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heute mittag hatte ich ein telefongespräch mit einem handyanbieter. eigentlich mit einem mobilnetzbetreiber, aber frauen müssen auf solche details nicht achten. das handy muss bloss zur tasche und die tasche zum outfit passen.

auf jeden fall ging es um die verlängerung von zwei verträgen und um die handys die man für sowas bekommt. da ich mein privathandy nur äusserst selten benutze, würde ich es vollkommen verstehen, würde der mobilnetzbetreiber sagen: "liebe junge frau, sie bringen uns kein geld. lösen wir doch den vertrag auf und gut ist." sagen die aber nicht. die sagten: "wir verlängern gerne ihren vertrag und sie kriegen auch gerne mobiltelefone von uns, aber dafür kriegen wir pro stück 70 euro."

ich sagte: "und wofür wollen sie das geld ?"

und die sagten: "weil, wissen sie, sie sind eine sehr sparsame telefoniererin und wir versuchen den bestmöglichen tarif für sie und uns ..."

ich sagte: "den teil mit dem tarif hab ich nicht verstanden. was hat das mit dem tarif zu tun?"

die sagten: "sehen sie, das ist wie in einer gut funktionierenden partnerschaft."

mein gott, was habe ich gelacht. und dann gesagt: "nein, leider, wie das in gut funktionierenden partnerschaften funktoniert weiss ich gar nicht. da bin ich der komplett falsche ansprechpartner. ich weiss, wie man partnerschaften lupenrein in den satz setzt und daher erkenne ich auch, was hier gerade passiert."

und das ist nicht gelogen. ich bin seit jänner dreissig jahre alt und kann eines mit hunderprozentiger sicherheit sagen: so viel ich auch darüber nachdenke, so viel ich auch versuche zu lernen, so viel ich auch darüber rede oder andere dabei beobachte: ich habe absolut keinen plan. nicht mal eine verdammte idee. lange zeit war mir das gar nicht bewusst, aber die wahrheit ist, dass ich gerne plaudere und flirte, dass ich männer wirklich gerne mag und was ich auch mag ist, einen grossen bogen um sie zu machen. das erschütternde dabei ist, dass ich das nicht einmal schlecht finde. ich meine, wenn man weiss, was man so gar nicht drauf hat, dann lässt man das einfach aus.

ein bisschen rangle ich schon noch mit mir selbst. irgendwo, ganz tief drinnen und versteckt, muss doch noch die romantikerin sein. die, die an die grosse lieben und den passenden nabel glaubt. und im grunde tue ich das auch. aber das maintheme auf meinem soundtrack ist tatsächlich nicht "i will always love you", sondern irgendwelche funkigen beats und vermutlich heisst der song "please not for me".

im september heiratet eine liebe freundin und arbeitskollegin. da werde ich versuchen den brautstrauss zu fangen. denn stell ich mir dann ins büro und harre der dinge, die da kommen mögen.



meine freundin v. sagte vor kurzem: "wenn du nicht weisst, ob du etwas kannst oder willst, dann musst du es eben ausprobieren." inhaltlich hab ich das auf anhieb verstanden, es dauerte bloss ein weile, bis ich überzuckert habe, dass verstehen alleine nicht reicht. kurzfristig war ich mir nicht sicher, ob ich den simplen plan auch in die tat umsetzen kann. aber dann fiel mir ein, dass ich, wenn ich nicht weiss, ob ich etwas kann, es eben ausprobieren muss. also probierte ich das mit dem probieren.

und worauf man dabei stösst ist gar nicht mal so uninteressant. auf die eigene moral zum beispiel. und auch auf eine ganz andere seltsame sache: man glaubt etwas zu wollen, probiert es, will es doch nicht, postwendend aber doch wieder. schliesslich weiss man nicht so genau, probiert nochmal, probiert danach einfach mal gar nichts zu tun und am ergebnis ändert sich manchmal sehr viel, manchmal auch gar nichts und das wahrlich erstaunliche ist, dass sogar das oft wirklich wurscht ist.

h. sagt, er fände grossartig, wie gut ich es hinbekomme "im jetzt zu leben". ich hingegen fände aber grossartig, wenigstens hin und wieder aus dem jetzt auszubrechen und wenigstens über die nächste viertel stunde den überblick zu behalten. und es macht noch nicht einmal sinn mir vorzunehmen das zu üben oder zu probieren, weil ich das nicht innerhalb der nächsten fünf minuten hinbekommen werde und alles darüber hinaus ist ja wieder so weit weg und eine überraschung.

