nachdem ich mir heute schon johnny depp in blow angesehen habe, kommt jetzt noch er. wedding planner ist zwar wie zuckerwatte, aber da ja auch noch mr. mc conaughey. er hat nicht wirklich die dinge, die ich spontan auf meine liste setzen würde - und dennoch: sowas will ich bitte zum geburtstag haben. danke.


18. Januar 2004, Rubrik: likes
freitag abend sass ich im büro an meinem schreibtisch und war gerade dabei, geistig ein wenig von dem tag runter zu kommen. fade out, sotosay. ein kurzer blick auf meinen schreibtisch ergab, so über den daumen gepeilt, noch eine gute stunde arbeit. aufarbeiten von stichwortangaben auf post-it zettelchen. angaben die mich sehr stark vermuten liessen, ich hätte mich selbst auf eine verfluchte schnitzeljagd geschickt. in den letzten fünf tagen war viel weitergegangen, wurde viel erledigt. langsam fügen sich die einzelnen puzzelteilchen zusammen und ergeben am ende, mit etwas glück, eine veranstaltung.
freitag abend dann, so gegen halb sieben, überlegt ich, ob ich nicht noch schnell etwas einkaufen soll. etwas für mich. wenn man viel gearbeitet hat, der kopf eigentlich permanent beim job war, dann hat man am ende der woche das gefühl, selbst ein wenig zu kurz gekommen zu sein. wenn männer geschenke machen, haben sie entweder ein schlechtes gewissen oder sie haben vor dich zu enttäuschen. frauen machen das genauso, bloss das sie sich selbst beschenken.
also kaufen. aber was ? schuhe fallen bei mir aus, denn schuhe kann ich in wahrheit gar nicht leiden. schuhe trage ich, weil man nun mal schuhe tragen muss und erstens in der stadt und zweitens in der stadt zu der jahreszeit nicht barfuss laufen kann. insofern finde ich schuhe natürlich immer masslos überteuert. für eine gute cd würde ich jeden preis zahlen, schuhe aber sollten gratis verteilt werden.
kleidung kaufen funktioniert bei mir auch nicht. ich liebeliebeliebe t-shirts, aber die kaufe ich ohnehin pausenlos. das hat also nicht wirklich diesen satisfaction kick. wirklich coole hosen findet man immer nur, wenn man eigentlich auf der suche nach einem pulli ist oder aber nur mal schnell socken kaufen wollte.
kosmetika kommt immer gut. cremes und make-up und lippenstift. leider bin ich aber gerade in einer ganz ermüdenden alles-ist-gut-und
-ich-bin-zufrieden-phase. ich fühle mich gerade sehr mittig und in dieser mitte ist man immer vollauf zufrieden, mit dem was man hat. ich habe vor kurzem das perfekte make-up gefunden und mit dem inzwischen angesammelten lipgloss komme ich locker bis zur geburt meines ersten enkelkindes durch. und meinen lieblingslippenstift gibt es nicht mehr, die in den regalen auf käufer wartenden farben können alle nichts.
letztendlich steckte ich mir eine zigarette an und machte mich auf zu amazon. da muss man nicht raus auf die kalte und nasse strasse und mit unwilligen verkäuferinnen muss man sich auch nicht rumschlagen. nein, man wird sogar höflichst begrüsst. "hallo miss. um es dir nicht zu schwierig zu machen, haben wir schon mal ein paar sachen zusammengestellt, die dir gefallen könnten." na dann, zeig mal her.
ein paar minuten später hat man eine dvd und eine cd geshoppt und fühlt sich schon viel besser. zum einkaufen kommt auch noch die freude darauf, ein packerl zu bekommen. mit geschenken drin, denn gekauft hat man ja nicht wirklich was. ganz nach dem paris hilton ansatz: "wissen sie, wieviel geld sie pro tag ausgeben ?" - "ausgeben ?? nein, das wird doch alles von der karte abgebucht."
dabei auch sehr schön die erkenntnis, dass man ja gar nicht so kompliziert ist, wie man immer dachte. in wahrheit ist man sogar sehr simpel gestrickt. es geht gar nicht darum, etwas neues mit nach hause zu nehmen. es geht auch nicht darum, den materiellen besitzt um ein weiteres unnötiges stück zu erweitern. es geht bloss ums kaufen.
vielleicht dreh ich das ganze mal um und fange an, in solchen situationen die dinge zu verschenken, die ich bisher in eben diesen situationen gekauft habe.
freitag abend dann, so gegen halb sieben, überlegt ich, ob ich nicht noch schnell etwas einkaufen soll. etwas für mich. wenn man viel gearbeitet hat, der kopf eigentlich permanent beim job war, dann hat man am ende der woche das gefühl, selbst ein wenig zu kurz gekommen zu sein. wenn männer geschenke machen, haben sie entweder ein schlechtes gewissen oder sie haben vor dich zu enttäuschen. frauen machen das genauso, bloss das sie sich selbst beschenken.
also kaufen. aber was ? schuhe fallen bei mir aus, denn schuhe kann ich in wahrheit gar nicht leiden. schuhe trage ich, weil man nun mal schuhe tragen muss und erstens in der stadt und zweitens in der stadt zu der jahreszeit nicht barfuss laufen kann. insofern finde ich schuhe natürlich immer masslos überteuert. für eine gute cd würde ich jeden preis zahlen, schuhe aber sollten gratis verteilt werden.
kleidung kaufen funktioniert bei mir auch nicht. ich liebeliebeliebe t-shirts, aber die kaufe ich ohnehin pausenlos. das hat also nicht wirklich diesen satisfaction kick. wirklich coole hosen findet man immer nur, wenn man eigentlich auf der suche nach einem pulli ist oder aber nur mal schnell socken kaufen wollte.
