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schon wieder ein umzug ... seit ich bei dieser firma bin, zieh ich das vierte mal um. in sechs jahren. früher habe ich räumliche veränderungen gehasst. heute bin ich nicht lang genug an einem ort, um mich wirklich daran gewöhnen zu können. nein, das war jetzt gelogen. in wahrheit mag ich veränderungen immer noch nicht, aber ich hab mich dran gewöhnt.

bis jetzt hatte ich mein büro immer mit ein oder zwei kollegen geteilt. sowas ist deshalb praktisch, weil man bei umzügen hilfe hat und ausserdem ein wenig eingeschränkt ist, in sachen ausbreitung. jetzt sitze ich hier und frag mich, wo all das zeug herkommt.

gut, comics und private fotos an den wänden sind obligatorisch. aber wo zum teufel hab ich die drei liegestühle her, die neben der tür an der wand lehnen ? ach ja, genau, das war letzten sommer. man könnte sagen, ich hab höflich gefragt, ob ich die klauen darf. so ähnlich wie bei den absperrgittern. nur das die nicht in meinem büro stehen, sondern draussen in der nähe des parkplatzes herumliegen.

und für jemanden, der nicht wirklich gern wein oder sekt trinkt, sieht das hier eigentlich ein bisschen aus wie eine sekt- und weinbar. fünf flaschen insgesamt, fein säuberlich aufgereiht, direkt neben der packung meersalz.

dann hätten wir da noch ein knappes dutzend kleiner bis mittelkleiner stofftiere. die bringt der job so mit sich und obwohl ich sie ständig allen besuchern meines büros weiterschenke, werden sie nicht weniger. fragen sie erst gar nicht ...

eine badetasche voller promotionartikel. zum anschauen. alles unbrauchbar. trotzdem, wer weiss.

was haben wir da noch ? ein gehirn aus schaumstoff, das hab ich von a. einen zimmerbrunnen. drei plastikkappen aus denen man eis essen kann. zig bücher und noch mehr cds. diverseste zeitschriften. ein aktuelles guinnes buch der rekorde. zwei grosse boxen jolly buntstifte. ein einkaufskorb. ein original verpacker radiowecker. vier paar schuhe plus das eine paar, das ich an den füssen trage. drei radios mit cd player. ein troll aus irland. eine schüssel voller muscheln. ein korb voller stifte, fernbedinungen, schlüssel und einem fisch, der lustige geräusche macht, wenn man ihn richtig anfasst. eine wettermaus, die nie richtig das wetter angesagt hat. sie glitzert auch nicht mehr richtig, dafür ist dieser glitzerdreck auf allem, was jetzt oder jemals in der nähe der maus zu liegen kam. drei regenschirme! das ist deshalb beachtlich, weil ich doch nur einen einzigen besitze. eine spardose die i. mal für mich gebastelt hat. eine schachtel hundekekse, die ist aber schon fast leer.

ein aura-spray, ein feng shui raumspray ... hey, die hab ich vor einem date mal verwechselt. das war blöd.

hab ich den einkaufskorb schon erwähnt ? der ist schön und ich versuche jetzt schon dreimal ihn herzuschenken. keine chance. ich packe geschenke rein, gebe das ganze her, die leute nehmen die geschenke raus und geben den korb wieder zurück. ein boomerang korb also.

ein feuerwehrkalender. hab ich mir irgendwie heisser vorgestellt. ich sollte versuchen, ihn mit dem korb herschenken.

ein weihnachtsstern. ein kleiner baum voller plastikperlen, hat eine mitarbeiterin aus dem urlaub mitgebracht, deshalb muss ich ihn behalten. er ist sehr kitschig, fällt aber in diesem büro hier eigentlich gar nicht auf. komisch, woran könnte das wohl liegen ?



ich habe jetzt gut eine woche lang an einem buch gelesen und ich lese öfter mal bücher die mir gefallen und die ich mag. und ich kenne das gefühl traurig zu sein, weil ein buch, eine geschichte, zu ende ist. aber gestern abend habe ich das erste mal deshalb geweint.

zum einen ein bisschen der geschichte wegen. obwohl das ende nicht überraschend kam. es beginnt mit einer krebsdiagnose und man weiss von anfang an, dass diese geschichte, so wie alles, mit dem tod endet. trotzdem war ich ehrlich traurig über den tod des mannes.

