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heute mittag nach dem duschen fönte ich meine haare und band sie diesmal nicht zusammen. nein, ich liess sie offen.
meine lieblingsjeans hatte ich gewaschen und ein wenig zu heiss getrocknet, jetzt sind sie wieder eng. nicht so eng wie vor ein paar wochen, als ich sie gekauft hatte, aber es sieht auch nicht mehr so aus, als würde ich die hosen meines grossen bruders auftragen.
seit einer woche heute auch wieder das erste mal ein ganzes gesicht aufgemalt.
die flachen schuhe, in denen man prima durch den winter laufen kann, hab ich aus stehen lassen und statt dessen wieder meine hohen stiefel angezogen.
mich selbst im spiegel gesehen, gelächelt und gewusst, dass ich wieder da bin.

dann erstmal am balkon eine zigarette geraucht und die girls angerufen. "hey, was machst du heute abend ? - ach ich weiss nicht recht, mir gehts nicht so gut. - bist du krank? - nein, nicht krank. mir gehts so nicht gut. - ja, alles klar. deshalb ruf ich an. wir sollten heute abend weg gehen und einen drauf machen. oder auch keinen drauf machen und nur trinken und reden. oder aber, wir treffen uns auf ein paar drinks, lassen den ganzen scheiss zu hause und sehen, was weiter passiert. - hmmm, ich weiss nicht so recht. - schon klar. wir trinken erstmal was in der krugers bar und sehen dann, wohin es uns verschlägt. j ruf ich jetzt auch noch gleich an. - ok, sag mir nachher einfach bescheid, wann ich da sein soll."
mit j war es wesentlich einfacher. "hey j, was machst du heute abend? - hab noch nichts vor. - gut, dann sehen wir uns am abend in der krugers bar. u kommt auch."

girls nite out. drinks - yeah. musik - yeah. my girls - yeah. ich muss ganz dringend mit meinem popo wackeln, da besteht kein zweifel.
some fun for me, cause the best things in life are for free.



gerade vorhin habe ich meine handschuhe wiedergefunden. erstaunlicherweise tauchen immer die dinge von selbst wieder auf, die man lange gesucht hat und sich schliesslich einfach innerlich irgendwann davon verabschiedet hat.



in der letzten zeit fällt es mir immer mehr auf. miss schreibt auf, was ich denke, sage, tue und erlebe und macht es somit öffentlich. irgendwie krieg ich es aber gar nicht mit. für mich sind es buchstaben auf einem bildschirm.

natürlich sind da kommentare und die machen einem schon klar, dass da leute sind, die mitlesen. und wenn man ein bisschen weiter denkt, wird einem auch klar, dass da noch viel mehr menschen sind, die auch mitlesen, aber nicht kommentieren. und trotzdem komme ich nicht über die buchstaben auf dem bildschirm hinaus. ein bisschen wie matthew broderick in dem film war games: "ist es ein spiel, oder ist es wirklichkeit?" - "wo ist der unterschied?"

im moment bin ich noch nicht sicher, ob das total dumm ist oder aber nicht. tatsächlich weiss ich bis heute nicht, was bloggen eigentlich ist. für mich sind es momentaufnahmen, wie polaroid pictures. manchmal schreibe ich etwas und dann ist es abgehakt und fertig. anderes sehe ich zwei tage später schon wieder ganz anders. ich halte fest, wie es mir in einem bestimmten moment geht. später liest man es und das ist, wie wenn man ein altes foto von sich sieht und erstmal einen augenblick braucht, um sich überhaupt selbst zu erkennen.

bis heute kann ich anderen nicht schlüssig erklären, was ich in meinem blog eigentlich mache. ich tippe einfach bloss vor mich hin. klar liest man gern kommentare und natürlich ist es schön zu hören, dass andere sich gut unterhalten fühlen. letztendlich aber, will ich einfach nur schreiben. ich denke, alles andere ist nicht weiter wichtig.



littleguy haut mich mit seiner begeisterungsfähigkeit immer wieder um. niemand sonst schaut sich ein video an und freut sich jubelnd und händeklatschend darüber, dass der vorspann endlich zu ende ist und der film beginnt. beautiful, really beautiful.