kosmetika kommt immer gut. cremes und make-up und lippenstift. leider bin ich aber gerade in einer ganz ermüdenden alles-ist-gut-und
-ich-bin-zufrieden-phase. ich fühle mich gerade sehr mittig und in dieser mitte ist man immer vollauf zufrieden, mit dem was man hat. ich habe vor kurzem das perfekte make-up gefunden und mit dem inzwischen angesammelten lipgloss komme ich locker bis zur geburt meines ersten enkelkindes durch. und meinen lieblingslippenstift gibt es nicht mehr, die in den regalen auf käufer wartenden farben können alle nichts.
letztendlich steckte ich mir eine zigarette an und machte mich auf zu amazon. da muss man nicht raus auf die kalte und nasse strasse und mit unwilligen verkäuferinnen muss man sich auch nicht rumschlagen. nein, man wird sogar höflichst begrüsst. "hallo miss. um es dir nicht zu schwierig zu machen, haben wir schon mal ein paar sachen zusammengestellt, die dir gefallen könnten." na dann, zeig mal her.
ein paar minuten später hat man eine dvd und eine cd geshoppt und fühlt sich schon viel besser. zum einkaufen kommt auch noch die freude darauf, ein packerl zu bekommen. mit geschenken drin, denn gekauft hat man ja nicht wirklich was. ganz nach dem paris hilton ansatz: "wissen sie, wieviel geld sie pro tag ausgeben ?" - "ausgeben ?? nein, das wird doch alles von der karte abgebucht."
dabei auch sehr schön die erkenntnis, dass man ja gar nicht so kompliziert ist, wie man immer dachte. in wahrheit ist man sogar sehr simpel gestrickt. es geht gar nicht darum, etwas neues mit nach hause zu nehmen. es geht auch nicht darum, den materiellen besitzt um ein weiteres unnötiges stück zu erweitern. es geht bloss ums kaufen.
vielleicht dreh ich das ganze mal um und fange an, in solchen situationen die dinge zu verschenken, die ich bisher in eben diesen situationen gekauft habe.
18. Januar 2004, Rubrik: mein hoch und mein tief
mit werbung kriegt man mich immer. und heute hat mich dr. pepper überzeugt. mit einem ganz simplen aufdruck auf der dose.
"solves all your problems!"
stimmt natürlich nicht. aber die idee an sich ist zu nett.
"solves all your problems!"
stimmt natürlich nicht. aber die idee an sich ist zu nett.
17. Januar 2004, Rubrik: likes
neue freunde kann man überall finden. sogar in der u-bahn. sagt i. für mich aber kann man das "sogar" durch ein "ausschliesslich" ersetzen.
am dem heimweg sass ich vorhin wiedermal in der u-bahn. mein buch liess ich in der tasche und schaute stattdessen ein bisschen spazieren. weil nur wenige leute im zug waren und der viererbob mir alleine gehörte, hatte ich meinen first-class-ass nah an der kante der sitzbank platziert und den arm hatte ich auf die rückenlehne gelegt. sitzen sie bequem! - sir, ja sir!
bei irgendeiner station stürmte ein päärchen durch die tür hinter mir und in der glasscheibe vor mir konnte ich erkennen, dass er vorneweg direkt auf mich zusteuerte. und das obwohl es zahlreiche sitze gab.
etwas hektisch, sehr höflich und ein fast ein wenig stürmisch sagte er: "verzeihung, darf ich .... " ich rutschte auf dem sitz ein wenig in richtung lehne und machte somit seinen beinen platz. er machte mit seinem text weiter: "geht schon, vielen dank".
seine freundin setzte sich neben mich und nicht auf den freien platz neben ihn. ich begriff ihre platzwahl gerade noch rechtzeitig, um meinen arm von der lehne gleiten zu lassen. sie hatte nichts gesagt, mich auch nicht böse oder genervt angesehen, sondern sich direkt hingesetzt. einen augenblick später hätte ich meinen arm mühsam über ihren kopf heben müssen, denn mit schal und weste und jacke ist es nicht so leicht, den arm anzuziehen und auf diese weise, an ihr vorbei, von der rückenlehne zu nehmen. ihn jedoch oben zu lassen, wäre lächerlich gewesen.
ich ärgerte mich ein wenig, weil mich das ganze unnötig stresste. es war aber schnell klar, warum sie sich zu mir gesetzt hatten. die eisige stimmung der beiden war greifbar wie dynamit. er rutschte verlegen und nervös auf seinem sessel herum und schaffte es, gleichzeitig wirklich überall hinzusehen, nur nicht in ihr gesicht. sie hingegen starrte eisig vor sich hin. die zähne wütend aufeinandergepresst und die lippen erklärten sich solidarisch und machten es den zähnen gleich. was mich daran erinnerte, dass wut frauen nicht unbedingt hübscher macht. die beiden redeten kein wort miteinander, dafür hatte er gesorgt, indem er sich für einen sitzplatz entschied, der nicht mal den hauch eines bisschens von privatsphäre bot.
zwei stationen weiter stand sie ruckartig auf und ging schnellen schrittes in richtung der tür. in dem moment an dem sie an ihm vorbei ging, bellte sie im befehlston ein "AUSSTEIGEN!" in seine richtung. dabei sah sie ihn nicht an und er warf sich selbst im fenster nochmal schnell einen verzweifelten blick zu und ging dann ebenfalls zur tür.
der zug fuhr in die station ein und sie schlug gekonnt einmal heftig auf den türgriff. sie machte einen schritt hinaus auf den bahnsteig und sagte dabei laut und in dem ton von gerade vorhin "jetzt komm endlich." in der zeit, die zwischen tür öffnen und ihrer anweisung lag, hatte er nicht einmal die chance "endlich zu kommen". er machte ebenfalls eine schritt hinaus auf den bahnsteig und blieb dort stehen. sie drehte sich um und sah ihn wütend an.
und dann sagte er, rief es fast: "ich mach schluss." hastig setzte er eine spur leiser ein "es ist aus" nach, machte einen schritt zurück in die u-bahn. während sie ihn fassungslos anstarrte, schlossen sich die türen wieder. er stand in der u-bahn und sah sie durch die scheibe an. sie stand draussen und the elemente of surprise hatte komplett besitz von ihr ergriffen. als ihr mund sich öffnete um etwas zu sagen, fuhr die u-bahn los und der wendete ihr den rücken zu und sah sich verlegen um. dann kam er zurück zu seinem platz.
er sah aus dem fenster, fuhr sich nervös durch die haare. er sah aus, als wäre er von seiner eigenen aktion geschockt. und ich überlegt, ob ich nicht einfach mal eine gelegenheit auslassen sollte. immerhin muss nicht wirklich jeder von mir gestatementet werden. aber wo ich doch schon mal da war....
