actually feeling like
beobachtet
big brother verkehrt
conversations haeppchen
das absolute tief
der grinch
diary
die fasten diaries
dislikes
foolish
freundeskreis
gelogenes
glueckskeks
i wanna know...
in the process
just
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren


 
ich habe es in jobs oft nicht länger als ein halbes jahr lang ausgehalten. dann kündigte ich, weil ich mich dort nicht wohl fühlte. und die sechs monate waren immer das limit.

für meinen jetzigen arbeitgeber gebe ich mir aber inzwischen das vierte jahr mal mehr und mal weniger mühe. und in der letzten zeit lag eine veränderung in der luft. sie war deutlich spürbar, sie war da. ich mag meine arbeit, ich mag meine kollegen, ich mag das büro, ich mag was wir machen und was wir sind ... und dennoch war da ganz stark eine anstehende veränderung spürbar und das machte mich unglücklich. weil ich nicht wusste, wohin ich wollte und was ich eigentlich verändern will. ich versuchte eine plus/minus liste zu schreiben. aber da kam am ende bloss raus, dass ich meinen job mag und weitermachen will. ich überlegte lange, horchte ganz angestrengt in mich hinein ... aber da war keine info. bloss das gefühl, dass eine veränderung deutlich hörbar an die tür klopft.

seit anfang letzter woche ist es nun raus. mein chef wird die firma verlassen und sich neuen aufgaben stellen. es war immer klar, dass das früher oder später passieren wird. der mann ist gut in dem, was er tut und in seinem momentanen tätigkeitsfeld hat er die decke erreicht. dreimal erreicht. sein abschied ist deshalb mehr als verständlich.

und gleichzeitig tut es weh, richtig weh. ein gefühl, wie wenn der vater die familie verlässt. ich hatte anfangs drei monate lang in der firma ausgeholfen und habe dann einen anderen job angenommen. nach dem obligatorischen halben jahr, hatte ich einen termin mit ihm und wollte hören, ob er nicht vielleicht inzwischen jemanden fix braucht. noch bevor ich ein wort sagen konnte, sah er mich an, lächelte und fragte: "wann kommst du nach hause?" und jetzt geht er.

seine neuen mitarbeiter wissen im moment noch nicht, was für ein glück sie haben. sie bekommen einen hammer chef und werden künftig anderen erzählen, dass sie noch nie so einen chef hatten und auch noch nicht vo so einem chef gehört haben.

in den letzten vier jahren sind wir oft zusammengekracht und hatten einige streits. ich hab vor zwei jahren einen massiven fehler gemacht und ihm dadurch sehr viele schwierigkeiten eingehandelt. damals hab ich ihm angeboten zu gehen. und er sagte: "du wirst schön hier bleiben und das mit mir ausbaden." was leicht war für mich, denn obwohl er ehrlich sauer war, wusste ich dennoch immer, dass er vor, hinter und neben mir steht. und das gleichzeitg.

ich mag meinen job und ich liebe diese firma. und die firma war für mich, sowie für alle anderen dort, zu einem grossen teil er. als ich letzte woche davon erfuhr, war ich erstmal zwei tage lang geschockt. inzwischen seh ich das ganze weitaus gelassener und fast eiskalt .... zumindest tu ich so. in wahrheit geht da jemand weg, der in den letzten jahren in meinem leben eine doch sehr grosse rolle gespielt hat und dem ich viel zu verdanken habe.

es ist .... es tut .... autsch



da zeigt man sich die letzten zwei wochen geduldig und sieht vollkommen ein, dass jemand gerade keine zeit für einen hat und genau dann, wenn der stress vorbei ist und ganz viel zeit zum schmusen nachzuholen ist, findet sich für die nächsten fünf tage nicht einmal ein abend, an dem beide zeit haben. das ist nicht fair. zudem fühlt es sich auch nicht gut an.