ich weiss, die römisch-katholische variante ist die mit dem himmel und so. wenn ich also um etwas für mein nächstes leben bitte, müsste ich mich an jemand anderen wenden. ich denke aber, dass es sich bei dir entweder nur um viele unterschiedliche nicknames handelt oder aber ihr schon viele seid, aber ihr habt doch sicher kontakt zueinander. wenn du dich also nicht zuständig fühlst, dann leite mein ansuchen bitte weiter.

in meinem nächsten leben wäre ich bitte gern wieder eine frau. und aussehen möchte ich dann wie angelina jolie. ich weiss, ich weiss, aussehen ist nicht wichtig und aufs aussehen kommts nicht an. wenn aber nicht wichtig ist, könnte ich doch genauso gut auch so aussehen. ist ja schliesslich egal.

wenn das nicht geht, hätte ich nur gern solche lippen. und vielleicht noch diese augen und im besonderen diesen blick.

wenn das auch nicht geht, gib bitte wem anderen diesen look und lass mich entweder ein mann sein oder wenigstens lesbisch werden.

bitte. danke.



filme schauen ist grosse klasse. jedes mal wieder. ich denke, deshalb gehe ich auch selten in die videothek, hole fünf oder sechs filme und seh sie mir in aller ruhe und alleine zu hause an. dinge, die man selten macht, machen einfach mehr spass, kriegen einen anderen stellenwert. kino macht auch spass, aber kino hat erhebliche schwachstellen. zwei, um genau zu sein.

1. sind dort immer andere leute. die reden oder rascheln mit irgendwas. oder sie lachen. das alles stört mich nicht, wenn ich es selbst mache. es stört mich aber ganz erheblich, wenn andere es tun. es lenkt mich ab und dann ärgere ich mich darüber, dass ich abgelenkt werde und dieser ärger lenkt mich noch viel mehr ab. kino macht mich unruhig.
zudem kann man beim schauen zu hause stellen zurückspulen und zwischen den sprachen switchen. wozu ? keine ahnung. ich bin nur heute draufgekommen, dass ich es lustig finde, einen film teilweise in deutsch und teilweise in englisch zu schauen. ganz ohne besonderen hintergrund.

2. darf man im kino nicht rauchen. ja, ich weiss - was ist suchtverhalten... aber es gibt filme, die kann man einfach nur rauchend schauen. weil sie so spannend sind, zum beispiel. oder aber, weil sie zwar interessant, aber langatmig sind. oder weil der extrem sympathische held des filmes raucht und man gern mit netten leuten gemeinsam raucht. zudem kann man zwar leise rauchen, aber niemand - absolut niemand - kann leise chips essen.



die liebe wird viel zu kompliziert gestaltet. wäre ich king of the world, würde ich den lovebutton suchen und alle erdenbürger reseten. ganz im ernst.

die liebe ist nur die liebe.

wir gehen das alle viel zu kompliziert an.

ja, es gibt grundbedürfnisse, die man nicht unterschätzen darf.
ja, es gibt gefühle die auch wieder aufhören können.
ja, manchmal linken einem die eigenen emotionen ganz unfassbar.
ja, man muss erstmal mit sich selbst allein sein können und damit klar kommen, um mit jemand anderem glücklich zu werden.

aber das kann unmöglich eine lebensaufgabe sein. wir machen uns alle viel zu viele gedanken. hinterfragen pausenlos alles und tut man es selbst nicht, finden sich in der sekunde genug leute rund um einen, die diese aufgabe mit kusshand und grosser freude übernehmen.

wenn man sich umsieht, ist heute alles darauf ausgerichtet, dass die menschen auch als single glücklich sind. abertausende ratgeber beraten einem und bestärken einem darin, dass man auch als single glücklich sein kann. wer heute nicht sagen kann "ich bin ein single und mir gehts echt gut damit, echt. ich brauch gar niemanden. ich finde es so richtig gut. ich kann gehen wohin ich will und machen was ich will - mit wem ich will. das ist grosse klasse." ist schon fast ein loser.

die wahrheit ist aber, dass wir das nicht wollen. es sollte kein lebensbedrohliches problem darstellen, auch mal alleine zurecht zu kommen. aber letztendlich suchen wir doch alle unseren nabel. suchen einen menschen, der uns vervollständigt.

inzwischen sind wir alle so heillos verwirrt, dass wir schon gar nicht mehr wissen, was wir wollen. und wenn wir mal eine leise ahnung haben, müssen wir die sofort wieder in frage stellen.