"alles klar bei dir ?"
er sah weiter sein spiegelbild im fenster an, als er antwortete:
"ich bin mir gerade nicht sicher.
dann drehte er seinen kopf zu mir rüber, sah mich reichlich zerknittert an und sagte:
"ich bin ein feigling."
"stimmt, bist du. ich kenne sie zwar nicht, bin nur mal in der u-bahn drei minuten neben ihr gesessen - aber in den drei minuten hat sie mir auch angst gemacht."
er lächelte ein bisschen, seufzte, besah sich kurz seine schuhe und sagte, ohne aufzusehen:
"jetzt hasst sie mich wirklich, aber das ist mir egal. ich halte die frau einfach nicht mehr aus.
bevor ich mich auf dem weg zur tür machte, sagte ich noch:
"deine zeit ein held zu sein kommt noch. "
seine art die beziehung zu beenden, war nicht ganz das, was man von samuel l. jackson kennt. aber es hatte schon was cooles. man kann nicht immer alles richtig machen und sich bewusst dafür zu entscheiden, in einer bestimmten situation einfach mal ein feiges arschloch zu sein hat für mich etwas sympathisches.
bleibt für mich die frage, warum ich mich eigentlich immer auf die seite der kerle schlage, wo ich doch eigentlich fürs andere team spiele. vermutlich liegt es daran, dass ich männer zwar für nervend halte, allerdings hat ihre ahnungslosigkeit zu oft auch etwas entzückendes. frauen hingegen sind wirklich richtig schwierig.
am dem heimweg sass ich vorhin wiedermal in der u-bahn. mein buch liess ich in der tasche und schaute stattdessen ein bisschen spazieren. weil nur wenige leute im zug waren und der viererbob mir alleine gehörte, hatte ich meinen first-class-ass nah an der kante der sitzbank platziert und den arm hatte ich auf die rückenlehne gelegt. sitzen sie bequem! - sir, ja sir!
bei irgendeiner station stürmte ein päärchen durch die tür hinter mir und in der glasscheibe vor mir konnte ich erkennen, dass er vorneweg direkt auf mich zusteuerte. und das obwohl es zahlreiche sitze gab.
etwas hektisch, sehr höflich und ein fast ein wenig stürmisch sagte er: "verzeihung, darf ich .... " ich rutschte auf dem sitz ein wenig in richtung lehne und machte somit seinen beinen platz. er machte mit seinem text weiter: "geht schon, vielen dank".
seine freundin setzte sich neben mich und nicht auf den freien platz neben ihn. ich begriff ihre platzwahl gerade noch rechtzeitig, um meinen arm von der lehne gleiten zu lassen. sie hatte nichts gesagt, mich auch nicht böse oder genervt angesehen, sondern sich direkt hingesetzt. einen augenblick später hätte ich meinen arm mühsam über ihren kopf heben müssen, denn mit schal und weste und jacke ist es nicht so leicht, den arm anzuziehen und auf diese weise, an ihr vorbei, von der rückenlehne zu nehmen. ihn jedoch oben zu lassen, wäre lächerlich gewesen.
ich ärgerte mich ein wenig, weil mich das ganze unnötig stresste. es war aber schnell klar, warum sie sich zu mir gesetzt hatten. die eisige stimmung der beiden war greifbar wie dynamit. er rutschte verlegen und nervös auf seinem sessel herum und schaffte es, gleichzeitig wirklich überall hinzusehen, nur nicht in ihr gesicht. sie hingegen starrte eisig vor sich hin. die zähne wütend aufeinandergepresst und die lippen erklärten sich solidarisch und machten es den zähnen gleich. was mich daran erinnerte, dass wut frauen nicht unbedingt hübscher macht. die beiden redeten kein wort miteinander, dafür hatte er gesorgt, indem er sich für einen sitzplatz entschied, der nicht mal den hauch eines bisschens von privatsphäre bot.
zwei stationen weiter stand sie ruckartig auf und ging schnellen schrittes in richtung der tür. in dem moment an dem sie an ihm vorbei ging, bellte sie im befehlston ein "AUSSTEIGEN!" in seine richtung. dabei sah sie ihn nicht an und er warf sich selbst im fenster nochmal schnell einen verzweifelten blick zu und ging dann ebenfalls zur tür.
der zug fuhr in die station ein und sie schlug gekonnt einmal heftig auf den türgriff. sie machte einen schritt hinaus auf den bahnsteig und sagte dabei laut und in dem ton von gerade vorhin "jetzt komm endlich." in der zeit, die zwischen tür öffnen und ihrer anweisung lag, hatte er nicht einmal die chance "endlich zu kommen". er machte ebenfalls eine schritt hinaus auf den bahnsteig und blieb dort stehen. sie drehte sich um und sah ihn wütend an.
und dann sagte er, rief es fast: "ich mach schluss." hastig setzte er eine spur leiser ein "es ist aus" nach, machte einen schritt zurück in die u-bahn. während sie ihn fassungslos anstarrte, schlossen sich die türen wieder. er stand in der u-bahn und sah sie durch die scheibe an. sie stand draussen und the elemente of surprise hatte komplett besitz von ihr ergriffen. als ihr mund sich öffnete um etwas zu sagen, fuhr die u-bahn los und der wendete ihr den rücken zu und sah sich verlegen um. dann kam er zurück zu seinem platz.
er sah aus dem fenster, fuhr sich nervös durch die haare. er sah aus, als wäre er von seiner eigenen aktion geschockt. und ich überlegt, ob ich nicht einfach mal eine gelegenheit auslassen sollte. immerhin muss nicht wirklich jeder von mir gestatementet werden. aber wo ich doch schon mal da war....