(ICH habe den streit angefangen. ICH bin schuld. MIR ist das ganze jetzt aber zu blöd und deshalb werde ich sämliche comments zu dem thema löschen. twoday hat defintiv mehr zu bieten, als dumme streiterein.)



vorhin sass ich mit littleguy auf dem sofa und wir lasen. ich ein buch und er ein comic. während des lesen fiel mir ein, dass er heute gitarrenuntericht gehabt hatte und fragte, wie es denn gewesen sei. diese unterhaltung läuft immer gleich ab. er sagt "gut", ich frage, was sie geübt haben, er nennt einen liedtitel und fragt dann "und was noch" und ich sage dann "und natürlich die zweite stimme dazu".

ich fragte also: "was habt ihr denn gespielt ?" und er sagte: "die ziege läuft den berg hinauf. und was noch ?" und ich antwortet: "die ziege läuft den berg hinunter ?" er schüttelte den kopf, zwinkerte mir kurz zu und las grinsend in seinem heftchen weiter.

ein paar minuten später musste ich beim gedanken an die eben geführte unterhaltung lachen und er sah auf, lächtelte mich freundlich an und fragte: "musstest du an das mit dem kaffee denken?"

ich hatte keine ahnung, was er damit meinte und musste deshalb noch mehr lachen. er sah mich irritiert an und wollte wissen, was denn so lustig sei.

ich sagte, dass ich seine frage nicht verstanden hätte, sie aber ausgesprochen amüsant fand. darauf sagte er: "das ist doch nicht lustig. aber es gibt ein lied, das heisst popcorn-polka und dabei kommt darin gar kein popcorn vor."

dann sah er mich kurz prüfend an, nickte zufrieden, weil er wohl den eindruck erlangt hatte, ich hätte die message verstanden und vertiefte sich dann wieder in sein comic.



eine sehr gute freundin von mir, und tatsächlich die höchste instanz in sachen ratschläge in meiner welt, sagte einmal in einem gespräch, dass die menschen einfach zu schnell miteinander ins bett gehen. während man vorher die gemeinsame zeit noch dazu nutzt, sich zu unterhalten und sich näher kennen zu lernen, wird später gerne mal darauf verzichtet und die zeit lieber im bett verbracht.

als sie das sagte, wusste ich, dass sie recht hat. gleichzeitig war mir klar, dass das planen des "richtigen zeitpunkts" für mich nicht lebbar ist. ich bin schlecht im planen. nein, ich bin gut im planen und grottenschlecht beim umsetzen meiner pläne. ich lass den dingen gern ihren lauf und ob man nun sechs wochen wartet oder erst nach dem ersten sex nach dem nachnamen des anderen fragt, ist von der situation abhängig und sagt nichts darüber aus, ob die beziehung, wenns denn eine wird, klappen kann oder nicht.

viel wichtiger - und auch nicht ganz unkompliziert - ist es allerdings, die sexuelle anziehung von den anderen gefühlen zu trennen.

ich will gar nicht wissen, wie oft ich dieses heftige kribbeln im bauch hatte und es ganz zweifelsfrei als verliebtheit identifizierte. tatsächlich fand das kribbeln ein bisschen weiter unten statt und strahlte bloss bin in den bauch hinauf.

gleichzeitig bringt sex aber zwei menschen auch auf eine andere ebene des umgangs miteinader. intimer kann man fast nicht sein.

da lernt man einen menschen gerade als person immer besser kennen, kommt drauf, wie wenig man in wahrheit von einander weiss und der sex täuscht einem gleichzeitig eine grosse intimität vor. man war die ganze nacht ganz furchtbar intim, weiss wie der mensch schmeckt und riecht und aussieht, während man sich nackt aneiander reibt und morgens steht man dann in der küche, will ihm eine tasse kaffee ans bett bringen, klopft sich mit den fingerspitzen an die stirn und überlegt, ob er nun seinen kaffee mit einem oder zwei löffel zucker trinkt.

man begibt sich also auf unterschiedliche ebenen des "sich kennens". man ist körperlich auf einer anderen ebene, als man persönlich - also als person - ist.

dazu kommt dann noch die romantik- und alltagsebene. meist gibt es auch da einen beträchtlichen höhenunterschied. am sofa kuscheln, während man sich einen film ansieht, kann man in wahrheit mit vielen menschen. körperliche nähe tut meist gut. aber schafft man auch einen einkauf in einem grossen supermarkt am samstag nachmittag ohne sich zu streiten ? das ist schon weitaus schwieriger.