meine theorie mag ein wenig waghalsig sein und vielleicht auch kompletter bullshit. ich geb sie dennoch hier preis: warum leben so viele menschen in der vergangenheit und/oder in der zukunft ? hmm ? na weil man sich so viel besser aushalten kann. im jetzt ist man, ob man will oder nicht, ja doch immer. die vergangenheit kann man, bei bedarf, abschütteln oder auch verdrängen. die zukunft kann man vor sich herschieben und ignorieren, weil sie einem nie einholen kann. wie auch ? beim marathon kann einem der läufer vor einem ja auch nicht einholen. das jetzt hingegen ist unheimlich präsent und aufdringlich. man kann maximal stillhalten und abwarten, dass es vorbei geht. aber jedes jetzt wird ja bloss vom nächsten jetzt abgelöst und ausserdem ist stillhalten und aushalten ja schon fast eine olympische disziplin. das ist gar nicht leicht und kann deshalb auch nicht von jedem betrieben werden. schon gar nicht ungeübt.

so. wenn man sich selbst sozusagen schön aufteilt auf gestern, heute und morgen dann müsste das doch westenlich einfacher sein, als sein ganzes sein auf den aktuellen moment zu konzentrieren.

als ich das letzte mal solchen gedanken nachhing, besuchte ich wiedermal meine therapeutin. ich erzählte ich davon und sie sagte: "ja". da ich nicht verheiratet bin, war dies das teuerste "ja" in meiner bisherigen vereinsgeschichte.

deshalb investiere ich das geld lieber in kaffee und zigaretten und überlege mir "das leben ist wie..." sprüchlein. "das leben ist wie cafe latte. man muss nur rauskriegen, wie man ihn am liebsten mag und danach nur noch aufpassen, dass man sich nicht verbrennt", zum beispiel.

oder auch: "das leben ist wie eine lesung. ob du mitmachst oder nicht, passieren wird es trotzdem."

und vielleicht auch: "das leben ist wie die liebe. unberechenbar, unvorhersehbar, immer wieder aufs neue einzigartig, durchaus stressig, aber nicht unangenehm."

ein wirklich smarte und süsser kerl den ich kenne, neigt dazu bei seinen erzählungen in alle möglichen und unmöglichen richtungen auszuschweifen. mitten in eben diesen ausschweifungen fällt ihm das selbst auf. dann streicht er sich die haare aus dem gesicht, sieht einem in die augen und sagt ganz so, als würde er jemanden anderen in seinem redeschwall unterbrechen: "egal !"

insofern .... EGAL !



meine konzentration lässt zu wünschen übrig. ganz gehörig sogar. ich rette mich von einen moment auf den anderen und jeden abend bedanke ich mich beim universum dafür, dass das mobiltelefon erfunden wurde.

gestern machte ich mich auf den weg zu einem termin. im büro schaute ich im internet noch schnell nach, welches verkehrsmittel mich am schnellsten dorthin bringen würde und stellte fest: die schnellbahn ist mein freund.

ich machte mich also auf den weg und auf dem weg zur station rief ich meine kollegin an um zu fragen, in welchem raum denn mein termin überhaupt statt finden wird, denn das hatte ich nicht nachgesehen.

in der schnellbahn fiel mir ein, ich könnte die zeit nutzen, um c. zu fragen, ob er am wochenende zeit hat um mit mir frühstücken zu gehen. die passende nachricht war schnell verfasst und ebenso schnell an die falsche person verschickt. in so einem fall bringt es übrigens überhaupt nichts, dem handy "nicht schicken! bitte nicht schicken!" zuzurufen. (an dieser stelle fällt dem aufmerksamen leser gewiss auf, dass das handy gar nicht immer mein freund ist. aber wie das in beziehungen nun mal so ist, gibt es gute und schlechte zeiten.)

nachdem ich also meinen fehler korrigiert hatte wurde mir klar: ich hatte mich zwar schlau gemacht, welche schnellbahn ich nehmen muss, bloss hatte ich keine ahnung, wo ich aussteigen sollte. deshalb fuhr ich dann auch prompt eine station zu weit.

das war um zehn uhr vormittags. ich hatte also noch acht stunden spass und action vor mir.