"alles klar bei dir ?"
er sah weiter sein spiegelbild im fenster an, als er antwortete:
"ich bin mir gerade nicht sicher.
dann drehte er seinen kopf zu mir rüber, sah mich reichlich zerknittert an und sagte:
"ich bin ein feigling."
"stimmt, bist du. ich kenne sie zwar nicht, bin nur mal in der u-bahn drei minuten neben ihr gesessen - aber in den drei minuten hat sie mir auch angst gemacht."
er lächelte ein bisschen, seufzte, besah sich kurz seine schuhe und sagte, ohne aufzusehen:
"jetzt hasst sie mich wirklich, aber das ist mir egal. ich halte die frau einfach nicht mehr aus.
bevor ich mich auf dem weg zur tür machte, sagte ich noch:
"deine zeit ein held zu sein kommt noch. "
seine art die beziehung zu beenden, war nicht ganz das, was man von samuel l. jackson kennt. aber es hatte schon was cooles. man kann nicht immer alles richtig machen und sich bewusst dafür zu entscheiden, in einer bestimmten situation einfach mal ein feiges arschloch zu sein hat für mich etwas sympathisches.
bleibt für mich die frage, warum ich mich eigentlich immer auf die seite der kerle schlage, wo ich doch eigentlich fürs andere team spiele. vermutlich liegt es daran, dass ich männer zwar für nervend halte, allerdings hat ihre ahnungslosigkeit zu oft auch etwas entzückendes. frauen hingegen sind wirklich richtig schwierig.
17. Januar 2004, Rubrik: stories
von after-work-clubbings hat man sogar am nächsten tag im büro noch was.
m.: "du u., da hat so eine tante von einem cafe angerufen. die haben bei der letzten veranstaltung vergessen den schlüssel von der hütte wieder abzugeben. du hast sie deshalb angerufen. den schlüssel hat aber einer ihrer mitarbeiter einstecken und der ist bis 31. in urlaub."
u.: "31. dezember ?"
m.: "was is ?? 31. jänner, sonst würde das doch jetzt keinen sinn machen."
u.: "deshalb frag ich ja."
m.: "ok. ich leg jetzt wieder auf. das gespräch ist sogar mir zu weird."
wenn zwei kolleginnen gemeinsam dort waren, hat man das doppelte vergnügen.
m.: "warst du eben bei der l. ? die wollte nämlich einen rückruf."
j.: "ja, war eben dort."
m.: "dann hat sich's erledigt."
j.: "hab ich jetzt nicht verstanden."
m.: "so kompliziert ist es nicht. die l. wollte, dass du sie kurz anrufst, nachdem du aber eben dort warst, hat sich das mit dem anruf erledigt."
j.: "vielleicht wollte sie dich sprechen."
m.: "was is ?"
j.: "ich war mir jetzt nicht sicher, ob du sagst, dass sie einen rückruf von dir oder von mir wollte."
m.: "j., du denkst, ich geh ans telefon und richte mir dann selbst aus, dass ich die person rückrufen soll, weil ich gerade nicht am platz bin oder was ??"
j.: "achso janein, ahm. weiss ich jetzt auch nicht."
after work steht hier wohl für: gleich nach der arbeit an die bar. dann kann man von 19.00 uhr abends bis 7.00 uhr morgens durchsaufen. sollte vielleicht auf after and before work unbenannt werden.
m.: "du u., da hat so eine tante von einem cafe angerufen. die haben bei der letzten veranstaltung vergessen den schlüssel von der hütte wieder abzugeben. du hast sie deshalb angerufen. den schlüssel hat aber einer ihrer mitarbeiter einstecken und der ist bis 31. in urlaub."
u.: "31. dezember ?"
m.: "was is ?? 31. jänner, sonst würde das doch jetzt keinen sinn machen."
u.: "deshalb frag ich ja."
m.: "ok. ich leg jetzt wieder auf. das gespräch ist sogar mir zu weird."
wenn zwei kolleginnen gemeinsam dort waren, hat man das doppelte vergnügen.
m.: "warst du eben bei der l. ? die wollte nämlich einen rückruf."
j.: "ja, war eben dort."
m.: "dann hat sich's erledigt."
j.: "hab ich jetzt nicht verstanden."
m.: "so kompliziert ist es nicht. die l. wollte, dass du sie kurz anrufst, nachdem du aber eben dort warst, hat sich das mit dem anruf erledigt."
j.: "vielleicht wollte sie dich sprechen."
m.: "was is ?"
j.: "ich war mir jetzt nicht sicher, ob du sagst, dass sie einen rückruf von dir oder von mir wollte."
m.: "j., du denkst, ich geh ans telefon und richte mir dann selbst aus, dass ich die person rückrufen soll, weil ich gerade nicht am platz bin oder was ??"
j.: "achso janein, ahm. weiss ich jetzt auch nicht."
after work steht hier wohl für: gleich nach der arbeit an die bar. dann kann man von 19.00 uhr abends bis 7.00 uhr morgens durchsaufen. sollte vielleicht auf after and before work unbenannt werden.
16. Januar 2004, Rubrik: conversations haeppchen
"hey miss, kannst du noch ein paar von diesen dingern besorgen, mit denen man löcher in papier stanzen kann ? so schaffnerzwickerl ??"