spannende sache. einerseits darf man ein hohes level auf bestimmten ebenen nicht überschätzen, andererseits darf man sich nicht gleich entmutigen lassen, wenn man sich auf anderen ebenen immer noch im anfänger-übungs-level herumärgert.

offensichtlich muss man für die liebe auch ein bisschen intelligenz mitbringen. nur gefühl ist zu wenig. kein gefühl ist defintiv zu wenig. nur intelligenz geht also auch nicht. zu wenig gefühl kann von mehr intelligenz nicht wettgemacht werden und umgekehrt.

die liebe ist also ein bisschen wie ein cocktail. die zutaten müssen stimmen. man kann anstelle von rum nicht einfach wodka nehmen und an stelle von cola kein wasser. ein schuss mehr von dem einen oder anderen macht nicht gleich den ganzen drink kaputt. aber das mengenverhältnis muss dennoch stimmen. andernfalls ist es zwar immer noch ein drink, aber nicht der cocktail, den man haben wollte.



ganz gleich was sie dir sagen
es kommt kein ritter der dich befreit
denn die schlüssel zu den schellen
hälst du schon bereit

uns schon sind 99 helden da,
mit ganz viel mut
und 99 sprüchen
und davon alle gut
doch wo bleiben 99 taten
kann mir das einer von euch ratten verraten?


mag sein, ich stand mir in der letzten zeit selbst als meine 99 helden zur seite. mag sein, ich hatte auch 99 sprüche parat. vielleicht waren es auch ein paar mehr. dann wär's wohl jetzt an der zeit, 99 taten folgen zu lassen. oder auch ein paar mehr.



müsli essen, speziell das essen von müsli ausschliesslich morgens, ist untrennbar mit dem erwachsen sein verbunden.

dafür gibt es auch einen sehr guten grund. der ist mir bloss nicht bekannt. aber es gibt ihn ganz sicher.



bei sehr vielen dingen ist ja das zweite mal viel besser als das erste mal und so ist es auch mit dem balkonsitzen.

gestern war noch kühl und zudem lärmten die kinder im hof sehr fröhlich und gar fürchterlich. heute hingegen war es schon etwas dunkel, als ich meinen stammplatz am balkon einnahm. viele hell erleuchtete fenster, ein paar sterne am himmel. man muss allerdings etwas länger hinsehen, um sie erkennen zu können.

unten sitzen ein junge und ein mädchen auf einer bank. er sieht nervös aus, dabei kann er eigentlich nicht mehr viel falsch machen, ihrer körpersprache nach zu urteilen. ich sehe den beiden eine weile zu und muss an meine schulzeit denken....

j.: "miss, äh... ich wollte fragen, also... ähm...willst du mit mir gehen ?"
m.: "ja, ok. wohin ?"

der nächste war klüger und steckte mir verstohlen ein kleines zettelchen in den rucksack. darauf stand mit füllfeder und sehr schön und gut lesbar geschrieben "willst du mit mir gehen ?"

und dann drei kästchen und neben jedem kästchen fand sich ein wort: ja, nein und vielleicht. die grosse frage des verliebtseins als multiple choice quiz.

und ich vermute ganz stark, dass es kein zufall ist, dass mir die geschichte ausgerechnet heute wieder einfällt.



als ich das hier las, machte mich das bild vom kleinen panischen shhhh ganz traurig. weil ich vor verzweiflung und panik heulende kinder immer traurig machen. obwohl traurig gar nicht der richtige ausdruck ist. eigentlich macht es mich richtig fertig, schnürrt mir innerlich die brust ab.

was mir noch mehr zusetzt, sind kinder, die versuchen möglichst tapfer zu sein. und dazu fiel mir dann wieder littleguys erste zeit im kindergarten ein.

obwohl er dort tagsüber spass mit den anderen kindern hatte, war die trennung von der mama am morgen dennoch immer heftig. zumindest in den ersten drei wochen. und während andere kinder tobten, schrieen und heulten, liess er sich immer seine hausschuhe anziehen und sah mich dabei ganz ruhig an. er bekam rote backen und seine kleinen augen wurden ganz wässrig. zwischendurch sah er dann kurz wo anders hin, um die tränen wieder hinunter zu kämpfen. er war nicht zu stolz zum weinen, er war einfach nur tapfer. so, wie er es immer ist und auch immer war.

