actually feeling like
beobachtet
big brother verkehrt
conversations haeppchen
das absolute tief
der grinch
diary
die fasten diaries
dislikes
foolish
freundeskreis
gelogenes
glueckskeks
i wanna know...
in the process
just
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren


 
vor zwei jahren ungefähr trug mein leben für ein paar monate lang den titel "harry & sally meets und täglich grüsst das murmeltier".

vorher und nachher hätte ich gesagt, mein leben ist eine manchmal etwas dreiste mischung aus "friends" und "sex and the city".

inzwischen weiss ich, dass der titel in wahrheit nur "the miss show" sein kann. und das leben zeigt sich doch immer wieder von seiner lustigen seite.

manchmal hör ich einen song im radio und denke mir "hmm, den text versteh ich nicht ganz. kann ich einfach nicht nachempfinden, wovon da gesungen wird, kenn ich nicht." und dann nimmt da leben seinen lauf, die geschehnisse kommen vollkommen ungeben daher und rennen mir die tür ein, ein paar tage später hör ich den song wieder und denke "ach so ! ACH SO ! jetzt kapier ich es. aber bitte, das wäre nicht nötig gewesen. ich muss doch jetzt nicht wirklich jeden song verstehen.... ich hätt auch so trotzdem mitgesungen."

immer mal wieder behaupte ich dinge, von denen ich denke, dass ich sie so meine und dann kommt das leben daher und zeigt mir wenig feinfühlig, was diese dinge, die ich so theoretisch behaupte dann in der praxis für auswirkungen haben.

immer mal wieder denke ich, ich hätte etwas über mich begriffen und dann kommt das leben und zeigt mir, dass ich nur den ansatz verstanden haben.

immer mal wieder, denke ich, ich hätte mich im griff und dann komme ich drauf, dass das leben mich im griff hat. im würgegriff sogar.

ist doch immer wieder lustig, wie einem das leben mit dem nackten arsch ins gesicht springt und einem dabei auch noch fröhlich angrinst. na hauptsache, man verliert nicht den humor dabei.



am liebsten würde ich mein ego nehmen, in staniolpapier einwickeln, einen kranich formen und das ganze dann vom balkon werfen. sollen sich doch die nachbarn unten damit herumärgern.

leider geht das nicht, weil ich wiedermal kein staniolpapier zu hause habe. stattdessen werde ich mein ego jetzt einfach mal auf einen drink einladen und sehen, ob wir vielleicht freunde werden können.



auf meiner linken schulter trage ich das bild eine delphins, der gerade aus den wellen springt.

einen delphin aus mehreren gründen. delphine sind blau und blau ist eine meiner lieblingsfarben. wenn delphine den mund öffnen, sehen sie aus, als würden sie lächeln. delphine sind freundliche und liebe wesen und ausserdem sind sie auch noch fröhlich, wenn sie nicht gerade in einem thunfischnetz gefangen ersticken zumindest.

tatsächlich wollte ich aber den delphin haben, weil er seine kraft aus seiner ruhe zu beziehen scheint. eine eigenschaft, die mir gänzlich fehlt. und ich dachte, der delphin könnte mir dabei helfen, es zu lernen.

das hat auch ein bisschen funktioniert. leider vergesse ich in den wichtigen momenten immer auf ihn. aber gerade eben fiel er mir wieder ein.



darauf warten, dass die u-bahn endlich losfährt.

darauf warten, dass das wasser endlich kocht und man es über den wartenden beutel tee giessen kann.

darauf warten, dass der tag vorbei geht.

darauf warten, dass der kollege zigaretten aus der trafik mitbringt.

darauf warten, in der richtigen stimmung zu sein, um endlich mal die wohnung aufzuräumen.

darauf warten, dass die heizung die luft ausreichend wärmt, um wieder mit einem kurzärmligen t-shirt herumlaufen zu können.

darauf warten, dass etwas passiert.

darauf warten, dass bitte endlich irgendwas passiert. ir-gend-was.

darauf warten, dass es besser wird.

darauf warten, dass alles gut ist.

darauf warten, etwas sagen zu können und gehört zu werden.

darauf warten, so einiges hinter sich zu lassen.

darauf warten, mit denken fertig zu sein und einfach mal gar nichts zu denken.

darauf warten, dass es aufhört.

darauf warten, "i don't give a fuck" sagen zu können und es auch so zu meinen.

