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"miss, ich habe nachgedacht. und ich weiss jetzt warum du keinen mann findest."

einen mann finden. anders hätte es meine oma auch nicht ausgedrückt. die erklärung die folgte, war zwar lieb gemeint, aber dennoch eigentlich jenseits von gut und böse. du hörst es dir aber dennoch an und beschliesst sogar, da einfach mal gar nichts drauf zu sagen. statt dessen siehst du dich ein paar augenblicke später im raum um und weisst, wieso du unter all den männern die du kennst und denen du begegnest, keinen findest, den du haben und behalten möchtest.

samstag abend und du bist bei einer party. wieder einmal stellst du fest, dass manche männer offensichtlich bei lauter musik besser einer konversation folgen können, wenn sie dir dabei an den arsch fassen. kein bisschen kreativität wird darauf verschwendet, wenigstens ein bisschen originell oder gar charmant zu baggern. das alte programm, das sich noch nie bewährt hat, muss doch irgendwann einmal funktionieren.

bevor du nach hause gehst, fährst du noch auf einen sprung in einen club. dort haben sich inzwischen die einsamen herzen zusammengefunden. eine schon ein wenig ältere frau tanzt mit einem kerl, schmiegt ihren po an den geifernden kerl, der hinter ihr steht und sich zu allem möglichen bewegt, nur nicht zum takt der musik. sie trägt ein schwarzes oberteil mit einem ausschnitt bis zu den knien, eine bierflaschen in der hand und betrachtet sich und den schmierigen mann hinter sich im grossen spiegel. man sieht ihr an, dass ihr gefällt, was sie sieht und ertappt sich bei dem bösen gedanken, dass es sich wohl um einen zauberspiegel handeln muss.

überhaupt dürften spiegel dort eine grosse rolle spielen, denn nur einen halben schritt entfernt steht ein anders paar. sie hat sich an das brett gelehnt, das an den spiegel montiert wurde, um getränke abzustellen. ihre augen hält sie geschlossen und der kerl, der an ihr lehnt, streichelt mit seinen fingern über ihr gesicht, ihre stirn, ihre nase, ihre wangen, ihren hals. man sieht ihr an, wie sehr sie die nähe, die zärtlichkeit und auch die lust in diesem akt geniesst, er hingegen betrachtet dabei durch den spiegel die frauen, die er nicht kriegen kann.

auf dem nach hause weg fällt mir ein, dass mich jemand ziemlich sicher demnächst irgendwann mal fragen wird, wie die party war. dann werde ich lachen und sagen "die party war nett und ein paar sachen waren ziemlich erstaunlich und auch sehr schräg, aber lass uns lieber über was anderes reden". und mit ein bisschen glück fällt ihm dann so schnell kein anderes thema ein und er fängt aus purem spass daran an, einen soul song zu singen.



(natürlich sind nicht alle männer gleich und es sind auch nicht alle männer oberflächliche aufreisser. auch auf der party waren selbstverständlich männer anwesend, die witzig, charmant und einfach richtig lieb waren. mit denen hätte man sich auch gern länger unterhalten, die ziehen bloss bei solchen gelegenheiten immer den kürzen, weil die anderen einfach lauter sind und man dann abgelenkt ist auch einfach mal damit beschäftigt ist, sich die show anzusehen und innerlich den kopf zu schütteln. so wie ich das sehe, ist das eine der grössten ungerechtigkeiten des lebens. )



gestern abend, beim firmen-gansl-essen in einem sehr gemütlichen wiener
restaurant mit hervorragendem essen. auch im lokal anwesend waren einige mitarbeiter eines grossen plattenlabels. einer von ihnen hielt eine rede und darin kam, unter anderem, vor: "..wir freuen uns auch sehr darüber silbermond heute bei uns zu haben."

wir, zwei tische weiter, hören natürlich alles. besonders laut gehaltene reden. und deshalb dann bei uns dann alle durcheinander: "oh, silbermond also." - "sind das die aus dem radio ?" - "ja, das ist ein schöner song." - "mein gott, dieses lied ist so furchtbar." - ".... das ist die perfekte welle, das ist der perfekte tag .." - "nein, warte, das sind nicht die. die heissen anders."

mittendrin mein, immer noch ein bisschen, neuer chef, der sich zu mir rüber beugt und fragt: "silbermond ? ist das ein indianer ?"

