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ich bin jetzt seit donnerstag nachmittag wieder aus dem urlaub zurück. seit gestern bin ich wieder im büro und versuche so gut wie möglich mexico und den urlaub irgendwie fest zu halten. so weigere ich mich standhaft eine haube auf zu setzen und trage statt dessen lieber mein strandkopftuch, um die ohren vor dem bitterkalten wind zu beschützen.

"Suavemente, besame que quiero sentir tus labios besandome otra vez" lass ich elvis crespo in schöner regelmässigkeit durchs büro rufen und bis jetzt billigen mir die kollegen noch narrenfreiheit zu. oder aber, sie haben längst begriffen, dass kein vetorecht geduldet wird. immerhin reden wir von musik und immerhin geht es hier um eine frau, die versucht das eingeständnis wieder vollkommen im realen leben angekommen zu sein, so lange wie nur irgendwie möglich hinaus zu zögern.

wenn ich jetzt also durch wien gehe - mein heissgeliebtes wien - dann sehe ich mich um, blintzle in den himmel, sehe mir die leute auf der strasse an, atme ein paarmal durch, nicke mit dem kopf und denke: "jawohl, wien. WIEN! gar nicht mal so schön."

das momentane kommando lautet "aushalten!"

die arbeit lenkt ab. zum glück, denn so vergeht der tag und leider, denn nichts tun war auch nie langweilig und der tag verging trotzdem. sobald die sonne kommt, wird alles wieder gut werden und sein. denn - und das ist zwar ganz klar und nichts neues, aber ich musste es mir kürzlich trotzdem erstmal heftig vor augen halten: die sonne hier ist die selbe wie in mexico.



rauchen verbindet ja. besonders dann, wenn nette und hubsche mexikaner sich am strand eine zigarette ausborgen. man kommt dann ja auch leicht mal ins quatschen und dabei habe ich heute etwas sehr wortvolles erfahren.

in mexiko ist das mit der urlaub so eine geschichte. wenn du ein jahr bei einer firma bist, hast du sechs tage urlaub. im zweiten jahr dann schon zwolf tage und im dritten jahr anspruch auf heisse achtzehn tage. danach ist schluss. hoher geht nicht mehr, ausser du bist im management oder bist chef von mexiko city oder sowas.

andererseits: es gibt hier viele feiertage. und wenn so ein feiertag auf einen donnerstag fallt, dann versteht es sich von selbst, dass man am freitag auch nicht zur arbeit geht. das zahlt nicht als urlaubstag, es ist wie ein kleiner offizieller und nicht bose gemeinter streik. und das ist ok, das ist anerkannt.

schicke sache. ich glaube, dass ist eine sache, die ich aus dem urlaub mit nach hause nehme. wahrscheinlich ist es sinnvoll, meinem chef diese regelung bei ein paar pina coladas zu erklaren, aber auf einen versuch sollte man es da echt mal ankommen lassen.



letzte woche habe ich versprochen, dass ich diese woche alle im büro gehörig nerven werde, damit sie mich nicht zu arg vermissen, wenn ich in urlaub bin. eigentlich geht es darum, dass sie hier die zeit ohne mich geniessen können.

heute traf ich meinen chef beim kopierer, ehemaliger football spieler und heute noch grosser fan. also steckte ich die hände in die taschen meiner jeans, lächelte und sagte: "hey, soll ich dir was erzählen ? du musst es dir aber in ruhe anhören und es dir vorstellen. du musst es visualisieren, du musst es vor deinem geistigen auge haben. ok?" er nickte, stellte sich entspannt auf und schaute in die luft.

ich sagte: "stell dir vor: mexico. sandstrand. sonne, 30 grad. sandalen an den füssen, short und t-shirt. eine bar. supersize margharitas. ein grosser bildschirm und ..." an der stelle hielt ich kurz inne und sah ihn an. er blickte immer noch ins nichts, lächelte versonnen und so beugte ich mich ein bisschen vor und sagte: "und der superbowl"

sein lächeln verschwand in der sekunde, er starrte mich fassungslos an, aber nur für eine sekunde. danach jagte er mich ordner schwingend durchs büro. ich rief noch: "ah, wie ich sehe, kannst du es dir vorstellen".

ich stelle gerade fest, dass urlaubsvorbereitungen ein bisschen lästig sind, aber man die leute herrlich neidig machen kann. neid ist zwar eine todsünde, aber ich gönne sie jedem von herzen.

das leben ist schön.



weil vorhin in comments nachgefragt wurde und weils immer wieder thema ist, folgt hier nun für die alle die es interessiert, ein kleines update in sachen littleguy.

inzwischen ist mein baby gar kein baby mehr. er ist schon richtig gross, verdammt selbstständig und immer mehr verändert sich das mutter-kind verhältnis hin zu einer freundschaft. die meiste zeit über sind wir eher kumpels als kind und erziehungsberechtigter.

gerade vorhin erzählte ich meiner kollegin p., dass littleguy gestern nachmittag wiedermal anrief, um zu fragen, ob er bei einem freund übernachten darf und ich es natürlich erlaubte, aber auch ein bisschen schmollte, weil ich dann ganz alleine war und keiner zeit für mich hatte. sie sagte darauf: "miss, littleguy ist jetzt schon gross und das heisst für dich, dass du dir eigene freunde suchen musst."

