erzähle ich ihnen etwas zur flugroute und dem wetter ...... wir fliegen dafür dann auch so schnell, wie es aerodynamisch möglich ist."



ich konnte diese woche eine bahnbrechende entdeckung machen: die zeit lässt sich über mein telefon steuern.

wenn ich telefoniere, muss ich nur einmal blinzeln und schon ist eine stunde vorbei. kaum lege ich den hörer auf, dauert jede stunde mindestens ein jahr lang.

und speziell heute wird die zeit nochmal zeigen, was sie tatsächlich drauf hat. der heutige tag wird einfach ewig lang dauern und ab 19:00 uhr wird die zeit nicht nur stehen bleiben ...nein, sie wird sich beinahe rückwärts bewegen.

so playing now: miss vs. time

14:45 - nachtrag: schon die ganze zeit hüpft ein kleiner alter mann mit furchtbar langem, weissen bart durch meinen kopf und singt flüsternd mit der stimme von udo jürgens "was ist zeit ?"



einmal, vor vielen jahren, hatte herr robert palmer sehnsucht nach seiner freundin. die wohnte leider nicht in seiner stadt, deshalb rief er im reisebüro an und buchte einen flug. zu ihr.

ein paar tage später holte er sich sein ticket ab und sass dann zu hause an seinem tisch, besah sich grinsend das stück papier - welches bitte schön hochoffiziell als dokument gilt - und er war wohl etwas überschwenglich, denn er fing spontan für das ticket an zu singen. der texte lautete in etwa : "... you gonna have to face it, you're a ticket to love."

weil er seinen song mochte, ging er damit zu seinem plattenlabel. aber dort hielten sie ihn alle für ein wenig verrückt, wegen des textes. deshalb wurde es umgeschrieben und lautet dann: "... you're gonna have to face it, you're addicted to love."

macht zwar einen unterschied, stimmt aber wohl beides.



nike3 nike2

nike nike4



ziemlich witzige kampagne. wir auch zeit, dass der schmäh und der charme des wienerischen auch mal richtig cool eingesetzt wird.



als ich noch klein war, wollte ich immer die freundin von superman sein. "an seiner seite" so dachte ich, "kann mir gar nichts passieren."

heute weiss ich, dass er gar nicht fliegen können muss. und ein rot/blaues cape ist auch nicht nötig. viel erstaunlicher ist nämlich die fähigkeit, mir an einem wirklich gar nicht guten tag, nur anhand des klingeln meines telefons, ein lächeln ins gesicht zu zaubern, dass dann auch gar nicht mehr weg geht, selbst wenn ich das wollte.

zudem ist die bildung von schachtelsätzen ganz offensichtlich ansteckend. aber das dürfte wohl auch eine fähigkeit von superhelden sein.



 
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