am späten sonntag nachmittag lag ich in der wiese in der sonne. ein bein war aufgestellt, so dass der höchste punkt mein rechtes knie war. in den ohren hatte ich die weissen lauschstöpsel meines ipods und ich tippte mit dem fuss zum takt im warmen gras auf. zuerst war diese bewegung mit dem fuss noch etwas wilder, wurde dann aber ruhiger. der beat hatte sich nicht verändert.
dann stand der fuss still und ich bewegte mein knie ein wenig hin und her. immer weniger, dann eigentlich schon fast nur noch angedeutet. und dann lag der körper ganz still, aber der herzschlag hatte sich an den beat angepasst.
den kopf ganz leer, keine überlegungen, keinerlei gedanken. aber auch weit davon entfernt einzuschlafen.
nur ich, die musik, die sonne, s. in greifbarer nähe neben mir- und ein moment vollkommener gedankenlosigkeit. für den moment war alles nur auf ein gefühl reduziert. ein unfassbar geiler moment.
dann stand der fuss still und ich bewegte mein knie ein wenig hin und her. immer weniger, dann eigentlich schon fast nur noch angedeutet. und dann lag der körper ganz still, aber der herzschlag hatte sich an den beat angepasst.
den kopf ganz leer, keine überlegungen, keinerlei gedanken. aber auch weit davon entfernt einzuschlafen.
nur ich, die musik, die sonne, s. in greifbarer nähe neben mir- und ein moment vollkommener gedankenlosigkeit. für den moment war alles nur auf ein gefühl reduziert. ein unfassbar geiler moment.
31. Mai 2004, Rubrik: mein hoch und mein tief
gestern, nachdem ich mit s. einen sehr relaxten nachmittag am neusiedlersee verbracht hatte, gingen wir abends was essen und schlenderten danach ein wenig durch podersdorf.
s. hatte früher im sommer viel zeit in der gegend verbracht. ein freund wohnte dort und ich amüsierte mich schon den ganzen nachmittag, teilweise kopfschütteln, über die dinge, die da so passierte sind. damals, in der guten alten glorreichen partyzeit.
als wir dann also spät abends durch podersdorf schlenderten, deutete s. mit dem kopf kurz nach links, sah dann wieder geradeaus und sagte: "in dem lokal hab ich mal einer puppe einen weissen spritzer spendiert."
zuerst musste ich an den alten barkeeper schmäh denken. "ich hätte gern einen weissen spritzer" - "gerne. wohin?"
dann schüttelte ich den gedanken aber wieder ab und sah s. bloss erwartungsvoll an. er wartete ein bisschen und sagte dann "und ich hab mich 20 minuten lang sehr angeregt mit ihr unterhalten. war ein interessantes gespräch."
und ich dachte "nee komm, ich hab keine lust one-night-stand geschichten zu hören. auch nicht, wenn sie lange her sind. ich bin eine frau. wie erzählen sowas nur gern, wollen es aber nicht von unseren freunden hören."
wir frauen sind aber auch grundsätzlich sehr neugierig und diese neugier scheint sich noch zu steigern, wenn die chance besteht, dass wir uns gleich ein wenig ärgern könnten. also fragte ich doch nach, wie die geschichte ausging.
"naja, nach 20 minuten kam der c. und sagte: "hahahaha, das ist eine schaufensterpuppe."
"und wieso hat dir dein freund nicht schon früher bescheid gesagt ?"
"der war mit einem kerl tanzen, den er für ein mädchen hielt, nur weil er lange haare hatte. frag mich aber nicht, woher ich wusste, dass die einen weissen spritzer haben will. ich hab mir nämlich einen geholt und sie gefragt, ob sie auch einen will." typisch mann. wenn eine frau - so es überhaupt tatsächlich eine ist - einem nicht einmal beachtet, wird das doch glatt als "ja du hengst, ich will dich" ausgelegt.
wir gingen dann auch rein um zu sehen, ob die puppe noch da ist. leider wurde das lokal inzwischen von neuen besitzern übernommen und komplett umgebaut. dabei verschwand auch die puppe. meine vermutung war ja, dass diese sich nach dem abend auf eine verkehrsampel umschulen liess. frauen wissen, wie mühsam es ist, von einem komplett betrunkenem kerl angebaggert zu werden.