...arschloch warterei !



heute gabs miss live und direkt. diplomatie und geduld waren leider aus. ich sage sonst auch, was ich denke. allerdings war da heute nicht einmal ein anflug von humor beigemengt. und offensichtlich habe ich das auch so gut rübergebracht, dass die kollegen mich den ganzen tag nur noch mit samthandschuhe anfassten und sehr vorsichtig im umgang mit mir waren.

miss: "kannst du mir mal die schachtel mit den give aways bringen?"
kollegin: "wo ist die denn ?"
miss: "vergiss es, ich hole sie selbst."
kollegin: "hey, du hättest mir doch nur sagen brauchen, wo die ist. ich hätte sie geholt."
miss: "lausche, du bist in den letzten zehn minuten mindestens zwanzig mal an der schachtel vorbeigerannt. das schauen und mitdenken werde ich dir nicht abnehmen können."
kollegin: "tut mir leid."

miss: "hey, nimm deinen verdammten ball und verzieh dich damit in einen andere ecke."
kollege: "hey, was ist denn los ?"
miss: "nimm deinen ball und schleich ab. das ist ein gut gemeinter ratschlag. wenn du mich nochmal auch nur annähernd triffst, hast du ein problem. klar soweit?"
kollege, zerknirscht: "tut mir leid. ich wollte dich nicht reizen."

kerl bei einer veranstaltung: "hey, habt ihr keine andere musik da ?"
kollegin: "wie heisst du denn ?"
kerl: "ich bin..."
miss: "interessiert mich nicht. hast du eigene cds mit ?"
kerl: "ja, im auto. das ist aber sehr experimentiell, mit leuten die auf ölfässern trommeln oder sowas."
miss: "alles klar, dann danke für die anregung."
kollegin: "ich weiss jetzt immer noch nicht wie du heisst."
miss: "das interessiert noch immer niemanden."
kollegin: "geh, du bist gemein. der war süss."

am späten nachmittag dann showdown mit u.

u.: "tut mir leid wegen vorhin, ich wusste das nicht."
miss: "vergiss es."
u.: "ich wusste es wirklich nicht."
miss: "verdammte scheisse, du hast mich dreimal danach gefragt und dreimal die selbe antwort erhalten. und jetzt stehst du da und erzählst mir, du hättest von nichts gewusst. spuck mir nicht auf den pudding und red mir dann ein, es wäre zuckerglasur."
u.: "tut mir leid."
miss: "interessiert mich nicht, du kannst mich mal."
den rest des nachmittags hat u. damit verbracht, mir honig ums maul zu schmieren.

an manchen tagen sollte man mir vielleicht einfach aus dem weg gehen. heute zum beispiel. oder aber balls mitbringen und was gutes entgegnen.



der verdacht, dass ich in der falschen stadt lebe, erhärtet sich zunehmend.

nachdem sich ja diese woche i. - meine lieblingspraktikantin - gemeldet hat, wäre ich unheimlich gern mit ihr auf einen absinth gegangen. für einen drink nach london fliegen ist aber dann doch ein bisschen teuer.

dann meldete sich heute l., mein lieblingspraktikant. als ich vorhin von einer veranstaltung zurück ins büro kam und seine ersten zeilen "long time nix gehoert von mir, sorry my bad!" las, war das wirklich richtig fein. der liebe l. wird aber gerade bei vorlesungen in der nähe von philly immer schlauer und das ist defintiv zu weit weg für einen drink.

alle die personen, die ich wirklich gerne sehen würde, sind nicht in wien. und wenn es dann jemand doch schafft, gleichzeitig wichtig und in wien zu sein, hat er nie zeit. ain't it funny ?? nee...



in den letzten tagen bedrängt mich immer öfter das gefühl, erwachsen zu sein und erwachsen zu handel. und ich frage mich ernsthaft, wann das denn bitte passiert ist.

tagsüber habe ich festgestellt, dass eine keine gute idee ist, in meiner momenten gefühlslage alkohol zu trinken. wahrscheinlich bin ich genau deswegen nach hause gegangen und hab mir geradewegs einen drink - nicht zu knapp bemessen - genommen. ein bisschen zeit und eben diesen drink später bin ich auch schon um zwei erkenntnisse reicher.

erstens: ich bin ein kluges mädchen und habe das richtig erkannt. was so ein bisschen martini alles kann ist wahrlich erstaunlich.

zweitens: ähm... hab ich jetzt vergessen. nein, da ist es wieder! ich sollte wirklich wieder mehr trinken.