das ist alles bullshit. grosser bullshit. die liebe ist nur die liebe. alle zurück auf start und 200 muteinheiten beheben.

für 2004 hätte ich gern, dass alle einfach losgehen und ihren gefühlen freien lauf lassen. die angst vor enttäuschungen wegschmeissen und einfach was riskieren. ja klar kann es einem auf die fresse hauen. aber dann steht man eben wieder auf und klopft sich den staub von den jeans. die liebe ist nur die liebe. die tut zwar manchmal weh, aber sie bringt uns nicht um.

saldra todo bien - es wird schon werden.



weil ich doch gestern so erfolgreich meinen dvd player endlich in betrieb genommen habe, machte ich mich heute nachmittag auf den weg in meine videothek. ich weiss gar nicht mehr, wann ich zuletzt dort war, so lange ist das schon her. das ist allerdings meine taktik. ich gehe selten hin, finde dann aber immer massenweise filme, die ich sehen will. so auch diesmal.

auf die wahnsinnsidee sich bei dem wetter mit ein paar filmen auf sofa zu packen und auf couch potatoe zu machen, kamen ausser mir noch ein oder zwei oder dreitausend andere wiener. deshalb musste man sich am tresen auch ein wenig gedulden, bis man endlich die auserwählten filme in empfang nehmen durfte. zeit genug, um sich dort ein wenig umzusehen.

hinter dem tresen hing ein gelbes plakat in A3. darauf stand in grossen fetten lettern:

erotikfilmabverkauf
nimm 5, zahl 3
nimm 7, zahl 4


gut gefallen hätte mir "nimm sex, zahl vier".



vor zehn wochen oder so, sah ich den ersten teil der herr der ringe trilogie auf dvd. ich hatte mich der allgemein herrschenden begeisterung bis dahin entziehen können und war doch ziemlich erstaunt, dass mich der erste teil dann doch so mitriess.

vorhin sah ich mir nun mit littleguy nun den zweiten teil an. und ich fürchte, in den nächsten tagen werde ich mich wohl ins kino begeben müssen. was mir nach dem anschauen des ersten teils gesagt wurde, stimmt schon... der zweite teil ist noch viel besser. da passiert viel mehr.

ich finde zwar immer noch, dass in dem film keine wirklich aufregenden männer mitspielen, aber herr frodo mit seinen grossen blauen augen macht mich ganz fertig. am liebsten würde ich mit ihm mitgehen um ihm zu helfen.

ziemlich beeindruckend finde ich ja, dass diese lieben kleinen hobbits meilenweit barfuss laufen. über kiesel und grosse steine und überhaupt überall.

diese fussmärsche in dem film machen ohnehin ganz müde. die gehen nicht, sondern laufen tagelang und ich hätte ja zu gern immer dabei stehen, wie lange die leute da so unterwegs sind. ich verlier da leider total den überblick. der film dauert so an die achtunddreissig stunden, die angabe ist aber nur geschätzt, kann also auch eine halbe stunde mehr oder weniger sein... aber in welchem zeitraum spielt sich den die geschichte überhaupt ab ? ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das nicht verstanden habe. aber das ist ja wohl auch das beste an "herr der ringe" - auch wenn man so einiges nicht versteht, hat man trotzdem echt viel spass beim zusehen.



gestern wurde ich an einen alten witz erinnert:

die schnecke kriecht zur behausung des bären. dort angekommen, klopft sie an die tür. der bär öffnet, hebt die schnecke mit seiner schweren pratze hoch und wirft sie so weit weg, wie er nur kann. und das ist sehr weit. die schnecke macht sich nach der landung sofort auf den rückweg und kommt nach einem jahr wieder bei der behausung des bären an, klopft an die tür und als der bär öffnet fragt die schnecke entrüstet: "hey, was sollte das eben ?"


irgendwie fühle ich mich ein bisschen schneckig.



vor zwei monaten schüttelten eine menge menschen den kopf und sagte: "keine ahnung was ich davon halten soll... ich wünsche dir das beste aber eines muss man dir schon mal lassen: mut hast du."
wie man es auch dreht und wendet, mut hab sie.