normalerweise lieg ich ja nicht vor begeisterung am bauch,wenn ich exfreundinnen kennenlernen darf. in dem fall hätte ich aber sehr gerne mal hallo gesagt.
s. hatte früher im sommer viel zeit in der gegend verbracht. ein freund wohnte dort und ich amüsierte mich schon den ganzen nachmittag, teilweise kopfschütteln, über die dinge, die da so passierte sind. damals, in der guten alten glorreichen partyzeit.
als wir dann also spät abends durch podersdorf schlenderten, deutete s. mit dem kopf kurz nach links, sah dann wieder geradeaus und sagte: "in dem lokal hab ich mal einer puppe einen weissen spritzer spendiert."
zuerst musste ich an den alten barkeeper schmäh denken. "ich hätte gern einen weissen spritzer" - "gerne. wohin?"
dann schüttelte ich den gedanken aber wieder ab und sah s. bloss erwartungsvoll an. er wartete ein bisschen und sagte dann "und ich hab mich 20 minuten lang sehr angeregt mit ihr unterhalten. war ein interessantes gespräch."
und ich dachte "nee komm, ich hab keine lust one-night-stand geschichten zu hören. auch nicht, wenn sie lange her sind. ich bin eine frau. wie erzählen sowas nur gern, wollen es aber nicht von unseren freunden hören."
wir frauen sind aber auch grundsätzlich sehr neugierig und diese neugier scheint sich noch zu steigern, wenn die chance besteht, dass wir uns gleich ein wenig ärgern könnten. also fragte ich doch nach, wie die geschichte ausging.
"naja, nach 20 minuten kam der c. und sagte: "hahahaha, das ist eine schaufensterpuppe."
"und wieso hat dir dein freund nicht schon früher bescheid gesagt ?"
"der war mit einem kerl tanzen, den er für ein mädchen hielt, nur weil er lange haare hatte. frag mich aber nicht, woher ich wusste, dass die einen weissen spritzer haben will. ich hab mir nämlich einen geholt und sie gefragt, ob sie auch einen will." typisch mann. wenn eine frau - so es überhaupt tatsächlich eine ist - einem nicht einmal beachtet, wird das doch glatt als "ja du hengst, ich will dich" ausgelegt.
wir gingen dann auch rein um zu sehen, ob die puppe noch da ist. leider wurde das lokal inzwischen von neuen besitzern übernommen und komplett umgebaut. dabei verschwand auch die puppe. meine vermutung war ja, dass diese sich nach dem abend auf eine verkehrsampel umschulen liess. frauen wissen, wie mühsam es ist, von einem komplett betrunkenem kerl angebaggert zu werden.
normalerweise lieg ich ja nicht vor begeisterung am bauch,wenn ich exfreundinnen kennenlernen darf. in dem fall hätte ich aber sehr gerne mal hallo gesagt.
31. Mai 2004, Rubrik: likes
blog-pause
gemeine leute würden sagen "der beste beitrag seit langem". zum glück kenne ich so jemanden nicht.
also hoffe ich einfach mal, dass das jetzt nicht schick ist und um sich greift.
gemeine leute würden sagen "der beste beitrag seit langem". zum glück kenne ich so jemanden nicht.
also hoffe ich einfach mal, dass das jetzt nicht schick ist und um sich greift.
27. Mai 2004, Rubrik: just
als ich heute morgen beim frisör sass, unterhielt ich mich ein wenig mit der netten jungen frau, die gerade meine haare mit farbe bearbeitete.
n.: "letzte woche habe ich mir die passion christi auf dvd angesehen."
m.: "und, hat er dir gefallen ?"
n., kopfschüttelnd: "der film hat mehr untertitel als handlung. ich lese ja noch nicht einmal bücher, warum sollte ich also einen film lesen?"
umso trauriger der satz inhaltlich ist, desto lustiger fand ich die formulierung.
n.: "letzte woche habe ich mir die passion christi auf dvd angesehen."
m.: "und, hat er dir gefallen ?"
n., kopfschüttelnd: "der film hat mehr untertitel als handlung. ich lese ja noch nicht einmal bücher, warum sollte ich also einen film lesen?"
umso trauriger der satz inhaltlich ist, desto lustiger fand ich die formulierung.