aber noch mehr traurig war ich, weil das buch aus und die geschichte zu ende war und ich absolut nicht bereit war das zu akzeptieren. ich wollte die leute aus der geschichte noch weiter begleiten, noch eine weile neben ihnen herlaufen.

ich bin jetzt nicht letztendlich doch noch vollkommen durchgeknallt und verzweifelt, weil ein buch ein ende hat. ich war einfach nur wirklich sehr sehr traurig. manchmal ist abschied nehmen einfach nicht einfach.

gleichzeitig bin ich hocherfreut darüber es gelesen zu haben und es wieder lesen zu können. wie oft liest man ein buch das solche reaktionen bei einem auslöst ? höchst selten bis nie, würde ich sagen. das wiederum ist allerdings traurig.

aber schön ist, wie freude und traurigkeit über ein und diesselbe sache so nah beeinander liegen und sozusagen hand in hand dastehen.

meine ambivalenz amüsiert mich übrigens in der letzten zeit sehr.



Und wie oft hast du schon die Nacht mit einem Helden verbracht
und bist am nächsten Morgen neben dem Teufel erwacht


oft. zu oft. man sollte glauben, dass man aus fehlern lernt und obwohl ich kein fan davon bin, meine zeit und die dinge, die sie mit sich bringt in jahrespäcken einzuschnüren, bietet sowas ja doch die möglichkeit eines überschaubare rahmens. jetzt geht also wiedermal ein jahr zu ende und wiedermal hab ich es nicht geschafft, nicht doch neben einem teufel zu erwachen.

keine grosse sache an sich. keine grosse liebe, keine grossen gefühle. und trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, eine sache die man getrost auch hätte auslassen können.

schick die dämonen in die hölle wo sie hingehören.

ja genau. und die teufel gleich mit. nicht, weil es schmerzlich ist, sondern weil es egal ist. wäre es noch schmerzlich, würde es wenigstens sinn machen. so aber ist es bloss eine sache, von der man längst weiss, was man davon hält und es trotzdem wieder macht. ganz so, als wüsste man, dass man rohen fisch eklig findet und trotzdem immer wieder sushi bestellt.

seine eigenen erkenntnisse zu ignorieren ist irgendwie ziemlich dekadent.



(sämtliche zitate von thomas d. aus "uns trennt das leben")



als einer der von drausen kommt einfach meinen lieblingsitaliener quasi rund um die uhr zu besetzen ist zwar - aus meiner sicht gesehen - gar nicht mal so witzig, aber kann ich halt nichts dagegen machen.

wenn einer dann noch streng geheime pläne entwickelt und die immer schön von mir fern hält, ist das der freundschaft auch nicht wirklich förderlich, aber halt auch nur schwer was dagegen machbar.

wenn dieser einer dann aber diese beiden dinge verbindet und die aufzeichnungen seiner streng geheimen pläne bei eben meinem lieblingsitaliener vergisst und liegen lässt, dann ist er der dümmste mensch, von dem ich je gehört habe.

andererseits hab er mir aber noch ein paar stifte dazugepackt und dafür bin ich ehrlich dankbar. weil, stifte kann man immer brauchen.



ich habe beruflich gerade mit so einem kerl zu tun. es geht um ein sehr spannendes projekt im nächsten jahr und nachdem ich in den letzten wochen immer mehr das gefühl hatte, dass er nicht immer ganz ehrlich ist, hat sich das ganze zu einem kleinen spielchen entwickelt. um welches spiel es sich handelt ist allerdings nicht ganz klar. ich pokere. das ist im leben öfter mal so. man behält seine karten im auge, überlegt gut jeden zug und redet nicht mehr als nötig. ich glaube, dass er von sich selbst denkt, dass er auch pokert. mich erinnert es aber mehr an scrabble. irgendwas mit vielen buchstaben und worten auf jeden fall.

blöd ist es, wenn einem jemand mit seiner arroganz, dummheit und seiner kurzsichtigen lügerei auf die palme bringt und man anderen beteiligten die situation nur schwer erklären kann, ohne in den verdacht zu kommen, eher persönlich motiviert zu sein.