vor ein paar tagen habe ich mich überwunden. ich habe gaaaanz laut herrn andrew 3000 "hey yeah" singen lassen. so laut, dass ich mich selbst nicht mehr denken hören konnte. dann schritt ich mit meinem kleinen schauferl, dem kleinen besen und zwei plastiksackerl raus und räumte die tote taube von meinem balkon weg. ganz allein.
wie man es auch dreht und wendet, schlussendlich überwindet sie sich doch immer und tut auch die dinge, die sie liebend gern auslassen würde.

vor einigen monaten schenkte ich mir selbst einen dvd player.
wie man es auch dreht und wendet, grosszügig ist sie.

ich liess ihn originalverpackt im wohnzimmer stehen.
wie man es auch dreht und wendet, sehr materiell ist sie nicht veranlagt. nicht wirklich.

vorhin packte ich ihn aus, legte alle kabel aus, steckte so allerlei kabel ein, liess die aus, die mir unnötig erschienen und sieh da: es funktioniert.
wie man es auch dreht und wendet, den cinderella effekt lässt sie aus und probiert wenigestens erstmal alles selbst.

wenn man mich nicht ganz fair oder auch gar nicht fair behandelt, höre ich mir die gründe dafür an, kann darüber rede, kann mir mühe geben mit der veränderten situation klar zu kommen, ohne auf jemanden böse zu sein.
wie man es auch dreht und wendet, nachtragend ist sie nicht.

wie man es auch dreht und wendet: i'm a goood girl. all the best for 2004 to me and ev'rybody out there... a year fullpacked of fun, love, peace and harmony !!



so. das ist heute also der letzte tag des jahres. den vormittag verbrachte ich damit bei der abnahme einer veranstaltung stundenlang durch den regen zu laufen. haare können auch durch eine kappe hindurch nass werden und westen können das selbe durch eine jacke hindurch. man muss nur nass genug werden. aber das tut jetzt gar nichts zur sache.

vielleicht sollte man den letzten tag des jahres für einen kleinen reality-check nutzen. also frau miss, sehen wir nun also, was wir auf der haben seite verbuchen können, wo wir stehen und was wir noch abchecken müssen:

1. familie
ich habe nach wie vor einen grossartigen sohn und der wird erstaunlicherweise immer grossartiger. ein wirklich feiner kerl. sehr lieb, mit einem furchtbar grossem herzen und viel humor. der ist mir schon mal sicher.

2. job

ich habe einen job. das ist schon mal gut. und soviel ich auch immer jammere und mit vielem nicht einverstanden bin, so weiss ich doch, dass mir meine arbeit grossen spass macht. in den letzten monaten liess ich mich ein bisschen viel von meinen eigentlichen aufgaben ablenken. das muss anders werden. ich muss eine möglichkeit finden, mich nicht so leicht ablenken zu lassen und auch die dinge machen, die mir keinen spass machen.

3. freunde

es heisst, man hat immer die freunde, die man sich verdienst. und wenn das stimmt, muss ich wirklich eine unfassbar nette person sein, denn meine freunde sind gut, richtig gut. früher sagte ich mal, dass ich nur wenige wirklich gute freunde habe. das ist heute nicht mehr richtig. ich habe viele wirklich sehr gute freunde. freunde, die zu mir halten, sich um mich sorgen, die mehr als loyal sind, die mich zum lachen bringen und mich manchmal natürlich auch ohne ende nerven. aber das gehört dazu.
im letzten jahr kamen da ein paar neue leute dazu. leute, dich ich sehr gerne mag. leute, dich ich jetzt vielleicht auch noch gar nicht so gut kenne, aber die trotzdem sehr gerne mag.
ich habe grossartige menschen um mich und nun das allerbeste: es werden immer noch mehr !

4. me, myself and i

im letzten jahr habe ich viel über mich selbst erfahren, mir viele gedanken gemacht und speziell in den letzten monaten sehr viel über mich selbst verstanden. dinge, die einem keiner abnimmt aber auch keiner mehr nehmen kann. anstrengend, aber auch spannend.
zum ersten mal in meinem leben, fall ich wiedermal voll auf die fresse und bin zwar verwirrt und verletzt und irritiert, aber: ich bin nicht böse. nicht auf mich und auch nicht auf andere. denn der versuch war es wert. der versuch war es wert.