22. Mai 2004, Rubrik: conversations haeppchen
wenn ich eine band hätte und wir würden auf tour gehen, dann würde ich codes auf die tickets drucken lassen. mit diesen codes könnten sich die leute dann auf meiner homepage einloggen und könnten fünf songs nominieren, die sie bei unserem konzert - in ihrer stadt - gerne hören würden. diese vorschläge würden ausgewertet werden und jede stadt bekäme ihr eigene setlist.
ich denke, das würde sich machen lassen, da die menschen zu wahrscheinlich 70% die selben songs hören wollen würden.
ausserdem gäbe es einen zusatztipp. da könnten die leute aufschreiben, welchen song eines anderen künstlers sie gerne mal von uns hören würden. und wenn da was brauchbares dabei wäre, würden wir es spielen. vielleicht speziell für den einen menschen, der auf die idee kam.
so würde ich das machen und ich denke, ich hätte eine menge spass dabei.
ich denke, das würde sich machen lassen, da die menschen zu wahrscheinlich 70% die selben songs hören wollen würden.
ausserdem gäbe es einen zusatztipp. da könnten die leute aufschreiben, welchen song eines anderen künstlers sie gerne mal von uns hören würden. und wenn da was brauchbares dabei wäre, würden wir es spielen. vielleicht speziell für den einen menschen, der auf die idee kam.
so würde ich das machen und ich denke, ich hätte eine menge spass dabei.
21. Mai 2004, Rubrik: thinking
der unterschied, zwischen dem, was der kopf weiss und woran er glaubt und zwischen dem, was man emotional glaubt, weil es einem im laufe der zeit in die seele geritzt wurde, könnte grösser nicht sein.
klug zu sein ist eine schicke sache, hilft einem aber, wenn es um liebe geht, kein stück weiter. ich denke, das ist nur fair.
klug zu sein ist eine schicke sache, hilft einem aber, wenn es um liebe geht, kein stück weiter. ich denke, das ist nur fair.
21. Mai 2004, Rubrik: just
wenn ich heute an meine oma denke, dann seh ich sie mit leichtem schmollmund und verknitterter stirn, weil sie sich gerade wieder um irgendetwas oder irgendjemanden sorgen macht. denke ich an sie, wie sie früher war, dann seh ich sie konzentiert und mit stricknadeln in den händen und einem knäuel wolle zu ihren füssen. denn früher war das ihr hobby.
als in in die volksschule ging, wollte sie mir das stricken beibringen. ich setze mich auf die bank, direkt neben ihren strickstuhl und wollte auch stricken. so weit war ich aber noch nicht, hatte sie beschlossen. erst sollte ich zusehen, ganz genau nämlich, wenns denn leicht ginge.
und da sass ich dann also und starrte auf die spitzen der nadeln und auf ihre hände und auf das, was sie da tat. zu dem kurs gabs natürlich auch einen text, aber den konnte ich nicht wirklich hören. ich hatte gut damit zu tun, mich zu fragen, warum meine fingerspitzen so furchtbar kribbelten. erklärung fand ich keine dafür, also setzte ich mich erstmal drauf. aber das hilf nicht, kein bisschen. statt dessen dehnte sich das kribbeln aus, wie ein schwarm ameisen. über die handflächen und die unterarme hinauf bis zu meiner schulter. es war ein furchtbares gefühl, das nicht wegzubekommen war und ich wollte die arme wild schütteln. ganz wild schütteln und damit durch die luft rudern und am liebsten wollte ich wild herumspringen, damit der körper die arme bei der ganzen aktion unterstützen konnte.