"nein, das ist eine deutsche band." das hat ihn ziemlich enttäuscht. ich glabue, ein echter indianer hätte ihn mehr begeistert.



ich weiss nicht recht, aber irgendwie hat mir keiner gesagt, dass das so werden wird. im krankenhaus wurde mir auch kein heftchen in grellen signalfarben zugesteckt. ausserdem scheint auch jeder zu wissen, dass es genau so rennt und keinesfalls anders und dennoch bin ich im moment ein kleines bisschen überrascht ob der heftigkeit.

da werde ich in zwei monaten 29 jahre alt und was mache ich, wenn ich am abend von einem stressigen tag im büro nach hause komme ? englisch hausübung und mathe lernen. und dabei habe ich mich doch als kind darauf gefreut, diesen ganzen mist als erwachsene hinter mir zu lassen. klassisch verkalkuliert. vor ein paar tagen fragte mich eine kollegin, ob ich am dritten dezember vormittags zeit für einen termin hätte. ich sagte, ich müsste mal eben in meinem kalender nachsehen und sie sagte: "hab ich schon. da steht .... deutschschularbeit ?"

als kind war das auch alles noch einfacher. da machte ich meine hausübungen oder auch nicht, lernte oder auch nicht und hin und wieder hörte ich mir die reden meiner mutter darüber an, wie schlampig ich bin und wie mühsam meine fehlende ernsthaftigkeit.

und bevor du noch ausreichend darüber nachgedacht hast, sitzt du plötzlich auf der anderen seite, gehörst zur gegnerischen partei, spielst fürs andere team. ich habe tatsächlich gestern erst begriffen, was meine mutter mir vor 16 jahren erzählt hat. ich habe gestern erst begriffen, wie zermürbend und an den kräften zehrend ein schlampiger semi-teenager sein kann, der die leichtigkeit des seins noch alles andere als unerträglich findet.

ich versuchte ihm zu erklären, dass es für mich zeitlichen und nervlichen aufwand bedeutet, mich nach der arbeit zu ihm zu setzen und zu lernen. ich versuchte ihm zu erklären, dass ich es wirklich gerne mache, aber eben nicht für ihn lernen kann. ich versuchte ihm zu erklären, dass ich keinen vorzugskanditaten will, aber dennoch gerne hätte, dass er ein system findet, welches ihm ermöglicht, die schule ohne dem maximum mass an anstrengung zu absolvieren. nämlich dem maximum mass für uns beide. ich sass da, redete auf ihn ein, erinnerte mich bei jedem einzelnen wort an meine mutter damals und natürlich auch daran, wie ihre worte an mir abprallten.

und mir wurde gestern erst bewusst, dass ich nie begriffen hatte, wie sehr es einer mutter zusetzt, mit ihrem kind zu streiten. wie es einem die brust zusammen schnürrt, wenn man streng und böse sein muss und wie sehr man sich selbst dafür hasst, wenn man schimpfen muss und du gleichzeitig mitbekommt, dass du einfach nicht durchdringst und das kind jetzt erstmal selbst traurig ist, weil die mama böse ist. am ende weinen beide. ein spiel ganz ohne gewinner.

ich bin in beziehungen oft auf die schnauze gefallen und das war nur selten lustig, eigentlich nie. aber nichts, absolut nichts fühlt sich so abscheulich an, wie ein streit mit littleguy. mit ihm zu streiten macht mich fertig, schmerzt in der brust und ihm kopf, wirft mich komplett aus der bahn und ist schlichtweg unertragbar.

ab nächster woche gibt es also professionelle hilfe beim lernen. das wiegt in euro zwar gar nicht mal so wenig, doch die immer wiederkehrende fragt bleibt nun mal: was kostet die welt? wenn damit die stimmung im hause understood wieder besser wird und mehr zeit für schöne und nette dinge bleibt, an stelle von lernen und streiten, dann ist die sache sogar noch verhältnismässig günstig.

die zusatz-erkenntnis des gestrigen tages war folgende: ich streite mich gerne im büro, aber ich streite nicht gerne in beziehungen. und vermutlich werde ich erkennen, wenn mein herz mal wirklich an einem mann hängt, wenn sich ein streit mit ihm ein bisschen so anfühlt, wie ein streit mit littleguy.