"ja klar, gar kein problem."
mhm. wenn man keine idee hat, wo man etwas bestimmtes bekommt und dann noch nicht einmal weiss, wie dieses ding wirklich genannt wird, stösst man kurzfristig an grenzen.
spontan aufruf bei twoday ergab: schau in einem baumarkt. baumärkte sind aber a) keine in der nähe, b) immer mühsam und c) männerterritorium. dort geht man nur hin, um der wienstrom ein schnippchen zu schlagen, wenn die einem den strom abdrehen.
in solchen fällen muss man den ansatz anders gestalten. die frage darf nicht mehr lauten "woher bekomm ich sowas?" sonder vielmehr "wer hat sowas ???" die antwort darauf war heute leicht zu finden. in der bagel station haben sie sowas. damit stanzen sie ein b in die bonuskarten.
hab also dort angerufen und leider niemanden erreicht. gut, es gibt ja noch eine zweite bagel station in wien. dort war jemand so freundlich ans telefon zu gehen.
m.: "hi, ich hab eine vielleicht bisschen ungewöhnliche frage und brauche dringend deine hilfe."
b.: "na, wenn ich dir helfen kann, gerne. was brauchst du denn ??"
m.: "ihr habt doch diese bonuskarten, in die ihr mit so einer maschine ein b stanzt. wo krieg ich sowas her ??"
b.: "die bonuskarten kriegst du..."
m.: "nee, nicht die karte. die lochmaschine."
b.: "ähm... du willst so eine maschine kaufen, mit der man ein b in unsere karten stanzen kann ?"
m.: "ja. nein. NEIN !! ich will nicht eure karten faken. ich brauch bloss so eine maschine. aber ohne b, dafür mit loch."
b.: "ach so. mail doch an meinen kollegen im büro. der weiss das sicher. ich geb dir die e-mail adresse."
ich notierte also die adresse, kam aber gar nicht dazu, an den kerl zu schreiben. denn der bagel shop den ich zuerst angerufen hatte, rief zurück.
p.: "ich hab eure nummer gesehen, ihr hattet bei uns angerufen."
m.: "ja, ich brauch die firma von der ihr eure b-stanz-maschine habt."
p.: "kein problem. ich geb dir den namen. woher bist du nochmal ??"
m.: nennt brav nochmal den firmennamen.
p.: "ich kenn dich, oder ? du bist der dark mocchachino mit caramel."
m.: "ja genau."
er gab mir dann den firmennamen durch, rief eine minute später nochmal an und sagte, er hätte eben noch die dazupassende telefonnummer gefunden.
ich verfahr gern nach der wo-hab-ich-sowas-schon-mal-gesehen methode, ruf die leute einfach an und frag, wo sie ihr zeug her haben. das funktioniert immer und eines muss man sagen: die leute sind immer ganz grosse klasse und helfen einem sofort. ich mag die leute. ich mag sie wirklich.
"ja klar, gar kein problem."
mhm. wenn man keine idee hat, wo man etwas bestimmtes bekommt und dann noch nicht einmal weiss, wie dieses ding wirklich genannt wird, stösst man kurzfristig an grenzen.
spontan aufruf bei twoday ergab: schau in einem baumarkt. baumärkte sind aber a) keine in der nähe, b) immer mühsam und c) männerterritorium. dort geht man nur hin, um der wienstrom ein schnippchen zu schlagen, wenn die einem den strom abdrehen.
in solchen fällen muss man den ansatz anders gestalten. die frage darf nicht mehr lauten "woher bekomm ich sowas?" sonder vielmehr "wer hat sowas ???" die antwort darauf war heute leicht zu finden. in der bagel station haben sie sowas. damit stanzen sie ein b in die bonuskarten.
hab also dort angerufen und leider niemanden erreicht. gut, es gibt ja noch eine zweite bagel station in wien. dort war jemand so freundlich ans telefon zu gehen.
m.: "hi, ich hab eine vielleicht bisschen ungewöhnliche frage und brauche dringend deine hilfe."
b.: "na, wenn ich dir helfen kann, gerne. was brauchst du denn ??"
m.: "ihr habt doch diese bonuskarten, in die ihr mit so einer maschine ein b stanzt. wo krieg ich sowas her ??"
b.: "die bonuskarten kriegst du..."
m.: "nee, nicht die karte. die lochmaschine."
b.: "ähm... du willst so eine maschine kaufen, mit der man ein b in unsere karten stanzen kann ?"
m.: "ja. nein. NEIN !! ich will nicht eure karten faken. ich brauch bloss so eine maschine. aber ohne b, dafür mit loch."
b.: "ach so. mail doch an meinen kollegen im büro. der weiss das sicher. ich geb dir die e-mail adresse."
ich notierte also die adresse, kam aber gar nicht dazu, an den kerl zu schreiben. denn der bagel shop den ich zuerst angerufen hatte, rief zurück.
p.: "ich hab eure nummer gesehen, ihr hattet bei uns angerufen."
m.: "ja, ich brauch die firma von der ihr eure b-stanz-maschine habt."
p.: "kein problem. ich geb dir den namen. woher bist du nochmal ??"
m.: nennt brav nochmal den firmennamen.
p.: "ich kenn dich, oder ? du bist der dark mocchachino mit caramel."
m.: "ja genau."
er gab mir dann den firmennamen durch, rief eine minute später nochmal an und sagte, er hätte eben noch die dazupassende telefonnummer gefunden.
ich verfahr gern nach der wo-hab-ich-sowas-schon-mal-gesehen methode, ruf die leute einfach an und frag, wo sie ihr zeug her haben. das funktioniert immer und eines muss man sagen: die leute sind immer ganz grosse klasse und helfen einem sofort. ich mag die leute. ich mag sie wirklich.
16. Januar 2004, Rubrik: likes
na bitte. endlich trudeln die ersten fendrich-witze per e-mail ein. hat ziemlich lange gedauert diesmal.
Armin Assinger befragt bei einer Promi-Millionenshow Reinhard Fendrich: "Wie ist die Schamhaarfarbe Ihrer Frau?
A...schwarz, B...brünett, C...blond, D...rot?"
Nach kurzem Zögern brummte Reinhard Fendrich:
"Na, ich denke - das ist eine Publikumsfrage."
Armin Assinger befragt bei einer Promi-Millionenshow Reinhard Fendrich: "Wie ist die Schamhaarfarbe Ihrer Frau?
A...schwarz, B...brünett, C...blond, D...rot?"
Nach kurzem Zögern brummte Reinhard Fendrich:
"Na, ich denke - das ist eine Publikumsfrage."