gut, ich räume ein, dass ich mir auch nicht wirklich mühe gab beim konzentrieren. sowas passiert erst, wenn man sich ärgert. solange man sich über die eigene dummheit königlich amüsieren kann, tut sich in sachen besserung erst mal gar nichts.

jetzt aber würde ich mich ganz gerne für, sagen wir, zwanzig minuten konzentrieren und alle arbeiten gegen mich. die putze wuselt durch mein büro und putzt an stellen, von denen ich gar nicht wusste, dass dort auch gewischt werden muss. der hund knauert, weil mein kollege nicht da ist. die sonne ist vollkommen unerwartet am untergehen. irgendwie dachte ich, sowas würde erst wieder im oktober passieren. also ungefähr zu der zeit, in der meine konzentrationsfähigkeit wieder zu mir zurückkehrt.

im hintergrund läuft aber eine sehr feine soul cd, es gibt also noch keinen grund zur panik. chill ma halt ein bissl und konzentrieren uns morgen.



ich habe nie besonders auf meine ernährung geachtet. mir war vollkommen egal was ich zu mir nahm. wichtig war immer nur, dass es schnell geht und gut schmeckt.

irgendwann im laufe des letzten sommers habe ich dann etwas gelesen und zwar über das nicht essen von fleisch. erstaunlicherweise klang der in dem buch beschriebene ansatz für mich vollkommen logisch, ich war bereits zu glauben, was ich da lese. und das mit dem glauben ist ja so eine sache. einerseits kann man glauben was man will und das ist eine gute sache. auf der anderen seite kann man, wenn man etwas mal glaubt, nicht einfach nicht mehr glauben. so liess ich das gelesene ein paar tage sickern und beschloss dann das essen von fleisch einfach mal auszulassen. im grunde aus purer neugier. ich wollte wissen, ob etwas passiert und wenn ja, was.

ich darf berichten, dass das eine spannende sache war. man hört mit etwas auf und wartet, hat aber keine ahnung, ob eine veränderung eintritt, hat keine ahnung, ob etwas passiert und wenn ja, wann oder in welcher form.

vermutlich kam die veränderung schleichend, denn ich brauchte sechs wochen um festzustellen, was sich getan hatte. ich wurde körperlich und geistig etwas ruhiger und entspannter. meine hände zitterten nicht mehr, wenn ich stressbedingt angespannt war. ich schlief plötzlich die ganze nacht durch und das tief und fest.

mein chef meinte damals, ich sollte besser doch hin und wieder fleisch essen, weil sich sonst im kopf etwas umstelle. was habe ich gelacht! inzwischen bin ich mit dem lachen fertig und darf sagen: es stellt sich tatsächlich etwas um.

einige zeit lang habe ich kein fleisch gegessen, weil ich mich eben dazu entschlossen hatte. inzwischen will ich tatsächlich nicht mehr. ich kann den geschmack nicht mehr leiden.

im grunde eine schöne und sehr simple sache. stört keinen, ist einfach in der umsetzung und ich fühle mich besser.

nun muss ich in letzter zeit allerdings feststellen, wie ich - ausgerechnet ich! - in ernährungstechnischer hinsicht plötzlich zum spassbefreiten prediger mutiere. vor kurzem hatte ich beruflich mit s. zu tun, der gerade das essen einer weltweit sehr erfolgreichen fast-food-kette in sich reinstopfte. noch bevor ich mir selbst den mund zuhalten konnte, hörte ich mich schon sagen: "wie oft ziehst du dir den dreck eigentlich rein ? weissbrotleibchen, rindfleisch, frittierte kartoffeln und jede menge salz."

als ich vor kurzem mit m. essen war und er sich ein grosses cola bestellte, sagte ich tatsächlich - mit augenverdrehen!!: "würdest du dich irgendwohin setzen und sechzig zuckerwürfel lutschen ? nein, würdest du nicht. und warum nicht ? weils vollkommen absurd ist."

ich bin furchtbar ! was ist bloss passiert ?? in allen anderen bereichen sage ich doch auch, dass jeder bitte tun soll, was ihm oder ihr spass macht.