wenn ich richtig lachen will, lese ich kritiken und cd rezesionen bei amazon. meine lieblinge sind diejenigen, die erst fünf absätze über die ganze cd schreiben und dann noch mal jeden track einzeln mit drei bis fünf sätzen bewerten. manchmal bin ich ein bisschen traurig darüber, dass da so oberflächlich geurteilt und nicht ins detail gegangen wird. wenn man musik mag und seine meinung auf so einer wundervollen plattform verbreiten darf, dann doch bitte richtig und unterteilt in chorus, bridge, lyrics inhaltlich, im allgemeinen und im besonderen. früher hätte man bei solchen gelegenheiten gesagt "reds in a sackerl und ich hörs mir später an" oder "hast du keinen frisöer, dem du sowas erzählen kannst ?", heute aber verdreht man bei sowas die augen und sagt "leg dir doch ein blog an und werds da los!"

besonders spass machen mir allerdings die leute, die nicht zu den mitteilungsbedürftigen amazonkunden gezählt werden können, sondern sozusagen die offiziellen amazon-kritiker sind. die sagen dann zum beispiel sowas: "Bitte mal fast alles vergessen, womit Mos Def einen bisher verwöhnt hat. The New Danger, das zweite Solo-Album dieses außergewöhnlichen Rappers, lässt einen den Kopf schütteln, rätseln und - auch mal entgeistert – staunen. (...) Warum Mos Def einen aber insbesondere in der Startphase von The New Danger derart quälen muss, lässt sich nicht einmal erahnen. Mit Musiker aus den Reihen von Living Color, Bad Brains sowie Funkadelic verpasst Mos Def seinen Fans ein paar komplett überflüssige, antiquierte Crossover-Breitseiten aus Metal, Rock, Blues und Funk.

genau. was denkt sich dieser mos def eigentlich dabei ? glaubt der etwa, nur weil er zwei erfolgreiche alben abgeliefert hat, kann er jetzt hier einen auf vielseitig machen und musikalisch auch mal in eine andere richtung tendieren ?

wenn man gerade noch seine version von "beauty in the dark" im ohr hat, reisst man natürlich bass erstaunt die augen auf, wenn man die ersten songs auf seiner letzten cd "the new danger" hört. aber erstaunen ist ganz generell eine gute sache und bei musik noch mal viel mehr.

wir können es natürlich gerne hier auch schriftlich festhalten: hätte mos def es anders gemacht, hätte der nette herr bei amazon geschrieben, dass es ja doch immer das gleich ist, sich nicht sonderlich vom vorgänger unterscheidet, aber alles in allem schon nett ist.

the new danger ist eine erstaunliche, überraschende und sehr gute cd. mos def kann sich crossover leisten, weil seine unfassbar geile stimme so ziemlich alles trägt. und ich habe wirklich schon schlimmeren crossover gehört. ich mag hip hop, aber wenn man hip hop erwartet und statt dessen plötzlich eine blues nummer hört, die einem sofort whiskey und zigarettenrauch riechen lässt, dann ist das auch fein. falls es jemanden interessiert, so ist hier die rede von dem song "blue black jack". und sollte man von der etwas härteren gangart auf dem ersten teil der cd tatsächlich böse enttäuscht sein, so macht er das mit "the panties" und noch mehr mit "grown man business" wieder wett.

aber wer "mos def" sagt, muss auch "talib kweli" sagen und der lieferte mit the beautiful struggle eine überaus brauchbare cd ab. allein sein duett mit mary j. blige "i try" und auch "around my way", das auf einem sample des police klassikers "every little thing she does is magic" aufgebaut ist, rechtfertigen schon den kauf der cd. wobei speziell diese beiden tracks langsam und dem aufkommenden winter und somit meiner stimmung, angepasst sind. kweli reicht hier allerdings auch sehr schöne härtere und beatlastigere nummern zum tee.

beides schöne cds. ganz egal was amazon sagt.



wer gerade gelangweilt ist, kann bei google mal "mass destruction weapons" eingeben, dann "auf gut glück" anklicken und sich die fehlermeldung durchlesen.