16. Januar 2004, Rubrik: just
nachdem ich gerade anstehe, muss mir jetzt hier jemand helfen. die silbernen zwickdinger, mit denen man löcher in pappkarten oder auch gürtel stampfen kann - wo kriegt man sowas ?? wo kauft man in wien bitte lochapparate ??
edit: hat sich erledigt. danke !
edit: hat sich erledigt. danke !
16. Januar 2004, Rubrik: just
dazu fällt mir ein, dass es doch mal ganz interessant wäre, diese "abenteuer" aus der sicht beider zu lesen. in einem buch. durch farben getrennt oder was weiss ich.
während sie schreibt: "er wollte es unbedingt und sein interesse war so schmeichelhaft, dass ich mich darauf einliess" sieht er es so: "sie liess nicht locker und flirtete den ganzen abend lang. diese frau wollte mich und welcher mann sagt zu einem solchen angebot schon nein ?"
wobei ich diese stelle natürlich frei erfunden habe und das sehr wahrscheinlich nichts mit dem zu tun hat, was schlussendlich in dem buch zu lesen sein wird.
r. kelly brachte vor ein paar jahren zusammen mit sparkle den song "be careful" raus, in dem jeder in seiner strophe die lage aus seiner sicht schildert. beginnend mit 2 years ago, promises is all i heard - wait a minute, let me finish. 2 years ago, promises is all i heard out of your mouth (sparkle) und 2 years ago, didn't know you had male friends - wait a minute, let me finish. 2 years ago, didn't know you had male friends off up in college (r. kelly)
im chorus sind sie sich allerdings einig: You better be careful what you say to me, cause it might turn around on you. you better be careful what you do to me, cause somebody might do it to you.
schöner song. erinnert mich immer wieder daran, dass menschen in romantischen beziehungen dazu neigen, zu wenig zu sagen, was sie wirklich denken und wirklich wollen und was sie wirklich kränkt und in weiterer folge zu wenig darauf achten, wie sie mit dem anderen umgehen. you better be careful.
während sie schreibt: "er wollte es unbedingt und sein interesse war so schmeichelhaft, dass ich mich darauf einliess" sieht er es so: "sie liess nicht locker und flirtete den ganzen abend lang. diese frau wollte mich und welcher mann sagt zu einem solchen angebot schon nein ?"
wobei ich diese stelle natürlich frei erfunden habe und das sehr wahrscheinlich nichts mit dem zu tun hat, was schlussendlich in dem buch zu lesen sein wird.
r. kelly brachte vor ein paar jahren zusammen mit sparkle den song "be careful" raus, in dem jeder in seiner strophe die lage aus seiner sicht schildert. beginnend mit 2 years ago, promises is all i heard - wait a minute, let me finish. 2 years ago, promises is all i heard out of your mouth (sparkle) und 2 years ago, didn't know you had male friends - wait a minute, let me finish. 2 years ago, didn't know you had male friends off up in college (r. kelly)
im chorus sind sie sich allerdings einig: You better be careful what you say to me, cause it might turn around on you. you better be careful what you do to me, cause somebody might do it to you.
schöner song. erinnert mich immer wieder daran, dass menschen in romantischen beziehungen dazu neigen, zu wenig zu sagen, was sie wirklich denken und wirklich wollen und was sie wirklich kränkt und in weiterer folge zu wenig darauf achten, wie sie mit dem anderen umgehen. you better be careful.
15. Januar 2004, Rubrik: likes
seit ein paar tagen habe ich eine neue tasse. von u. geschenkt bekommen und mein absoluter liebling. matt durchsichtig, mit dezentem güldenem aufdruck.
auf der tasse steht, unter anderem: die welt ist alles was der fall ist.
und auch: man muss durch die nacht wandern, wenn man die morgenröte sehen will.
diesen satz könnte man so verstehen, dass man auch mal durch harte zeiten gehen muss, um die guten danach geniessen zu können. ich allerdings denke dabei an den frühling. an durchtanzte und durchtrunkene nächte und daran, in den frühen morgenstunden über den naschmarkt zu schlendern. wenn die kleinbusse die ware anliefern, alle durcheinander rufen und man kein wort davon versteht. die händler ihre stände aufbauen und einem der gemüsemann lächelnd eine tomate schenkt. ganz früh aufstehen und zum naschmarkt fahren, funktioniert nicht. man muss eben durch die nacht wandern, wenn man die morgenröte sehen will.
auf der tasse steht, unter anderem: die welt ist alles was der fall ist.
und auch: man muss durch die nacht wandern, wenn man die morgenröte sehen will.
diesen satz könnte man so verstehen, dass man auch mal durch harte zeiten gehen muss, um die guten danach geniessen zu können. ich allerdings denke dabei an den frühling. an durchtanzte und durchtrunkene nächte und daran, in den frühen morgenstunden über den naschmarkt zu schlendern. wenn die kleinbusse die ware anliefern, alle durcheinander rufen und man kein wort davon versteht. die händler ihre stände aufbauen und einem der gemüsemann lächelnd eine tomate schenkt. ganz früh aufstehen und zum naschmarkt fahren, funktioniert nicht. man muss eben durch die nacht wandern, wenn man die morgenröte sehen will.
15. Januar 2004, Rubrik: likes
...
m.: "ok, alles klar. sagen sie mir ihren namen nochmal ?"
a.: "mehl. ganz normal, mehl."
m.: "m-a-i-l ?"
a.: "nein. m-e-h-l."
m.: "ach so, klar. ich koche nicht."
a.: "das haben wir nun von der emanzipation. früher hätt's das nicht gegeben."
m: "mhm. mag sein."
a.: "das war bloss ein scherz."
m.: "dieser ganze tag ist ein scherz. aber wenn ihnen was wirklich lustiges einfällt, hör ich mir das gerne an."
a.: "also: ein rabbi und ein priester kommen in eine bar..."
manchen anrufer sollten auf verdacht gleich mal vorab ein foto mailen...
m.: "ok, alles klar. sagen sie mir ihren namen nochmal ?"
a.: "mehl. ganz normal, mehl."
m.: "m-a-i-l ?"
a.: "nein. m-e-h-l."
m.: "ach so, klar. ich koche nicht."
a.: "das haben wir nun von der emanzipation. früher hätt's das nicht gegeben."
m: "mhm. mag sein."
a.: "das war bloss ein scherz."
m.: "dieser ganze tag ist ein scherz. aber wenn ihnen was wirklich lustiges einfällt, hör ich mir das gerne an."
a.: "also: ein rabbi und ein priester kommen in eine bar..."
manchen anrufer sollten auf verdacht gleich mal vorab ein foto mailen...