ich zog ihm dann also seine hausschuhe an, plauderte dabei auf ihn ein, brachte ihn in das spielzimmer, drückte ihn nochmal, gab ihm einen kuss und ging. und wenn die tür hinter mir ins schloss gefallen war, stand ich erstmal ein paar minuten im stiegenhaus und versuchte selbst, die tränen unter kontrolle zu bringen.

wirkt heute so, als wäre das ganze eine ewigkeit her. gleichzeitig war das ganze aber auch gerade erst vorgestern. und irgendwo in der zeitspanne zwischen ewigkeit und vorgestern, ist der kleine junge richtig gross geworden. seine tapferkeit haut mich aber auch heute noch immer wieder um.



heute morgen, nachdem ich mich geduscht und angezogen und angemalt hatte, stiefelte ich in die küche, um noch eine schüssel müsli zu essen.

dann stand ich da, starrte auf den platz, an dem, seit ich in dieser wohnung lebe, überhaupt noch nie müsli gestanden hat und wunderte mich. klar, wenn keiner müsli kauft, kann auch keines da sein. ich war dennoch irritiert.

irritiert, weil kein müsli da war. irritiert, weil ich lust auf müsli hatte. irritiert, weil ich an einem wochentag auf die idee gekommen war, zu hause zu frühstücken. irritiert weil ich tatsächlich frische milch im kühlschrank gehabt hätte.

vielleicht kaufe ich nachher auf dem heimweg einfach mal müsli. vermutlich schmeisse ich es ende des sommers unangetastet und längst abgelaufen weg. auf einen versuch kann ich es aber ankommen lassen.



den chorus sing jamie foxx, den rest kayne west und das ganz kommt augesprochen relaxt daher. während im video die leute dazu eher party machen, klingt der song für mich nach auf-dem-sofa-schmusen.

da kommt dann allerdings dieser rap-part von twista dazwischen.
verdammt, wie schnell ist der mann denn ? schmusen wurde gecancel .... da muss man schon verteufelt schnell zuhören und darauf wiederum muss man sich konzentrieren.

ausserdemcan't wait von sleepy brown feat. outkast und one call away von chingy. zum mit-dem-popo-wackeln noch bada boom von b2k, weil da ja auch der grossartig fabelhafte fabolous mit von der partie ist. klingt alles nach sommer. ja, ich will.



hach, waren das schöne zeiten, als littleguy sich noch so herrlich von mir beeinflussen liess, bei den kleinen dingen des alltags.

früher gingen wir gemeinsam zum frisör und ich sagte, welche frisur geschnitten wird. letzte woche bat er mich eines abends, bei meinem frisör anzurufen, um einen termin für ihn zu vereinbaren. weil "der hat mir die haare bisher am besten geschnitten". ich sagte, dass ich aber erst am samstag mit ihm zum frisör gehen kann und er sagte: "ich brauch dich ja nicht dazu. der frisör ist doch in der nähe meiner schule. da find ich auch alleine hin. ruf du bitte nur an und mach mir einen termin für freitag aus. ich hab um eins aus, kann also um viertel zwei dort sein."

in solchen momenten sitzt man erstmal da und ist sich nicht sicher, ob man etwas sehr richtig gemacht hat oder ob der kleine kerl sich übernimmt. ich weiss, dass ich mit zehn jahren nicht alleine zum frisör gegangen bin. ich weiss nicht, ob ich es getan hätte, wenn man mich darum gebeten hätte. ganz sicher hätte ich es aber niemals selbst vorgeschlagen.

letzte woche also beschloss ich erstmal, es auf den versuch ankommen zu lassen. und littleguy erledigte das mit links. er ging hin, alberte herum, klärte den schnitt und sieht jetzt nicht mehr wie das fünfte mitglied der beatles aus. mein restgeld hat er nach nur zweimaliger bitte meinerseits auch wieder brav rausgerückt.

vorhin versuchte ich ihn dazu zu überreden, "die rückkehr der mumie" anzusehen. er bestand aber darauf, erstmal zu schauen, was denn auf den anderen sendern gezeigt wird. dabei entdeckte er natürlich james bond und wollte den sehen. ich sagte, dass ich james bond nicht mag. er meinte aber "james bond ist super actig. der macht so viel action, der ist fast besser als der action-man." na dann ...