man kann mit kindern englisch vokabel lernen und man kann grammatik erklären und üben, ein gewisses gefühl für eine sprache kommt allerdings erst auf, wenn man damit schon ein kleinwenig umgehen kann. dazu muss man sich aber wiederum mühsam durch die anfänge kämpfen, um eben ein leises gefühl dafür zu entwickeln. sowas kann man nicht erklären, denn das kommt - im besten fall - irgendwann von alleine auf.

bis dahin wird sich littleguy zwar weiter mühe geben, aber dennoch an übersetzungen scheitern. "höre die kassette zweimal an" übersetzte er mir "hear the cassette twice on".

war zwar falsch, ich fands aber dennoch sehr schön.



was ich mich heute fragte, war: "was denkt er sich dabei und denkt der sich überhaupt etwas dabei?"

mein ex-freund lädt mich zu seiner geburtstagsparty ein. mich. ausgerechnet. wir hatten seit anfang september keinen kontakt mehr miteinander. er fand, dass wir keine freunde sein können, weil wir doch die finger nicht voneinander lassen könnten. ich finde, mit dem ersten teil des satzes hat er recht. wir können keine freunde sein. allerdings aus dem simplen grund, dass wir auch bisher keine waren. wir trafen uns, wir hatten sex und stürzten und hals über kopf in eine beziehung. wir hätten danach versuchen können, freunde zu werden. aber das wäre unehrlich gewesen. ich hätte vermutlich aus den falschen motiven heraus zugestimmt und gedacht, wir würden früher oder später wieder zusammenkommen und zusammen kommen.

ich habe nicht mit geschirr geschmissen, aber ich würde dennoch nicht behaupten, dass wir im absolut guten auseinander gegangen sind.

würde ich eine party machen, wäre ich die letzte person, die ich dazu einladen würde. die allerletzte. ich würde sogar zusehen, dass ich möglichst nichts von der party weiss, damit ich nicht uneingeladen und unerwartet aufkreuzen kann. er hingegen lädt mich ein. vielleicht um mich mit seiner aktuellen freundin auszutauschen ... ich weiss es nicht.

ich sass dann also heute vor dem mail und dachte "was denkst du dir dabei ?"

das wirklich gute daran war aber, dass ich dadurch bestätigt bekam, was ich in den letzten wochen schon wusste und immer massiver feststellen konnte. es ist die beste nachricht dieses jahres und sie lautet: i'm over it. die einladung brachte mich zwar zum erstaunten kopfschütteln, aber eigentlich ist es noch nicht allzu lange her, da wäre sowas noch das absolute hoch meines tages gewesen.

heute war mein hoch allerdings einer der anrief, um an stelle des "hallo", ein "soll ich dir mal vorlesen, was diese woche in meinem horoskop steht?" in den hörer zu rufen. einer, der sagt "und diesmal hab ich als besonderes schmankerl sogar das jahreshoroskop" und auf meine frage "von wo?" tatsächlich mit einem "na von 2005" antwortet.

ich, so wie ich bin und ticke, würde natürlich zu dieser party gehen. ich würde mir die zwei hübschesten männer aus meinem umfeld dazu einladen, als accessoire sozusagen, und würde einfach meinen spass haben. da hätte ich sogar grosse lust dazu. aus dem ganz primitiven motiv heraus ihm wissen zu lassen, dass es mir fabelhaft geht. ohne ihn nämlich. der witz daran ist wahrscheinlich, dass ihn diese tatsache vermutlich nicht weiter erstaunen wird, weil ich es doch war, die noch vor drei monaten daran zweifelte, dass sowas überhaupt möglich sein kann.

aber ich werde es nicht tun. ich werde nicht zu der party gehen. wir sind keine freund und eigentlich weiss ich nicht, was ich dort sollte. mein leben verläuft gerade richtig gut. alles geht immer mehr in richtung erwachsen werden, aber auf eine sehr spannende und witzige art und weise. ich mag alles so wie es jetzt ist. und wenn ein rezept perfekt ist, sollte man an den zutaten nichts ändern. zudem würde ich sowohl das geburtstagskind als auch die party sofort gegen am telefon vorgelesene horoskope eintauschen. ich glaube, mehr brauche ich nicht zu wissen.



ich hab ein neues handy. ein schönes. sehr klein. sehr handlich. was es kann ?
na es kann FFFFfffffffffffffffffff t. machen. immer dann, wenn man es auf oder zu slidet. das ist grossartig. ich liebe es.

FFFFffffffffffff t.



 
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