aber das kribbeln machte auch bei den schulter nicht halt. es drang vor bis in den kopf und dort war es nicht hörbar, aber dennoch so unfassbar laut. es füllte den ganzen kopf aus, war wie ein erdbeben. es machte mich wahnsinnig und es gab nur zwei möglichkeiten: entweder würde ich den raum jetzt sofort verlassen und spielen gehen oder aber man gäbe mir stricknadeln. denn ich wollte nicht zusehen. ich wollte es selbst probieren. ich wusste zwar nicht, was ich zu tun hatte, aber zusehen ging nicht. fortan sollte ich dieses gefühl immer haben, wenn ich etwas durch zusehen erlernen oder wenigsten im ansatz begreifen sollte. deshalb kann ich heute wohl weder stricken, noch häkeln und noch nicht einmal einen knopf so annähen, dass er nicht zwei tage lang lose baumelt und dann abfällt.
aus erlebnissen zu lernen, seien es nun die eigenen oder die anderer, aus dingen die ich in büchern las oder sonst irgendwo aufschnappte, klappte immer schon ziemlich gut. aber wenn es darum ging, dinge zu lernen, für die man geduld braucht und die man vielleicht auch ein bisschen üben musste, endete dies meist in einer niederlage. wohl auch einer der gründe, warum ich keinen führerschein habe. in der fahrschule war ich spätestens drei minuten nach beginn des unterrichts mit meinen gedanken ganz weit weg und autofahren wollte ich auch nicht lernen, ich wollte es können. unnötig zu erwähnen, dass dieses system natürlich nicht funktionierte.
tatsächlich gibt es mit zunehmenden alter nicht mehr oft dinge, die man üben muss, für die man geduld braucht. und wenn, dann lässt man sich freiwillig darauf ein.
mein auftrag für die nächste zeit lautet: du weisst, dass beziehungen nicht auf streit und versöhnung basieren müssen. jetzt fühle es auch und glaube um himmels willen daran.
brandneue erfahrung für mich. life on a whole new level. erstaunlicherweise muss ich feststellen, dass ich mich in einer - in beziehungstechnisch romantischer hinsicht - idyllischen welt nicht auskenne und dazu neige, teilweise die abzweigung richtung streit zu nehmen, wenn es leicht geht. denn dort kenne ich mich aus und kann mich orientieren. sich in einer stadt, an einem ort oder aber auch in einer emotionalen umgebung auszukennen, bedarf auch übung. und geduld. hier zeigt einem zwar niemand etwas vor oder sagt, was zu tun ist, aber man kann auch nicht einfach drauflos probieren. man kann sich auch nicht einlesen. die einzige vorbereitung besteht darin, sich seiner lage bewusst zu werden und zu versuchen, geduldig zu sein. kein einfacher job. gar kein einfacher job. aber machbar.
If at first you don’t succeed
You can dust it off and try again
Dust yourself off and try again, try again
Cause if at first you don’t succeed
You can dust it off and try again
You can dust it off and try again, try again ... and again
(try again - aaliyah)
als in in die volksschule ging, wollte sie mir das stricken beibringen. ich setze mich auf die bank, direkt neben ihren strickstuhl und wollte auch stricken. so weit war ich aber noch nicht, hatte sie beschlossen. erst sollte ich zusehen, ganz genau nämlich, wenns denn leicht ginge.
und da sass ich dann also und starrte auf die spitzen der nadeln und auf ihre hände und auf das, was sie da tat. zu dem kurs gabs natürlich auch einen text, aber den konnte ich nicht wirklich hören. ich hatte gut damit zu tun, mich zu fragen, warum meine fingerspitzen so furchtbar kribbelten. erklärung fand ich keine dafür, also setzte ich mich erstmal drauf. aber das hilf nicht, kein bisschen. statt dessen dehnte sich das kribbeln aus, wie ein schwarm ameisen. über die handflächen und die unterarme hinauf bis zu meiner schulter. es war ein furchtbares gefühl, das nicht wegzubekommen war und ich wollte die arme wild schütteln. ganz wild schütteln und damit durch die luft rudern und am liebsten wollte ich wild herumspringen, damit der körper die arme bei der ganzen aktion unterstützen konnte.