5. erkenntnisse

als mir eine kollegin anfang des jahres von den bestellungen beim universum erzählte, sagte ich: "das glaube ich nicht. ja, vielleicht kann man parkplätze bestellen oder sowas ... aber liebe kann man nicht beim universum bestellen. dazu müsste man wissen, was man will. und leider wissen wir das nicht. denn wir wissen nicht, was uns gut tut."
dann habe ich das buch gelesen, es probiert und wollte daran glauben. nun, tatsächlich bin ich ein smartes mädel und das problem dabei ist, dass ich nicht schlau genug bin, um zu erkennen, wie smart ich bin. tatsächlich bin ich sogar so dumm, eher ans universum zu glauben, als an meine eigene cleverness. am ende wiedermal das wissen, dass ich recht hatte. wir wissen nicht, was uns gut tut. wir wünschen uns dinge, die sich im moment gut anfühlen. dabei ist der wunsch so gross, dass wir auf den reality-check vergessen. leider können wir unser glück nicht in die hände des universums legen, denn was weiss das denn schon ? letztendlich kann man nur darauf vertrauen, dass am ende alles gut wird. und man kann immer daran denken, dass wir nicht wissen, was uns gut tut.

6. mein blog

2003 habe ich mit bloggen angefangen. erst wusste ich nicht so recht, was ich damit machen soll. heute weiss ich immer nocht nicht so genau, was bloggen eigentlich ist, was mich aber nicht daran hindert, einfach mal vor mich hinzutippen.
wenn man etwas niederschreibt, sortiert man seine gedanken und oft werden einem beim schreiben dinge klar, die man vorher noch nicht erkannt hat. eine grossartige sache. schreiben ist schon immer eine grossartige sache gewesen. und weil man alles bloss zu hause auf dem sofa in seinen laptop klopft, ist einem das öffentliche an der ganzen sache auch gar nicht wirklich bewusst. mir zumindest nicht. nicht wirklich. zum glück.



wenn ich mir etwas wünschen könnte, dann würde ich heute nacht gerne ins bett gehen, einschlafen, morgen wieder aufwachen und feststellen, dass schon mindestens april ist. das wäre fein. ach, wär das fein.



vorhin im supermarkt kam mir ein gedanke. basierend auf einem gespräch, dass ich gestern mit einer freundin bei einer zigarette führte.

ich sagte: "2003 war, beziehungstechnisch gesehen, wirklich eine katastrophe. ich kenne niemanden, der in diesem jahr sein grosses glück fand. im gegenteil. teilweise haben sich die leute ganz unglücklich verliebt, hatten in bereits bestehenden beziehungen grosse krisen, es gab - speziell in der zweiten hälfte des jahres - haufenweise trennungen."

sie überlegte eine weile und sagte dann: "stimmt. in meinem umfeld gab es auch nur sowas. speziell nach weihnachten sassen innerhalb von drei tagen zwei freundinnen von mir je einen abend bei mir und heulten nur noch. bei der einen ist es besonders schlimm. die sind seit einem jahr verheiratet und stehen vor dem aus. es ist einfach furchtbar zu sehen, wie sich zwei menschen innerhalb von so kurzer zeit sowas von an die wand stellen können. kein vor mehr möglich und auch kein zurück."

vielleicht also, wurden im nun ausklingenden jahr die ausgegebenen karten alle wiedere eingeholt, nun wird gemischt und im neuen jahr dann wird neu gegeben. leider bin ich im moment gar nicht so sicher, ob ich überhaupt wieder mitspielen will, weil dieses wirklich dumme spiel doch nur mit hohem einsatz läuft.



ich bin dumm, du bist klug. ich bin unlustig, du bist humorvoll. ich habe unrecht und du hast recht.

ich entschuldige mich in aller form dafür, dich wieder "tomate" genannt zu haben. das ganze basiert auf einem, schon eine ganze weile zurückliegenden irrtum und vor ein paar tagen hat es mich kurz amüsiert, wieder daran zu denken.

du hast aber recht. in wahrheit ist es nicht lustig.

es tut mir leid. ich bitte um entschuldigung und verspreche, es nie wieder zu tun.

miss



das arbeiten heute hat mir erstaunlich gut getan. gut, so erstaunlich war es dann doch nicht, weil mir die tage rund um silvester in den letzten drei jahren immer viel spass gemacht haben. ich war beschäftigt, traf auf meine kollegen und auf viele alte bekannte, die ich immer nur zu silvester sehe oder zufällig ein- bis zweimal während des jahres.