15. Januar 2004, Rubrik: just
"du, ich komme heute nicht. meine nebenhöhlen sind ganz schlimm, ich geh zum arzt und lass das checken." per sms. um 07:06.
und du weisst, dass der tag auf der stress-skala wohl die spitzenreiter werte der aktuellen woche erreichen wird. und du wünschtest, du wärst schon aufgestanden und würdest nicht mehr im bett liegen, denn eben ging deine motivation spontan und unwiderruflich flöten.
und du weisst, dass der tag auf der stress-skala wohl die spitzenreiter werte der aktuellen woche erreichen wird. und du wünschtest, du wärst schon aufgestanden und würdest nicht mehr im bett liegen, denn eben ging deine motivation spontan und unwiderruflich flöten.
15. Januar 2004, Rubrik: mein hoch und mein tief
fisch macht nicht nur dumm, sondern auch spass.
was man dazu braucht: einen kollegen, der einen der findet nemo mc donalds fische, auf deren bauchseite man auf die zwei kleinen schwarzen pünktchen fasst, damit sie lärm machen, auf seinem tisch liegen hat und ein gespräch wie:
"ist das einer von diesen fischen die anzeigen, ob man auf jemanden abfährt?"
"ähm nein, das ist so ein mc donalds fisch. wenn du oben auf die flosse drückst, macht er lärm."
"ja eben. ich hab da im standard was darüber gelesen. wenn man den zu zweit in die hand nimmt, zeigt der an, ob man den anderen scharf findet."
"geh bitte. so ein blödsinn."
"glaub ich auch, aber wir probieren es einfach aus. nimm du den mal - nein, besser so - ja genau und dann nehm ich den hier vielleicht und.."
an der stelle küsst man den anderen dann rasch aufs ohr, somit schliesst sich der kreis und der fisch plärrt los.
"hey, was ist denn jetzt ? ich dachte, wir wären freunde ! hast du mir vielleicht was zu sagen ?"
"...ich...ich...ich... hey warte, das stimmt nicht. ich hab nicht gedacht, also ich...."
"ok, vielleicht lags am überraschungs effekt. also nochmal und diesmal weisst du ja, dass ich es bloss bin und ich dich gleich aufs ohr küsse."
wieder schliesst sich der kreis und wieder plärrt der fisch.
"nein, ich habe... gibt mal her den blöden fisch.... aja. miss, du bist ein miststück."
ziemlich witzig, dieser fisch. ich hab den dann gleich behalten, weil ich der meinung bin, dass der mir gehören sollte. jetzt wohnt er auf meinem schreibtisch und leistet mir gesellschaft.
was man dazu braucht: einen kollegen, der einen der findet nemo mc donalds fische, auf deren bauchseite man auf die zwei kleinen schwarzen pünktchen fasst, damit sie lärm machen, auf seinem tisch liegen hat und ein gespräch wie:
"ist das einer von diesen fischen die anzeigen, ob man auf jemanden abfährt?"
"ähm nein, das ist so ein mc donalds fisch. wenn du oben auf die flosse drückst, macht er lärm."
"ja eben. ich hab da im standard was darüber gelesen. wenn man den zu zweit in die hand nimmt, zeigt der an, ob man den anderen scharf findet."
"geh bitte. so ein blödsinn."
"glaub ich auch, aber wir probieren es einfach aus. nimm du den mal - nein, besser so - ja genau und dann nehm ich den hier vielleicht und.."
an der stelle küsst man den anderen dann rasch aufs ohr, somit schliesst sich der kreis und der fisch plärrt los.
"hey, was ist denn jetzt ? ich dachte, wir wären freunde ! hast du mir vielleicht was zu sagen ?"
"...ich...ich...ich... hey warte, das stimmt nicht. ich hab nicht gedacht, also ich...."
"ok, vielleicht lags am überraschungs effekt. also nochmal und diesmal weisst du ja, dass ich es bloss bin und ich dich gleich aufs ohr küsse."
wieder schliesst sich der kreis und wieder plärrt der fisch.
"nein, ich habe... gibt mal her den blöden fisch.... aja. miss, du bist ein miststück."
ziemlich witzig, dieser fisch. ich hab den dann gleich behalten, weil ich der meinung bin, dass der mir gehören sollte. jetzt wohnt er auf meinem schreibtisch und leistet mir gesellschaft.
14. Januar 2004, Rubrik: likes
vorhin auf dem heimweg, blieb die u-bahn ganz plötzlich stehen. mitten im tunnel und in einer leichten schräglage, die mir hochgradig unangenehm war. ich brauche nicht auf den grossen "welcher-achterbahn-typ bist du?" test warten, um zu wissen, dass ich der gar-nicht-erst-einsteigen typ bin.
die stimme des fahrers ertönte in den lautsprechern: "werte fahrgäste, wenn sie sich während der fahrt an den türgriffen festhalten oder daran rütteln, bekommen sie die möglichkeit den zug bei 80 kmh zu verlassen. zudem zwingen sie mich, wie sie sicher gerade sehen, zu einer schnellbremsung."
die ansage brachte er exakt in dem ton, den man sonst im prater hört: "kommensienähertretensieein - fürnureineneurosindsiedabei - allesdrehtsichallesbewegtsich." er sprach zwar, im gegensatz zu den praterschreiern, sehr langsam, die betonung aber war die selbe. amüsiert hat es mich auf jeden fall.
die stimme des fahrers ertönte in den lautsprechern: "werte fahrgäste, wenn sie sich während der fahrt an den türgriffen festhalten oder daran rütteln, bekommen sie die möglichkeit den zug bei 80 kmh zu verlassen. zudem zwingen sie mich, wie sie sicher gerade sehen, zu einer schnellbremsung."
die ansage brachte er exakt in dem ton, den man sonst im prater hört: "kommensienähertretensieein - fürnureineneurosindsiedabei - allesdrehtsichallesbewegtsich." er sprach zwar, im gegensatz zu den praterschreiern, sehr langsam, die betonung aber war die selbe. amüsiert hat es mich auf jeden fall.