vorhin habe ich auf ein berufliches mail geantwortet und vor dem wegschicken nochmal drüberlesen. dabei dachte ich "hmm, ziemlich sympathische antwort. und wenn ich die männerwelt richtig einschätze, ruft er innerhalb von 20 minuten mit irgendeiner sinnlosen frage oder info an, um zu hören, wie die stimme zum mail klingt."

zwanzig minuten hat es aber gar nicht gedauert, ging viel schneller.

ohne erfahrungen würde der alltag möglicherweise öfter mal nette kleine überraschungen parat halten. so aber klingelt das telefon, man schaut kurz auf die uhr, auf die nummer am display und grinst noch kurz, bevor man sich freundlich meldet.



essen und nebenbei c.s.i. schauen, kommt irgendwie nicht so gut. mein hunger ist mir gerade akut abhanden gekommen.

ich könnte das ganze aber auch in ein 500 seiten dickes buch packen und damit den markt der diät bücher stürmen.



es ist immer - IMMER - ein tief, wenn es einem menschen, den man sehr sehr gerne mag, nicht gut geht.

umso mehr freut man sich über aufmunternde hochs:

meine lieblingspraktikantin i. hat sich gestern per mail gemeldet. sie lebt jetzt in london, hat seit kurzem einen neuen job und sitzt dort vor einem computer. wenn man ihr also jetzt ein mail schreibt, kriegt man innerhalb von fünf minuten eine antwort.
ich liebte sie gestern innigst dafür, dass sie sich gemeldet hat. gerade als ich an meinem schreibtisch sass, neuerlich die absolut zuvielte zigarette rauchte und mir tausend gedanken durch den kopf gingen, war es plötzlich da. PLING! und ein fröhliches "hey süsse, wie gehts dir ??" und sie schreibt sachen wie: ich hol mir jetzt einen kaffee, so wie wir ihn immer getrunken haben. doppelter espresso, keine milch, kein zucker. dann zünd ich mir eine zigarette an, mach die augen zu und stell mir vor, ich würde dir wieder gegenübersitzen wie im sommer. AB JETZT !

heute vormittag arbeitete ich bei einer veranstaltung. das tut gut. viele kinder, die alle durcheinander schreien, an meiner hose zupfen und sagen: "frau professor, kann ich was fragen?" "klar, frag nur. und frau professor kannst du auslassen. nenn mich einfach nur frau doktor."
die fröhlichkeit von kindern ist immer wieder ansteckend. im endeffekt balgte ich mit meinem kollegen stev-o auf der grossen hochsprung matte herum und band ihm seine füsse mit einem kabelbinder zusammen. danach hatte ich aber eine ganze weile gut damit zu tun, ihm nicht in die arme zu laufen...
zudem hab ich bei der veranstaltung eine littlegirl für mich gefunden. ganz plötzlich stand sie da, sah mich freundlich lächelnd an und sagte, die musik ist blöd und wir sollten ihr mal zeigen, welche cds wir sonst noch da hätten.

und vorhin fuhr ich mit der u-bahn nach hause. bei einer station, als der zug sich gerade zum weiterfahren bereit machte, sah ein mann kurz von seinem buch hoch und aus dem fenster raus. dann klappte er sein buch schlagartig zu, rief halblaut "scheisse!", schnappte seine sachen, sprang auf und beeilte sich richtung tür. es war aber schon zu spät, denn die türen waren eben geschlossen worden und der zug fuhr los. neben der tür stand eine junge frau, mit einem netten gesicht, langen dunklen haaren und einem bunten rucksack. sie lächelte ihn freundlich an und ihr lächeln sagte: "geh, macht ja nichts. halb so wild."
dann sah sie mich an und weil ich ein schadenfroher mensch bin und mich solche dinge grundsätzlich amüsieren, grinste ich vergnügt vor mich hin. sie grinste mich an und zwinkerte mir zu.
und ich liebe es, wenn menschen mich freundlich anzwinkern. freundlich zwinkernde leute finde ich immer sympathisch.
ich selbst kann leider gar nicht zwinkern. ich übe es manchmal vor dem spiegel, aber es klappt einfach nicht. an stelle von zwinkern schnalze ich deshalb immer seitlich mit der zunge. das ergibt schriftlich zwar keinen sinn, funktioniert aber im echten leben sehr gut.



bei eria gefunden und geklaut. weil ich aber vorhin was über harry potter geschrieben habe und nun kleine kinder auf der suche nach geheimen zauberformeln per google bei mir landen können, doch lieber die zensierte fassung:

It has been brought to management's attention that some individuals throughout the company have been using foul language during the course of normal conversation with their co-workers. Due to complaints received from some employees who may be easily offended, this type of language will be no longer be tolerated.