auf dem weg zur arbeit wusste ich aber auch, dass ich da heute auf menschen treffen werden, die mich zum weinen bringen können. weil man mich immer zum weinen bringt, wenn es mir nicht gut geht und einem die menschen, die einem mögen, mit diesem besonderen blick ansehen. dem sag-einfach-nur-und-ich-tu-alles-
damit-es-dir-besser-geht-blick.

wir sind gerade am vorbereiten einer verstaltung und im laufe des vormittags ging ich zu dem kollegen rüber, der die gesamtleitung über hat. ich kam also in den bürocontainer rein und da sass auch r., der meinen fixkollegen immer bei der veranstaltung unterstützt.
r. ist einer von denen, die ich immer nur an silvester sehe. r. ist ein ungemein trockener und auch recht harter typ. in den ersten zwei jahren dachte ich, dass der typ mich wirklich hasst. dann kam ich irgendwann drauf, dass der mann einfach niemanden puderzucker in den arsch bläst oder grossartig freundlich behandelt. als ich in den container reinkam, riss r. die arme in die luft und rief "ja was kommt denn da ??" ich ging langsam auf ihn zu und sagte "ein understood."
je näher ich kam, desto mehr veränderte sich das grinsen in seinem gesicht und als ich schliesslich vor ihm stand, lächelte er und sagte: "wieviel hast du denn abgenommen?" die frage wollte ich nicht hören und antwortete knapp mit "ein bisschen halt". dann setzte ich mich auf einen freien stuhl, ungefähr drei meter entfernt von ihm. er stand auf, kam die paar schritte zu mir rüber, setzte sich auf den sessel neben mich, sah mich an und sagte: "alles ok bei dir ? nein, nicht wirklich." ich lächelte ein bisschen und innerlich fing ich an zu zittern. er sah mich weiter an und sagte "was auch immer es ist, es geht vorbei. bald ist alles wieder gut." diese spontane sympathiebekundung seinerseits war erstaunlich und es rührte mich. dann stand er auf und ging und liess mich mit meinem fixkollegen alleine.

der sass da, zurückgelehnt in seinem sessel, sah mich ganz ruhig an. ich sagte: "hast du meinen job für morgen vormittag schon vergeben? ich habs die letzten drei jahre gemacht, ich würde es nun doch morgen auch wieder gerne tun."
und er sagte: "kein problem. wenn du am abend doch auch arbeiten willst, ist das auch kein problem. ich find einen job für dich."
ich sagte: "nein, abend wird mir zuviel. ich trau mir nicht zu die ganze zeit wo du stehen und dabei zu wissen, dass ich nicht einfach gehen kann, wenn es mir doch zuviel wird."
er sagte: "ich kann auch einen job finden, bei dem du das kannst."
und ich sagte: "m., ich bitte dich, ich lass mich doch nicht dafür bezahlen hier herumzusitzen, nur um nicht zu hause zu sein. nein, ich möchte einfach nur tagsüber beschäftigt sein. so bis frühen nachmittag."
er hatte während des gesprächs seine position nicht verändert, sah mich immer noch ganz ruhig an und sagte nach einer kurzen pause: "geht es dir gut ?" ich sagte: "nein, nicht wirklich. aber das wird schon. ich kann jetzt nicht darüber sprechen, weil ich sonst heulen muss." dann bedankte ich mich und stand auf. bei rausgehen hörte ich ihnn och sagen: "miss, du hast wirklich sehr stark abgenommen. wenn du was brauchst, sag bescheid." sein blick die ganze zeit über trieb mir echt die tränen in die augen.

später am nachmittag war ich mit einer kollegin noch beruflich unterwegs. wir stiegen aus ihrem auto aus, sie kam zu mir rüber, blieb dann vor mir stehen, zog ihre handschuhe an und setzte ihre rosa haube auf. ich sah ihr dabei zu und zündete mir eine zigarette an. dann legte sie ihre hände auf meine wangen, beugte sich zu mir rüber, drückte mir einen kuss auf die lippen, blieb nase an nase mit mir stehen und sagte "schau nicht so traurig". ich wollte gerade ein "tu ich doch gar nicht!" anbringen, änderte es aber dann nochmal in ein "tu ich das denn ?" ab. und sie sagte "ja, zwischendurch immer wieder. "

es tut wirklich und ehrlich gut, menschen um sich zu haben, die sich um einen kümmern. die mit einem mitfühlen. ich bin auch ganz ehrlich sehr sehr dankbar dafür. aber manchmal wäre es mir lieber, sie würde das nicht tun, denn dann müsste ich nicht meinen mund zu einem kleinen kreis formen und die tränen wegatmen.