14. Januar 2004, Rubrik: likes
this is like the ultimative fuck-off day.
ich sitze an meinem tisch, meine lippen scheinen in der angespannten version des schmollmunds festgefroren zu sein. die augen geschlossen und die finger oberhalb der augenbrauen auf die stirn pressend, bemerken, dass die finger kühl sind aber das ist angenehm. der beim anker mühsam erkämpfte ("wollen sie eine flasche cola dazu?" - "nein, danke." - "wir haben da aber ein spezielles angebot." - "vielen dank, aber dennoch nein." - "zusammen mit einem weckerl bekommen sie eine flasche cola aber um nur..." - "ICH. WILL. BLOSS. DEN. KORNSPITZ. ganz in echt." - "ok, kein problem." - "vielen dank.") kornspitz liegt auf meinem tisch, aber auf essen hab ich jetzt keine lust. lieber noch eine zigarette. und noch ein schluck tee aus meiner neuen lieblingstasse. als ich in die küche ging um den tee zu holen, überkam mich kurz der gedanke, jemand könnte meine tasse genommen haben. der gedanke machte mich sofort wütend. meine soziophobie lässt grüssen, winkt mir fröhlich zu und deutet mir mit einer lässigen geste, um wieviel sie in den letzten tagen gewachsen ist. das einzelkind in mir stampft auf und brüllt "alles gehört mir und ich teile mit niemanden!"
seit gestern hat sich nichts verändert, dennoch fühlt sich alles anders an. was gester noch spass machte, nervt heute. und das sehr. zu vieles wird zu kompliziert angegangen, ganz verschieden funktionierende systeme prallen aufeinander. oder auch: funktionierende systeme prallen auf ein system, das darauf basiert, gar nicht vorhanden zu sein. mit meinen ansichten steh ich wiedermal allein auf weiter flur. zu viele köche verderben den brei. besonders dann, wenn alle mal rühren, alle mal ein wenig nachwürzen, aber keiner wirklich schlussendlich als der koch dastehen will.
"sag mal, was ist da passiert." - "weiss ich noch nicht. ist im moment auch nicht wichtig. in erster linie schau ich, dass es wieder funktioniert, dann müssen wir das zeug auf den aktuellen stand bringen und dann sicherstellen, dass sowas nicht mehr passiert." - "aber das kann doch gar nicht sein..." - "kann nicht, richtig. ist aber dennoch so. ich kümmer mich darum." - "was hälst du davon, wenn wir ab jetzt.... " - "nein, ich mach das schon. ich hab einen plan und der funktioniert." - "ich finde dennoch... " - "für sowas hab ich jetzt keine zeit. dieses herumgerede macht keinen sinn." es wird zuviel geredet und zuwenig ge-m/d-acht. soviel ist sicher.
this is like the ultimative fuck-off day.
ich sitze an meinem tisch, meine lippen scheinen in der angespannten version des schmollmunds festgefroren zu sein. die augen geschlossen und die finger oberhalb der augenbrauen auf die stirn pressend, bemerken, dass die finger kühl sind aber das ist angenehm. der beim anker mühsam erkämpfte ("wollen sie eine flasche cola dazu?" - "nein, danke." - "wir haben da aber ein spezielles angebot." - "vielen dank, aber dennoch nein." - "zusammen mit einem weckerl bekommen sie eine flasche cola aber um nur..." - "ICH. WILL. BLOSS. DEN. KORNSPITZ. ganz in echt." - "ok, kein problem." - "vielen dank.") kornspitz liegt auf meinem tisch, aber auf essen hab ich jetzt keine lust. lieber noch eine zigarette. und noch ein schluck tee aus meiner neuen lieblingstasse. als ich in die küche ging um den tee zu holen, überkam mich kurz der gedanke, jemand könnte meine tasse genommen haben. der gedanke machte mich sofort wütend. meine soziophobie lässt grüssen, winkt mir fröhlich zu und deutet mir mit einer lässigen geste, um wieviel sie in den letzten tagen gewachsen ist. das einzelkind in mir stampft auf und brüllt "alles gehört mir und ich teile mit niemanden!"
seit gestern hat sich nichts verändert, dennoch fühlt sich alles anders an. was gester noch spass machte, nervt heute. und das sehr. zu vieles wird zu kompliziert angegangen, ganz verschieden funktionierende systeme prallen aufeinander. oder auch: funktionierende systeme prallen auf ein system, das darauf basiert, gar nicht vorhanden zu sein. mit meinen ansichten steh ich wiedermal allein auf weiter flur. zu viele köche verderben den brei. besonders dann, wenn alle mal rühren, alle mal ein wenig nachwürzen, aber keiner wirklich schlussendlich als der koch dastehen will.
"sag mal, was ist da passiert." - "weiss ich noch nicht. ist im moment auch nicht wichtig. in erster linie schau ich, dass es wieder funktioniert, dann müssen wir das zeug auf den aktuellen stand bringen und dann sicherstellen, dass sowas nicht mehr passiert." - "aber das kann doch gar nicht sein..." - "kann nicht, richtig. ist aber dennoch so. ich kümmer mich darum." - "was hälst du davon, wenn wir ab jetzt.... " - "nein, ich mach das schon. ich hab einen plan und der funktioniert." - "ich finde dennoch... " - "für sowas hab ich jetzt keine zeit. dieses herumgerede macht keinen sinn." es wird zuviel geredet und zuwenig ge-m/d-acht. soviel ist sicher.
this is like the ultimative fuck-off day.
14. Januar 2004, Rubrik: mein hoch und mein tief