aber das kribbeln machte auch bei den schulter nicht halt. es drang vor bis in den kopf und dort war es nicht hörbar, aber dennoch so unfassbar laut. es füllte den ganzen kopf aus, war wie ein erdbeben. es machte mich wahnsinnig und es gab nur zwei möglichkeiten: entweder würde ich den raum jetzt sofort verlassen und spielen gehen oder aber man gäbe mir stricknadeln. denn ich wollte nicht zusehen. ich wollte es selbst probieren. ich wusste zwar nicht, was ich zu tun hatte, aber zusehen ging nicht. fortan sollte ich dieses gefühl immer haben, wenn ich etwas durch zusehen erlernen oder wenigsten im ansatz begreifen sollte. deshalb kann ich heute wohl weder stricken, noch häkeln und noch nicht einmal einen knopf so annähen, dass er nicht zwei tage lang lose baumelt und dann abfällt.
aus erlebnissen zu lernen, seien es nun die eigenen oder die anderer, aus dingen die ich in büchern las oder sonst irgendwo aufschnappte, klappte immer schon ziemlich gut. aber wenn es darum ging, dinge zu lernen, für die man geduld braucht und die man vielleicht auch ein bisschen üben musste, endete dies meist in einer niederlage. wohl auch einer der gründe, warum ich keinen führerschein habe. in der fahrschule war ich spätestens drei minuten nach beginn des unterrichts mit meinen gedanken ganz weit weg und autofahren wollte ich auch nicht lernen, ich wollte es können. unnötig zu erwähnen, dass dieses system natürlich nicht funktionierte.
tatsächlich gibt es mit zunehmenden alter nicht mehr oft dinge, die man üben muss, für die man geduld braucht. und wenn, dann lässt man sich freiwillig darauf ein.
mein auftrag für die nächste zeit lautet: du weisst, dass beziehungen nicht auf streit und versöhnung basieren müssen. jetzt fühle es auch und glaube um himmels willen daran.
brandneue erfahrung für mich. life on a whole new level. erstaunlicherweise muss ich feststellen, dass ich mich in einer - in beziehungstechnisch romantischer hinsicht - idyllischen welt nicht auskenne und dazu neige, teilweise die abzweigung richtung streit zu nehmen, wenn es leicht geht. denn dort kenne ich mich aus und kann mich orientieren. sich in einer stadt, an einem ort oder aber auch in einer emotionalen umgebung auszukennen, bedarf auch übung. und geduld. hier zeigt einem zwar niemand etwas vor oder sagt, was zu tun ist, aber man kann auch nicht einfach drauflos probieren. man kann sich auch nicht einlesen. die einzige vorbereitung besteht darin, sich seiner lage bewusst zu werden und zu versuchen, geduldig zu sein. kein einfacher job. gar kein einfacher job. aber machbar.
If at first you don’t succeed
You can dust it off and try again
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Cause if at first you don’t succeed
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21. Mai 2004, Rubrik: in the process
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letztes wochenende folgte ich brav dem ruf der medien und ging ins kino um mir den untergang trojas in bewegten bildern und farbe anzusehen.
nach drei stunden kam ich aus dem saal wieder heraus und wusste nicht recht, was ich nun davon halte sollte. eines war aber sicher: von begeisterung gebeutelt war ich nicht.
ich langweile mich nicht in der sekunde, wenn mal nicht gekämpft, sondern gesprochen wird und ich mag auch filme, die geschichtliches aufrollen. auch wenn dabei ein wenig an dem vorbeigeschrammt wird, was ich mal in der schule gehört hatte.
ausserdem mag ich brad pitt und eigentlich mag ich auch filme lieber, in denen den menschen um den leib gebundene stofffetzen als kleider tragen, als die, in denen sich alle mitwirkenden in hautengen lederlatex anzügen, wild durch die gegend schiessend und dabei durch die luft schwebend durch die dünne handlung bewegen.