früher hat es gereicht einmal kurz mit gespielter begeisterung "oh! ah! die rückkehr der mumie!!" zu rufen. heute zieht das nicht mehr.
früher hätte ich ihn sicher auch erklären können, dass die mami viel lieber jennifer lopez sehen würde und er hätte sich gefreut, der mami einen gefallen zu tun. heute hat er längst kapiert, dass die mami bei seiner geburt einen blankoscheck unterschrieben hat, auf dem "was im bereich des möglichen liegt, soll das kind auch bekommen" steht. hach.



zum ersten mal wieder am balkon sitzen und schreiben. zwar mit pulli und weste und meiner neuen haube, aber immerhin draussen.

morgen bin ich definitiv verschnupft, aber das war es mir wert.



miss.ichbedienealleklischees

ich gestehe, sowas hätte mich vor einiger zeit getroffen. damals, als ich mich selbst noch dafür gehasst habe, dass mein leben verfilmt wohl auf rtl2 als true story an einem samstag abend um 20:15 laufen würde, wenn auf allen anderen sinder richtig gute filme gezeigt werden. in einer zeit, in der ich gern abgestritten hätte, wer ich bin.

ich gestehe, dass ich mich inzwischen damit abgefunden habe. meine vergangenheit ist böser rtl2 kitsch. voll von klischees. da fehlt nichts. da gibt es das einzelkind, dass nur von der mutter grossgezogen wird und viel zu jung selbst ein kind bekommt, weil es noch nicht alt genug ist um zu verstehen, dass es zwar eine familie haben will, aber besser noch keine eigene familie haben sollte. da ist der kerl, der nicht damit zurecht kommt, nicht mehr im mittelpunkt zu stehen, weil das baby nun die aufmerksamkeit bekommt. es gibt alkoholismus und gewalt gegen frauen und das mädchen mit ihrem baby, dass eines tages, nach einem besuch bei ihrer familie, einfach nicht mehr nach hause kommt, weil sie ihr leben in dieser form nicht mehr erträgt und fortan als alleinerziehende mutter lebt. exakt in der situation also, aus der sie doch eigentlich flüchten wollte. und dann in weiterer folge, auf der suche nach einer neuen liebe, noch ein paarmal an den falschen kerl gerät. lüge, betrug, wiederholt gewalt - hier wird nichts ausgelassen. inzwischen hat sie das alles hinter sich gelassen und das war nicht leicht.

heute hofft sie, ganz klischeehaft, wahrscheinlich immer noch darauf, dass - ganz hollywood-like - am ende doch noch alles gut wird. der prinz sein pferd zwar zu hause lässt, denn pferde kann sie nicht leiden, aber dafür mit einem schicke auto vorfährt und sie in ein leben mitnimmt, dass so schön ist, dass sogar den klischees von all dem kitsch übel wird.

mein leben war immer klischeehaft. und wird auch niemals anders sein. es ist hart genug, darum zu kämpfen, mit sich selbst klar zu kommen und glücklich zu sein. so glücklich es einem möglich ist. da bleibt keine zeit dagegen anzukämpfen klischeehaft zu sein. und noch weniger zeit bleibt dafür, sich gedanken darüber zu machen, ob andere einem deshalb für eine tussi halten oder finden, dass frauen nicht mehr den attributen entsprechen dürfen, die frauen nun mal zugesprochen werden, nur um nicht dem klischee zu entsprechen.

früher hätte es mir etwas ausgemacht. früher gefiel mir der gedanke, anders zu sein. inzwischen denke ich, dass anders zu sein einsam machen kann. und das es zu viele menschen gibt, die zwanghaft anders sein wollen. damit ist man im endeffekt wieder nur einer von vielen, die ganz gleich ticken.



Then I see you standing there
Wanting more from me
And all I can do is try
Then I see you standing there
I'm all I'll ever be
But all I can do is try
Try

All of the moments that already passed
We'll try to go back and make them last
All of the things we want each other to be
We never will be
And that's wonderful, and that's life
And that's you, baby
This is me, baby
And we are, we are, we are, we are
Free
In our love
We are free in our love


nelly furtado. schön.



 
resident of twoday.net
powered by Antville powered by Helma
AGBs xml version of this page