We do however, realize the critical importance of being able to accurately express your feelings when communicating with co-workers. Therefore, a list of "TRY SAYING" new phrases has been provided so that proper exchange of ideas and information can continue in an effective manner without risk of offending our more sensitive employees.

TRY SAYING: Perhaps I can work late.
INSTEAD OF: And when the BEEP! do you expect me to do this?

TRY SAYING: I'm certain that isn't feasible.
NSTEAD OF: No BEEP! way

TRY SAYING: Really?
INSTEAD OF: You've got to be BEEP! me!

TRY SAYING: Perhaps you should check with...
NSTEAD OF: Tell someone who gives a BEEP!.

TRY SAYING: Of course I'm concerned.
INSTEAD OF: Ask me if I give a BEEP!.

TRY SAYING: I wasn't involved in the project.
INSTEAD OF: It's not my BEEP!ing problem.

TRY SAYING: That's interesting.
INSTEAD OF: What the BEEP!?

TRY SAYING: I'm not sure this can be implemented.
INSTEAD OF: This BEEP! won't work.

TRY SAYING: I'll try to schedule that.
INSTEAD OF: Why the hell didn't you tell me sooner,my dear?

TRY SAYING: Are you sure this is a problem?
INSTEAD OF: Who the hell cares, sweetheart?

TRY SAYING: He's not familiar with the issues.
INSTEAD OF: He's got his head up his BEEP!.

TRY SAYING: Excuse me, sir?
INSTEAD OF: Eat BEEP! and die happy.

TRY SAYING: So you weren't happy with it?
INSTEAD OF: Kiss my BEEP!.

TRY SAYING: I'm a bit overloaded at the moment.
INSTEAD OF: BEEP! it, I'm on salary.

TRY SAYING: I don't think you understand.
INSTEAD OF: Shove it up your BEEP!, please.

TRY SAYING: I love a challenge.
INSTEAD OF: This job sucks a little bit. but that's ok, i'm fine with it.

TRY SAYING: I see.
INSTEAD OF: BEEP! me.

TRY SAYING: Yes, we really should discuss it.
INSTEAD OF: Another BEEP! meeting!

TRY SAYING: I don't think this will be a problem.
INSTEAD OF: I really don't give a BEEP.

TRY SAYING: He's somewhat insensitive.
INSTEAD OF: He's a BEEP!.

TRY SAYING: She's an aggressive go-getter.
INSTEAD OF: She's a BEEP!-busting BEEP!.

TRY SAYING: I think you could use more training.
NSTEAD OF: You don't know what the BEEP! you're doing.

Thank You,
Human Resources



eine kollegin hatte sich im sommer von littleguy seine harry potter bücher ausgeliehen. als dankeschön wollte sie ihm den neuen band kaufen, sobald er dann da wäre. und weil wir uns nicht darum kümmern wollten, haben wir diesen bei amazon einfach mal vorbestellt.

als ich heute morgen ins büro kam, lag da also dieses päcken im original harry-potter-buch format. ich war zwar kurz irritiert, warum das da um die zeit schon liegt, habe aber nicht weiter darüber nachgedacht.

später berichtete mir ein kollege, dass er am samstag im büro war, um ein paar sachen aufzuarbeiten. dann läutete es an der tür und der postmann stand mit dem päckchen draussen. mein kollege fragte, was er am wochenende denn hier mache. immerhin sei samstag und da wäre normalerweise eigentlich gar keiner da. darauf entgegnete der herr von der post:

"ich weiss, aber das ist dringend. das ist der neue harry potter.



das würdevolle ende eines ehrlich stressigen tages:

schon zu spät dran, um zum verabredeten zeitpunkt am verabredeten ort zu sein und dann beim überhasteten aufspringen von meinem platz ein glas sekt umgeschmissen und schön gleichmässig über den teil des schreibtisches verteilt, der eigentlich schon von diversen unterlagen besetzt war.. laut "scheisse!" rufen war nicht annähernd befriedigend, deshalb ein "arschloch sekttrinkerei!" hinterhergeschickt. just in dem moment, als das gebursttagskind, auf dessen wohl und ehrentag angestossen worden war, um die ecke biegt.

sollte jemand mal in die situatioen kommen: mit einem netten lächeln und einem herzlich "happy birthday nochmal" ist in so einem fall auch nichts mehr zu retten.



 
resident of twoday.net
powered by Antville powered by Helma
AGBs xml version of this page