dennoch: mit troja stimmte etwas nicht und ich brauchte tatsächlich erst ein paar tage, um zu merken, was mich so enttäuscht hatte:
wolfgang petersen hatte es tatsächlich geschafft einen komplett heldenfreien film über griechische heldensagen zu machen. achilles ? ein mann mit einem grossen talent, der zu selbstverliebt ist, um dieses auch mit herz einzusetzen. sein einziges ziel war, seinen namen in die geschiche zu tätowieren und so gesehen ist ihm das ja auch gelungen, denn mehr als 3000 jahre später wird doch tatsächlich immer noch die geschichte erzählt und einer der grossen helden unsere zeit übernimmt seine rolle. (tatsächlich denke ich, dass man das so sehen kann. schauspieler und rockstars werden heutzutage so verehrt wie selten etwas anderes.) paris ist ein kleiner vollidiot, der denkt, man kann einfach nehmen was man will und damit auch noch davon kommen. hector hätte zeug zum helden des filmes gehabt. dazu hat er sich aber zu wenig durchgesetzt und hat natürlich im kampf gegen achilles viel zu schnell ins gras gebissen. odysseus war ziemlich smart, aber das ging im film ziemlich unter.
"troja" schafft es drei stunden lang vor sich hin zu plätschern. der ganze film wirkt - im grossen und ganzen - so von sich selbst gelangweilt, wie die schöne helena. in zwölf stunden "herr der ringe" gab es nicht solche durststrecken, wie in "troja".
mein persönliches highlight des films waren allerdings die campingschiffe. warum man die nicht bis heute, als günste version der yacht sozusagen, behalten hat, ist mir ein rätsel.
und man sieht sehr viele sehr schöne bilder in dem film. die drei stunden sind also nicht komplett verschwendete lebenszeit, ich wurde aber auf jeden fall schon besser unterhalten.
nach drei stunden kam ich aus dem saal wieder heraus und wusste nicht recht, was ich nun davon halte sollte. eines war aber sicher: von begeisterung gebeutelt war ich nicht.
ich langweile mich nicht in der sekunde, wenn mal nicht gekämpft, sondern gesprochen wird und ich mag auch filme, die geschichtliches aufrollen. auch wenn dabei ein wenig an dem vorbeigeschrammt wird, was ich mal in der schule gehört hatte.
ausserdem mag ich brad pitt und eigentlich mag ich auch filme lieber, in denen den menschen um den leib gebundene stofffetzen als kleider tragen, als die, in denen sich alle mitwirkenden in hautengen lederlatex anzügen, wild durch die gegend schiessend und dabei durch die luft schwebend durch die dünne handlung bewegen.
dennoch: mit troja stimmte etwas nicht und ich brauchte tatsächlich erst ein paar tage, um zu merken, was mich so enttäuscht hatte:
wolfgang petersen hatte es tatsächlich geschafft einen komplett heldenfreien film über griechische heldensagen zu machen. achilles ? ein mann mit einem grossen talent, der zu selbstverliebt ist, um dieses auch mit herz einzusetzen. sein einziges ziel war, seinen namen in die geschiche zu tätowieren und so gesehen ist ihm das ja auch gelungen, denn mehr als 3000 jahre später wird doch tatsächlich immer noch die geschichte erzählt und einer der grossen helden unsere zeit übernimmt seine rolle. (tatsächlich denke ich, dass man das so sehen kann. schauspieler und rockstars werden heutzutage so verehrt wie selten etwas anderes.) paris ist ein kleiner vollidiot, der denkt, man kann einfach nehmen was man will und damit auch noch davon kommen. hector hätte zeug zum helden des filmes gehabt. dazu hat er sich aber zu wenig durchgesetzt und hat natürlich im kampf gegen achilles viel zu schnell ins gras gebissen. odysseus war ziemlich smart, aber das ging im film ziemlich unter.
"troja" schafft es drei stunden lang vor sich hin zu plätschern. der ganze film wirkt - im grossen und ganzen - so von sich selbst gelangweilt, wie die schöne helena. in zwölf stunden "herr der ringe" gab es nicht solche durststrecken, wie in "troja".
mein persönliches highlight des films waren allerdings die campingschiffe. warum man die nicht bis heute, als günste version der yacht sozusagen, behalten hat, ist mir ein rätsel.
und man sieht sehr viele sehr schöne bilder in dem film. die drei stunden sind also nicht komplett verschwendete lebenszeit, ich wurde aber auf jeden fall schon besser unterhalten.
20. Mai 2004, Rubrik: dislikes