sollten sie in ihrem umfeld auch so eine, in ernährungstechnischer hinsicht, nervkuh um sich haben, seien sie bitte gnädig und versuchen sie darüber hinweg zu sehen. in wahrheit sind wir nicht so. in wahrheit sind wir das nicht mal selbst. irgendein kleiner vegetarischer tofuteufel hat sich in unserem körper breit gemacht und er lässt keine gelegenheit aus, die gelegenheit beim schopf zu packen und unser umfeld mit nützlichen obst-und-gemüse-tips zu belästigen. ich glaube es war auch genau dieser teufel, der gwyneth paltrow dazu gebraucht hat, ihr erstens kind apple zu nennen. zuerste dachte ich ja, sie würde ihr zweitens kind ipod nennen. aber der knirps heisst moses und deshalb glaube ich nun, dass an dieser apple geschichte auch der tofuteufel schuld ist.

nur für den fall, dass es jemanden interessiert: tofu esse ich übrigens nicht. es glauben zwar immer alle, tofu wäre cheflieblingsspeise aller vegetarier, aber das stimmt nicht. tofu schmeckt langweilig und nur weils kein fleisch ist, ist das noch lange kein triftiger grund, sowas zu essen. styropor ist auch kein fleisch und wird trotzdem nicht nicht von vegetariern gegessen. schmeckt aber, glaube ich, so ähnlich wie tofu.

und nun geh ich los und schaue, ob ich jemanden auftreibe, dem ich erzählen kann, dass red bull dreck und tee viel besser ist.



für heute abend hatte ich eigentlich mal ein date ausgemacht. und gar nicht mal irgendein date, sondern eine verabredung mit einem kerl süss wie honig und dazu noch smart und witzig und ein toller schmuser. dieses date wurde allerdings von einem attentäter torpediert. dieser attentäter geht in die klasse meines sohnes und für heute abend wurde ein elterntreffen zu dem thema angesetzt. naja, auch schön.

so wurde also aus dem date ein "ich ruf dich an, wenn ich aus der schule komme und dann schauen wir mal, wie spät es ist und ob wir uns noch treffen wollen".

heute morgen dann wollte ich gerade etwas aus dem badezimmer holen, als die tür sich nicht öffnen liess. littleguy war in der dusche und nach einem kurzen check auf beiden seiten stand fest: die tür klemmt und geht nicht auf, obwohl sie nicht versperrt ist.

ich hab versucht sie mit einem messer zu öffenen, aber weil die tür ja auch holz ist und nicht aus butter, war das eher sinnlos.

kreditkarten öffnen bekanntlich alle türen, nur hab ich leider keine.

als nächstes habe ich gegen die tür getreten und das machte sofort eines, nämlich lärm.

dann hab ich mich mit aller wucht gegen die tür geschmissen und das hat zwar nicht den gewünschten erfolg gebracht, dafür aber weh getan.

in der zwischenzeit habe ich versucht, beruhigend auf den inzwischen leicht hysterisch werdenden sohnemann einzuwirken. schliesslich hab ich ihm befohlen ein bad zu nehmen, comics zu lesen und zu chillen.

wenn man alles versucht hat und sich dennoch eine erfolgslücke einstellt, bleibt nur noch eines: man bittet superman um hilfe. wenn der nicht erreichbar ist, schnippt man mit den fingern eine lustigen rhythmus und singt: "ich ruf den s, den m, den i, ich ruf den smi." der freut sich auch total über solche emergency anrufe in der früh, weil entspannt in den tag starten sicher nichts für kampfhundstreichler ist.

während wir also auf supersmis ankunft warteten, setzen ich mich vor die tür, rauchte eine zigarette und fing an, die situation zunehmen komisch zu finden. deshalb rief ich: "hey guy, kannst du schon ein bisschen drüber lachen?" zurück kam ein gelangweiltes: "nur ganz wenig."

dann traf aber auch bald herr smi ein, doktorte kurz am schloss herum, warf sich einmal gegen die tür und schon war die tür kaputt, aber dafür offen. ich möchte den hochverehrten leser darauf aufmerksam machen, dass smi sich einmal - in zahlen 1mal - gegen die tür warf. in filmen müssen sich die starken jungs immer zweimal gegen die tür werfen, bis sie aufgeht.

littleguy bekam ob der aufregung von mir heute frei. und auch, weil er genau drei schulstunden heute hat und davon schon mal die erste verpasst hatte. ausserdem muss man sich von so einem actionreichen bad am morgen erstmal gebührend erholen.

da sage bitte nochmal einer, als alleinerziehende mutter hätte man nicht jede menge spass. also ich amüsier mich prächtig.



 
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