vor kurzem trafen wir meinen chef abends zum essen und er fing an, eine geschichte zu erzählen, brach aber nach zwei sätzen ab, um zu sehen, ob es mich überhaupt interessiert. ich sagte gar nichts, aber littleguy fragte nach. also erzählte er die ganze geschichte und als er damit fertig war, sah ihn mein sohn ganz ruhig an und sagte dann ganz gelassen: "ok, die geschichte hatte ich mir spannender vorgestellt". er war nicht frech, sondern bloss ehrlich. und um auch ehrlich zu sein: er war dabei ziemlich cool.

abends hören wir gerne harry potter hörspiele und, so sehr wir frau rowling für ihre kreativen einfälle und ihre phantasie bewundern, machen wir uns doch immer gerne über ihren schreibstil lustig. wir brechen in schallendes gelächter aus, wenn es wiedermal heisst: "das war der schönste tag in harry ganzem leben!" und verwenden das auch sehr gerne im alltag. "kannst du mir mal das salz geben ? ... ah danke, das ist das schönste salz in meinem ganzen leben!!" wenn wir irgendwo zu besuch sind und er sich am tisch nicht ganz so benimmt, wie es für einen jungen gentleman angemessen wäre, dann heisst es: "kannst du mal aufhören, dich wie der erbe slytherins zu benehmen ?"

vor kurzem teilte er, als ich gerade nicht da war, dem rest der familie mit, er würde jetzt einen mann für mich suchen. weil ein brüderchen her muss und dazu ein daddy nicht übel wäre. als ich davon hörte, fragte ich mal nach, wie denn sein anforderungsprofil aussehen würde. er sagte: "er muss englisch und mathe mit mir lernen können." ich sagte: "ja, das sind zufällig auch genau die zwei punkte auf meiner wunschliste".

littleguy geht es also gut, er entwickelt sich zu einem wirklich tollen kerl mit viel sinn für humor und einem grossen herzen. später mal wird er sicher ein superheld.



vor einem halben jahr hätte ich noch darüber gelacht, aber seit ein paar wochen freue ich mich richtig darauf, demnächst 30 jahre alt zu werden. einmal freu ich mich, weil ich im letzten jahr, da ist jedes leugnen zwecklos, schon richtig gross geworden bin. inzwischen bin ich fast ganz erwachsen, komme vor lauter arbeit fast nie zum bloggen, zahle hin und wieder eine rechnung pünktlich, kenne inzwischen viele leute, die mich sietzen, nur zum elternabend geh ich immer noch nicht. der findet aber auch immer parallel zu hip-hop konzerten statt, es liegt also nicht an mir.
und wenn man inzwischen die meiste zeit damit verbringt, das leben eines erwachsenen zu führen, kann man sich altersmässig auch anpassen und die dreissiger kommen mir insofern sehr entgegen.

normalerweise feiere ich meine geburtstage nicht wirklich und schmeisse auch nie partys, aber diesmal dann doch. meine zwei chefs feiern zeitgleich und so haben wir uns zusammengetan, für die finanziellen möglichkeiten bedeutet sowas eine viagraartige wirkung. ursprünglich dachte ich, dass man an seinem dreissigsten geburtstag einfach nicht um eine party herum kommt, aber inzwischen freue ich mich sehr darauf. musik, drinks und alle meine freunde auf einem haufen. und an dem abend bin ich auch noch gar nicht erwachsen, weil ich da noch 29 bin.

an meinem tatsächlich geburtstag liege ich nämlich in mexico am strand, trinke schon wieder cocktail und um es mit den worten meiner freundin p. zu sagen: "we're looking forward to be pampered".

nebenbei wurde mir kürzlich schlagartig vor augen geführt, dass nicht einmal eine ganze dose lush's "whip stick" die lippen so weich und geschmeidig macht, wie ein bisschen - oder auch ausgiebig - schmusen. was wiederum ein guter grund ist, aus dem urlaub auch wieder ins kalte und schneefreundliche wien zurück zu kommen.

2005 war kein schlechtes jahr, absolut nicht. 2006 jedoch legt einen phänomenalen start hin.

noch viel phänomenaler allerdings ist, wie sich all das anfühlt. nämlich innen drin, im bauch und in der brust und im kopf. es fühlt sich an, als könnte man lkws locker grinsend mit einer hand zur seite heben und es fühlt sich an, als wäre es vollkommen egal, was morgen oder heute abend oder in zwanzig minuten passiert. und es ist auch egal, solange man im hinterkopf behält, dass grundsätzlich simple dinge dieses gefühl auslösen können.

gestern rief mich mein chef in sein büro, weil ich abermals böse und schlecht war. ich wusste das und ich ging in sein büro, setzte mich hin und sah ihn an. er sah mich an, sah in meine augen, sah mein lächeln, seuftze und sagte: "ach miss, was soll ich dir sagen ?" und ich sagte: "ich weiss, du hast anlass zum schimpfen und du bist damit im recht und du kannst das auch tun, ich habe es verdient. ich meine das wirklich nicht verarschend, aber wenn du schimpfst, dann besser erst am freitag oder montag, weil heute, ganz ehrlich ... dringt es einfach nicht bis zu mir durch." er schüttelte den kopf, sagte: "was soll ich mit dir bloss machen ?", aber auf so schwierige fragen weiss ich auch keine antwort.



 
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