ich war immer schon durch zaubertricks zu beeindrucken. ein bisschen magie, idealerweise kombiniert mit einem hübschen gesicht und grossen, im ein bisschen traurig dreinsehenden augen.
seine handhabung von unsichtbaren bällen tat es mir insofern natürlich an.

sein grösster trick aber war wohl, als er einfach so den kerl verschwinden liess, den ich doch so gern hatte.

vielleicht wars aber auch mein grösster trick, weil ich nur das gesehen habe, was ich sehen wollte.

irgendwer hat mich auf jeden fall eingetrickst und wer es war, ist in wahrheit auch schon egal.

wie sagt die wundervolle liv tyler im film that thing you do ? "schande über mich, dass ich, als ich dich küsste, die augen so fest geschlossen hielt. schande über mich."

im moment wäre es vielleicht hilfreich auf irgendjemanden sauer sein zu können. bin ich aber nicht. ich bin nicht auf mich sauer, denn ich war mutig und hab was riskiert. gut, ich hab wiedermal gewonnen. aber für mut und vertrauen - auch wenns in die falsche person gesetztes war - sollte niemand bestraft werden.
auf ihn bin ich auch nicht sauer. er hat wirklich scheisse gebaut und ein paar dinge nehme ich ihm wirklich übel. der punkt ist, dass menschen nun mal fehler machen, falsche entscheidungen treffen, manchmal einfach schwächeln. so, wie ich selbst auch geschwächelt habe. ich wollte, dass er das ist, was ich mir wünsche. ich hab gesehen, dass er das nicht ist und einfach weiter so getan, als könnte er es doch sein. ich hatte einige wochen zeit, um mich für mich selbst zu entscheiden. und ich habe es nicht gemacht. weil ich nicht wollte, dass es mir so geht, wie es mir jetzt geht. gleichzeitig wusste ich, dass es nur hinauszögerbar ist, nicht wegmachbar.



heute muss ich - für ein paar stunden zumindest - arbeiten. gott sei dank muss ich nicht ins büro. leider muss ich unter ganz viele menschen. heute kann ich mir nicht einfach einen polster aufs gesicht legen, wenn mir danach ist. heute kann ich nicht einfach schlafen, wenn der kopf anfängt lauter zu werden. heute werden sehr wahrscheinlich zu viele menschen auf mich zukommen und mich wahlweise fragen: "hey, was ist denn los mit dir ? du siehtst nicht gut aus." oder aber "und, gehts ? kann ich irgendwas für dich tun ?" diese gespräche würde ich furchtbar gerne auslassen.

ich könnte mir ein sonniges und erholtes gesicht aufmalen. aber ehrlich gesagt, habe ich dazu keine lust. wie heisst es bei herrn stuckrad-barre so schön? bei der einfahrt zur hölle, ist es schliesslich egal, ob man den hut aufbehält.



zwei dinge, sind wirklich schwierig. zum einen ist die gewohnheit wirklich ein hund. das handy immer in der nähe zu haben, um seinen anruf nicht zu verpassen. bei jedem anruf oder sms zu merken, dass man in dem moment, bevor man auf dem display einen namen erkennen kann, hofft, dass sein name dort aufscheint. und ich hoffe ganz stark, dass ich dieses gefühl, doch ein wenig zu ihm zu gehören, losgeworden bin, bevor ich wieder ins büro muss.

schwierig auch, diese schere hinzubekommen. einerseits muss man in einer solchen situation geduldig mit sich selbst sein, muss sich selbst einfach gern mögen und auch so behandeln. andererseits muss man sich halt schon die wahrheit sagen. wenn man merkt, dass man gedanklich abrutscht, nach entschuldigungen sucht, muss man sich sagen: "ganz egal, was da gerade schief läuft bei ihm - darum geht es nicht. auf seiner seite waren einfach nicht genug gefühle da und dafür kann keiner was. sowas kann man nicht erklären, muss man auch nicht. " und das ist ja leider auch der punkt, der am meisten weh tut. der punkt, an dem man sich selbst immer wieder erinnern muss. auf eine liebe und geduldige art und weise. das macht die message aber leider auch nicht besser.



 
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