schön ist es, wenn dieser jemand sich auf grund seiner arroganz, dummheit und seiner kurzsichtigen lügerei selbst unwiederbringlich und absolut ins aus schiesst und man gar nichts mehr erklären muss.

wie hiess es letztens bei c.s.i. so schön ? "die wahrheit hat eine dumme angewohnheit. sie kommt immer irgendwann ans licht."

am rande sei noch bemerkt, dass ein grosses ego, falscher stolz und das streben nach geld oft wirklich hässliche züge an menschen zum vorschein bringt.

an einem anderen rande sei bemerkt, dass ich männer mit wuschelhaaren, die ihren babyneffen prince songs zum einschlafen vorsingen zum abknutschen finde.



mein problem mit superman war von jeher, dass ich nur schwer darüber hinweg kam, dass es ihn nicht wirklich gibt. wann immer ich in irgendeiner weise mit ihm konfrontiert wurde, brauchte ich tagelang um mich von dem gedanken zu erholen, dass er, in den passenden situationen nicht vom himmel angeschossen kommt, um mich mitzunehmen. er könnte mich gerne ein paar hundert meter weiter wieder absätzen, kein problem. bloss da weg wo ich gerade bin und eben raus aus der situation und das ganz ohne erklärung oder begründung und so eine abholung per superman wäre ja auch nicht gerade stillos.

ich finde es schön, dass er fliegen kann und auch wie stark er ist. sein eispusten ist famos und sein heisser blick kann alles. aber am allerallerbesten finde ich, wie höflich er immer ist.

von mir aus kann man mir stundenlang mit "wie albern sieht denn ein erwachsener mann in stretchanzug bitte aus" argumenten kommen. man muss sich nur mal in ruhe in der u-bahn umsehen und schon weiss man, einige der passagiere könnten genau so gut ein superman kostüm tragen und würden auch nicht seltsamer aussehen.

wie bereits einleitend erwähnt habe ich seit kleinauf eine schwäche für superman. aber in der letzten zeit stelle ich ein immer grösser werdendes faible für superhelden fest. könnte ich es mir aussuchen würde ich, wenn ich mal gross bin, am liebsten mystique von den x-men werden. (eigentlich aus der "brotherhood of evil mutants".)

mein chef mag es gern mich nachzuäffen. speziell beim telefonieren. als ich letztens ein gespräch beendet hatte, hörte ich ihn schon aus seinem büro in babystimmen ton die letzten worte meines gespräch wiedergeben. also rief ich: "möge superman kommen, dich mit seinem eisatem einfrieren und dann mit den blitzen aus den augen wieder aufsprengen." nach einer kurzen pause rief er dann, dass ein simples "halt die klappe" auch gereicht hätte. dabei fand ich die variante mit superman ein bisschen spektakulärer und wenn man irgendwo superhelden im alltag unterbringen kann, sollte man das auch bitte immer machen.

ich werde mich aber wohl oder übel damit abfinden müssen, dass aus mir kein superheld mehr wird. wobei, eine superheldenfähigkeit kann ich in der letzten zeit schon an mir feststellen. für manche menschen bin ich nämlich komplett unsichtbar. es ist wirklich wahr. ich sitze mit jemanden beim lieblingsitaliener, dann kommt einer rein den wir beide kennen, er grüsst aber nur meine begleitung, schaut mich erst gar nicht an und geht dann weiter. war mir zu dem zeitpunkt nicht unrecht, das muss ich schon sagen. aber definitiv ist das schon eine fähigkeit die nur superhelden aufweisen können. für alle unsichtbar sein ist auch nett, aber nur für bestimme personen optisch nicht erfassbar zu sein ist richtig cool. ganz hab ich das noch nicht im griff. aber sobald ich ein wenig geübt habe, brauche ich nie nie wieder einen fahrschein zu kaufen. das so gesparte geld kann ich dann direkt in eine superhelden verkleidung investieren.

eine passenden namen werde ich auch noch brauchen. den überleg ich mir in den nächsten tagen. aber wenn jemand einen vorschlag hat, immer her damit. "blöde kuh" ist allerdings schon aus dem rennen, denn so heisst bereits die träge verkäuferin die morgens immer in der bäckerei die semmeln verkauft.



 
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